Kategorie-Archiv: 01 Wer ist libref.

Adieu Genève

Unsere Genfer Sektion hat die Auflösung beschlossen – ein Mail von Jean-Claude Cantieni.

„Liebe Freunde
Unser welsches Vorstandsmitglied André Arn benachrichtigt, dass seine Genfer Sektion, deren Präsident er ist,  an einer ausserordentlichen Generalkonferenz vom 23. August a.c. beschloss, sich aufzulösen. Fr. 25’000.—  seien aus dem Vermögen derUnion libéral pour le protestantisme libref.CH zugesprochen. Die ‚Kapitulation‘ bedrückt,  weil Rückschlüsse auf unser eignes Engagement  nächste sind,  und doch bleibt Bonhoeffers zu gedenken: Widerstand und Ergebung, eine protestantische Tugend.
Wir selber haben uns mutmasslich vorzuhalten, dass wir zu isoliert, um nicht zu sagen, elitär,  uns von den Menschen entfernt haben. Ein Artikel im aktuellen ‚Liberté et ‚Evangile‘  moniert, die Zeit sei vorbei, eine Elite zu dopen, wie das in restaurativen katholischen Kreisen exponentiell geschieht, und angesagt sei, die Menschen aufzuwühlen (secouer, durchschütteln, protestieren, kritisieren).  In unsrer Churer Sektion sprechen wir so davon, die Fünfhundertjahrfeier der Reformation ‚in Stein zu meisseln‘, indem wir Jung und Alt zusammenrufen, um eine daraus zufällige Gruppe mit Meisseln auszustatten, die einen Gedenkstein gestaltet, der ins Erdreich des Comanderkirchenareals einzufügen sein wird. Ein zweiter Zwingli, wie er sich auf sein Schwert vor der Wasserkirche in Zürich stützt, solls kaum werden. Gefragt ist nach dem ‚Imago‘ des Reformators, der als Comander auch comander in chief war. Die alten Griechen zeichneten ihre Verstorbnen als ‚Eidolon‘, daraus unser Wort Idee herrührt.
Das Wortspiel zwischen hunter französich und englisch (to) hunter, das sich verwandt ausspricht, mag für einmal dank der Wichtigkeit der Sache gestattet sein;  Die – negative – Klimax der protestantischen Kirche (nicht des Protestantismus), die sich in unserer Generation auf eine bald zu kleine Minderheit unter lauter Minderheiten als ehemalige Mehrheitskonfession zurückgeworfen sieht, und uns deshalb irritiert (frzs. hanter),  und englisch hunter (for) will dahin verstanden sein, dass ein laues ‚laisser faire‘  es zu meistern gilt (welsche Tageszeitung Le Temps, 23. Juni 2015, , http://letemps.ch/suisse/2015/06/19 inexorable-declin eglise-protestante). Wir Leute zählen, was der Déclin’ zu sagen hat, und was wir trachten, mit unserer Laien-Steinmetzarbeit zur Reformationsfeier in Chur hervorzuheben, so die Initiative durchschlägt, was, aufs Lokale herunter gebrochen, als Monieren, Protestieren der Leute verstanden sein will, indem Kirchenrat der Stadt und Kantonskirche sich hartnäckig destruktiv befehden;  Zusammenhören von hanter und hunter ist dekonstruktivistisch angesagt. W i r  sind die Schärfe des Salzes, das seine vorrangige Rolle unter den Menschen im Würzen des täglichen Mahls hat.  Unsere Gründerväter haben den Menschen das freie Bekenntnis delegiert, es vom Gedanken des Rechtfertigens in einem Reizklima des Rechthabenmüssens in der Kichenobrigkeit, des Legalisierens, der Norm befreit, welche der Kirche einst vorbehalten war.  Ob diese Freiheit bei uns im Zeitalter der political bzw. religious correctness  angekommen ist, mit welcher wir Eigenverantwortlichkeit weiteres  – bis auf die Geheimdienste – delegieren?
Die Kanzel, von welcher herab das Wort Gottes erklärt wird,  gehet aufs lateinische cancellare  zurück. Der Cancellarius ist der Türsteher, der sortiert, wer in die Räume hinter den Cancellae, Gittern  einzugehn hat. Ist nicht selbst die Kanzel, eine Art Muschel, die einem geschützten Schallraume gleicht,  eher eine Art (Geheim-) Loge denn ein speakerscorner? Quod licet Iovi, noch licet bovi, höre ich Terenz raunen;  Was sich für einen Gott Jupiter geziemt, gebührt sich noch nicht für einen Ochsen, und doch Ver-Stehn wir diejenigen, welche ein Kirchenamt anvertraut ist, und uns selber alle als auf einer Türschwelle vor einer als religiösen, absolut freien vertikalen und horizontalen Freiheit (schon auf Erden ein taugliches Werkzeug Gottes zu sein, wie ich aus einem letzten Weihnachtsbriefe eines einheimischen Ingenieurs, Richard La Nicca, welcher u.a. auch die erste Juragewässerkorrektion durchführte, zitiere).
Herzlich,
Jean-Claude“

libref – wir schreiben den 150. Jahrgang

Im 150. Jahr melden wir uns medial zu Wort. Auf dem letzten „Schweizerisches Reformiertes Volksblatt (SRV)“ stand zu lesen – 138. Jahrgang. Um das liberale landeskirchliche Sprachrohr nicht zu beerdigen, haben wir uns damals entschlossen, mit www.libref.ch nahtlos ins digitale Zeitalter umzusteigen.

