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EFK-Bericht und Anhang – hier sind sie

Der EFK-Bericht, der drei Tage vor der USR III Abstimmung vorgestellt wurde, zeigt einige Probleme auf.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf dem Finanzblog veröffentlicht.

„4.2.5 Ergebnisse nach Auswirkungsart
Eine detaillierte Betrachtung nach Auswirkungsart zeigt, dass die Ämter bei den Auswirkungen auf den Bund in 80 % der Fälle die Mindestpunktzahl erreicht haben. Von den sieben Botschaften, die den Test nicht bestanden haben, waren eine für den Bund von hoher, vier von mittlerer und zwei von geringer Relevanz“
Zitiert wird Seite 50 … da ist ganz Schönes zu finden. Und wer meinen Sarkasmus nicht bemerken sollte, da folgen Aufstellungen, die mir die letzten Haare aufstellen. All die, die noch viele Haare haben, könnten sich diese ausreissen.
Was da veröffentlich wird, zeigt ein absolut trauriges Bild für die Schweizer Demokratie. Nicht für alle, denn es gibt einige, die sich dagegen stellen. Aber im Durchschnitt ergibt dieser Bericht ein ganz schlechtes Zeugnis für:
– den Bundesrat
– die Politiker und Lobbyisten der vereinigten Bundesversammlung
– etliche Chefbeamte, auch wenn die schon lange keine Beamte mehr sind aber sich wie Könige aufführen
Und der annex, herzlicher Dank, dass der nicht in Räthoromanisch abgefasst wurde … ich habe den französischen Anhang nur durchgestöbert, lesen wäre mir zu mühsam. Anderen dürfte das leichter oder auch mühsamer gehen. Übrigens, bis Seite 50 ist er schon auf deutsch übersetzt. Die Sprache ist leichter verständlich, als wenn sie französische Regionalzeitungen lesen, die meistens von Dorflehreren fast in Prosa verfasst wurden.
Die Unternehmenssteuerreform III habe ich sowohl im Bericht wie im Anhang nirgends erwähnt gefunden. Mit einer extrem hohen statistischen Wahrscheinlichkeit kann aber gesagt werden, dass hier ein tiefes Punktresultat erreicht worden ist. Das heisst, wichtige Informationen wurden dem Stimmvolk mit Sicherheit vorenthalten.
Es ist aber ein Armutszeugnis, dass den Medien vorgeworfen wird, dass sie diesen Bericht nicht interpretieren können. Total 215 Seiten und für Deutschweizer in verschiedenen Sprachen. Na ja, irgendwo steht, dass der Vorwerfende für einfache Fragen zwei Monate brauchte und für komplexere auch zwei Jahre, bis eine Antwort eintraf. Unsere Medien und die Blogger berichten etwas schneller und sorry, wenn sich mal einer leicht irrt, weil er etwas Verstecktes nicht gelesen hat.
Die Zusammenfassung ist auf rund zwei Seiten zu haben. Eines ist aber toll in der Schweiz, dass wir die Berichte öffentlich einsehen können. Wir? Die ganze Welt darf mitlesen und in einigen Ländern würde nach deren Recht jetzt Köpfe rollen. Aber die richtigen, nicht derjenige, der die schreibende Zunft total tollpatschig kritisiert, denn eigentlich hat er ja ein Superwerk vorgelegt.

Bundesrat Brändli …

… viel zu schreiben über das eindeutige NEIN zur Unternehmenssteuerreform III gibt es nicht.

40,9% JA zu 59,1% NEIN – das sind 44,5% mehr NEIN- als JA-Sager. Ich mag mich nicht besinnen, wann die letzt Abstimmung zu Ungunsten des Vorschlags des Bundesrates abgelehnt wurde – und nach so eindeutig. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Herr BR Brändli hat absolut Recht. In zwei Jahren sollte eine ausgereifte Unternehmungssteuerrevision IV kommen. Ich freue mich, dass jetzt sogar BR Brändli begriffen hat, um was es hier geht.

