Kategorie-Archiv: 09 Menschenrechte

Prix libref. geht an den Humanisten Huldrych Zwingli …

… na ja, so ganz genau stimmt das nicht. Lassen sie sich am 20. September auf dem Areal des „Freies Gymnasium Zürich“ und dem Kirchgemeindehaus Neumünster überraschen.

500 Jahre Reformation in Zürich wird gefeiert. Zumindest der Festgottesdienst ist seit einiger Zeit vorbei, nicht ganz 500 Jahre, aber was noch kommen wird, da findet sich noch nicht viel im Internet. Auf der internetten Seite der Kirche der Stadt Zürich ist, genau genommen zweimal, die CD-Taufe „It’s Huldrych“ zu finden.  „Neumünster“ und „Hottingen“. Keine Angst, die Kreuzkirche gibt es nur einmal in Zürich.  Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, in Zürich ist Umbruchstimmung. Drücken wir mal Res Peter die Daumen, am 20. September können sie den Neumünster Pfarrer am Fest kennen lernen, falls es solche gibt, die ihn noch nicht kennen …

… oder am Sonntag beim Konzert. Ich bin überzeugt, dass Zwingli daran auch Freude hätte …

… King Curtis hätte ihn garantiert umstimmen können. Der Humanist Zwingli hat die Orgel aus der Kirche verbannt. Das können sich Jugendliche und Junggebliebene heute garantiert nicht vorstellen …

… und die Jugendlichen, genau genommen die Gymnasiasten des FGZ werden bestimmen, wer den prix libref. bekommt. Sie werden am Fest auch bekannt geben, wer die Preisgewinnerin, der Preisgewinner ist oder ob es verschiedene sein werden. Wir lassen uns überraschen – sie haben freie Hand. Der Ehrengast wird auch freie Hände haben. Huldrych Zwingli – rund 3 Meter gross, aus Plastik und das gleich 15 mal in Zürich. Das Schwert wie oben bei der Wasserkirche im Bild wird er nicht tragen.

Die bisherigen Preisträger des prix libref. waren Gret Haller, Bendict Vischer und Peter Bichsel. Wir sind gespannt, wer den Preis dieses Jahr erhält oder wie er verteilt wird. Liberales, freiheitliches, progressives Denken oder Handeln soll ausgezeichnet werden.

Die Organisation dieses Tages, Beginn rund um 10.00 Uhr, liegt beim Freigymer … irgendwann, vermutlich am Nachmittag wird auch die Generalversammlung von libref. stattfinden. Wir danken den Organisatoren, dass sie uns an diesem Anlass teilhaben lassen.

Notiert auch den 29. Oktober. Wir planen einen weiteren Anlass, diesmal durch uns organisiert. Eine Diskussion mit … das verraten wir noch nicht … Konfirmanden und wer weiss, vielleicht kommt sogar ein oder mehrere Preisträger am Abend ins Kirchgemeindehaus Neumünster.

Hier noch einige Eindrücke vom vergangenen Wochenende.

Es soll sogar Leute geben, denen der farbige Schriftzug an Häusern das erste mal aufgefallen sei. Eine war nicht dabei, die vor 50 Jahren schon für die Emanzipation gekämpft hat. Meine Mutter. Heuer 500 000 am Frauenstreik. Genau genommen waren es nicht nur Frauen, darunter sehr viele jugendliche, ich habe auch viele Männer gesehen … und 1991 war auch eine halbe Million auf der Strasse.

Alle Menschen sind gleich – das ist ein Menschenrecht. Schade, dass das vor allem einige andere Kirchen noch nicht bemerkt haben und nicht danach leben. Es ginge garantiert einfacher.

Vielleicht erhalte ich von Res Peter noch einige Bilder aus Zürich. Er ist bei uns auch für die Menschenrechte verantwortlich. Er hat ein Mitspracherecht in Genf bei den Vereinigten Nationen für die von libref. mitgegründete IARF.  Hier geht es um weltweite Menschenrechte. Er war in Zürich an der Frauendemo und einen Tag später an der LGBTQParade. Das ist eben liberal. libref. ist es seit mehr als 150 Jahren.

 

Frieden – ENSEMBLE – nichts für Schwachduscher

In kleinen Schritten – Kirchliche Friedensarbeit„, so das Thema in ENSEMBLE.

Trotz des Friedensabkommens ist die Lage in Kolumbien immer noch angespannt. Über 50 Jahre dauert der Bürgerkrieg in Kolumbien – Artikel auf Seite 12. „220 000 Tote, 80 000 Vermisste, 7,7 Millionen Menschen vertrieben, 6 Millionen ins Ausland geflüchtet.“ Und einige zusätzliche leben unter uns, gehören zur Familie, wurden gross gezogen, gingen zur Schule, zur Ausbildung, treiben Sport, üben einen Beruf aus – gehören zu uns.

Ihr verstorbener Grossvater erhielt diese Woche Post von der BLS – die gazette. Diese können sie abonnieren. Vermutlich müssen sie aber einen Geburtsschein hinterlegen, damit die BLS sicher sind, dass es sie gibt. Ich habe dieses Heft auf die Station Bern-Bümpliz-Nord an den Schalter gebracht. Lag auf dem Weg und so kann sich die BLS das Porto sparen, wenn man es mit dem Vermerk „verstorben“ in den Briefkasten wirft. Dieser wird eh nur am morgen früh geleert. Das ist der heutige Kundendienst von Betrieben der öffentlichen Hand. Viel schöner, was ich am Schalter erfahren habe. Haben sie einen Totenschein? Müssen wir haben, sonst könnte ja jeder kommen und das Magazin abbestellen. Ganz jeder kommt nicht in den Briefkasten des verstorbenen Vaters hinein. Auch wenn der nicht mehr ganz täglich geleert wird. Die Dame am andern Schalter pflichtet dem Lehrling bei. Das müssen wir unbedingt haben, sonst können wir das Abo nicht stornieren.