Unseres Wissens gibt es im reformierten Bereich in der Schweiz nichts, das uns übertreffen würde. Anderslautende Informationen nehmen wir gerne entgegen und würden diesen zu ihrem noch langjährigeren Erfolg natürlich gratulieren. Uns gratulieren wir natürlich nicht – das können allenfalls andere machen. Aber danken möchte ich allen Vorgängern, die zum Teil ganz intensiv im SRV mitgewirkt haben und ganz speziell würde ich mich freuen, wenn aus unseren Reihen im 12. Jahrgang von libref.ch ein zusätzlicher aktiver Blogger mithelfen würde. Entschädigung zahlen wir keine – es ist einfach Freude, liberales oder besser gesagt progressives reformiertes Gedankengut zu verbreiten.

Für den ersten Beitrag im Blog haben wir eine Veranstaltung mit Bundesrat Pascal Couchepin und SEK-Präsident Thomas Wipf besucht. Bei beiden sollte es nicht das einzige Mal sein.  Dieser Bundesrat und der Flugzeugentführer Karan Singh auf einem Bild, das um die ganze Welt ging. Das haben wir meinem Freund, dem Sikhs zu verdanken, der durch seine Tat zum Tod verurteilt wurde und heute als ehemaliger politischer Flüchtling seit Jahren in der Schweiz lebt. Karan und die Sikhs nehmen wohl den zweiten Platz ein von andere Religionen über die wir berichteten.

Bei Thomas Wipf und was uns besonders freut, bei seinem Nachfolger Gottfried Locher gab es eine ganz herzliche Annäherung, eine echte religiöse Anfreundung. Einige Beiträge, die eigentlich auch zu libref passen, sind im www.finanzblog.com zu finden. Wer hätte vor acht Jahren gedacht, dass auf einem Foto mit Couchepin auch der heutige Bundespräsident Johann Schneider-Ammann zu sehen ist.

Auch den Bundespräsidenten Moritz Leuenberger haben wir zum ersten Mal in einer Kirche getroffen und durften noch einmal am Blogcamp persönlich mit ihm diskutieren. Erwähnenswert sind zwei, die gerne über Religion sprechen – Peter Bichsel und Yahay Hassan Bajwa, die intensiv zusammen in ein Gespräch vertieft sind. Peter, als Preisträger des prixlibref und Yahya, als intensiver „Zurverfügungsteller“ seiner Texte, vor allem über Pakistan. Wir haben uns nie gescheut, Berichte über den gemässigten und leider auch den ungemässigten Islam, zu veröffentlichen.

Dazu werden wir uns demnächst exakter mit dem prixlibref über Karikaturen äussern. Vermutlich folgen auch einige Beiträge über Vollgeld, zum Pazifismus und vielleicht gar weitere Tests im Bereich der Quantenphysik mit verdammten Apfelhälften.

Wir wünschen Ihnen ein spannendes 2016, gute Gesundheit und dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

Zum Schluss noch die letzten Zeilen aus dem TA-Magazin-Blog von Daniel Binswanger, die zum Nachdenken anregen sollen.

„Entschieden aber wird die Auseinandersetzung mit dem radikalen Islam nicht durch einen Krieg. Der Sieg über den Terrorismus wird errungen werden in den Köpfen und den Herzen. Die offene Gesellschaft wird ihn erringen. Aber einfach zufallen wird er ihr nicht.“

Graubünden – gestern und heute

Illanz hat vor rund 500 Jahren Geschichte geschrieben und Chur schreibt sie heute.

«Ilanzer Religionsstreit hatte Konsequenzen für Berns Reformation» – so lautet der Beitrag von Jan-Andrea Bernhard bei ref.ch.

DSC_8369Jan-Andrea Bernhard anlässlich unserer Synode in Bivio.

Illanz darf sich anlässlich der 500 Jahre Reformationsfeier von 2017 als offizielle Reformations-Stadt bezeichnen – nebst Basel, Genf und Zürich.

In der heutigen Zeit wird in Chur vermutlich auch Geschichte geschrieben. Über die Homosexualität. Stellungnahmen von reformierter Seite finden sie im vorletzten Blogbeitrag. Im Beobachter nehmen vier Personen aus dem Bistum Chur Stellung und kritisieren Bischof Huonder. „Der Verständnisvolle“, „der Energische“, „die Vorsichtige“, „der Private“ und aus dem Bistum Basel „die Fortschrittliche“. Der Beobachter-Artikel „Viele in der Kirche leben homosexuell. Aber halt heimlich„. Diese Beobachter-Ausgabe ist nicht 500 Jahre alt – es ist die neuste Ausgabe.

