Kategorie-Archiv: 10 Diverses

Jesus spricht …

… die „Unternehmenssteuerreform fördert Abhängigkeiten zutage

Ich höre sie schon, einige Konservative die sich liberal nennen: „Was soll diese Überschrift?“ Sie kennen Jesus.ch nicht. Eigentlich ein Fehler, denn jeder sollte immer etwas über den Gartenhag schauen. Die Freikirchen sind nicht unsere Feinde, es sind auch Christen, meistens reformierte – wie wir. Nur glauben sie nicht genau das gleiche, dafür meist etwas intensiver. Und an der Swisseglise vor zehn Jahren, habe ich festgestellt, dass der Werbechef ein Kollege meines Kollegen ist. Heute brauchen einige dazu das Facebook, wobei meist lange nicht alle wirklich guten Freunde und Freundinnen verlinkt sind. Einige wollen eben Abhängigkeiten verhindern.

Lesen sie den Artikel über USR III – er ist sehr neutral geschrieben und das zu sagen und zu verlinken haben wir Liberalen eben den Mut. Wir haben fundierte Argumente zu unserer Meinung zum „NEIN“, was man von BR Ueli Maurer nicht behaupten kann. Seine Meinung wird von Jesus auch beurteilt … ver … wäre das richtige Wort – sie sagen „Drohkulisse“. Über seine Meinung habe ich in einem Kommentar schon berichtet. Siehe unten. Es gab eine bitterböse Reaktion: „das ist reine Erpressung“.

http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/maurer-gleist-bei-nein-zur-steuerreform-ein-milliarden-sparprogramm-auf-130852280

Na ja, der liebe BR Maurer könnte ja weiterhin an den Investitionen für den persönlichen Schutz der Soldaten in Friedenszeiten sparen. Zwei haben ihm von der Einnahmeseite erzählt und er schreibt gleich in die Zeitung. Einer hat ihm mindestens dreimal etwas zum Lesen und Reagieren zukommen lassen. Ausgabenseite – da reagiert er nicht. Was er erzählt scheint nicht sehr fundiert und schon gar nicht sauber dokumentiert zu sein. Aber sich auf diese Art als Bundesrat in den kurz bevorstehenden Abstimmungskampf einzuschalten, ist doch „eher ungewöhnlich“.

Steuerkunde für Stimmbürger“ schreibt die NZZ. Liebe NZZ, um eine Steuerkunde zu vermiteln, braucht es exakte Angaben und genau die bekommen wir von der Ja-Sager nicht … könnte, , wäre, möglich, einige Kantone würden … die würden nicht nur, die werden ohne Würden werden. Und es sind Ja-Sager-Kreise, die Dividendenzahlen veröffentlicht haben. Und für Stimmbürger biete ich auch Steuerkunde an. 211 000 000 000 Franken gehen heute ins Ausland, ohne je voll besteuert worden zu sein – mehr als 2000 Franken pro Monat und Einwohner. Ein Betrag in der Höhe des Grundeinkommens.

Und trotzdem, lieber Jesus. Einige Abhängigkeiten müssen sein, aber eher auf geistiger, denn auf finanzieller Basis. Und wegen den finanziellen Abhängigkeit der Grossen, sind die Kirchen gegenüber den ganz Kleinen, die Grossen und die Kleinen sind froh, wenn sie bei der Kirche oder Freikirche Unterstützung bekommen.

Also eindeutig am 12. Februar: NEIN

Mich nähme wunder, wer hinter den Statusgesellschaften in Basel-Stadt steckt. Vermutungen bringen nichts. Eine kenne ich und deshalb ist der BAK-Bericht auf Seite 16 interessant. Die in der Genferseeregion kennen wir zum Teil, da hat die Economiesuisse etwas veröffentlicht.

Käse, Schokolade, Uhren und Waffen – Schande über die Schweiz

„Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel“

Und dies nicht nur pro Kopf der Bevölkerung an Entwicklungsländer, wie in mehreren Zeitungen heute zu lesen ist – Freitag, der 13. als Erinnerung. Sondern auch bei der gesamten Waffenausfuhr. Aus obigen erwähnten 700 Mio USD werden dann halt mal 800 Mio USD. Nur 1/8 ging an Nichtentwicklungsländer.

Zahlen sind ja bekanntlich geduldig, aber auch Definitionen. Was ist ein Entwicklungsland? China, Indien, Brasilien? Gehören die dazu? Nach heutiger UN-Definition, die selbst nicht mehr von allen UN-Organisationen angewendet wird, gehören diese Länder nicht dazu, weil sie über 75 Mio. Einwohner haben. Die Weltbank zählt sie zu den LIC – low income countries.

