GLOCKEN – mehr als nur Zeitzeichen und Signalinstrument

Ein  Plädoyer für eine andere Sicht auf Kirchenglocken und auf einen entsprechenden Umgang damit

Vorweihnächtlicher Vortrag von  Münstersiegrist Felix Gerber, Bern                                       

Dienstag, 3. Dezember 2019, 19 Uhr im Kirchgemeindehaus Petrus, Brunnadernstr. 40, Bern

Felix Gerber ist als Münstersiegrist seit 2007 verantwortlich für sein Team, für Veranstaltungen im und auf dem Berner Münster und ist als Vizepräsident der Gilde der Carillonneure und Campanologen der Schweiz ein Spezialist zum Thema Glocken.

Gleichzeitig setzt er sich ein für die kirchliche Grundausbildung neuer Siegristinnen und Siegristen.

Nach seinem Studium der Volk- und Betriebswirtschaft sowie Recht und Politologie war er unter anderem bei der SBB Infrastruktur als Bereichsleiter verantwortlich für die Weiterentwicklung des Schienennetzes der SBB.

Veranstalter: Forum Kirche & Gesellschaft, Bern

 

 

Die konservative kleine Minderheit wehrt sich …

… entweder sind die fast katholisch, ganz fest evangelikal oder erzkonservativ.

Ah, sie wissen nicht um was es geht? Um die gleichgeschlechtliche Liebe, die gleichgeschlechtliche Ehe. Früher hatten wir nur die Segnung:  „In der Fachsprache hiess das „gottesdienstliche Feiern für Menschen in besonderen Lebenslagen“. Als einer der ersten durfte ich einen solchen Beschluss im Dezember 2004 unterzeichnen …“ suchen auf dieser Seite mit „pink cross“.

Gleichgeschlechtlich ist verständlich, aber sicher nicht korrekt. Zwischen 100% Frau und 100% Mann gibt es mindestens 200% biologische „Spielarten“. Schön wenn alle alle heiraten können. Zumindest immer zwei zusammen.  Der Häuptling hat Gründe für die Polygamie. Aber bitte, nehmt das hierzulande nicht ernst.

Sollten sie nicht wissen, wer der Kirchenbundspräsident ist, dann darf ich ihnen auf die Sprünge helfen:

Mein Locher, den ich Bischof nenne, auf meinem Gebetsteppich, der Mausmatte. Ich habe einen Schock. Sicher nicht wegen Gottfried Locher, der verträgt Spass … hatten wir ja schon mit Peter Bichsel zusammen. Auch nicht, weil die Fotos dort fehlen. Beim Umzug haben das damals die Zürcher nicht hingekriegt. Nein, die Foto zeigt die Uhrzeit an – 19.33. Blick auf die Uhr, die Nikon hat noch Sommerzeit. Wäre ja zu spät für eine Sitzung.

Nun aber noch einige Pressestimmen zum Thema:

Bild könnte enthalten: 1 Person, lächelnd

Da klaue ich doch ein Bild von Res Peter auf Facebook … und dem Guy Parmelin, der vierte Bundesrat, der es auf libref. schafft. Klar, beide sind für die Ehe für alle. Übrigens, Facebook ist heute fast so was wie die Bibel.

Da gäbe es noch viel … hier mal eine Liste der Mehrheit – (404 haben unterschrieben – Stand 3.11.2019) und der Begleitbrief.

Und dann:

Sorry, im Lead habe ich die Erzkonservativen vergessen – habs nachgeholt. Ein wichtiges Thema, die Ehe für alle. Aber mit dem Sexismus kann man es auch etwas übertreiben. Das ist eine trübe Suppe:

Einen Kommentar möchte ich nicht vorenthalten: „Aber DIE Suppe ist immer noch weiblich! Das diskriminiert uns Männer. Gemein!“ Und vor zehn Jahren hat mein Kollege mal was über „Sehr geehrte Damen und Herren …“ geschrieben. Wie heisst zum Beispiel die weibliche Form von der Flüchtling?

In drei Jahren wird es noch einmal brodeln. Vielleicht gibt es auch einen Erd-Rutsch. Famos wenn eine Frau Nachfolger von Gottfried Locher wird.

 

 

 

 

17, 18 und 5G

Für die nächsten 17 Tage wünschen wir unserem Vorstandsmitglied Res Peter alles Gute zur Wahl …

… am 18. November wissen wir mehr. Es wird klappen. Eigentlich bin ich kein Facebook Fan, aber Res Peter’s Beiträge sind spannend … fast wie die Kritik am Finanzsystem  in der heutigen Zeit.