Schweiz – Schweitzer – Schwei(t)zerer – am Schwei(t)zersten

Es wäre anmassend, wenn ich ausführlich über Albert Schweitzer schreiben würde, der vor genau 50 Jahren am 4. September 1965 in Lambarene, Gabun, starb.

Da kennen andere sein Lebenswerk besser. Vielfach nimmt man einflussreiche Menschen erst war, wenn sie sterben. Ich vermute, es war ein SJW, als wir in der Schule das erste Mal über und von Schweitzer gelesen haben. Für mich ist er so etwas wie der Pestalozzi für die Kranken aus Afrika.

Oft hört man, dass Schweitzer ein Schweizer war, andere Quellen erwähnen, dass er in Frankreich geboren sei. Genaugenommen war er in Kaysersberg, damals zum Deutschen Reich gehörend, auf die Welt gekommen.

Das ist eigentlich alles nebensächlich. Seine Idee muss weiterleben. Aus diesem Grunde haben wir auch auf den heutigen Tag eine kleine Spende an Médecins Sans Frontière überwiesen.

Die Schweiz steht nicht immer im Mittelpunkt, aber oft am Rande. Vor 600 Jahren endete Jan Hus, der Frühreformator, in Konstanz auf dem Scheiterhaufen. Und 100 Jahre später die Schlacht von Marignano – heute noch ein historischer Disput. Wie hätten wir auch in der Schule begreifen sollen, dass hier Weltgeschichte geschrieben wurde, militärische Strategie zum Umdenken gezwungen wurde. Die erste grosse Schlacht seit der Antike, bei der sich ein Heer zurück gezogen hat – die Eidgenossen. Schweizerischer könnten die nicht gehandelt haben.

Am schweisteristen ist uns aber die Gegenwart. Einige geben sich modern. Die NZZ zum Beispiel.

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Könnte es gar sein, dass der Werber und der Auftraggeber gar nichts gedacht haben. Liberal kann jeder sein, ob links oder rechts – oder wie viele in der Mitte. Liberal ist, oder sollte ich besser sagen/schreiben, war das Gegenteil von konservativ. Sorry, wenn ich mich in einigen Blogbeiträgen wiederhole. Aber der Quatsch, den einige mal angesehene Blätter schreiben, stinkt heute eigentlich zum Himmel. Da freut es mich, wenn Daniel Binswanger ab und zu im TA-Magzin Gegensteuer hält. „Die Wirtschaftsliberalen werden konservativ.“ Auf die Religion gemünzt hören zumindest unsere Liberalen der Kirche diesen Satz des öfters seit Jahren von mir. Deshalb haben wir mal vorsorglich www.proref.ch – progressiv-liberal – reserviert.

Die Zürcher, die reformierten Zwinglianer, sind uns voraus. Da kennt man ja auch den „Grünen Güggel“ – so was wie die Minenergie Kirche. Und die Kirche wird auch zweisprachig. Zumindest die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn mit dem neuen ENSMBLE. Zwei Artikel finde ich besonders lesenswert im Zusammenhang oder eher in der Auseinandertriftung von Staat und Kirche. Diejenigen von André und Jeanrudolphe. Ja, die Namen werden nichts ins Französische übersetzt. Andreas Zeller  und Hansruedi Spichiger, der neue Präsident des Kirchgemeindeverband des Kantons Bern. Der letzte Link zeigt auch die Änderung der Kirche in Bern deutlich. Vor 4 Jahren hätte das keiner gedacht, was jetzt in Ensemble „zusammen-geschrieben“ ist und nicht nur historisch hoch brisant ist, sondern auch als Deutsch-Franz-Lehrheft verwendet werden kann.

Bern wird auch im Aargau erwähnt – hier am Beispiel von Schöftland. Alle Aargauer reformierten Kirchen werden aufgeschaltet – neu die Kirche Rued in Kirchrued. Daraus eine kleine Legende über die Patrizierfamilie May aus Bern, deren Vorfahren vor 585 Jahren die Hammerschmitte in Schmiedrued gebaut haben. Fünfzehn Jahre, nachdem die Habsburger hier vertrieben wurden.

2015 ein Jubiläumsjahr aller Gattungen und trotzdem sind einige noch nicht ganz progressiv. Zumindest einer. Oh Wunder Plunder Holunder! „Auch Homosexualität entspricht Gottes Schöpfungswillen“ (Seite 3 unten) entgegnet Gottfried Locher dem Churer Bischof Vitus Huonder. Man und frau beachte die beiden Vornamen. Veit kann auch Wald bedeuten. Aus Bäumen können Bretter angefertigt werden, die vor dem Kopf getragen oder Särge hergestellt werden. Es wäre an der Zeit, aus der Vergangenheit zu lernen und das Zusammenleben lebenswerter zu machen – wie dies Albert Schweitzer vorgelebt hat.