Oder anders gesagt, die Kommastellen können hier total vernachlässigt werden. Das Prinzip bleibt sich gleich, die Schweiz ist wieder einmal „Spitze“. Pflüge statt Kanonen, galt allenfalls, bevor Luther die 95 Thesen anschlug.

Ich bin garantiert nicht der einzige Schweizer, der auf diese Zahlen und Spitzenränge nicht stolz ist … gelinde ausgedrückt.

Die ersten Zahlen sah ich nicht am Freitag, den 13. – sondern bei Infosperber. Ich habe mit den zugänglichen Daten eigene Berechnungen erstellt. Ungefähr richtig ist richtiger, als genau falsch.

Arms Transfers and Deliveries

Je nach Berichtsperiode und nach Lieferungen oder Vertragsabschlüssen ergeben sich andere „Ranglisten“. Bei den Gesamt-Zahlen ist die Reihenfolge immer die gleiche:

  1. USA
  2. Russland
  3. Frankreich
  4. China

Pro Kopf der Bevölkerung musste ich eine Bewertung vornehmen:

  1. Frankreich
  2. Schweiz
  3. Russland und Schweden

Schweden habe ich nicht speziell nachgeschaut, aber der Spitzenplatz bei den abgeschlossenen Verträgen hängt vermutlich mit den zurzeit heftigen Grippen-Wellen zusammen. Kommentare zu den Schweizer Waffenlieferungen sind hier zu finden:

Und wer es noch lieber präziser hat, was in der Welt abläuft, der schaut mal was ich über den Schwarzen Donnerstag vor dreieinhalb Jahren schrieb – das Resultat kennen wir. Und wir wissen auch, wer Handgranaten produzierte, die zuvor im Bürgerkrieg eingesetzt wurden. Ja, aus gut unterrichteter Quelle weiss ich auch, dass meine Blogbeiträge resp. Mails mehrmals auf dem Pult des Militärvorstehers gelandet sind – Antwort kam nie eine und der Pfeifenblaser erwähnte auch nicht, was und ob darüber gesprochen oder gedacht wurde. Letzteres vermutlich schon, aber das ist nicht jedermans Berufsaufgabe.

„Heute ist erst der 12. und Donnerstag“ – ja, wenn die Welt immer so einfach wäre wie im ehrlichen Mey.

„links oder rechts?“ – BGE zum dritten und …

… zum letzten mal habe ich die rechte Limmatseite zur Sprache  kommen lassen und nun ist die linke Seite dran. Und das eher Philosophische über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) steht im ersten Beitrag – liberal in der Mitte.

Links und rechts ist hier örtlich gemeint – immer in Flussrichtung betrachtet. Ganz schön im fluss ist Das Magazin zu diesem Thema. Ab der aktuellen Ausgabe auch als e-Paper erhältlich.

Das letzte mal kam auch Zwingli zu Wort und am Magazin ist auf der gleichen Seite zu lesen:

Zukunftsdialog

Eine öffentliche Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) im Chor des Grossmünster. Einige Aussagen, einige Textbruchstücke.

Zum BGE und zum Programm verweisen wir auf den letzten Beitrag.

Sigrist und Peter

Die Moderatoren, die Pfarrer Christoph Sigrist (Grossmünster) und Res Peter (Neumünster) konnten etwas über 100 Personen begrüssen. Rund ein Dutzend war als „unter 50-jährig“ zu taxieren, diejenigen, die sich vermutlich einmal mit den Auswirkungen des BGE befassen müssen oder dürfen.

Muschg

Atsuko Muschg zusammen mit ihrem Ehemann Adolf Muschg, der sich sichtlich freut, im Grossmünster eine Reformation auszurufen, mit dem Rücken zur Kanzel, wie er betont. „Seine Tochter, Mutter eines Kleinkindes werde für ihre Leistung, die sie erbringt, nicht bezahlt. Millisekunden, das ist der heutige Arbeitstakt des Geldes, im Gewinntrieb gibt es keine Grenzen.“

Bete und arbeite, sagte schon Zwingli und kurz zuvor erzählt mir jemand, dass etliche Mitarbeiter bei einer Grossbank wegrationalisiert werden. Neu wird in Polen gearbeitet. Vermutlich wie Viseca, die fast drei Wochen braucht, um sich bei mir zu melden, nachdem ich mitgeteilt habe, dass ich für eine Übernachtung zweimal belastet wurde. Fehler gibt es überall, aber wenn wir in der Schweiz alles auslagern, dann braucht die Fehlerbehandlung extrem viel länger. Sie wird zwar billiger, meist schlechter, aber 80 Angestellte in Bundesbetrieben verdienen ja dann noch mehr, als BundesrätInnen. Vielleicht verdienen ja sogar von diesen 7 einige zu viel. Par merlin, durch eine  Spaltaxt, müsste allenfalls mal Remedur geschafft werden. Sorry wegen meiner bösen Worte, aber was ich in Zürich höre und nur stichwortartig festhalte, bestätigt, dass einige Menschen in Zukunft in der Schweiz unweigerlich Probleme kriegen – wenn sie die nicht schon haben. Schön für alle die, die eine Pension bekommen. Zumindest hier war die Grossbank generös und hat 2/3 übernommen.