Res, ich gebe jetzt dann noch ein Mail mit Schleichwerbung an eine mir ziemlich nahestehende Dame … die lebt in Zürich … und wird am 18. garantiert jemandem gratulieren … hoffentlich auch dir. Ich lasse eine Gratulation weitergeben … bei dir mache ich es persönlich. Lass mich nicht im Stich.

Noch etwas von der Kirche BE-JU-SO aus dem Ensemble Nr. 43 – November 2019 – Seite 34f. Die Berner Kirche ist schnell, wir haben erst Oktober, den zweitletzten und das Magazin ist gelesen. Im digitalen Bereich geht es meist langsamer … das sind einfach so langjährige Erfahrungswerte. „Mobilantennen auf Kirchtürmen?“

Spannendes Thema. Ist mir einmal in meiner Zeit als Kirchgemeinderats Präsident in die Quere gekommen. Die 10 000 Franken hätten wir wohl brauchen können, aber „über meine Leiche, eine Handyantenne im Kirchturm“. Der Antragsteller hat mit seiner technischen Ausbildung geprhalt … aber ist unterlegen. Auch mit seiner Bemerkung, wir brauchen ja den Bürgern nicht zu sagen, dass da im Turm oben gestrahlt wird. Strahlen soll anders sein und anderswo herkommen. Wie so oft, die Geschichte gibt den Rufern in der Wüste Recht.

Technik ist manchmal auch für mich unverständlich. Warum kommt der Noah-Effekt, wenn ich nach 5G suche? Sintflut? Die fand laut Bibel am 17. Tag statt. Genesis 7.11. Wellen werden überall geworfen, aber gab es da nicht ein kleines Wunder? Vom Regen in die Traufe, am zweitletzten Monat nicht im zweiten. Wo ist der gesuchte Beitrag … ja … G5 … das ist was anderes.

Chancengleichheit?

Begabung und Intelligenz aus der Sicht der kognitiven Neuropsychologie und der Genetik

Vortrag von Prof. Dr. Willi Stadelmann, Môtier

Dienstag, 5. November 2019, 19.00 Uhr im Kirchgemeindehaus  Petrus, Brunnadernstrasse 40, Bern

Lernen ist ein individueller, hochkomplexer, lebenslanger Prozess, der nur unter Einbezug verschiedener Wissenschaften (Pädagogik, Psychologie, kognitive Neuropsychologie, Genetik …) einigermassen verstanden werden kann. Lernen ist stark vom lernenden Individuum und seiner Umgebung abhängig, was das allgemeine Verständnis von Lernprozessen noch zusätzlich erschwert. Lebenslanges Lernen geht einher mit lebenslangen individuellen physischen Veränderungen im Gehirn. Man spricht von der Plastizität des Gehirns.

Die kognitive Neuropsychologie allein vermag Lernen und Denken nicht umfassend zu beschreiben und zu begründen. Lern-, Begabungs- und Intelligenzforschung müssen möglichst viele Facetten des Menschen einbeziehen. Darum wird im Vortrag versucht, Lernen (und darauf abgestützt) Begabung und Intelligenz aus Sicht von verschiedenen Wissenschaften zu umschreiben und zu verstehen. Sind Begabung und Intelligenz vererbt? Auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse kann dann die Frage nach der Chancengleichheit bzw. der Chancengerechtigkeit diskutiert werden.

Prof. Dr. Willi Stadelmann hat Chemie, Biochemie, Physik, sowie Entwicklungs- und pädagogische Psychologie und Pädagogik studiert. Er war als Gymnasiallehrer, Gymnasialrektor und später als Amtsvorsteher in der Erziehungsdirektion des Kt. Bern tätig, war Direktor der Päd. Hochschule Zentralschweiz und Präsident der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen. Heute ist er noch Mitglied des International Panel of Experts of Gifted Education iPEGE, Salzburg und Mitglied mehrerer Wissenschaftlicher Beiräte von PHs in Österreich und im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung BMBWF in Wien.

Veranstalter: Forum Kirche und Gesellschaft, Bern

Der blaue, rosa, goldene und andere Zwingli

Einige Bilder von der Enthüllungsfeier des Humanisten Zwingli und welche andern Zwingli-Statuten heute in Zürich bestaunt werden können … wobei zu beachten ist, dass viele vorbeilaufen und einige gar keine Ahnung haben, wer hier auf einem Sockel steht.