Der letzte Beitrag auf Kaywa


Am 17. März 2005 hat das erste deutschsprachige Finanzblog offiziell das Licht der Welt erblickt – „Swiss oder Swissair – die Einen gehen, die Andern kommen“ und seither …

… sind 1369 Beiträge erschienen. Und heute sind auf Google 72 900 Treffer unter „Finanzblog“ zu finden. Aus dem Englischen „Finance Blog“ übersetzt ist „Finanzblog“ zu einem allgemeinen Begriff geworden. Wie „Henniez“ für Mineralwasser oder „Aromat“ für Streuwürze. Wer hats erfunden? Ich. Den Begriff „Finanzblog“ natürlich.

Vier Monate nach dem Aufschalten von www.finanzblog.ch resp. www.finanzblog.com kam der erste Beitrag auf www.libref.ch – mit einem Bericht über einen Vortrag von Altbundesrat Pascal Couchepin. Hier sind bisher 412 Beiträge erschienen. Libref für liberal, reformiert und nicht für Library Reference mit über 109 000 Ergebnissen.

Es freut mich, dass beide Blogs immer noch an erster Stelle erwähnt werden. Ob das in Zukunft auch so ist, wissen die Götter. Wir sind daran, die Blogs zu zügeln. Und vermutlich wird von Google mit der Zeit alles neu indexiert, so dass man hoffen kann, die alten Suchabfragen mit der Zeit auf dem neuen Server wieder zu finden. Lasst euch und mich überraschen, ob dies gelingen wird.

Kaywa stellt per Ende Jahr den Blogbetrieb ein. Ein merci für all die Jahre. Die wenigen Probleme wurden immer schnell gelöst. Das Team um Herrn Fischer habe ich im Technopark Zürich auch besucht. War dies, als wir inhouse bei einem IT-Druckbetrieb eine Due Diligence durchführten, oder als wir uns mit dem Blogger Moritz Leuenberger, alt Bundesrat, trafen.

Auf beiden Blogs sind über 2200 Bilder zu finden, die zum aller grössten Teil von mir selbst geschossen wurden. Unter anderem auch Couchepin mit Karan Singh, ein Bild, das in mehreren Erdteilen in Zeitungen erschien. Bilder sind im Internet so eine Sache, die manchmal zum Staunen anregen. Wenn sie Bilder von Prof. Max Boemle suchen, so sind dort nebst zutreffenden aus dem Finanzblog zum Beispiel auch Bilder aufgeführt, die eigentlich nichts mit ihm zu tun haben.

Die Flasche Barack ist nur eine ironische Anspielung und Ironie ist gefährlich, weil sie von vielen Menschen nicht erkannt wird. Neustes Beispiel ist die Geschichte von Schawinski und Thiel. Wie beim erwähnten Neandertaler nimmt man einen plakativen Satz und stellt den ohne Zusammenhang in den Raum. Sarkasmus pur, habe ich einmal über Thiel geschrieben. Und wenn man solches nicht erträgt, sollte man lieber die Finger davon lassen. Also entschuldigt mich, wenn ich auch in Zukunft die Polemik nicht sein lassen kann.

Zwei Kollegen haben mich vor Jahren gebeten, doch ab und zu mal über Flaschen und deren Inhalt zu schreiben. Über 50 Beiträge sind so über „Wein“ entstanden. Auch ein solches Gebiet darf in einem Finanzblog Platz finden. Finanzen steht nicht für Aktien und Börse, wie dies heute sehr oft falsch interpretiert wird. Finanzen bedeuten schlicht und einfach Geld. Und ich behaupte, dass die Menschen jeden Tag direkt und indirekt öfters an Geld denken, als an das wohl bekannteste Vergleichswort „Sex“. Solche Stichworte in ein Blog einzusetzen bringt allenfalls Klicks. Und je heisser diese Schlagworte sind, desto eher finden sie in der Statistik auch ganz interessante Suchmaschinen, die aufs Blog zurückgreifen.

Politik ist das meist aufgegriffene Thema, gefolgt von „Ökologie – Energie – Technik“. Alles hat mit Geld, mit Finanzen zu tun. Denkmuster hinterfragen gehört auch dazu. Weiterdenken! Andere anregen, nicht einfach alles zu glauben, was in den herkömmlichen Medien herumgereicht wird. Oder gar selbst einmal etwas schreiben. Gastbeiträge und einige Adventskalender, wo auch andere Blogger teilgenommen haben. Die Adventskalender habe ich nach einigen Jahren aufgegeben, denn diese geben unheimlich viel zu tun. Ja, am Anfang gab es praktisch zumindest werktäglich einen Beitrag. Im Juli 2009 gar keinen. Da war ich im Sommerschlaf. Ja fast alles ist mit Geld zu haben. Nur bei der Gesundheit klappt es nicht immer. Das sind dann auch die Neujahrswünsche, die zum Teil von diesem Gebiet berichten. So ist das Leben – es verläuft immer einmal tödlich. Dieses Jahr war ein Finanzkollege nicht mehr auf der Adressliste.