Muschg muss weiter nach Solothurn, an die Literaturtage. Sein Weg führt über Olten und er wird Peter Bichsel wieder sprechen. Ich höre beide philosophieren. Peter, du bist genau 10 Monate, 10 Tage, 10 Stunden und 10 Minuten jünger. Und mein Vater ist 8 Jahre und einen Tag älter und wie hoch ist der Wellengang, den Leute auslösen, die vermutlich mit der AHV und der Pensionskasse mehr als 2500 pro Monat zur Verfügung haben? Total spannend, was hier alles erzählt wird. Sorry, aber ich finde keinen einzigen Beitrag, der über diesen Anlass berichtet und ich erhalte nicht einmal ein BEG, damit ich mich mit diesen Zeilen finanzieren kann. Aber Spass macht der Anlass und er regt an.

Nach 50 Jahren, wo ich mich mit Politik „rumgeschlagen“ habe, wäre es vielleicht wieder mal an der Zeit – in dieser grosskapitalistischen Zeit – über den Marxismus nach zu denken. Leute, quere werden überleben aber viele andere, denen es heute zu gut geht, werden untergehen.

Teilnehmer

Jacquelin Padran, „garantiert unbestechlich und ohne Tatoo“ und die Gespräche nach der Veranstaltung „mit den Rednern“, wie sie im Flyer erwähnt sind. Frank Mathwig, einer unter ihnen, erinnert sich … viel Text, wichtig sind Randbedingungen. Thomas Wipf fragte ich, wieso er nicht die 2-3% der Extremisten links und rechts der friedlichen „Masse“ nicht mehr beachtet und als SKE Präsident, sich mit den mindestens 95% vernünftigen aller Religionen beschäftigt. Sorry, die Nebenbemerkung, aber hier geht es ja ums Geld, ums bedienungslose resp. bedingungslose Geld.

Dann spricht Klaus Heer. Sein letztes Buch „Was ist guter Sex?“ Schnipp. In Deutschland einen Drittel billiger. Sicher nicht schlechter. 10 Thesen, nicht 95 wie vor 500 Jahren bei Luther. „Die neue Freiheit ist viel anspruchsvoller, als die alten Sachzwänge.“ Diesen Punkt, sieben, den müssen sie sich merken.

Mann diskutiert über 4,8 Mia – Milliarden – Einkommen, die ein Fondsmanager in einem Jahr verdient hat – oder waren es 14 Milliarden, wie sich die Vortragenden wiedersprechen. Diejenigen, die ich angefragt habe, wissen es auch nicht. Egal, 4 800 000 000 USD oder CHF verdient anscheinend einer jährlich. Die Währung ist total nebensächlich – 1 USD gleich 1 CHF oder ein Euro. Die Differenzen sind viel zu marginal um hier zu diskutieren. Wenn ich einigermassen korrekt gerechnet habe, ergibt das 40 000 Einheiten pro Minute!!!!!!Und wir diskutieren hier über 30 000 pro Jahr!!!!! Vielleicht kommt er auf etwas mehr produktive Arbeitsstunden pro Jahr, als wir armen Kirchenmäuse, die wir hier im Chor zuhören.

Noch so einige Highlights: „Arbeitsmarkt ist eines der zynischsten Wörter, die es gibt!* „Wir gehen an den Bürkiplatz, zum weiteren Diskutieren.“ Das ist einen Einschub wert, was ich hier, zwei Stunden später erlebe. Superschnäppchen, sucht die in dieser Finanzmetropole wo viele das Gefühlt haben, sie gehören irgendwie zum Geldadel. Grosse, sehr gut erhaltene rund 150-jährige Biedermeier Meerschaumpfeife (Mundstück fehlt), für zwanzig Franken, die Asche ist noch drin. Sowas gibt es nur in Zürich. Dazu gratis eine Bruyère, die wie ein Baumstrunk geschnitzt ist und ein langes Holzmundstück aufweist. Zwei wunderschöne Sammlerstücke. Als Dreingabe noch eine Holländische handgefertigte extralange Tonpfeife, die regulär gekauft schon teurer ist, nie geraucht wurde, aber schon (oder eher noch) mit Tabak gefüllt ist. Dafür viel Plunder, der meist überteuert ist. Schickimicki sagen die einen, Zürcher lieben das Fremdwort Sciccheria. Zwei drei Bereiche dazu sind super und relativ günstig. Aber wie beim Finanzblog, es gibt nur versteckte Tipps. Und beim Abfall Kissen, Computerspiele … ein Mostkrug aus Steinzeug. Wer bezeichnete das Ding immer als Bembel. Heinz Schenk vom Blauen Bock.