Und noch eins, es soll ja niemand mehr sagen, dass die Linken das USR III abgelehnt haben. So viele Linke gibt es in der Schweiz gar nicht. Es ist nicht BR Brändli, der jetzt jammert, dass die Frist gar  nicht eingehalten werden kann. Es ist derjenige, der am Anfang am lautesten geschrien hat und dem Volk gedroht hat. Dieser Schuss ging nach hinten los und es wäre vielleicht angebrachter gewesen, dass man sich schon früher Gedanken darüber gemacht hätte, was unternommen werden muss, wenn einmal die JA-Sager verlieren.

Nebst Wahlen gibt auch das Skifahren an der WM Anlass zur Freude: Gold für  Beat Feuz und Wendy Holdener und Silber für Michelle Gisin.

Im Ausland gibt es noch nicht viele Berichte über dieses Thema – die leichtere Einbürgerung ist das grössere Thema (60,4% JA). Und im grossen Kanton wurde Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt. Seinen Vorgänger Joachim Gauck habe ich nur einmal erwähnt. Wie bei USR III ist es für Politiker manchmal nicht leicht, hinter die Kulissen zu sehen.

Nebst Gewinnern gibt es auch die andere Seite. Mein Namensvetter Kurt Marti hat einmal gesagt: „Es gibt kein ewiges Leben.“ Es hat sich bei ihm bestätigt.

Fukushima strahlt – we kill the world

Verrückt, was mit USR III am Wochende herauskommt ist fast nebensächlich …

… und sollten sie es nicht wissen, NEIN und sonst sind sie nicht dabei. Wer in Panik kommt, kann mal diesen Artikel lesen, bevor es zu spät ist. Aber bedenken sie, einer kauft und einer verkauft … oder anderes gesagt: einer hat Geld und der andere braucht oder will es. Ob es auf Deutsch einfacher ist, soll jeder für sich entscheiden.

Kein strahlendes Thema: We kill the world – mehr im Finanzblog – aber hört ganz besonders auf die Kinder. Fukushima gegoogelt und es werden booking.com und tripadvisor.de – sensationell günsig, grossartig – vorgeschlagen. Fehlt nur noch dass sie strahlende Ferien werben. Und Kernenergie.de, die auch Werbung betreibt, ist doch schon bis März 2015 vorgestossen. God bless you.

USR-III-Befürworter geben 19 Mal mehr aus

„Der Wahlkampf zur Unternehmenssteuerreform III spitzt sich zu. Derweil wird bekannt: Finanziell wird mit ungleich langen Spiessen gefochten.

Der Text ist nicht von einem von libref. Punkt. Der ist aus der Berner Zeitung und beachtet doch die Kommentare. Wunderbar. Falls sie sich nicht von den Bernern beeinflussen lassen wollen, dann eben nicht. Dann lest doch den Tages Anzeiger – genau gleich.

Was haben wir ausgegeben. Genau Null Franken. Und es wird auch keine Spesenrechnung kommen – ich verbuche diese nämlich. Gut, ich kenne einige Tricks, wie man verbuchen könnte. Aber das ist bei unserem Vereinsvermögen im unteren 5-stelligen Bereich nicht nötig. Trotzdem sind wir so was wie eine Statusgesellschaft – aber nicht im juristischen Sinn.

Unser Signet oben, das ich gleich mit einem „NEIN“ versehen habe, hat uns aber etwas gekostet. Freiwillig. Der Zeichner konnte durch meine Erfahrung im Umstellen des Blogs profitieren und dann hat er bei einem Mittagessen noch Res Peter kennen gelernt. Das ist mit Geld fast nicht aufwiegbar.  „Mit klarer Sicht“ – dein Mittagessen damals in der Kanti des Gymers wurde bezahlt und muss auch nicht als Einkommen versteuert werden.

Gestern habe ich noch eine wunderschöne Bemerkung beim liberalen Pilgern anbringen dürfen, müssen. Mit dem Stichwort „Neuhaus“ suchen – oder noch besser, den Artikel lesen und mitmachen. Dort ist noch ein viel schönerer Film verlinkt. Zwei Berner sprechen über das doch recht heikle Thema.