Viele andere freuten sich auf die Wünsche und die Weltbetrachtungen. Diese zählen mehr als all die Millionen Visits, die ich über diese neun Jahre und zehn Monate zu verzeichnen hatte. Über 460 000 werden es heuer sein. In den aktiveren Jahren weit über eine Million. libref. erreicht rund einen Viertel. Keine Ahnung, wie viele die Beiträge wirklich gelesen haben. Merci all denen, die in diesen Jahren mit Ideen oder Beiträgen mitgeholfen haben. Einen ganz speziellen Dank an Herbie mit dem Personalblog. Auch sein Blog werden wir neu aufgleisen. Nächstes Jahr wird er mich vermutlich in der Anzahl Beiträge überholen – nur 25 weniger als ich. Seit acht Jahren ist er online.

So, zum Schluss noch einige Zeilen zum Nachdenken. Andrea Vogel sendet zu seinen Weihnachtswünschen gleich sein neuestes Buch „Lebenslicht – Stationen eines Grenzgängers“ mit. Zu Beginn des Buches: „Ich möchte schreiben und meiner Seele eine Stimme geben.“ Am Schluss: „Ich schreibe, weil ich ihnen nicht zumuten kann, dass ich singe.“ Im Gegensatz dazu können sie mich mit etwas Mut aber als 2. Bass nicht überhören – links neben dem Klavier. Bei Andrea Schalk gepaart mit tiefgreifenden Texten und Gedichten dazwischen. „Freunde vermisst man, wenn sie nicht da sind. Ja, mein Freund, bleiben wir auf unseren Wegen, bis ans Ende der Zeit und gehen in die gleiche Richtung in alle Ewigkeit“ – sagt die Sonne zum Mond. Bei „das Ende der Menschheit“ erwähnt er Gockelspielenmüssen, Geldbereicherungsstreben oder Konsumhörigkeitsstreben. „Sogar Steine haben ihre Endlichkeit, egal wie gross sie auch sein mögen.“

Ob Grenzgänger oder Finanzblogger. So kann doch jeder ein wenig stolz auf seinen Vogel oder seinen Flick sein. Andrea Vogel verdeutlich dies mit seinem Flick Book, dem Daumenkino mit einem Vogel, der durchs ganze Buch be-gleitet.

Steine und Blogs haben ihre Endlichkeit. Aber es ist noch zu früh. Demnächst geht es weiter

    • www.finanzblog.ch oder www.finanzblog.com
    • www.libref.ch
    • Mit klarer Sicht. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. – Das neue Erscheinungsbild des Personalblogs

Protestantisch, liberal – wie die "nachhaltige Stellwerkstörung"


Das Wort „liberal“ ist heute so verkommen, dass man sich fast schämen muss, sich als Liberaler zu bezeichnen, dafür nennen sich alle Protestanten, die keine sind, geschweige denn wirklich einmal protestieren.

Ich will heute protestieren. Nein, eher bitten, beten – braucht diese Wörter im richtigen Sinne. Die meisten regen sich heute auf, wenn ein Wort einen Schreibfehler enthält, eine Kommaregel falsch angewendet wurde, auch wenn diese vielleicht schon wieder veraltet ist oder wenn etwas Gross statt klein im Text erwähnt ist. Nie vergessen werde ich während meiner Lehrzeit das Fräulein R. in der Sektion Kartoffelbau, ihr Name erinnerte an „abgeschottet“. Diese Dame hat sogar Ansichtskarten rot unterstrichen, wo unkorrekt aus dem Ausland gegrüsst wurde. Den Mut hinzuschreiben, wer das war, hatte sie nicht. Vielleicht wäre sie in der Abteilung Obstbau, Sektion Steinobst besser aufgehoben gewesen – Bereich „Zwetschgen“. Hier werden gemäss heutiger Zeitungsmeldung zumindest die Mitarbeiter der Alkoholverwaltung protestieren. Das sind die „nachhaltigen“ Nebensächlichkeiten, über die wir heute streiten. Aber immer und immer wieder.

Wichtiges, wird einfach so hingenommen, wie nachhaltige, systemrelevante Stellwerkstörungen. Dabei gibt es bei der SBB andere relevante Störungen. Der Hauptsitz wird sales-and-lease-gebacked. Bilanzschönung heisst das und kommt uns Bürger teurer zu stehen. „Auf diese Weise vermeidet sie eine langfristige Bindung von Kapital, wie sie am Dienstag mitteilte.“ „Mein Gott Walter“, da müssten Finanzfachleute feststellen, dass dieser „Laden“ in einer Liquiditätskrise steckt. Wir werden in vierzehn Tagen wieder schöne Diskussionen haben. Nach der Affäre Telefonzentrale Bollwerk, scheint man im Bundesbern nichts gelernt zu haben. Das nachhaltige Wort „Nachhaltigkeit“ war letztes Jahr 300 Jahre alt geworden. Es stammt aus der Holznot der Forstwirtschaft und heute wird es mit Axt und Motorsäge traktiert und nachhallig für alles Un- und mögliche verwendet.