Die meisten kondolieren in so einem Fall. Das hat auch die Frau des ehemaligen Stationsvorstandes gemacht. Eine Nachbarin. Hier in Bern und im Aargau im dritten Dorf, wo mein Wasser in der Suhre gegen Rotterdam weiterfliesst. Ja Wasser, das half einmal seinem Vorgänger, dass der Bahnschuppen nicht ganz abbrannte. Vom 14. Stock aus im Tscharnergut habe ich als Jugendlicher die Feuerwehr alarmiert, als die ersten Rauchfahnen aus dem Dach aufstiegen. Das Geräusch von Ziegeln die in der Hitze bersten hatte ich noch einmal erlebt. Im Nachbarhaus in Langenthal. „Die sind in den Ferien“ meinte meine Ex. Feuerwehr zum zweiten mal alarmieren. Dann plötzlich, das Haus steht im Vollbrand. Es waren doch zwei im Haus, die die Garagentüre öffneten und Sauerstoff eindrang. Zum Glück brauchte es keinen Totenschein, aber ein Feuerwehrmann brach sich das Bein.

Die Geschichte wird vielleicht bis nach Wien gelangen und dort könnte man ein Lied über die BLS komponieren. Er hatte sein Zimmer in diesem Bahnhof. Zumindest im Vorgängergebäude der  Bahngesellschaft, mit der ich in meinem Leben am meisten Schienenkilometer und vermutlich am meisten Seemeilen zurückgelegt habe, wurde schon ab und zu mal erwähnt. Trump  nicht, aber Tromp, ein ehemaliger Bekannter meines Vaters. Vielleicht wäre es angebracht, wenn mehr die Gazette – das politische Kulturmagazin – gelesen würde.

Zurück zu Nichte und Neffe. Die Kollekte der Beerdigung ging nach Kolumbien, zur Unterstützung von Kindern – genau genommen für eine Ludothek. Auf dem Bundesplatz in Bern haben wir mal den 1000 pro Tag verschollenen Kolumbianern gedacht – 6000 während des WEF’s. Ein kleiner Wermuthstropfen, dass es heute vermutlich nicht mehr so viele sind … Bürgerkrieg seit mehr als 50 Jahren. Vielleicht verdient die Schweiz ja auch 7 Rappen Gewinn für einen Toten.

6000 Paar Schuhe vor dem Bundeshaus – die damalige Medienmitteilung für Langenthal (vermutlich gehen lange nicht mehr alle Links).

Im Ensemble ist auch zu lesen, dass die Kirchgmeinde Ins (Seite 20f) als erste im Gebiet Ref-Be-Ju-So den grünen Güggel erhielt. Dieser sieht ja unserem Güggel nicht unähnlich. Wasser sparen lohnt sich, schreiben sie. Es gibt den Durchflussbegrenzer zu kaufen. Es wäre aber sinnvoller, wenn die Wasserversorgung den Druck generell senken würde. Viel- und -starkduscher wären dagegen. Aber die Schweiz kann es sich noch leisten, auf die falsche Art zu sparen.

Nachtrag – heute Sonntag-Morgen kommt noch das neue IARF Vision Statement per Mail herein. Der welterfahrenen Senderin alles Gute, dass ihre Kniescheibe wieder zusammen wachsen möge. Und falls du mal in China bist und ein Billet nach Bern am Schalter lösen willst, wirst du hören: „Beln, das kennen wir nicht.“ Dann frage nach Bümpliz! „Bümpliz-Nold* oder Bümpliz-Süd?“ Nord! „Oder wollen sie schon im Stöckackel aussteigen?“

*Bümpliz-Nold – der Chinese hat Mühe mit dem „r“ und in einem Nachbarhaus zur Station wurde im 14. Stock der Anteil-Schein der Migros gefunden.  Jetzt geht dann mindestens ein E-Mails raus, mal ein Treffen zu organisieren, damit das Wertpapier unseres Grossvaters eine neue Besitzerin finden möge. Ernst war ein echter, ausgebildeter Bremser. Bei der Konkurrenz, den SBB. Die BLS hat heute noch administrative Bremser. Abstellgeleis, hiess das früher bei den SBB …

I hate Monday Morning auf die Art der SBB-App und der Automaten. Übrigens, ich kenne Automaten, die sind durch zwei Gleise getrennt, die unterschiedliche Preise und Gültigkeiten für 6-Abies ausdrucken.

 

 

Waffenlieferung zum x-ten

Es ist fast wie schwarzer Humor – die Schweiz darf Waffen in Bürgerkriegsländer liefern.

Über dieses Thema gibt es schon einige Beiträge auf libref.ch.

Über meine Berufsgattung gab es politische Entscheide, die rund gleich viele Menschen in die Arbeitslosigkeit trieb, wie wenn die Schweiz keine Waffen mehr in Bürgerkriegsländer liefern dürfte. Wir von der Finanzseite waren gut ausgebildete Unternehmer oder hohe Angestellte und weil in der Finanzkrise nicht ganz alles zufriedenstellend lief, hat man die Kontrollen verschärft.

Ich schreibe es ganz böse. Wer betrügen will, kann dies immer noch problemlos machen. „Auf der Stelle blieben“ nur die Ehrlichen. Die Grossen und Unehrlichen können erschwert leicht weiter wursteln. Für sie sind die entstandenen Gebühren kein Problem.

Da mischt Politik mit. Hoffen wir, dass die heutige Crew der Finma aus den Führungs- und Kontrollfehlern der Finanzindustrie gelernt hat. Es ging ja, wie heute auch noch, nur um Finanzen. Das heisst, es ging um Geld, möglichst das, das in die eigenen Taschen landen soll.