Drei Themen kamen an der Disputation zur Sprache:

Im letzten Beitrag schrieb ich über Arme und Hände (siehe 1. Link in diesem Beitrag) und heute sehen wir uns eher Füsse an – hier vom „radikaler Philosoph“, wie sich ein Redner outete. Von der Disputation nur zu jedem Thema ein Gedanke, der mir hängenblieb:

– Egoisten sind nicht böse. Egoisten sind egoistisch!

– Eine Bibel sollte frau/mann nicht verbrennen. Es ist gebundenes CO2!

– Die letzten Worte, bevor wir zur Enthüllung und Preisverleihung schritten: „… unnötiger Verein.“

Hier der Artikel der Kath. Kirche Zürich uns leicht gekürzt in der Lokalinfo.

Den genauen Blauton hat Pfr. Res Peter nicht getroffen, aber die richtigen Worte.

Die beiden Klassensprecher begründeten, weshalb die beiden Organisationen ausgewählt wurden.

Operation Rescue – childcare projects

und

Aiducation International

 

Einer der beiden Preisträger sprach in Englisch und der Mitarbeiter übersetzte auf Berndeutsch. Das „poliflotte“ Publikum verstand beide und deshalb lachten sie auch, als ich in der gleichen Sprache erklärte, dass ich nicht nur Banknoten, sondern auch Blüten verteile:

Damit die „Notenblätter“ nicht vom Wind verweht wurden, sind sie in einem blauen Sack überreicht worden. Sollten sie es nicht wissen, Zwingli hörte leidenschaftlich gerne Musik, aber aus der Kirche hat er sie verbannt.

Schlussfoto mit den Diskussionsleitern, dem Vertreter des Quartiervereins  und Vorstandsmitgliedern von libref. Schweiz und libref. Zürich. Speziell haben wir uns gefreut, dass Pfr. Andreas Cabalzar wieder dabei war. Toi, toi, toi … es braucht auch heute noch Skeptiker – das gefällt mir. Andreas 2.0 … da braucht es nicht viel Hackerwissen … mit 5G könnte dieses technische Hindernis vorbei sein. Die „ganz oben“ kennen es und wir würden vermutlich sogar das Copy Right problemlos erhalten.

Zwei Tage später, am Herbstanfang wo die Blätter dann wirklich fallen dürfen, waren wir in Zürich noch auf der Pirsch nach Zwingli.

Auch dem geklonten Zwingli, der vor kurzem noch auf dem Sockel bei der Wasserkirche stand, wünschen wir alles Gute. Er wird zurzeit entrostet. Nach 500 Jahren hat hier der Zahn der Zeit zugeschlagen.

Zufälligerweise angetroffen, die Flughafen Kirche, die Airport Chaplaincy. Der erste Wegweiser befindet sich bei der Kirche selbst. Was die Beschilderung im Flughafen Zürich anbelangt, kann man ruhig schreiben, dass hier garantiert kein Pionier am Werk war. Die meisten sind sehr klein und es gibt viele Leute, die das nicht lesen können. Platz für grössere Tafeln hätten sie. Das sei ein Designerwunsch des Architekten, wie im Bahnhof Zürich. Die sollten mal unsere Arbeit des NDS für das Design Center Langenthal lesen.  Design beinhaltet sechs Aspekte. Die meisten schauen nur auf das Aussehen. Und aufgrund unserer Arbeit wird auch ein siebter empfohlen – die Nachhaltigkeit.

Der Pionier Zwingli. Einsam und verlassen, alle wollen nur der Airbus A380 sehen. Das grösste in Serie hergestellte Passagierflugzeug der Welt – bis 853 Passagiere. Fast so viele Leute standen beim Parking vor dem Lift. Steht der Pionier wirklich am richtigen Standort? Zumindest um dieses Flugzeug zu fotografieren. Knappe zwei Minuten nachdem ich hier war und keine Ahnung hatte, was für eine Maschine kommt. Vielleicht hatte Zwingli hier auch nicht mehr so viel Anhänger, weil einige vermuten, dass er bei den Gilets Jaunes sei. Diese wollen heute reformieren, erhalten aber weniger Geld als die Kirche.