„Reformation“ ist 198 Jahre älter. Nächstes Jahr feiern wir 500 Jahre Reformation. Das SEK meint damit das „Evangelium im Mittelpunkt“. „sEk“, das „E“ steht ja auch für evangelisch. Und dabei müsste es eigentlich, oh SchRecK, sRk, heissen. Der grösste Teil der Geldgeber ist heute „reformiert“ und nicht mehr „evangelisch“. Aber einen Namensstreit wollen wir nicht – SRK – das müssen wir wohl nicht erklären. In der Sek lernten wir schon jede denkbare sek., dass die SEK die Schwedische Nationalwährung ist. Bliebe noch sPk für „Schweizerischer Protestantischer Kirchenbund“ – aber hier kommen wir in Klintsch, Klinsch oder Clinch mit der Schweizerischen Politischen Konferenz – leider vor gut zwanzig Jahren an der Thunstrasse zu Bern aus finanziellen Nöten begraben worden.

Wer oder was ist nun reformiert oder protestantisch? Schön sagt es die Kirchgemeinde Küssnacht. Wir am Rigi „küssen“, pflegt mein Kollege zu sagen. Und diese Innerschweizer sind noch evangelikal. Nicht wie Küsnacht, das uns schon mit Peter Bichsel begegnet ist. Das Wort „evangelisch“ existiert nicht mehr. Das Prankenkreuz wäre mal ein historischer Ausflug wert. vielleicht nicht gerade mit der Força Aera oder zu Bismarck, dem einzigen Protestanten, der den päpstlichen Christusorden trug.

Kirchengeschichtlich haben nur die Romands heute noch das Wort „protestante“. Wir gesamte Deutschweizer sind landeskirchlich reformiert. Und dabei gibt es immer noch Kirchen, die evangelisch schreiben. Wer als landeskirchliche Bezeichnung Protestant in den Mund nimmt liegt seit Jahrzehnten falsch. Protestanten gibt es vor allem im Ausland – Holland vor allem, einige in Deutschland und ganz speziell im angelsäsischen Raum und praktisch alle Freikirchen und zum Teil Sekten. Die Kantonskirche Bern-Jura-Solothurn ist reformiert, dito Aargau, Basel. Zürich ist reformiert – sogar auf gleichem Portal wie die Katholiken. Dann gibt es nur noch eine grössere, die noch evangelisch ist – die Bündner. Dort sind die meisten auch keine Reformierten mehr. „Jede zweite Pfarrperson habe keinen Schweizer Pass mehr.“

Es wäre vielleicht einmal an der Zeit, dass sich Schweizer Theologie Professoren ins Wikipedia einleben würden. Das ist von unserer Kirche her ein richtiges Paradies, für Nonsens. Achtung, Wikipedia ist ein Superinstrument, aber dieses wird von Freikirchen und Sekten bestens kontrolliert und vor allem schön fein umschrieben. Hier die extrem wenigen Worte über reformiert im Wiki, was die Schweiz anbelangt:

Daneben existieren die Bezeichnungen „lutherisch“ bzw. „A.B. (Augsburgischen Bekenntnisses)“, die die Kirchen in der Tradition der Wittenberger Reformation bezeichnen, und „reformiert“ bzw. „H.B. (Helvetischen Bekenntnisses)“, die die Kirchen in der Tradition der Schweizer Reformatoren Ulrich Zwingli und Johannes Calvin bezeichnen.

Im Briefwechsel schreibt mein Kollege: „Ob es nötig ist, den Begriff „Protestanten“ aktiv zu bekämpfen, scheint mir sehr fraglich! Er ist in der Schweiz so geläufig wie Evangelisch-reformiert oder einfach reformiert – „das Volk“ macht da keinen Unterschied. Auch die Feldprediger in der Armee wurden unterschieden in Fpr prot und Fpr kath.“ Bekämpfen wollen wir nichts. Missionieren schon gar nicht, das war früher mal. Aber Zwingli starb schon 1531 dort, wo wir die 2. Kappeler Milchsuppe zelebrierten. Den grössten Anlass, den wir in den vergangenen Jahrzehnten durchführten. Und Calvin starb 33 Jahre später. Eigentlich Zeit genug, zu wissen, dass wir reformiert und nicht protestantisch sind. Jeder Militärpflichtige Reformierte hatte auf seinem „Grabstein“ die Abkürzung „prot“ eingraviert. Ein Übersetzungsfehler aus dem Französischen soll das gewesen sein!

Und nun noch einiges zu liberal. Smartvote schreibt in ihrer Grafik neuerdings je dreimal liberal und konservativ, sowie links und rechts hin – damit es jedem klar ist. Es gibt Linksliberale, Rechtsliberale und solche in der Mitte.