Um Finanzen geht es auch bei der Kriegsindustrie. Rüstungsindustrie sagen die einen. Rüstung, das ist doch so ein metalliges Kleidungsstück – klobig, sperrig, hart.  Da sagt mir doch ein Bekannter: „Wenn wir die Waffen nicht liefern, dann liefern die andere und der Verdienst bleibt nicht in der Schweiz.“ Bireweich! Oh du Fröhliche. Gar Ostereier essen und früher Eiergranaten produziert. Das „Bireweich“ müssten auch andere hören.

Das passt nicht in die Schweizer Neutralität!
Der Blick: Saudis töten mit Schweizer Sturmgewehren!

2/3 sind dafür, dass wir keine Waffen liefern sollen – so das Resultat in der Umfrage. Nur, die Frage ist echt verfänglich gestellt. Negativ und da muss man anders reagieren!

Soll die Schweiz den Saudis keine Waffen mehr liefern? Auf diese Frage kann man nicht mit NEIN antworten. Die Antwortmöglichkeit müsste „DOCH“ sein und ich bin überzeugt, dass ein schöner Prozentsatz mit NEIN geantwortet hat und die wollen auch, dass man keine Waffen mehr liefert.

Beim Pilgern nächstes Jahr gibt es genügend Stoff über die politische Strecke durch Bern – mehr am Schluss des Beitrages der heurigen Strecke „Kinder Krieg-en“.

Waffen liefern ist behördlich in Ordnung, Werbung erlaubt.

Kugeln sind erlaubt!

„Waffen können tödlich sein, fragen sie ihren Arzt oder Bestatter.“

 

Nahrungsergänzungsmittel und die Komplementärmedizin haben es da viel schwerer. Behördlich kein Segen für Heilsversprechen.

Kügeli sind verboten!

„Calendula oder Schwedenbitter helfen gegen Kriegs-Verbrennungen“

 

Und noch etwas aus der Schule geplaudert. Weil die Lang-Stiftung rein theoretisch Geld waschen könnte, verlangen die Behörden grobgesagt, dass sie revisionstechnisch einer kirchlichen Behörde unterzuordnen sind. So weit so gut, aber wir sind absolut niemandem verpflichtet. Die Lang-Stiftung wurde von ibref., damals noch unter anderem Namen, gegründet. Vorher hatte unser Verein einmal die reformierte Kirche der Schweiz geprägt. So gesehen, müssten die kantonalen Kirchen eigentlich uns unterstellt werden.

Viele Juristen sind wie Engel! Weltfremde Lebewesen – vielleicht gar Fabelwesen!

 

 

„Kämpft weiter, ich habs heiter“

Ein Spruch, den Ernst Sieber zu Lebzeiten pflegte. An Pfingsten wurde bekanntgegeben, dass er am Samstag mit 91 Jahren verstorben ist.

Einer, der keinen Heiligenschein brauchte. Ein Mensch, den man nicht vergessen wird. Und der Spruch, der auf seinem Grabstein stehen soll, müssen wir echt Ernst nehmen. Mit Ernst habe ich einmal über den letzten Flug diskutiert. Keiner wusste, wie lang er dauert. Falls er längere Zeit dauert, weiterhin guten Flug … bei der Landung werden garantiert alle applaudieren oder haben dich bejubelt.

In den Zeitungen findet man genügend Würdigungen und einen schönen Kommentar:

Nicht Adieux, sicher aber à Dieu und hoffentlich auf Wiedersehen.

Pfingsten, was ist das eigentlich ganz genau? 49 Tage nach Ostern! Einige Gedanken über Pfingsten von Prof. Dr. em. Jean Ziegler und die Worte von Jean-Claude Cantieni möchte ich nicht vorenthalten:

„Darf ich diesen kurzen Kommentar des aus dem zweisprachigen Biel gebürtigen em. Professors für Theologie an der Uni Zch. als Pfingst-Gedankengang nachtragen. Die welsche Schweiz samt Frankreich führen die  neue Version der rubrizierten Bitte aufs anstehende Pfingstfest  ein, wonach Gott uns vor dem Holzwege bewahren möge, zwischen gut und böse nicht mehr zu entscheiden zu haben.  Der Holzweg ist ja leider meist als solcher zu spät zu erkennen, wenn er irgendwo seiner Natur nach im Dickichte endet. Strikt das geschulte Auge des Försters, theologisch gesprochen göttliche Vor(aus)sicht,  vermag ihn rechtzeitig zu erkennen, vor seinem Irrwege zu bewahren. Der bisherige Text: ‚Führe uns nicht in Versuchung’  schien anders davon auszugehn, dass wir erst, versucht, den Irrweg zu gehn, umzukehren haben.
Der Unterschied war schon den alten Griechen geläufig. Sie personalisierten Vor-Sicht und Nachsehn haben mit dem Brüderpaare Prometheus und Epimetheus. Die Differenz ist eine qualitative, kein strikt sprachliche Raffinesse, und doch sorgte die Frankophonie dafür, den Text zu revidieren; Sie formulierte bisher: ‚Ne nous soumets pas …‘, als ob Gott  den Menschen unterwürfe (sous-mettre). – Ob wir Alemannen nachziehn? Für Graubünden würde ich dafür werben; Das Territorium wurde von Franken – nach den Römern – besiedelt, urbarisiert, geistig vermessen, wovon all‘ die Martinskirchen zeugen.  (Martin war fränkischer Heiliger  aus Tours,  ging in die Heiligenviten damit ein, dass er seinen Mantel für einen frierenden Bettler auftrennte, teilte.)
Besten Dank für Eure Aufmerksamkeit!
Mit herzlichem Grusse
Jean-Claude“

Ernst wird garantiert über die folgende Anekdote mit Prof. Zumstein lachen – vermutlich Jean auch. Die zweite Flasche Wein wird gebracht. Ich musste probieren. Gut, etwas mehr Fasston. Darauf Jean: „Der Wein hat Zapfen!“ Die Flasche wurde ersetzt. Der Wirt – hochstehendes Restaurant, wie es bei der Lang-Stiftung Usus ist, denn dieses Abendmahl ist die einzige Entschädigung für die ehrenamtliche Tätigkeit – sie haben Recht, kein Zapfen, nur Fass. Ein echter Holzweg.