Ein Passant meinte: „Sieht von der Seite wie eine Maschinenpistole aus.“ Eine Zöllnerin, in tollem blauem Hemd, das zu unserem Humanisten gepasst hätte, meinte: „Zwingli? Ist das ein Flugzeug?“ Traurig, das ist wahr und ich habe die Dame als Mundart sprechende Zürcherin wahrgenommen. Dafür wurde mein „Mitpassagier“ für die Betretung der Zuschauerterrasse nach Sprengstoff untersucht. Abtasten, die Handtasche und die Finger nach Sprenstoffrückständen untersuchen und doch nichts gefunden. Nach einer fest gegebenen Anzahl muss eine Stichprobe gemacht werden.  Auf der Terrasse stehen und mitzählen, dann wissen sie, ob sie drankommen. Na ja, mit Flugzeugentführern haben wir Erfahrung. Bei libref. gab es noch andere Bilder. Sie gingen irgendwo im Technopark verloren. Karan habe ich bei BR Couchepin vorgestellt – hier die Bilder (die zwei ersten von mir waren auch in unserem Blog).

Fünf Zwingli haben wir gesehen. Bei zweien spielten Kindern auf seinen Füssen und beim blauen geniesst der Hund vom stellvertretenden Flughafenpfarrer dieselben.

Sie wissen nicht wo der Technopark ist? Beim 4mation Zwingli. Dort wo wir mit BR Leuenberger diskutiert haben. Blogger sind unter sich per Du. Moritz war dann der zweite.

Das Head-Mounted-Display nützt Zwingli (rechts im Spiegelbild) auch nicht viel, um den modernen digitalen Stadtplan zu studieren. Er schaut in die flache Richtung und hat nur seine Bücher auf seinen Füssen im Kopf, die keiner mehr lesen will … doch noch etwas virtuelle Realität zurzeit.

Goldener Zwingli, goldenes Fahrrad (nicht gestellt, aber angestellt) und goldener Brunnen beim Wirtschafts-Zwingli. Bei den Füssen hat er das Weinfass mit einem Rebstock. Hab ja selbst Wirtschaft studiert und begreife nun einiges viel besser. Hinter dem Wirtschafts-Zwingli ist eine Pizzeria und vis-à-vis das Restaurant zum Rebstock. Der Velofahrer aus dem Land von Luther lacht, als wir sagen, dass ein Gasthaus bei uns Wirtschaft heisst. Und die Sichel in der Hand? Sieht fast wie ein Halbmond aus – zur Zeit abnehmend – und erinnert etwas an das Wirtschaftssystem unserer östlichen, roten Konkurrenz. Und sollten sie an einem meiner Hobbies noch Zweifel haben, mit einem ging meine Begleitung zur Schule. Aber es gibt noch viele andere dieses Wirtschaftszweiges in Höngg. Eben kommt ein Goldgelber aus einem andern Gebiet zum Nachtessen …

… keine Pizza, Bratwurst und selbst gesammelte Pilze.

Zuvor ging es quer durch die Zwinglistadt, vorbei bei der Bullinger-Kirche … Bullinger war der Nachfolger von Zwingli … weiter zum …

… Schräger-Vogel-Zwingli. Hier lebt man um den Zwingli, spielt Boccia, schliesst Kinderbekanntschaften auf seinem Schuh, derweil die Eltern sinnieren, ob man oder wohl eher frau die Windeln wechseln sollte. Schräger Vogel. So ganz allein scheint er nicht zu sein. Zumindest gibt es hier kein Glatteis mehr …

… und das weisst eher auf die „geraden Nichtvögel“ hin, die für die Gletscherinitiative werben.

Hier wird gelebt. Zwingli ist mittendrin. Rundherum Wirtschaft-en und auch Wein …

… oder darf man sogar sagen, dass schräge Vögel Engel sind?  Auf alle Fälle kann Zwingli raven.  Auf was stosse ich als Allererstes bei reformiert.info. Auf Katharina, die Zirkuspfarrerin, oder eben, die zurückgetretene. Auf dem „Schlussfoto“ (siehe oben) links zwischen mir und ihrem Bruder Res Peter. Na ja, das Tagblatt der Stadt Zürich schreibt zwar Res Pete! Und der erwähnte Partner haben wir gar in Liverpool bei den Beatles gehört.