 

Statusgesellschaften – ein Wort, das fast keiner kennt

„Privilegierte Statusgesellschaften, die derart minimale Steuern bezahlten, seien einfach nicht fair – auch nicht gegenüber der Bevölkerung, betont Fetz.“

Die Arena – der Ort wo die Gladiatorenkämpfe stattfinden – stattfanden: „Gladiatoren (aus lateinisch gladiator, zu gladius für „[Kurz-]Schwert“)[1] waren im antiken Rom Berufskämpfer, die in öffentlichen Schaustellungen gegeneinander kämpften. Der Kampf der Gladiatoren gegeneinander wird als Gladiatur bezeichnet. Gladiatorenkämpfe waren Bestandteil des römischen Lebens von 264 v. Chr. bis Anfang des 5. Jahrhunderts nach Chr.“ Viel hat sich in den vergangenen 1500 Jahren nicht geänndert. Übrigens, Arena ist ein Schwimmhilfsartikel Hersteller aus diesem „abgesoffenen“ Reich.

Maurer stehen da vor einem unvollendeten Werk. Hier sind die Fetz-en so richtig geflogen, nicht lammartig eher lampartig, weil Dachdecker sind gefragt sind und vor allem Glaser, die vor rauhem Wetter schützen und Durchsichtigkeit hinein bringen. Noch fehlt es an überzeugender Grössi. Anspielungen auf allenfalls noch lebende Gladiatoren wären rein zufällig.

Einige Stimmen:

Der in der Mitte ist nicht Hermann Hess von der FDP, sondern Erich Hess SVP. Und so wie ich es beurteilen kann, ist Erich eher am andern Ende anzusiedeln, aber bei einem Geburtstagsessen spricht mann eigentlich weniger über Steuerangelegenheiten. Zumindest ist in Michaels Online-Seite das Bild nicht zu finden, aber in meinem Büchergestell.

Ach ja, was ich noch sagen sollte. Wenn so einige Paradebeispiele bekannt wären, wer so alles hinter Statusgesellschaften steckt, dann würde dies garantiert Wirklichkeit …

  • Watson – stimmen sie am Schluss ab – Resultat wäre herrlich, aber in der Realität etwas übertrieben

Wir haben die Nase voll … und derjenige, der mir die „Schnuderlümpe“ – diesen Ausdruck männiglich für Andersgläubige einzusetzen überlassen wir anderen – überreicht hat, meint, sie hätten schon was Neues auf Lager. Da muss ich nur auf den Stockzähnen schmunzeln … darüber habe ich schon lange geschrieben.

Und mal kurz in der Kiste gewühlt, kommt mir Contrabzock 72 in den Sinn … made in Basel ? Verstehen sie nur Zahnpasta? 18 ml gabs gestern nach der Sitzung im HB ZH – max white, whiter teeth in 5 days. Ob man damit auch Westen bürsten kann? So knappe 2 Prozent des Textes ist auf Deutsch – das Ausland befielt, sind wir wirklich im falschen Film?

Film? Das ist Realität und wie bringt man diese Viecher wieder in den Käfig?

Echt tolles Ding, Werbung, die wirklich mal Spass macht. Der Magic Mirror von RockarRockme. Und wer setzt sich seit jeher mit moderner Technik auseinander – die Kirche. Johannes Gutenberg’s  Hauptwerk – die Bibel. Hier wäre er aber zerfleischt worden, hiess er doch Gensfleisch. Übrigens, der Chef des Zauberspiegels war persönlich aus London anwesend. Unterhaltung auch in Englisch. Der hat garantiert noch keine Statusgesellschaft – aber ein Statussymbol von einer modernen Litfasssäule.

Nachtrag: Ein Leserbrief  „Nein zu einer einseitigen Notlösung – BaZ Forum“ von unserem Mitglied, der heute bei der BaZ eingereicht wurde – bei bazonline.ch finde ich den Artikel und den Leserbrief (noch) nicht.

 

Die NEIN-Anhängerschaft steigt dauernd

Nicht nur „die Linke jubelt“ – die NZZ sieht schon eine Möglichkeit, wenn das NEIN kommt. Das deute ich so, dass die „Alte Dame“ von USR III alles andere als überzeugt ist.