„Ich bin kein Missionar. Als Liberaler kann ich das Ergebnis einer parteiinternen Meinungsbildung nicht vorwegnehmen. Ich kann nur sagen: Wenn man von einem liberalen Kompass ausgeht, dann darf man sich nicht von links und nicht von rechts vereinnahmen lassen.“

Das schreibt ein Professor für Staats- und Verwaltungsrecht im Artikel «Die FDP leidet unter der Absenz der Intellektuellen». Vielleicht müsste man diesen Kompass wieder einmal eichen. Das sagt einer, der nebst Kassier auch mehrere Jahre „Parteiideologe“ im Vorstand einer lokalen FDP war, die heute einen Bundesrat stellt.

Zeit, dass wir kirchlich Liberalen das englische Wort übernehmen – progressiv. Die Sektion Zürich macht es vor – prolibref – progressiv, liberal, reformiert. Zum Spass meinte jemand, sie sei „konservativliberal“ – es gibt doch immerhin schon 74 Treffer. „Konservativliberal“ ist aber überwiegend.

Frei nach dem Motto: „Biegen wir das nächste Mal linksrechts oder rechtslinks ab?“

Live im Neumünster oder auf SRF 1 – 1. Advent


Orlando Ribar, Schlagzeug, und Ruedi Lutz, Orgel spielen Bachs Toccata und Fuge in d-Moll. Predigt Pfarrer Res Peter – Gottesdienst zum Ersten Advent Live im SRF 1. Mit Kinderhüte“

Nachzulesen bei der Kirchgemeinde Zürich-Neumünster. Seien sie unbesorgt, auch Wörter, die der Duden noch nicht kennt, werdet ihr verstehen. Das ist die Eigenheit einer liberalen, progressiven Predigt. Hier werden sie nicht nur mit Worten berieselt, hier werden sie aufgefordert, über die Worte nach zu denken. Hier haben sie keine Zeit die Fensterscheiben zu zählen, die Quersummer der zu singenden Lieder oder die durchschnittlichen Kirchgänger pro Bankreihe auszurechnen.

Mit Kinderhüte„. Man beachte ausnahmsweise einmal die Werbung. Vielleicht das Unwort des Jahres 2014. Wer hat’s erfunden … garantiert ein Schweizer. Übrigens, auch Kinderhüte zieht man während einer Predigt ab.

Vielleicht gehen sie nicht der Worte, sondern der Musik wegen am 30.11.14 spätestens um 9.45 Uhr ins Neumünster in Zürich – BWV 565. Die Musik, die sogar Biergläser zum Bersten bringt. Orlando Ribar (Drums) und Rudolf Lutz (Orgel) – mit der hörbaren Internetseite – werden sie nicht nur hören, sondern fühlen. Live wird garantiert besser sein, als irgendwelche Konserve.

Jedem sein Kirchenprogramm


„Schweizerische Vereinigung für freies Christentum“! Seid ihr eine Freikirche? „Bei Gott nicht“. Alle sprechen von Gegensätzen, aber es gibt auch Verbindendes. Zuerst aber das Programm der Berner Sektion.

Jahresprogramm des Forum Kirche & Gesellschaft – Calvinhaus, Bern

Tolles Programm – nächste Woche spricht Ella de Groot darüber, ob es überhaupt einen Gott gibt. Ich denke, es ist eine Geisteshaltung der Menschen. Schwarz und weiblich? Wir wissen es nicht. Ich behaupte aber, wenn es einen Gott gibt, dann für alle den gleichen – egal ob Christ, Hindu …

Das ist ein kleiner Unterschied zu einigen Freikirchen und Sekten. Bei vielen gibt es auch nur einen Gott, aber unseren, den christlichen. Dann gibt es noch einen grossen Unterschied. Die Landeskirchen nehmen laufend „ab“. Nicht dass sie unbedingt schlanker werden, aber unter Mitgliederschwund leiden. Und „Die Freikirchen boomen„. Andere berichten im Fussballchargon „Spektakulärer Aufstieg der Freikirchen„. Die Kommentare sind interessant. Zerfleischend bis hin zu vergleichend. Und der vergleichende Kommentar ist von einem Mitglied einer Freikirche. Sie ist garantiert keine Fanatikerin. Solche hat es aber viele unter den Schreibern.

Einige Journalisten nehmen dieses Thema locker vom Hocker. Sauber recherchieren ist nicht möglich. „Gemäss einer neuen Studie“. Die Studie finde ich nirgends. Vermutungen über ein Buch das im Herbst aus dem Französischen übersetzt werden soll … eine Nationalfondstudie? Der Schlussbericht des NFP58 ist drei Jahre alt. „Freikirchen gewinnen deutlich an Boden“ war schon vor zehn Jahren ein Thema und Schweizergeschichte.