Hier die ganze Zwingli-Armada und der Klima-Zwingli. Ja es ist Herbst und beim Durchlesen regnet es so stark und lange, wie ich es seit drei Monaten nie mehr erlebt habe. Vielleicht schaffen die Pioniere in Zukunft sogar, dass wir warmen Schnee und trockenen Regen haben … oder dass diese nicht auf Strassen fallen.

Hier noch einen Nachtrag. „Hab den Wohnungs-Zwingli nicht selbst aufgenommen. Bin in Griechenland.“ Hoffe, dass die gemiete Wohnung am Schaffhauserplatz nicht gekündet wurde und er Ferien im Süden macht. So hat er zumindest ein stichfestes Alibi, dass der Zwingli von anderen umgeworfen wurde. Als Lausbubenstreik würde ich das nicht bezeichnen.

 

Sich blau freuen … blau ärgern ist fehl am Platz

Die Preisträger des vierten prix-libref. wurden von den Gymnasiasten des Freien Gymnasiums Zürich ausgewählt. Die Begünstigen werden Arme sein.

Arme, Arm, damit ist nicht das praktische Ding gemeint, das die meisten Leute links und rechts haben und in der Hand endet. Arm sind Leute, die von der Hand in den Mund leben und oft auch hier noch Mühe haben. Wir können uns arm gar nicht vorstellen.

„Die beste Chance der Armut zu entkommen, ist eine gute Schulbildung.“

Diesen Satz habe ich auf der Internetseite eines der beiden Preisträger gefunden.

Operation Rescue – childcare projects

 

Der andere Preisträger maximiert die Leistung mit der Meritokratie.

Aiducation International

 

Herzlichen Glückwunsch an die beiden Preisträger und Danke vor allem den Gymnasiasten, die diese beiden Organisationen ausgewählt haben.

Mehr über die Preisträger des prix-libref. Ihr seid eingeladen, an der diesjährigen Preisverleihung teilzunehmen. Am Freitag, 20. September 2019 – Start 10:20 Uhr im Freien Gymnasium Zürich.

Einladung_Programm Zwingli

„Der „Blaue-Humanismus-Zwingli“ im Seefeld, direkt vor meinem Büro: da kommt sogar mein Hund nüme druss! „Zwingli-Gsprööch“ im Freien Gymnasium am nächsten Freitag, 20. Septembe ab 10:20 Uhr und Einweihung rund um 12 Uhr. Mit der Verleihung des prix libref. Dass ausgerechnet der Humanisten-Zwingli grad direkt vor meiner Nase steht: Glaubts mir, es hat nichts mit mir zu tun! Grosses Ehrenwort;) Und dass er erst noch die Farbe Blau trägt: echt etz, hat absolut rein gar
nichts mit meiner Wahlkampagne zu tun. Sie unterstreicht – in blau – den humanistischen Wert der Freiheit und verknüpft ihn aufs Engste mit dem sozialen, nachhaltigen Gemeinwohl. Der Blaue Zwingli: Gefällt mir. Und die Veröffentlichung dieses Bildes hier ist wahrscheinlich sogar ein PRIMEUR;) Journis: Gas gäh;) Allez les bleus du monde!“

Gefunden auf Facebook unter res.peter.1. Im neunköpfigen Vorstand eigentlich Andreas der Dritte von vieren.

Arme sind zum Anpacken, Hände zum Zugreifen! Den Preis erhalten die Gymnasiasten in Banknoten, den neuen mit dem Motiv der Hände.

10-er-Note: Ein weibliches Händepaar mit einem Taktstock. Der Finanzblogger kann es sich nicht nehmen, einige nachdenkliche Bemerkungen anzuführen. Zwingli hatte auch eine schlechte Seite, wie wir das heute beurteilen können. Er verbannte die Musik aus der Kirche, vor allem die Orgelmusik. Wer mehr dazu wissen will, besorgt sich die Diss von Bernhard Hunziker – ein Aargauer-Berner-Zürcher-Wiener. Diese Arbeit habe ich vor drei Monaten von einer guten Bekannten erhalten – seiner Mutter. Spannend zu lesen. Vielleicht nicht ganz so leicht aufzutreiben. Mein Exemplar ist zurzeit im Kirchgemeindehaus Neumünster. Die Note ist gelb – die Komplementärfarbe von Blau. Immer beide Seiten anschauen – der Tunnelblick sozusagen.

20-er-Note: Eine knabenhafte Hand hält ein Prisma und auf der Rückseite Schmetterlinge, die nur in violett schimmern – um sich auf der roten Note abzuheben. Alle Noten stammen aus der neunten Serie.