Und geschenkt wird beim BGE nichts, daher noch mal Praxis und Theorie. Ein Pfarrer verdiene heute 8000 CHF, dann erhalte er in Zukunft 2500 BGE und 5500 Pfarrlohn. „Wir müssen den Siegeszug des Kapitalismus bremsen!“

Tu um Gottes Willen etwas tapferes!

Das hatte Zwingli und heute Adolf Muschg gesagt.

Und ich warte immer noch auf das Bild mit dem Originalspruch. In Zürich habe ich es schon in riesengrosse Goldlager geschafft, aber im Grossmünster in die Sakristei, der Arbeitsraum der Pfarrer, vorzudringen da braucht es weiss Gott gegen oben bessere Beziehungen. Es ist wie mit dem BGE. Der Wille und die Notwendigkeit wären da, aber das Denken wird noch zwanzig Jahre hintendrein hinken. Zusammenfassend wurde gesagt oder kann geschrieben werden: „Das BGE wird kommen, aber noch nicht in diesem Jahr. Die AHV und das Frauenstimmrecht – heute nicht mehr wegzudenken – brauchten auch mehrere Anläufe.“

JA für Grundeinkommen dank Panama

Beim BGE, dem bedingungslosen Grundeinkommen scheiden sich nicht nur die Geister, sondern auch helle Gestirne. Es wird wohl die umstrittenste Abstimmung werden, die ich je miterlebt habe. „Die grösste Frage der Welt“ sollte nicht von den wenigen grossen entschieden werden. JA – tragt ein JA ja in die Welt. Seit mal mutig und leitet eine notwendige Wende ein.

Das Original ist vor vierzehn Tagen im Finanzblog erschienen. Ob von anderer Seite von libref. noch etwas kommt, werden wir ja sehen. Auf alle Fälle ist es Zeit auf den

ZUKUNFTSDIALOG im GROSSMÜNSTER vom 7. Mai 2016 – 11.00 – 12.45

aufmerksam zu machen. Vielleicht wird der Moderator aus unseren Reihen, von diesem Anlass hier berichten.

Der Kommunismus ist tot. Aber ein bisschen gesunder Marxismus würde der Welt nicht schaden. „Die UdSSR ist tot, es lebe die Schweiz„. Zugegeben, es gibt weltweit zumindest noch ein Land, wo knallharter Kommunismus vorgelebt wird. Nord Korea. In welchem Land wurde deren King Kong ausgebildet? In der Schweiz und vermutlich nicht nur vermutlich, sondern echt. Nicht in der Hauptstadt der neutralen Schweiz, in Bern. In den beiden südöstlich gelegenen Nachbargemeinden Köniz und Muri. In der einen habe ich gewohnt und in der andern unser früherer Präsident. Eigentlich libere Vororte der Hauptstadt.

Noch bin ich alles andere als ein Verschwörungs-Theoretiker, aber wenn man solchen Tatsachen in den Rachen schaut, dann begreife ich jeden, der behauptet, wir werden gesteuert. Mit dem BGE kommt alles andere als der Kommunismus zurück. Das BGE ist eigentlich kein ökonomisches Thema, sondern zur jetzigen Zeit eher ein philosophisches. Die haargenauen Auswirkungen kennt niemand und Nobelpreise wurden eh schon für gegensätzliche Meinungen vergeben. Also total müssig, über jedes Detail im Voraus nach zu denken. Die Zeit wird es erst zeigen und dann können wir Korrekturen einfügen. Die Schweizer Gesetzgebung ist mustergültig dafür in der Handhabung.

Wie lebt es sich mit 2500 Franken?“ im Monat. Ich kenne wenig Leute, die diese Erfahrung wirklich haben und damit leben wollen, geschweige denn können. Man kann in der Schweiz sogar mit weniger leben. Aber das braucht echte Grösse. Den meisten würde dies nicht gelingen, die wollen mehr. Und haargenau diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Schweiz so weit gekommen ist. Die Schweiz ist eigentlich ein Superland. Nur vergessen wir dies oft. Es kommt wenigen Personen in den Sinn, auszuwandern oder nach den Ferien nicht mehr zurück zu kommen. Das Grundeinkommen würde vor allem denjenigen helfen, die in der heutigen Zeit alles andere als verwöhnt sind: Aussenstehenden, einigen Randständigen, Benachteiligten, einigen Philosophen und vermutlich einigen faulen und bequemen Leuten. Aber die letzte Gruppe hat es im Mittelstand und immer wieder zu beobachten in der öffentlichen Verwaltung auch geschafft, mit „Schleimscheissen“ ohne grossen Arbeitsaufwand nach oben zu rutschen.