Geschichte. Wer weiss schon, dass sich die Freikirchen 1918 wegen der Spanischen Grippe organisiert haben? Dieses Jahr ist geschichtlich alles andere als aufgearbeitet. Ich wüsste ein Thema für eine Diss oder … Interessenten können sich bei mir melden. 1918 war kein einfaches Jahr. Hätten damals schon die Landeskirchen ein Programm aufgezogen, dass evangelikales zugelassen hätte, wären die Freikirchen heute garantiert anders gelagert.

Zudem sind viele Freikirchen älter als die älteste noch aktive Landeskirchliche Organisation – libref. Zumindest ist uns keine bekannt, die mehr als 148 Jahre medial wirksam ist. Für die 15 organisierten Freikirchen finden sie eine Beschreibung im VFG. Es ist nicht meine Stilrichtung, aber eines müssen wir vielen Freikirchen zugute halten. Einen so tollen Zusammenhalt mit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung hat nicht einmal unser Staat zu bieten. Zwei Freikirchen habe ich „ein klein wenig“ kennen gelernt. Die Täufer und die Armee, die Heil bringt. Über die Geldsituation und den Immobilienbesitz diskutieren wir hier jetzt nicht. Die katholische Kirche hätte eh nur ein leichtes Schmunzeln übrig. Ja, Kirche und Geld. Nicht immer, aber manchmal bei Freikirchen und Sekten ein „grobes“ Thema – und bei Landeskirchen ein ständiges.

Einige Unterschiede und viel mehr Gemeinsamkeiten. Menschen wie du und ich und wir sollten nicht mit den Finger aufeinander zeigen. Wer sich nicht öffentlich bekennt, der ist meist nicht einzuordnen. Schön, wenn man Bekannte aus verschiedenen Stilrichtungen hat.

Bei den Liberalen gibt es auch Gegensätze. Der Name. Namenmässig sind wir ein echter „Gemischtwaren-Laden“, wo jeder macht, was er für gut empfindet. Aber vermutlich machen diese Beobachtung nicht nur die, die in Marketing abgeschlossen haben. Vielleicht ein Grund, wieso man die schweigende Mehrheit nicht zur Kenntnis nimmt. Und vor allem, die ist nicht organisiert, aber bezahlt noch brav ihre Kirchensteuern.

Ein gemeinsamer Name und mal etwas Pressearbeit – aber da haben es Freikirchen einfacher. Über die schreibt man gerne … und macht Gratisreklame. Gegenbeispiel gefällig? Suche unter Google News:

Ihre Suchanfrage „bichsel libref“ stimmt mit keinem Nachrichtenergebnis überein.

Zwei Veranstaltungen – Rückblick und Ausblick


„Einer“, von dem ich mir kein Bildnis machen soll, hat der Geschichte nach in sieben Tagen die Welt und das Vielfälltige darauf geschaffen.

Niemand nimmt sich seine Leistung als Vorbild, wir wären immer „im Rückstand“. So ein Rekord ist nicht zu brechen. Ist ja auch nicht nötig, alles Wichtige existiert ja schon.

Nur mal so schnell das Wichtigste im Rück- und Ausblick auf die vergangenen 24 und die nächsten 48 Stunden. Die Zusatzstunde heute hat zumindest mal einen kleinen Vorsprung auf die Marschtabelle gebracht.

Peter Bichsel hat den prix libref. am Samstag, 25. Oktober 2014 in Erlenbach ZH erhalten und im Rahmen von Zürich liest, eine Predigt gehalten.

Peter Bichsel und Stephan Marti

Ganz herzliche Gratulation an Peter Bichsel. Es hat echt Spass gemacht und vor allem freut uns von libref.ch, dass du den Preis von CHF 3’000.– für ganz spezielle Personen einsetzen wirst … „ja, so 100, 150 Franke werde ich für mich behalten“. Peter, du wurdest nicht nur als Schriftsteller ausgezeichnet, sondern als Persönlichkeit, die liberales Gedankengut ausstrahlt.

Von Peter Bichsel sollt ihr euch ein Bildnis machen und seine Schriften lesen. Bilder und Kommentar werden in den nächsten Tagen noch folgen. Zumindest mal von mir – übrigens derjenige rechts im Bild, mit dem hellen Gilet. Seit meinen Jugend- und Flegeljahren trage ich oft eines, auch schwarze und nach der Beret-Zeit gar einen Rüschegger. Rüschegger? das zweite „Markenzeichen“ unseres Preisträgers. Google hilft nicht weiter. Peter Bichsel weiss mehr – ein äusserst guter Beobachter.

Du sollst dir kein Bildnis machen – Kulturhistorische Betrachtungen zum Bildverbot in der Bibel – Ein Vortrag der Berner Sektion von Dienstag, 28. Oktober von Georg Eisner

© – Text und Foto(s): Stephan Marti – Finanzblog – und herzlichen Dank anstelle des Selbstauslösers an Andreas Bliggenstorfer – Für Presseberichte über den prix libref. dürfen die Fotos ungefragt verwendet werden – eine grössere Auflösung ist auf Anfrage erhältlich.