Lesen sie den letzten Abschnitt im verlinkten Beitrag – der ist noch fast sensationeller, als dass  Frau alt Bundesrätin Widmer Schlumpf gegen die Vorlage ist, denn diese ist nicht mehr so, wie sie von ihr ausgearbeitet wurde. Dieser Abschnitt bedeutet doch nichts anderes, als dass sie sich eingestehen, dass die bürgerliche Seite mit grosser Wahrscheinlichkeit verlieren wird. Übrigens, sollten sie es noch nicht gelesen haben, diese doch bei einigen Konservativen noch beliebte Zeitung hat Mühe mit der Ortung von politischen Positionen: „Wir denken nicht rechts oder links, sondern liberal„. Falls der Erfinder dieses Spruchs noch bei der NZZ in finanzieller Abhängigkeit steht, wäre eine Denkpause oder Umstellung ganz gut angezeigt. Hiermit schlage ich dieses Plakat offiziell für unseren Komicwettbewerb vor.

Frau Widmer Schlumpf hat Mut. Bravo, dass sie bei ihrer Meinung bleiben. Die NEIN-Anhängerschaft steigt dauernd. Und ich staune immer mehr, wer sich als Ja-Anhänger mit nichtssagenden Phrasen zu Wort meldet … zum Teil bekannte Personen, denen man heute nicht mehr alles glaubt. Und mit dem Glauben haben wir nicht unbedingt einen schlechten Riecher.

Guets Mörgeli, aber schon bald haben wir fünf vor Zwölf – übernächstes Wochenende ist AB-Stimmung – Stimmung, geht hin und schreibt NEIN!

Jesus spricht …

… die „Unternehmenssteuerreform fördert Abhängigkeiten zutage

Ich höre sie schon, einige Konservative die sich liberal nennen: „Was soll diese Überschrift?“ Sie kennen Jesus.ch nicht. Eigentlich ein Fehler, denn jeder sollte immer etwas über den Gartenhag schauen. Die Freikirchen sind nicht unsere Feinde, es sind auch Christen, meistens reformierte – wie wir. Nur glauben sie nicht genau das gleiche, dafür meist etwas intensiver. Und an der Swisseglise vor zehn Jahren, habe ich festgestellt, dass der Werbechef ein Kollege meines Kollegen ist. Heute brauchen einige dazu das Facebook, wobei meist lange nicht alle wirklich guten Freunde und Freundinnen verlinkt sind. Einige wollen eben Abhängigkeiten verhindern.

Lesen sie den Artikel über USR III – er ist sehr neutral geschrieben und das zu sagen und zu verlinken haben wir Liberalen eben den Mut. Wir haben fundierte Argumente zu unserer Meinung zum „NEIN“, was man von BR Ueli Maurer nicht behaupten kann. Seine Meinung wird von Jesus auch beurteilt … ver … wäre das richtige Wort – sie sagen „Drohkulisse“. Über seine Meinung habe ich in einem Kommentar schon berichtet. Siehe unten. Es gab eine bitterböse Reaktion: „das ist reine Erpressung“.

http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/maurer-gleist-bei-nein-zur-steuerreform-ein-milliarden-sparprogramm-auf-130852280

Na ja, der liebe BR Maurer könnte ja weiterhin an den Investitionen für den persönlichen Schutz der Soldaten in Friedenszeiten sparen. Zwei haben ihm von der Einnahmeseite erzählt und er schreibt gleich in die Zeitung. Einer hat ihm mindestens dreimal etwas zum Lesen und Reagieren zukommen lassen. Ausgabenseite – da reagiert er nicht. Was er erzählt scheint nicht sehr fundiert und schon gar nicht sauber dokumentiert zu sein. Aber sich auf diese Art als Bundesrat in den kurz bevorstehenden Abstimmungskampf einzuschalten, ist doch „eher ungewöhnlich“.