Diese Gruppe ist strikt gegen das BEG, weil sie Angst haben, dass es viele Faule gibt, die sich nicht so einfach in Hierarchien anpassen und wie sie selbst dem Chef um den Mund schmeicheln können. Dann gibt es viele hand- und landwerklich Beschäftigte, die für ihren Lohn krampfen müssen und nie gesehen haben, wie sehr viele Schweizer ihren schönen Lohn eigentlich viel zu leicht verdienen. Und genau diese Gegner könnten sich eine bessere Zukunft aufbauen, denn denen wäre es möglich zahlbare Arbeitskräfte zu bekommen, welche gerne eine sinnvolle Arbeit ausführen möchten.

Mit dem Bedingunslosen Grundeinkommen wäre es uns sogar möglich einige hunderttausend Flüchtlinge aufzunehmen und der Schweiz einen noch nie dagewesenen Energie-Schub zu geben, der die Schweiz an einigen Orten zu ganz neuen Ufern bringen könnte – Landwirtschaft, Tourismus, Pflegewesen, Kunst – nur um einige zu nennen.

Dann gibt es eine weitere Überlegung, die für das BGE spricht. Die Rationalisierung. In den vergangenen gut 100 Jahren hat diese in der Schweiz zu Wohlstand geführt. Die nächsten 100 Jahre dürften anders aussehen. Viele der wegrationalisierten Jobs wurden durch Administration und Kontrolle wettgemacht – Dienstleistungsaufbau heisst das moderner ausgedrückt. In der Schweiz hergestellte Produkte und Dienstleistungen die wir ins Ausland verkaufen, schaffen Wohlstand. Gegenseitige administrative Beschäftigungs-therapie bringt keine echte Wertschöpfung. Unnütze Produkte eigentlich auch nicht. Und wenn sie in noch brauchbarem Zustand entsorgt werden, schaden sie der Volkswirtschaft nur. Alles andere ist Unkenntnis der ökonomischen Grundlagen, geschweige denn der ökologischen.

In der Schweiz ist ein Umdenken angesagt, denn es wird so viel von oben berichteter Unsinn gedruckt oder digital verbreitet. Aber es sind doch die Kreise, die froh sind, wenn ein benutzbares Bett, ein Schrank, ein Buch … weggeworfen wird, denn jemand oder gar ein Freund kann dann eher ein neues verkaufen, weil derjenige, der jetzt ein Gratisbett hätte, sich vielleicht einen Fernseher mit dem eingesparten Geld kaufen würde. Schade haben viele keine Kollegen, die TV-Geräte verkaufen, sonst würden sie eine volkswirtschaftliche Erfahrung machen, die eigentlich jedes Kindergartenkind schon nachvollziehen kann.

Ironisch sperbern auch andere: „Mindestlohn für humanoide Roboter„. Lesen sie diesen Beitrag. Denken sie an ihr bisher angedachtes Nein in der Abstimmung. Zumindest falls sie Scanner, e-Banking und andere moderne Errungenschaften etc. benützen, bevor sie selbst mit moderner Technik in Produktion und Handel und demächst auch im Büro jobgekillt werden.

Früher oder länger regieren nur Grosse die Welt. Das war früher anders.

„Girls, Girls, Girls“ und Boys hört euch einmal den Songtext von Panama der Sailor an. Dieses Land war damals vor allem für Dutyfree bekannt, für die Kleinen ein Einkaufsparadies. Heute wird Grossen „der Spiegel für die Panama Papers“ vorgehalten.

Wollt ihr diese Entwicklungen. Packt die Chance und stimmt JA! Die Welt braucht wieder mal ein mustergültiges Land und wir sollten auch wieder einmal ein Vorbild sein. Wir können dies nämlich – besser als all die andern.

Nachtrag: Der US-Ökonom und ehemalige Arbeits-Minister Robert B. Reich (unter Bill Clinton) – bekannt von Supercapitalism – sagt: „Ohne Grundeinkommen wird es nicht gehen„.

Tamara Funiciello von der JUSO ist für die 25-Stunden-Woche. Hier wage ich „Schiffbruch“ voraus zu sagen. Auf freiwilliger Basis wird dies nie gelingen, denn von den Gutverdienenden haben zu viele einen Job, der sich nicht so leicht ersetzen lässt. Und wenn man die unproduktiven Stunden pro Mitarbeiter anschaut, werden die sich bei einer Verdoppelung der Mitarbeiter vermutlich so weit steigern, dass mit zwei zukünftigen Mitarbeitern gleich viele produktive Arbeitsstunden geleistet werden, wie bisher mit einem. Dass jeder nur noch 25 Stunden arbeiten darf, das ist reine Utopie.