Und den Beitrag von Jean-Claude Cantieni zum Tod von Pfarrer Ernst Sieber möchte ich nachliefern:

„Liebe Freunde

Berufene Weggefährten Ernst Siebers würdigen den Verstorbenen, was ich  deshalb nicht erweiteren will. Eine eigne Reminiszenz darf ich trotzdem nachtragen;  Sie setzt ‚bildstark‘ ein. Zürich brodelte während der Studienzeit um 1968. Pfarrer Ernst pflanzte sich mit seinem Esel, Symbol der Langmut, deeskalierend  ausdrucksstark auf einer Zürcherbrücke zwischen aufgebrachten Demonstranten und Ordnungskräften auf, worauf der Diskurs über die anstehenden Zerwürfnisse in einer nahen Kirche friedlich fortgesetzt wurden; Brücke, Seelsorger  Esel mitten in einer pulsierenden Grossstadt. Das Bild erhielt seine Symbolkraft vom Kreuz her, welches den Bezug  zwischen Gott und dem Menschen dar- und herstellt, während der horizontale Kreuzesbalken zwischen den Menschen vermittelt.

Mit Studienschluss durfte ich Pfarrer Ernst  über eine Zeitdauer im Zivilschutzbunker am Helvetiaplatze assistieren, darin er Obdachlose’ in rauen Herbstnächten mit seinem Kleinbus ‚(her-)anschaffte‘ . Heterogener hätte ein Gruppe kaum zusammen zu kommen gehabt, und doch war sie unter so viel Einsamen, Einsamkeit von einem ‚All-Ein-Sein‘ gekennzeichnet, darin der Einsame aufgenommen war. Wer hier unten über viele Stufen abwärts anlangte, nachdem das Leben ihn schon viele Stufen hinab eskaliert hatte, brauchte niemandem was vorzuspielen. Das schweisste die Gesellschaft zusammen. Das Wortspiel mag für einmal erlaubt sein: Stufen, sind Skalen, de-eskalieren heisst dann ‚ab-stufen‘, d.h. Stufen aufheben, vergleichen,  vereinen … Für diese Einsicht, die hier im Bunker ‚am tiefsten Punkte zwischen Himmel und Erde‘ mir widerfuhr, bin ich Ernst, wie ich ihn nennen durfte, innigst dankbar.

JCC“

100 Punkte für Didier Burkhalter

Rücktritt wegen Uneinigkeit im Waffenexportgeschäft

Wer es nicht gemerkt haben sollte, die Überschrift ist ein Link … und was für einer.

Keine Ahnung, wie oft hier schon über die verrückten Waffenexporte und die unsinnigen Kriege geschrieben wurde. Stichworte bei der Suche eingeben und ihr werdet fündig. Die ganz bösen Sachen sind meist etwas versteckt im Finanzblog zu finden …. soviele Ausrufezeichen wie dort habe ich noch nie geschrieben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Herzliches in Biel und anderes in Bern

Die Vorträge von Carrel, Ammann etc. waren sehr anregend und vermutlich sind sie demnächst hier zu lesen.

Etwas ist mir geblieben. Das Herz ist immer Links zu finden, wenn man Bilder anschaut oder herzliche Sachen liest – und dabei ist es praktisch in der Mitte! Luft schnappen. Vor dem Starttermin lief ein Film, wo das Herz auseinander genommen wird. Es ist ausgewickelt etwa gleich lang, wie die Person gross war. Das sind so Aufnahmen, die Nichtmediziner eigentlich nie sehen.

Einiges sieht man heute nicht. Wir wollen es nicht sehen, man will es uns nicht zeigen. Krieg, Flüchtlingsdesaster, Erdbeben, Überschwemmung – das verblasst. Vierfachmord in Rupperswil, das be-geistert durch die Presse.  Dabei gibt es in diesem Ort viel mehr gute Menschen, eine Zuckermühle, gemahlene Baustoffe und Hinterbliebene. Und ab und zu kommt wieder was an die Oberfläche, was eigentlich da bleiben sollte. Nicht die Uranmunition, sondern die Tatsache darum. Anschauen auf eigene Verantwortung. wozu sich aber jeder überwinden sollte. Das in einer Zeit, wo wir Rüstungsexporte auch in Entwicklungsländer tätigen möchten, damit die „lieben Rüstungsfirmen“ keinen Umsatzeinbruch erleiden. Der Header ist richtig blöd. Da sind nicht nur Linke empört, auch solche in der Mitte und vermutlich auch Rechte.

Ortswechsel – Bern am 9.3.2018, 12.07, die ehemalige Rennstrecke vor der heutigen KVA und Feuerwehr. Die Rennen verliefen in der Gegenrichtung und der heutige Verkehr meist langsamer, als ich in meinen „guten“ Zeiten auf diesem Abschnitt mit dem Rennrad unterwegs war. Es scheint irgendwo zu brennen, denn zwei, die der Hautfarbe nach aus obigen Gebiet stammen könnten, rennen wie wild über die Strasse. Vermutlich wollen sie einen Bus erreichen. Ich habe Grün, entscheide mich aber zu stoppen. Im letzten Moment stoppen die beiden auch und geben mit einer Handbewegung zu bemerken, dass sie sich entschuldigen. Der Fall fängt aber erst an. Hinten hupt einer wie verrückt. Ich gebe Gas und zwar lege ich keinen Kavalierstart vor, denn ich ziehe einen gefüllten Anhänger und spure links gegen die Autobahn ein. Der Berner, „BE bin eilig“, wie ein Verrückter rechts auf der Spur Richtung Länggasse und zieht dann links vor mich und steht voll auf die Bremse. Ich auch. In meinem Leben habe ich das noch selten so machen müssen. Volles Gewicht aufs Bremspedal und am Steuerrad mit aller Kraft ziehen. Ich verlasse den Wagen und will mich bei dem … (den Titel können sie selbst auswählen) entschuldigen, dass ich eine AG-Nummer am Fahrzeug habe und auch keine Emigranten überfahren möchte. Der liebe Fahrer greift an den Handschuhkasten und meint, soll ich die Waffe rausnehmen? Zum Glück für ihn wurde dann wieder grün. Wagentyp – kleinerer schwarzer, gepflegt. Fahrer, weiss, Mittelalter, herausgeputzt … erinnert mich irgendwie wie an einen Präsidenten, wo das Herz ab und zu mal den rechten Fleck nicht trifft. Erinnert mich irgendwie an Aroma Park, wo sich Sportverrückte, und auch Rennfahrer beim Jagen treffen.