Steuerkunde für Stimmbürger“ schreibt die NZZ. Liebe NZZ, um eine Steuerkunde zu vermiteln, braucht es exakte Angaben und genau die bekommen wir von der Ja-Sager nicht … könnte, , wäre, möglich, einige Kantone würden … die würden nicht nur, die werden ohne Würden werden. Und es sind Ja-Sager-Kreise, die Dividendenzahlen veröffentlicht haben. Und für Stimmbürger biete ich auch Steuerkunde an. 211 000 000 000 Franken gehen heute ins Ausland, ohne je voll besteuert worden zu sein – mehr als 2000 Franken pro Monat und Einwohner. Ein Betrag in der Höhe des Grundeinkommens.

Und trotzdem, lieber Jesus. Einige Abhängigkeiten müssen sein, aber eher auf geistiger, denn auf finanzieller Basis. Und wegen den finanziellen Abhängigkeit der Grossen, sind die Kirchen gegenüber den ganz Kleinen, die Grossen und die Kleinen sind froh, wenn sie bei der Kirche oder Freikirche Unterstützung bekommen.

Also eindeutig am 12. Februar: NEIN

Mich nähme wunder, wer hinter den Statusgesellschaften in Basel-Stadt steckt. Vermutungen bringen nichts. Eine kenne ich und deshalb ist der BAK-Bericht auf Seite 16 interessant. Die in der Genferseeregion kennen wir zum Teil, da hat die Economiesuisse etwas veröffentlicht.

Käse, Schokolade, Uhren und Waffen – Schande über die Schweiz

„Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel“

Und dies nicht nur pro Kopf der Bevölkerung an Entwicklungsländer, wie in mehreren Zeitungen heute zu lesen ist – Freitag, der 13. als Erinnerung. Sondern auch bei der gesamten Waffenausfuhr. Aus obigen erwähnten 700 Mio USD werden dann halt mal 800 Mio USD. Nur 1/8 ging an Nichtentwicklungsländer.

Zahlen sind ja bekanntlich geduldig, aber auch Definitionen. Was ist ein Entwicklungsland? China, Indien, Brasilien? Gehören die dazu? Nach heutiger UN-Definition, die selbst nicht mehr von allen UN-Organisationen angewendet wird, gehören diese Länder nicht dazu, weil sie über 75 Mio. Einwohner haben. Die Weltbank zählt sie zu den LIC – low income countries.

Oder anders gesagt, die Kommastellen können hier total vernachlässigt werden. Das Prinzip bleibt sich gleich, die Schweiz ist wieder einmal „Spitze“. Pflüge statt Kanonen, galt allenfalls, bevor Luther die 95 Thesen anschlug.

Ich bin garantiert nicht der einzige Schweizer, der auf diese Zahlen und Spitzenränge nicht stolz ist … gelinde ausgedrückt.

Die ersten Zahlen sah ich nicht am Freitag, den 13. – sondern bei Infosperber. Ich habe mit den zugänglichen Daten eigene Berechnungen erstellt. Ungefähr richtig ist richtiger, als genau falsch.

Arms Transfers and Deliveries

Je nach Berichtsperiode und nach Lieferungen oder Vertragsabschlüssen ergeben sich andere „Ranglisten“. Bei den Gesamt-Zahlen ist die Reihenfolge immer die gleiche:

  1. USA
  2. Russland
  3. Frankreich
  4. China

Pro Kopf der Bevölkerung musste ich eine Bewertung vornehmen:

  1. Frankreich
  2. Schweiz
  3. Russland und Schweden

Schweden habe ich nicht speziell nachgeschaut, aber der Spitzenplatz bei den abgeschlossenen Verträgen hängt vermutlich mit den zurzeit heftigen Grippen-Wellen zusammen. Kommentare zu den Schweizer Waffenlieferungen sind hier zu finden:

Und wer es noch lieber präziser hat, was in der Welt abläuft, der schaut mal was ich über den Schwarzen Donnerstag vor dreieinhalb Jahren schrieb – das Resultat kennen wir. Und wir wissen auch, wer Handgranaten produzierte, die zuvor im Bürgerkrieg eingesetzt wurden. Ja, aus gut unterrichteter Quelle weiss ich auch, dass meine Blogbeiträge resp. Mails mehrmals auf dem Pult des Militärvorstehers gelandet sind – Antwort kam nie eine und der Pfeifenblaser erwähnte auch nicht, was und ob darüber gesprochen oder gedacht wurde. Letzteres vermutlich schon, aber das ist nicht jedermans Berufsaufgabe.