Eintrittstest zur FDP⸮

Wer kennt schon das Ironiezeichen – ⸮ – ? Vor allem bei den Kommentaren im Beitrag „… Ausgehverbot für Muslime“ wäre dieses einige Male angebracht. Oder meinen die es wirklich ernst?

In der FDP der schweizerischen Durchschnittsstadt habe ich einmal im Vorstand einen Eignungstest für FDP-Kandidaten vorgeschlagen. Der Test war alles andere als ironisch gemeint. Eine Dame, die an eine Hochkultur aus Zentralamerika erinnert, lag mit minus 50% im Lager der stark Konservativen. Die ersten 25 stellen einen liberalen Querschnitt dar. Erschreckend, wie schon vor einem Jahrzehnt die politische Einstellung dargestellt werden konnte.

Über diesen Eintrittstest hat man diskutiert, aber meines Wissens nie einen erstellt. Vielleicht wäre es heute an der Zeit, einen solchen ins Leben zu rufen. Diese FDP-Stadtpartei weiss, wo die FDP anzusiedeln ist. Sie hat heute zwei bekannte Vertreter. Sie stellt einen Bundesrat und den Präsidenten der Konferenz der Kantonalen Polizei-Direktorinnen und Direktoren.

Über den BZ-Artikel möchte ich nichts schreiben, da soll jeder selbst entscheiden. Mir kommt nur in den Sinn, dass am Sitz dieser Partei – Knofligen, wie das Dorf in Mundart oft genannt wird – „Bärenmilch“ konzentriert in Konservendosen abgefüllt wird. Bärenmilch ist nichts anderes, als Milch von Kühen. Meiner Ansicht nach sollte die dortige Büchse der Pandora geschlossen werden⸮

Die Auswirkungen rund um den Bürgerkrieg in Syrien ist heute das Weltthema Nr. 1. Mindestens zwei unserer Beiträge haben sich damit befasst:

Lösungsansätze sind heute gesucht und keine Hetzereien von jeglicher Seite. Wir werden uns zum 150-Mediumjubiläum von libref. 2016 zu diesem Thema äussern. Wir arbeiten im Hintergrund. Es wird ein Preisausschreiben mit viel Spannung geben. Dafür garantieren wir. Liberal, progressiv wie wir sind. Und wenn sie weitere ironische Hiebe vertragen, denken sie zwischen den Zeilen von „Weltausstellung – Füttern des Planeten“ nach und holen ab und zu mal tief Atem, wie die heutige Welt so aus dem Ruder zu laufen droht.

Zwei drei Sekunden zum Nachdenken


„Zuerst ändert man und dann plant man“

Keine Ergebnisse für „zuerst ändert man und dann plant man“ gefunden. Dieses Zitat ist brandneu und ich weiss, von wem es ist. Es ist nicht von mir. Aber man (resp. Frau) erwähnte es gestern im „Kanton Bern“.

Man oder frau kann es auch anders ausdrücken: Der Pessimist sieht bei Möglichkeiten Schwierigkeiten und der Optimist sieht bei Schwierigkeiten Möglichkeiten.

Jetzt läuft „Tu t’en va“ von Alain Barrière auf SRF1 – eigentlich die Musik, die zu unserem zweiten Thema passt, neben der Hähne, das uns beschäftigte – das nicht einfache Leben und das Nichtmehrleben.

Läbet guet und läng und geniesst den zuende gehenden Song – This World Today is a Mess von Donna Hightower und den anfangenden von Peret über den Esel Borriquito
ihr Beret

Glockengeläute


Glocken klingen nach. Wer zu nah ist und zuhört, hört diese noch zwei drei Tage lang in den Ohren nachhallen. Zufall, was sich vorgestern und gestern via Mail und Blog ereignet hat?

Entschuldigen Sie, dass ich nicht immer gleich alles in on time ins Netz stellen kann. Aber das hat manchmal auch sein Gutes. Fangen wir gleich damit an, als ich hinsitze und selbst zu schreiben beginne. Was läuft im Radio – „Summer“ von Stiller Has. Und dann das Geräusch, wie eine kleine schrille Glocke – Klapperschlange oder gar Anakonda? Schön, wenn ihr nächstes Jahr über diesen Zufall hoffentlich schmunzeln könnt. Sein ehemaliger Partner Balz hat einen Vater, wie die meisten andern, denn beide sind leider noch nicht geklont und der ältere Balsiger bei libref. seinen Nachfolger „jcc“, der eben vorgestern einen Vortrag über Glockengeläute in Chur hatte. Nils, mit dem bürgerlichem Namen Ueli, wie seinem Namensvetter mit dem ich auf der Hohwacht etwas progressiv kurz über die Zukunft der Langenthaler Liberalen diskutiert habe … und den Herbst in einem Jahr angetönt habe – namenlos. Haben sie ein Durcheinander?