Das in Bern. Die Zeiten scheinen sich zu ändern. Diejenigen, die aufpassen müssen haben das auch nicht mehr ganz einfach und die Neuen vielleicht noch minder. Hans-Jürg, mal Mitglied der Sektion Langenthal, die aufgehoben wurde und ich im Schweizer Vorstand hängenblieb, merci, ich habe mich als „AG-Ausländer“ in Bern immer wohl gefühlt … und morgen bin ich wieder in Bern unterwegs. „Achtung Gefahr„. Da war ich mal gerade 2 Jahre und 2 Tage im Aargau und was schreibt Jahre später der Blick. Der Polizeikommant und Michael haben den gleichen Geschlechtsnamen und den gleichen Wohnkanton. Kann man doch nicht auf sich sitzen lassen. „Ausser Gefahr“ heisst das heute.

Design oder nur Schein

Sind das Menschenrechte verletzt, wenn ich Hamlet etwas anders interpretiere und von Pluderhosen schreibe. Ist das Rassismus und die UNO kann besorgt über uns Schweizer sein?

Ich mag mich nicht oft erinnern, dass über 600 Kommentare in der BZ geschrieben wurden. Das sind mir zuviele, um alle zu lesen. Das bewegt die Leute. Zudem bin ich froh, wenn wir die Kommentarschreiber bei uns in die Bahnen lenken könnten und wieder frei aufschalten. Captcha, damit muss ich mich mal befassen.

Ich wage einen Versuch, die Meinungen zu interpretieren. Die Menschenrechte in der Schweiz werden sehr gut eingehalten – aber an einigen Stellen happert es. Wurde in den vergangenen Jahren schlimmer. Dazu soll sich jeder seine eigene Meinung machen.

Einer, der über Menschenrechte spricht, wandelt in Pluderhosen. Ironik und Sarkasmus versteht Res. Hamlet wird ja auch in Talar ähnlichen Kleidern zitiert. Zwar immer weniger. Hyperallergic – passt zur Stunde! Jeder soll die Kleider anziehen, die ihr gefallen … ich verletzte dauern die Menschenrechte, zumindest die Frauenrechte, denn ich schreibe normalerweise in der männlichen Form. Muss ich jetzt noch mals zur Schule? Quatsch. Es geht mir so halt einfacher, schneller.

Die Gleichberechtigung kenne ich seit Jahrzehnten. Meine Mutter hat für Frauenrechte gekämpft. Vernünftig, nicht extrem. Hat sogar Mercedes auf die Welt gebracht. „In der Schweiz darf kein Kind Mercedes oder Chanel heissen.“ So ein journalisitischer Quatsch. Vielleicht darf heute keines mehr so getauft werden. Die armen Spanier- und Portugiesen-Kinder unterstünden ja einem Einreiseverbot. BWM, das hätte früher und heute niemand gewählt. BMW tut Busse und das ganz saftig. Selbst schuld, wer immer noch so einen fährt. Mal einer hat fast soviel Öl gesoffen wie Most. Ich habe ihn dann für symbolische 316.– verkauft – ohne Garantie.

Bei der BMW-Geschichte stellt sich ja eigentlich die Frage, was Menschenrechte nun genau sind. Was ist erlaubt, was ist gesetzlich verboten, was ist einfach nur unethisch. BMW hat den Preisaufschlag schon lange. Meinen Jaguar haben wir gekauft, a, weil meine Frau vielleicht mehr in diesen verliebt war als in anderes, b, es mein Bubentraum war und der war ganze satte 20% billiger als nicht nur der BMW. Und ich glaube, vielleicht nicht immer an Gott, dass er über alle Menschenrechte richtig wacht, aber dass ich eine solche Analyse ganz neutral durchführen kann. Das ist ja meine Stärke und dazu habe ich noch einige Jahre in der Autozulieferindustrie gearbeitet und dann reingesehen.

Menschenrecht und Ethik ist grob gesagt das Gleiche.

Freiwillig kann ich anziehen was ich will, worin ich wohl bin, was ich bereit bin auszugeben … oder kann. Aber da wären wir zum Teil schon in den Menschenrechten mittendrinnen. „Der Mensch braucht nicht viele Kleider, es müssen bloss die richtigen zu sein.“ So Christa de Carouge, die Dame, die auch Pluderhosen macht. Vielleicht müsste mann mit frau in diesem Zitat über das Wort müssen etwas Zeit verliehren.

To be or not to be, that’s the question? Und ob ich jedem seine eigene Narrenfreiheit lasse … übrigens, wir hatten eben 11.11. 11:11. und wenn ich das so aus meiner Sicht anschaue, haben wir das ganze Jahr über jede Menge an Narren … immer mehr, glaube ich. Genau analysieren kann man das nicht.

 

Käse, Schokolade, Uhren und Waffen – Schande über die Schweiz

„Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel“

Und dies nicht nur pro Kopf der Bevölkerung an Entwicklungsländer, wie in mehreren Zeitungen heute zu lesen ist – Freitag, der 13. als Erinnerung. Sondern auch bei der gesamten Waffenausfuhr. Aus obigen erwähnten 700 Mio USD werden dann halt mal 800 Mio USD. Nur 1/8 ging an Nichtentwicklungsländer.