„Heute ist erst der 12. und Donnerstag“ – ja, wenn die Welt immer so einfach wäre wie im ehrlichen Mey.

„links oder rechts?“ – BGE zum dritten und …

… zum letzten mal habe ich die rechte Limmatseite zur Sprache  kommen lassen und nun ist die linke Seite dran. Und das eher Philosophische über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) steht im ersten Beitrag – liberal in der Mitte.

Links und rechts ist hier örtlich gemeint – immer in Flussrichtung betrachtet. Ganz schön im fluss ist Das Magazin zu diesem Thema. Ab der aktuellen Ausgabe auch als e-Paper erhältlich.

Das letzte mal kam auch Zwingli zu Wort und am Magazin ist auf der gleichen Seite zu lesen:

Zukunftsdialog

Eine öffentliche Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) im Chor des Grossmünster. Einige Aussagen, einige Textbruchstücke.

Zum BGE und zum Programm verweisen wir auf den letzten Beitrag.

Sigrist und Peter

Die Moderatoren, die Pfarrer Christoph Sigrist (Grossmünster) und Res Peter (Neumünster) konnten etwas über 100 Personen begrüssen. Rund ein Dutzend war als „unter 50-jährig“ zu taxieren, diejenigen, die sich vermutlich einmal mit den Auswirkungen des BGE befassen müssen oder dürfen.

Muschg

Atsuko Muschg zusammen mit ihrem Ehemann Adolf Muschg, der sich sichtlich freut, im Grossmünster eine Reformation auszurufen, mit dem Rücken zur Kanzel, wie er betont. „Seine Tochter, Mutter eines Kleinkindes werde für ihre Leistung, die sie erbringt, nicht bezahlt. Millisekunden, das ist der heutige Arbeitstakt des Geldes, im Gewinntrieb gibt es keine Grenzen.“

Bete und arbeite, sagte schon Zwingli und kurz zuvor erzählt mir jemand, dass etliche Mitarbeiter bei einer Grossbank wegrationalisiert werden. Neu wird in Polen gearbeitet. Vermutlich wie Viseca, die fast drei Wochen braucht, um sich bei mir zu melden, nachdem ich mitgeteilt habe, dass ich für eine Übernachtung zweimal belastet wurde. Fehler gibt es überall, aber wenn wir in der Schweiz alles auslagern, dann braucht die Fehlerbehandlung extrem viel länger. Sie wird zwar billiger, meist schlechter, aber 80 Angestellte in Bundesbetrieben verdienen ja dann noch mehr, als BundesrätInnen. Vielleicht verdienen ja sogar von diesen 7 einige zu viel. Par merlin, durch eine  Spaltaxt, müsste allenfalls mal Remedur geschafft werden. Sorry wegen meiner bösen Worte, aber was ich in Zürich höre und nur stichwortartig festhalte, bestätigt, dass einige Menschen in Zukunft in der Schweiz unweigerlich Probleme kriegen – wenn sie die nicht schon haben. Schön für alle die, die eine Pension bekommen. Zumindest hier war die Grossbank generös und hat 2/3 übernommen.

Muschg muss weiter nach Solothurn, an die Literaturtage. Sein Weg führt über Olten und er wird Peter Bichsel wieder sprechen. Ich höre beide philosophieren. Peter, du bist genau 10 Monate, 10 Tage, 10 Stunden und 10 Minuten jünger. Und mein Vater ist 8 Jahre und einen Tag älter und wie hoch ist der Wellengang, den Leute auslösen, die vermutlich mit der AHV und der Pensionskasse mehr als 2500 pro Monat zur Verfügung haben? Total spannend, was hier alles erzählt wird. Sorry, aber ich finde keinen einzigen Beitrag, der über diesen Anlass berichtet und ich erhalte nicht einmal ein BEG, damit ich mich mit diesen Zeilen finanzieren kann. Aber Spass macht der Anlass und er regt an.