Schön. Und ich erst, ich muss in der Vergangenheit schreiben und dabei bin ich in der Vorvergangenheit, weil das was ich jetzt in die Tasten haue, erst morgen, also heute erscheinen wird. Und schon sind wir bei den Glocken. Die können über Tasten bedient werden. Digital oder analog mit herrlichem Klang, wenn der analog wiedergeben wird. Schöne Beispiele sind das Glockenspiel im Tscharni (Bethlehem) oder am Münster zu Bern, wo für mich das 2009 begann.

Geschrieben habe ich, dass dieses Jahr Höhepunkte haben wird. Ja genau vor vier Jahren bin ich nach dem Rückflug zu Petrus wieder erwacht. Wie Clooney, der die Nespresso-Maschine als Pfand dort lassen musste. Die Werbung ist dort kalt gestellt worden – tot. Aber die Liberalen – oder vielleicht besser, die Progressiven – sprechen über den Tod. Vergiessen eine Träne, haben feuchte Augen.

Glockengeläut – das E-Mail bekam ich am 31. Juli. Genauer als „Hüt isch nid Morn, aber Morn isch Hüt de scho Geschter“, vom Matte Housi.

Glockengeläute – Was verlautet es?

Das Geläut der Kirchtürme behauptete bis zur französischen Revolution die Lufthoheit, Hoheit in dem Sinne, dass, wer über die Glocken gebot, souverän war. Er läutete zu Bette, weckte am Morgen zur Arbeit, und zum Frühgottesdienste. Er bot die Truppen mit der Alarme-Glocke auf (alarme, a l’arma, zur Waffe). .Die Revolution verfügte nichtsdestotrotz das Abhängen der Geläute. 100’000 Glocken ab 60’000 Kirchtürmen wurden zu Kanonen eingegossen.

Was fehlte damit: Die Glocken tauchen in der Literatur als Warnerinnen vor. In Hoffmannsthal „Jedermann“ monieren sie „Jedermann“, sich zu mässigen, diesfalls erfolglos. Die Glocken werden übertönt. The show must go on. Albert Schweitzer ist mit einem Jugendfreunde auf Vogeljagd. Spannt den Bogen: Da ertönt ein nahes Geläut. Er hält inne., wird nachdenklich, entspannt den Bogen, rettet das Tier: Den Glocken sei Dank! Gottfried Keller ist als „Grüner Heinrich“ unterwegs nach München, wo er Kunstmaler werden will.

Er rechnet gedanklich mit der Vergangenheit ab, auch mit der Kirche als solcher, bis ein Geläute zu läuten beginnt. Er beginnt sich zu fragen, was dann wäre, wenn die Kirchtürme einmal geschleift würden, wie dem durch die Französische Revolution so war. Welche Botschaft würde dann ausbleiben. Schweitzer, Keller und „Jedermann“ wurden durch die Geläute davon zu tun abgehalten, was sie gerade relativ bedenkenlos tun wollten. Die Glocken stehn sehr persönlich für ein Gewisssen, jede Glocke ist einzigartig in ihrem Guss, wie die Person. Als Gewissen mahnt sie bzw. es, das Geläut in seiner Vielstimmigkeit bestenfalls, kommandiert nicht. Die Glocken schwingen in sich. Alle Glocken sind in der jeweils andern – negativ – vorhanden zu denken. Das Geläute ist die Summe seiner Interpretation, deren Geschichte nie fertig ist. – Die Glocken sind eine Metapher für das, was freies Christentum heisst.

Von jcc – Jean-Claude Cantieni

Da müsste man doch noch etwas mehr über Glocken berichten. Herrlichem Klang steht oben! Das muss nicht immer sein. Da kommt mir Meckermann in den Sinn, der über Kuhglocken und Kirchenglocken lästerte. Wo? Im Nachbardorf vom „Dorf, das sich Stadt nennt“ wie es Peter, der Meckerer nannte, wo Simon Kuert aus dem Beitrag vom 30. lebt und noch einen Tag länger arbeitete. Also in Aarwangen würde ich Doe, so sein Kürzel, wieder mal gerne treffen. Wir sind ja alle älter und allenfalls vernünftiger geworden. Und da steht auch einiges über die Kirche Aarwangen zu lesen. Wer hat’s geschrieben? Simon Kuert, Langenthal, natürlich.