Zahlen sind ja bekanntlich geduldig, aber auch Definitionen. Was ist ein Entwicklungsland? China, Indien, Brasilien? Gehören die dazu? Nach heutiger UN-Definition, die selbst nicht mehr von allen UN-Organisationen angewendet wird, gehören diese Länder nicht dazu, weil sie über 75 Mio. Einwohner haben. Die Weltbank zählt sie zu den LIC – low income countries.

Oder anders gesagt, die Kommastellen können hier total vernachlässigt werden. Das Prinzip bleibt sich gleich, die Schweiz ist wieder einmal „Spitze“. Pflüge statt Kanonen, galt allenfalls, bevor Luther die 95 Thesen anschlug.

Ich bin garantiert nicht der einzige Schweizer, der auf diese Zahlen und Spitzenränge nicht stolz ist … gelinde ausgedrückt.

Die ersten Zahlen sah ich nicht am Freitag, den 13. – sondern bei Infosperber. Ich habe mit den zugänglichen Daten eigene Berechnungen erstellt. Ungefähr richtig ist richtiger, als genau falsch.

Arms Transfers and Deliveries

Je nach Berichtsperiode und nach Lieferungen oder Vertragsabschlüssen ergeben sich andere „Ranglisten“. Bei den Gesamt-Zahlen ist die Reihenfolge immer die gleiche:

  1. USA
  2. Russland
  3. Frankreich
  4. China

Pro Kopf der Bevölkerung musste ich eine Bewertung vornehmen:

  1. Frankreich
  2. Schweiz
  3. Russland und Schweden

Schweden habe ich nicht speziell nachgeschaut, aber der Spitzenplatz bei den abgeschlossenen Verträgen hängt vermutlich mit den zurzeit heftigen Grippen-Wellen zusammen. Kommentare zu den Schweizer Waffenlieferungen sind hier zu finden:

Und wer es noch lieber präziser hat, was in der Welt abläuft, der schaut mal was ich über den Schwarzen Donnerstag vor dreieinhalb Jahren schrieb – das Resultat kennen wir. Und wir wissen auch, wer Handgranaten produzierte, die zuvor im Bürgerkrieg eingesetzt wurden. Ja, aus gut unterrichteter Quelle weiss ich auch, dass meine Blogbeiträge resp. Mails mehrmals auf dem Pult des Militärvorstehers gelandet sind – Antwort kam nie eine und der Pfeifenblaser erwähnte auch nicht, was und ob darüber gesprochen oder gedacht wurde. Letzteres vermutlich schon, aber das ist nicht jedermans Berufsaufgabe.

„Heute ist erst der 12. und Donnerstag“ – ja, wenn die Welt immer so einfach wäre wie im ehrlichen Mey.

Wirtschaft irrt vermutlich – Dividendenabzug

Bei USR III ist die Wirtschaft gegen die Kirche. Da ich beide recht gut kenne, stelle ich den Beitrag aus dem Finanzblog bei der Kirche hinein und schreibe vorab einige Ergänzungen.

 

Es ist garantiert kein Zufall, dass gerade heute Hans Zoss in der BernerZeitung in einem Interview ganz deutlich sagt:

„… Er würde sich wünschen, dass sie (Anm.: die Kirche), wie einst Reformator Luther, die Leute auch mal vor den Kopf stosse. …“

Toll was der Theologe und ehemaliger Pfarrer der freien Heiliggeistkirche in Bern und Gefängisdirektor auf dem höchsten Berg im Kanton Bern äussert. Er brauchte wie die meisten andern auch lange um vom Thorberg herunter zu kommen. Nur der Aufstieg ist für Insassen meist kurz. Theologisch gesehen ein interessanter Berg von rund 600 Metern Höhe, der einmal den kontemplativen  –  (ungefähr: nur auf Gott ausgerichtet) – Karthäusern mit ihren Einzelzellen gehörte. Die Liberalen sind anders gerichtet, offen für neue, andere Ideen. Am Anfang,  gewährte uns Hans ein Interview über Fernwärme und seine Kunden, das in etlichen führenden Blogs der Schweiz im gemeinsamen Adventskalender aufgeschaltet wurde.

Auch andere Wirtschaftsgrössen kennen uns Liberalen, waren schon vor 10 Jahren dabei. Da war eine, die wollte Nationalrätin werden. Echt liberal und Christa, höher geht es in der Schweiz politisch nicht mehr – wir gratulieren. Bei einem anderen Blogger wie alt Bundesrat Leuenberger, denke ich, dass wir mal seinen Abschnitt „Leben“ geniessen dürfen. Die unbekannten Seiten von Führungsgrössen, die heute gefragt sind. Umdenken, revolutionieren oder schon vor 500 Jahren hat man gesagt „reformieren und nicht Fassaden renovieren“.

Bevor sie meine Meinung über USR III lesen, die ich auch dem HIV zukommen liess, können sie aus dem Adventskalender vom 27. Dezember 2007 die Zeilen von Yayha geniessen – vermutlich unser nicht reformiertes Mitglied, das am reformiertesten ist.

Kirche und Wirtschaft müssen zusammen spannen und  progressiv liberalisieren: Kirche und Wirtschaft.

Und hier finden sie Zeitungsartikel pro und contra.

Hier nun der Beitrag, über den vor allem die Wirtschaft, oft auch Industrie genannt, nachdenken sollte. Ich wette, wenn unsere nachplaudernde nicht selbst denkende Wirtschaft so weitergeht, werde ich Recht behalten.

Wieso kompliziert statt einfach und wieso sollen die „Grossen“ und nicht die Mehrheit aller Schweizer profitieren – USR III ist eine Alibiübung und undurchsichtig in den Auswirkungen – NEIN am 12.2.2017.