50-er-Note: Die linke Hand hält einen verblühten Löwenzahn – die Pusteblume, wie andere sagen. Der Gleitschirmflieger auf der grünen Rückseite braucht etwas mehr Wind.

100-er-Note: Ein Händepaar, das in der hohlen Hand Wasser hat. Nebst Luft vermutlich das Wichtigste, das zum Leben gebraucht wird. Eine hölzerne Wasserleitung aus dem Wallis auf der andern Seite – eine Suone, eine Bisse. Die Note ist blau, die Kälte symbolisierend, wie unser Blue Planet.

200-er-Note: Die rechte Hand zeigt die Drei-Finger-Regel. Die braune Note, die dem Vorstand von libref. am nächsten steht. Andreas II – André war Professor am CERN in Genf – auf der Rückseite zu sehen.

500-er-Note: da verteilen wir keine, obschon knapp 500 nm die blaue Farbe hat. Die letzte Ausgabe ist nur noch ein halbes Jahr umtauschbar, dann ist sie wertlos oder hat vielleicht noch einen Liebhaberwert. Der Berner Viktor Albrecht Haller ist darauf zu sehen. Später wurde er geadelt – blaues Blut als Infusion – und hiess dann Albrecht von Haller. Übrigens, die Blutgefässe waren eines der wichtigsten Themen, dieses Universalgelehrten.

1000-er-Note: Violett, die erste, die ich in Händen halte. Ist ja auch erst ein halbes Jahr alt. Auf der Rückseite ist das Beziehungsnetz der Vereinigen Bundesversammlung zu sehen. Die Vorderseite ist einfacher zu interpretieren. Darauf sind zwei Hände zu sehen, die sich die Hand geben oder …

… ganz herzlich gratulieren.

 

 

 

 

VON KETZERN, REBELLEN UND HILFSBEREITEN NACHBARN

Vortrag von Dr. Hanspeter Jecker, Muttenz

Dienstag, 1. Oktober 2019, 19.00 Uhr Kirchgemeindehaus Petrus, Brunnadernstrasse 40, Bern

Für die offizielle Kirche waren sie gefährliche Ketzer, für die Obrigkeit aufrührerische Rebellen: Jahrhundertelang wurden die Täufer europaweit diskriminiert und verfolgt, inhaftiert und gefoltert, enterbt und enteignet, ausgeschafft und hingerichtet. Nicht zuletzt im Bernbiet. Eine Minderheit jedoch bewunderte sie als Menschen, die mit Ernst Christen sein wollten, und schätzte sie als Nachbarinnen und Nachbarn, auf die man sich verlassen konnte, weil sie das zu leben versuchten, was sie glaubten.

Wer waren diese „Wiedertäufer“, die sich weigerten, den offiziellen Gottesdienst zu besuchen, Eide zu schwören und Kriegsdienst zu leisten? Waren das noch „christliche Werte“, die sie vertraten – oder weltfremde Utopien? Und welche Bedeutung haben diese Werte allenfalls noch heute?

Der Vortrag gibt einen Überblick zur Geschichte des Täufertums in Bern bis hin zu den «Schritten der Versöhnung» zwischen täuferisch-mennonitischen Kirchen und einer breiteren Öffentlichkeit in der jüngsten Gegenwart. 

Hanspeter Jecker leitet die Fachstelle für Theologie und Geschichte des Täufertums am Bildungszentrum Bienenberg bei Liestal. Er ist zudem Präsident des Schweizerischen Vereins für Täufergeschichte.

Organisiert von „Forum Kirche und Gesellschaft“

Zwingli pilgert bis Liverpool

Keine Angst, nur einiges, was man so in den Ferien erfährt.

Schlange stehen sie in Zürich, um sich neben Zwingli zu stellen … na ja, die Stimme kenn ich doch: Andrea Bianca, unser Mitglied und im Vorstand der Zürcher. Toll gemacht. Vermtlich weiss Andrea auch, dass Zwingli unseren prix-libref. erhält. Dass die Statuen umstritten sind, macht Sinn. Das ist Religion life, die wundersame Vermehrung von Zwingli.

Und in Liverpool? Die Musikreformatoren nannten sich Beatles … heute eher ein Marketing-Instrument, als ein echter Renner, wo sich die Leute anstellen.