Und tönten die Glocken in Langenthal immer gut? Nein. Zu meiner Zeit als Ratspräsident mussten wir die reparieren lassen. Die hei gschärbelet. Den meisten ist es nicht kalt den Rücken runtergelaufen. Mir schon, als ich am 31. das E-Mail von Simon las:

Lieber Stephan
heute beendige ich meine Tätigkeit in der Kirchgemeinde. Ich möchte Dir und allen von Herzen danken, dass mein Abschied genau so erfolgt ist wie ich es mir vorstellte: Mit der Veranstaltung vom 5. Juli „Volksmusik und Volkspoesie“, der letzten wunderbaren Hochwachtpredigt (vgl. Bild in der Beilage) und schliesslich dem gestrigen Abend den ich sehr genossen habe. Ich danke allen für die lieben Worte und sinnvollen Geschenke. Als ich heute den Schlüssel zur Langenthaler Kirche, in der ich getauft und konfirmiert wurde, in der ich Abschied nahm von meinem Vater, der genau vor 50 Jahren mit 40 Jahren durch einen Unglücksfall ums Leben kam( ein Ereignis, welches mein künftiges Leben bestimmen sollte)- beim elfi Glüt in einen Umschlag einpackte und Urs abgab,hatte ich Tränen in den Augen. Ich liess sie fliessen.
Das zeigt: Auch wenn die letzten 10 Jahre in der Kirchgemeinde Langenthal für mich und meine Familie nicht immer einfach waren, darf ich am Schluss mit Käsers Gedicht Vertrauen doch sagen: „S’wär lätz wenns angers wär“.
Ich möchte euch dieses schlichte Gedicht widmen:

„Vertroue

Flieht ou di Zyt grad wie ne Schwick

Es git gäng öppe, wem e will

Zum Nochedänke, ärnscht und still

E liebe, schöne Ougeblick.

De chunnt ein mängs, wo ein het düecht

es sig vergässe, wieder ds Sinn.

Es rüehrt si töif im Härze inn,

u üsi Ouge wärde füecht.

Doch luegt mes gwöhnli angers a

We de ne gwüssni Zyt vorby,

Wenn ou nid alls het chönne sy

Wie mir hei gmeint und ghoffet gha.

Mi briegget mängisch halbi Nächt,

statt dass me eim ds Vertroue schänkt,

bi allem still, bescheide, dänkt:

„Wies üse Herrgott macht, isch s rächt“.

Wie mängisch muess me nochethär

We ds Läbe eim ä Wunsch verseit,

ou wenn me schwär het dranne treit

zuegä: s wär lätz, wes angers wär.“

Ich wünsche Dir immer alles Gute.
Herzlich
Simon

Ja, vermutlich kommt ihnen beim „Bim bam, bim bam“ eher eine Träne, als heute beim „Bum bum bum“ der Raketen und der Landeshymne, obschon sie „… Fährst im wilden Sturm daher, Bist du selbst uns Hort und Wehr …“ was Besinnliches an sich haben würde. Glocken hallen aber länger nach … und es gibt keine Zufälle.

Kirchenglocken Langenthal
… Liebe ist das Band der Vollkommenheit Gal 3,13 …

Steuerung Uhr und Glocken
… ohne diese Steuerung ertönt weder Glocke noch läuft die Uhr am Turm …

Glockenguss Rüetschi
… Rüetschi hat auch die Glocken von Langenthal gegossen und ausgebessert …

geschmolzene Glocke 1
,,, geschmolzene Glocke – Stadtkirche Muri AG

waren das mal Glocken
… waren das mal Glocken?

Da gäbe es noch viel über Glocken zu erzählen. Zum Beispiel aus dem Nachbardorf, wo die Glocken zu laut sind. Dort wurden sie geklaut und …

Kirche Wynau und Lotus
… abtransportiert, aber sicher nicht mit dem Lotus Elise, denn aus „gut unterrichteter Quelle“ weiss ich, dass der Beifahrersitz belegt war … die beiden Glocken sind unter dem Kirchenfenster rechts knapp zu sehen … oder in wieder in Wynau

Vor einem Jahr:
Der letzte Flug

Vor 2 Jahren erschienen:
Das legislative Heilmittel gegen den Terrorismus gibt es nicht

Vor 3 Jahren erschienen:
Rappaz, der „kleine“ Mahatma Gandhi?

Vor 4 Jahren erschienen:
Portrait des Vereins freier Protestanten CH

Vor 5 erschienen:
Jalsa Salana der Ahmadiyya Bewegung in Frauenfeld

Vor 6 Jahren erschienen:
Le Temple

Vor 7 erschienen:
Sommer: Sakrileg – The Da Vinci Code – 1. Teil

Vor 8 Jahren erschienen:
Kongress der IARF in Siebenbürgen – CV von „jcc“

© libref – Zusammenstellung und Foto: Stephan MartiFinanzblog