Die Unternehmenssteuerreform III ist alles andere als einfach zu begreifen. So schreibt das Eidg. Finanzdepartement (EFD): „Mit der USR III soll die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften abgeschafft werden.“ International gesehen ist das ja sinnvoll, der Zeit entsprechend. Und was schreibt die FDP.Die Liberalen im Parteiprogramm (5. Abschnitt): „Auch die aktuelle Unternehmenssteuerreform III. soll zur Erhaltung der attraktiven Schweizer Wirtschafts- und Steuerstandort beitragen.“

Sorry, falls ich zu wenig wissen sollte, aber meiner Anischt nach, die ganz viel andere auch teilen, gehen diese zwei Aussagen diametral auseinander. Aber da ist noch die Rede von in Aussicht gestellten Steuerrabatten für Unternehmen, die die Kantone selbst bestimmen können. Das ist eine Alibiübung die bei den ausländischen Holdinggesellschaften u.ä. bis zum Nullsummenspiel gehen kann … oder noch weiter!

Alle sprechen davon, dass Gewinne dort versteuert werden sollen, wo sie anfallen. Das wäre eigentlich gerecht, entspricht aber nicht der heutigen Wirklichkeit. Wieso gibt es dann Panama, die Schweiz und viele andere Offshore Finanzplätze? Die Freie Republik Liberland ist noch nicht einmal erwähnt.

74% der in der Schweiz ausbezahlten Dividenden fliessen ins Ausland. Warum finde ich diesen Beitrag nur beim Tagesanzeiger, nicht aber in der Berner Zeitung? Hier gibt der Bundesrat ganz prisante Zahlen bekann. 211 Mia. fliessen ins Ausland – 211 000 000 000 – 25 000 CHF pro Schweizer. Eine Zahl, die bis dato in dieser Art nicht bekannt war. Netto vielleicht ein Viertel weniger, wenn sie den Artikel genau durchlesen. Das ist eine Riesendifferenz, was bisher bekannt war. Ein grosser Teil dürfte von Gesellschaften stammen, die den Gewinn schon in anderen Ländern abgeschöpft haben, in die Schweiz transferien und eine stattliche Summe wieder ins Ausland fliessen lassen. Aber ganz sicher nicht in die Ursprungsländer zurück. Mehr dazu finden sie in den regelmässigen Publikationen und Mitteilungen von Public Eye (ehemals die Erklärung von Bern – unter Themen und Hintergründe), Greenpeace und anderen.

Wieso wird der Holdingabzug nicht einfach abgeschafft und der Unternehmesgewinn normal besteuert, allenfalls mit einem kleineren Rabatt. Damit die Doppelbesteuerung von Unternehmensgewinnen in der Schweiz mit der Einkommenssteuer auf Dividenden ausgeglichen wird, könnte einfach ein Rabatt auf die versteuerten Einkommensgewinne aus Schweizer Dividenden gewährt werden. Das wäre Steuergerechtigkeit … und dann gleich noch den fiktiven Eigenmietwert abschaffen.

So etwas schaffen nur Liberale. Linke und Rechte würden aus Eigennutz diskutieren. Steuerphilosphie ist eine echte Philosophie.

USR III wird den seit einiger Zeit in Gang gesetzten Umverteilungsprozess zwischen Reich und Arm nur verstärken. Ob die Holdinggesellschaften alle wegziehen würden, ist mehr als nur fraglich. Lusche vielleicht, wobei zu beachten ist, dass dieses Wort im Berndeutschen einen etwas stärkeren Charakter hat, aber es fällt mir kein entsprechendes Synonym ein. Der Standort Schweiz hat extrem viele weiche Vorteile, die manches Unternehmen zum Bleiben veranlassen – Ausbildung, Infrastruktur und Sicherheit, nur um einige zu nennen.

Für die Bevölkerung könnte USR III zum Bumerang werden. Steuerflüchtlinge müssten weniger bezahlen und für (Wirtschafts)-Flüchtlinge hätte es weniger Geld. Wieso? Der überwiegende Teil der Kantonal-Kirchen würde aus dem heutigen Steuersystem gekippt. Der Staat kann Sozialhilfe nicht so günstig anbieten, wie die Kirche … deren Einnahmen versiegen würden und die bis heute viel Sozialhilfe angeboten haben. Und wo gehen die hin, die einfach in der Kirche Ruhe, Frieden und Anschluss gesucht haben. Es würden noch mehr in Freikirchen oder Sekten abwandern. Verhältnisse wie in den USA müssen nicht wirklich auch bei uns sein.

Um das goldene bullische Kalb tanzen, das machen schon viele. Gewinne kapitalisieren, individualisieren und Verluste verstaatlichen, sozialisieren, das wurde schon zur Genüge vorgelebt. Die Auswirkungen sind nicht berechenbar und vielleicht stehen 100 Holdingmitarbeitern, die abgebaut werden, 1000 Kirchenmitarbeiter gegenüber, die nicht mehr oder freiwillig finanziert werden müssten. Mehr zum eher Allgmeinen:

Viele Kirchen, die nicht in den Abstimmungskampf eingreifen, wollen vermutlich nicht darauf aufmerksam machen, dass man ja auf diese Weise ganz einfach aus der Kirche austreten könnte. Ein verdammt schlechtes Argument, in der heutigen religionspolitischen Lage. Mehr dazu mit Ergänzung zum Thema Kirche unter:

Da das Ganze nicht so einfach ist, findet man vermutlich in der Wikipedia noch nichts über USR III. (Nachtrag: jetzt stehen sieben Zeilen drin). Die Steuerreform hilft nicht echt weiter, hat aber einige gute Ideen. Wer sich weiter mit Steuern befassen will, findet sonst in der Wikipedia jede Menge über Steuern und Abgaben, sowie das Steuerrecht.

Und auf einen Beitrag mit Leserbrief möchten wir aufmerksam machen, der aufzeigt, aus welcher Küche USR III stammt.

SVP geht fremd, gelinde ausgedrückt! Nordkorea Paremalin?