Da findet sich doch auch ein Beitrag über Hans Ruh, der wirklich Zwingli sein könnte. Auf alle Fälle, sein Engagement für die Ethik, könnte jenes vor 500 Jahren noch übertreffen. Nur, das waren damals ganz andere Zeiten. Zum 86. gratuliere ich natürlich Hans Ruh ganz herzlich. Er hat mich auch mal weitergebildet. Bei einer späteren Diskussion über das Martische 6-Eck meinte er zwar, dass man Ethik wohl nie ins Anlagegeschäft werde bringen können. Da sind nun auch schon zwanzig Jahre in der Finanzwelt verflossen. Ökologie ist heute ein bekannter Bestandteil, Ethik doch noch nicht so recht … oft eher das Gegenteil.

Und was üben die hier mitten in der Stadt über den Gewässern?  Die Luftwaffe fliegt mehrere Einsätze über den Mersey an der UNESCO geschützen Skyline vorbei. Könnten ja die Schweizer sein … aber bitte nur während der Bürostunden in die Schweiz eindringen. Flugzeuge taugen nur im Friedensfall etwas. Dann kann man den Eindringling zum Ausweichen auffordern. Im Kriegsfall hilft hier nur die Flab. Wir sehen auf unserer Reise, was man in wenigen Minuten alles zerstört würde, bis die Swiss Air auftauchen würde. Frankreich, England, Wales – alle erinnern, dass im 2020 75 Jahre Weltkrieg vorbei sind. So kann man die Sonderausstellung von Yoko Ohno im Gebäude von Liebeskind zusammen fassen: Double Fantasy – oder „nie mehr Krieg“.

Lassen sie mal ihre Fantasie spielen – hier 1968. Und nun raten sie, welche der folgenden Kirchen älter ist!

Die echt protestierende …

… oder die katholische Kathedrale, die fünf Jahre früher im 1967 fertig erstellt wurde. Bauliche Kriegsschäden kann man beseitigen … aber Erinnerungen bleiben, sollen zum Nachdenken anregen …

… Zeit dazu vielleicht im St. Peter in Chester. Die weit über 500 Jahre alte ausgestellte Bibel ist nicht ganz einfach zu lesen.

Nicht die Abbey Road der Beatles und auch nicht der Rasen der Fussballclubs von Liverpool – die Abaty Tyndryn  oder die Tintern Abbey, die jezt für Gymnastikübungen verwendet wird.

Eglise St. Joseph in Le Havre. Die eindrücklichste und faszinierendste Beton-Kirche, die ich je gesehen habe. Entschuldigen sie, aber vom Schiff her, habe ich sie zuerst als Leuchtturm wahrgenommen … und das soll sie ja sein.

… und es wird weitergehen, gestern sind wir noch auf den Pilgerweg gestossen …

 

 

Prix libref. geht an den Humanisten Huldrych Zwingli …

… na ja, so ganz genau stimmt das nicht. Lassen sie sich am 20. September auf dem Areal des „Freies Gymnasium Zürich“ und dem Kirchgemeindehaus Neumünster überraschen.

500 Jahre Reformation in Zürich wird gefeiert. Zumindest der Festgottesdienst ist seit einiger Zeit vorbei, nicht ganz 500 Jahre, aber was noch kommen wird, da findet sich noch nicht viel im Internet. Auf der internetten Seite der Kirche der Stadt Zürich ist, genau genommen zweimal, die CD-Taufe „It’s Huldrych“ zu finden.  „Neumünster“ und „Hottingen“. Keine Angst, die Kreuzkirche gibt es nur einmal in Zürich.  Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, in Zürich ist Umbruchstimmung. Drücken wir mal Res Peter die Daumen, am 20. September können sie den Neumünster Pfarrer am Fest kennen lernen, falls es solche gibt, die ihn noch nicht kennen …

… oder am Sonntag beim Konzert. Ich bin überzeugt, dass Zwingli daran auch Freude hätte …

… King Curtis hätte ihn garantiert umstimmen können. Der Humanist Zwingli hat die Orgel aus der Kirche verbannt. Das können sich Jugendliche und Junggebliebene heute garantiert nicht vorstellen …

… und die Jugendlichen, genau genommen die Gymnasiasten des FGZ werden bestimmen, wer den prix libref. bekommt. Sie werden am Fest auch bekannt geben, wer die Preisgewinnerin, der Preisgewinner ist oder ob es verschiedene sein werden. Wir lassen uns überraschen – sie haben freie Hand. Der Ehrengast wird auch freie Hände haben. Huldrych Zwingli – rund 3 Meter gross, aus Plastik und das gleich 15 mal in Zürich. Das Schwert wie oben bei der Wasserkirche im Bild wird er nicht tragen.