123 Staaten möchten über ein Atomwaffenverbot verhandeln, darunter Nordkorea.

16 von 193 enthalten sich der Stimme. Wenn es nach der SVP mit dem Vertreter Guy Parmelin ginge, würde man den Amerikanern, der von der SVP immer verhöhnten USA folgen und nein Stimmen. Folgen sie diesem Gesinnungswandel noch?

Ist unser Bundesrat Parmelin paremalin? Sucht er nur einen trickreichen Schutz, Schutz vor Schlaumeiern? Bei Nordkorea könnte ja man ja dies bei einem Schachzug noch begreifen. Aber bei der Schweiz. Absoluter Tiefschlag der SVP. Noch nie habe ich so bitterböse über sie geschrieben.

Nicht, weil sie gegen den Atomausstieg in der Schweiz sind. Das ist ein ganz „anderes Paar Schuh“.  Zudem sind sie für die USR III in der Schweiz. Beide Abstimmungsergebnisse dürften wohl wie der Vorschlag der SVP herauskommen. Aber bitte auch dies ist ein anderes Paar Schuh, als was in Zürich referendumisiert wird. Hat sicher nichts mit der Reformation zu tun.

Zurück zur Verherrlichung von Atomwaffen durch den SVP Bundesrat. Der handelt garantiert nicht aus Eigeninitiative mit einnem Hüftschuss. Vielleicht müsste sich die SVP in der Geschichte zurückdenken, wo sie einmal stand. Unsere Position wäre ja wohl klar – aber was liberal ist, müsste ja gar die NZZ nachlesen. Wer in Geschichte nicht ganz sattelfest ist – wie ich zum Beispiel – der kann sich im Paradies gratis Geschichtsbücher besorgen. Internet und nicht mehr benötigte hochstehende Fachliteratur ermöglichen es, zu recherchieren. Über die SVP – das „V“ steht eigentlich für Volk und damit sind wir Schweizer gemeint – wird garantiert auch in die Geschichte eingehen, was sie in den letzten Tagen vollbracht hat. Trapezkünstler im Zirkus „si ne Seich dr gäge“.

Keine Diskussion über Ureinwohner, Einheimische und Zugewanderte im ISO 3166-2:CH voll Stimmberechtigte. Da wird einmal eine echt junge Unternehmerin (keine Jungunternehmerin) in den Grossrat gewählt und schon ist wegen dem Paradis die Hölle los. Dieser Artikel ist nicht mehr brandneu, aber stammt aus der grössten Schweizer Zeitschrift und der Chefredakteur ist, wie könnte es anders sein, auch Aargauer – der Schnebi. Für ins Aargau immigrierte Berner ist dieser Name etwas gewohnheitsbedürftig, aber Hans der Zweite will es so. Diese Geschichte fängt mit einem Borsalino in Solothurn an und endet mit Cash in Zofingen. Dieser Verbindung dürfen sie absolut vertrauen. Wollte auch schauen, was sein damaliger Arbeitgeber darüber schreibt.

Der 8. Bundesrat“ – was sowas fast wie eine schöne Zusammenfassung ist. Unterstützung dürfte sicher von BR Didier Burkhalter kommen – er war für ein JA und ist von der wirtschaftsfreundlichen FDP – wo doch einige an Waffen verdienen und nicht nur bei Kleinen.

Bei der NZZ habe ich noch nichts über die neuen Verhandlungen über das Atomwaffenverbot gelesen, aber ihre Stellungnahme müsste eigentlich klar sein. Bei der AZ finde ich nichts, bei der BAZ zu diesem Thema auch nichts – aber was vom letzten Wahlkampf, das 46 Minuten online ist – Müller oder was.

Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn auch die Schweizer Politik wieder mal daran denkt, echt liberal, progressiv zu werden. Dann wäre auch ihre Position wieder klar. Die ganze Schweiz liegt halt unter einer Nebelschicht – das seit einigen Tagen. Und sogar bei mir hatte es zwei Tage lang Bodennebel – zwei mehr als im letzten Herbst. Hier noch zwei Links aus einer frühmorgendlichen Diskussion, die über Menschenrechte ging. Der Flugzeugentführer und der Bundesrat Couchepin 

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… in der BZ steht bei zwei Bildern „zvg“ – hier sind noch zwei andere vom gleichen Fotografen – ich selbst bin der zvg (inkl. Bild mit Ernst Sieber). Das erste mit dem zukünftigen und heutigen BR Schneider, ex BR Couchepin und Karan Singh dem Flugzeugentführer.

Und nur, damit sich am Nabel der Schweiz der Nebel leicht öffnet – die Crew erlitt damals Kopfweh, vielleicht musste sie auch von einem Careteam betreut werden. Das ist das sein  telefonisches Problem und wenn ich das mit klarer Sicht beurteile, so standen da „mehrere zehntausend Leichen getöteter Sikhs in Massengräbern“ gegenüber, auf die man in der Welt aufmerksam machen wollte.

Und wer etwas Gutes tut, hat auch nicht immer Zeit, alle Buchhaltungsergebnisse zu publizieren. Es ist auch usus, dass wir Vereinsmitglieder und andere nur Spender informieren. Sogar der motzende Katholik, der sich jetzt hoffentlich erholt hat und sich nicht zu fest angegriffen fühlt, kann an beiden Orten mitmachen – wir sind beide neutral. Übrigens, welcher Partei er am nächsten steht, muss wohl heute nicht geschrieben werden. Und Atomwaffen hat er auch nie produziert. Vielleicht wüsste er aus seiner ehemaligen Branche allenfalls Erstaunliches zu berichten.

Übrigens, habt ihr den psychologischen Wandel in letzter Zeit beobachtet. Es wird wieder von Atomwaffen und Atomenergie gesprochen und dabei waren jahrezehntelang immer die Ausdrücke Kernwaffen und Kernenergie verwendet worden. Das Pendel dreht eindeutig um.

Ich wünschte mir eine etwas andere SVP – eine Schweizerische Vrede Partei.