Die bisherigen Preisträger des prix libref. waren Gret Haller, Bendict Vischer und Peter Bichsel. Wir sind gespannt, wer den Preis dieses Jahr erhält oder wie er verteilt wird. Liberales, freiheitliches, progressives Denken oder Handeln soll ausgezeichnet werden.

Die Organisation dieses Tages, Beginn rund um 10.00 Uhr, liegt beim Freigymer … irgendwann, vermutlich am Nachmittag wird auch die Generalversammlung von libref. stattfinden. Wir danken den Organisatoren, dass sie uns an diesem Anlass teilhaben lassen.

Notiert auch den 29. Oktober. Wir planen einen weiteren Anlass, diesmal durch uns organisiert. Eine Diskussion mit … das verraten wir noch nicht … Konfirmanden und wer weiss, vielleicht kommt sogar ein oder mehrere Preisträger am Abend ins Kirchgemeindehaus Neumünster.

Hier noch einige Eindrücke vom vergangenen Wochenende.

Es soll sogar Leute geben, denen der farbige Schriftzug an Häusern das erste mal aufgefallen sei. Eine war nicht dabei, die vor 50 Jahren schon für die Emanzipation gekämpft hat. Meine Mutter. Heuer 500 000 am Frauenstreik. Genau genommen waren es nicht nur Frauen, darunter sehr viele Jugendliche und Kinder. Ich habe auch viele Männer gesehen … und 1991 war auch schon eine halbe Million auf der Strasse.

Alle Menschen sind gleich – das ist ein Menschenrecht. Schade, dass das vor allem einige andere Kirchen noch nicht bemerkt haben und nicht danach leben. Es ginge garantiert einfacher.

Vielleicht erhalte ich von Res Peter noch einige Bilder aus Zürich. Er ist bei uns auch für die Menschenrechte verantwortlich. Er hat ein Mitspracherecht in Genf bei den Vereinigten Nationen für die von libref. mitgegründete IARF.  Hier geht es um weltweite Menschenrechte. Er war in Zürich an der Frauendemo und einen Tag später an der LGBTQParade. Das ist eben liberal. libref. ist es seit mehr als 150 Jahren.

 

Hoffentlich schlägt er ganz fest zu … „Res Peter als Präsident der reformierten Kirchenpflege“

Ein Duell, das aber sicher nicht mit Fäusten stattfinden wird. Auf alle Fälle, für den Wahlkampf hast du die ganze Unterstützung des libref.-Vorstandes.

RES PETER als Präsident der reformierten Kirchenpflege Zürich

– und sie sehen, wo ich das Bild „geklaut“ habe. Viel zu schreiben gibt es nicht. Res, du hast ein Ziel vor Augen – CEO Church of the biggest Church Community within Europe. Toi, toi, toi.

Wenn er es schafft – und das hoffen wir – bleibt er am Boden. Wird nicht wie dort im Trend, alles auf Englisch umstellen. Res, ich drücke dir ganz fest die Daumen. Aber nicht jetzt – schreibe doch noch mit dem Zehnfingersystem. Die modernen Kommunikatoren können das aber. Die brauchen das Einfingersystem oder wenn’s hoch hinauskommt, das Zweifingersystem. Dabei kann man die Daumen ständig drücken. Handymässig doch mal ein Vorteil eines Smartphones.

Res brauche deine persönliche Kommunikationsart. Die kommt an. Schauen sie doch auf dem Bild oben. Muss er sich selbst die Daumen drücken. Unkompliziert, offen. Sowas braucht Europas grösste Kirchgemeinde. Grösse ist ja nicht unbedingt massgebend. Du bist dann vielleicht mal der grösste CEO Church. Ich war nur der durchschnittlichste. In der Durchschnittsstadt Langenthal. Im Kanton Bern heisst es auch nicht Präsident der Kirchenpflege, sondern Kirchgemeinderatspräsident. Grösse sagt nichts und Durchschnitt ist eben nur Durchschnitt. Res, wenn du gewinnst, mach Zürich zur besten reformierten Kirchgemeinde. In einem halben Jahr, am 17.11.19 wissen wir mehr.