Nach 50 Jahren, wo ich mich mit Politik „rumgeschlagen“ habe, wäre es vielleicht wieder mal an der Zeit – in dieser grosskapitalistischen Zeit – über den Marxismus nach zu denken. Leute, quere werden überleben aber viele andere, denen es heute zu gut geht, werden untergehen.

Teilnehmer

Jacquelin Padran, „garantiert unbestechlich und ohne Tatoo“ und die Gespräche nach der Veranstaltung „mit den Rednern“, wie sie im Flyer erwähnt sind. Frank Mathwig, einer unter ihnen, erinnert sich … viel Text, wichtig sind Randbedingungen. Thomas Wipf fragte ich, wieso er nicht die 2-3% der Extremisten links und rechts der friedlichen „Masse“ nicht mehr beachtet und als SKE Präsident, sich mit den mindestens 95% vernünftigen aller Religionen beschäftigt. Sorry, die Nebenbemerkung, aber hier geht es ja ums Geld, ums bedienungslose resp. bedingungslose Geld.

Dann spricht Klaus Heer. Sein letztes Buch „Was ist guter Sex?“ Schnipp. In Deutschland einen Drittel billiger. Sicher nicht schlechter. 10 Thesen, nicht 95 wie vor 500 Jahren bei Luther. „Die neue Freiheit ist viel anspruchsvoller, als die alten Sachzwänge.“ Diesen Punkt, sieben, den müssen sie sich merken.

Mann diskutiert über 4,8 Mia – Milliarden – Einkommen, die ein Fondsmanager in einem Jahr verdient hat – oder waren es 14 Milliarden, wie sich die Vortragenden wiedersprechen. Diejenigen, die ich angefragt habe, wissen es auch nicht. Egal, 4 800 000 000 USD oder CHF verdient anscheinend einer jährlich. Die Währung ist total nebensächlich – 1 USD gleich 1 CHF oder ein Euro. Die Differenzen sind viel zu marginal um hier zu diskutieren. Wenn ich einigermassen korrekt gerechnet habe, ergibt das 40 000 Einheiten pro Minute!!!!!!Und wir diskutieren hier über 30 000 pro Jahr!!!!! Vielleicht kommt er auf etwas mehr produktive Arbeitsstunden pro Jahr, als wir armen Kirchenmäuse, die wir hier im Chor zuhören.

Noch so einige Highlights: „Arbeitsmarkt ist eines der zynischsten Wörter, die es gibt!* „Wir gehen an den Bürkiplatz, zum weiteren Diskutieren.“ Das ist einen Einschub wert, was ich hier, zwei Stunden später erlebe. Superschnäppchen, sucht die in dieser Finanzmetropole wo viele das Gefühlt haben, sie gehören irgendwie zum Geldadel. Grosse, sehr gut erhaltene rund 150-jährige Biedermeier Meerschaumpfeife (Mundstück fehlt), für zwanzig Franken, die Asche ist noch drin. Sowas gibt es nur in Zürich. Dazu gratis eine Bruyère, die wie ein Baumstrunk geschnitzt ist und ein langes Holzmundstück aufweist. Zwei wunderschöne Sammlerstücke. Als Dreingabe noch eine Holländische handgefertigte extralange Tonpfeife, die regulär gekauft schon teurer ist, nie geraucht wurde, aber schon (oder eher noch) mit Tabak gefüllt ist. Dafür viel Plunder, der meist überteuert ist. Schickimicki sagen die einen, Zürcher lieben das Fremdwort Sciccheria. Zwei drei Bereiche dazu sind super und relativ günstig. Aber wie beim Finanzblog, es gibt nur versteckte Tipps. Und beim Abfall Kissen, Computerspiele … ein Mostkrug aus Steinzeug. Wer bezeichnete das Ding immer als Bembel. Heinz Schenk vom Blauen Bock.

Und geschenkt wird beim BGE nichts, daher noch mal Praxis und Theorie. Ein Pfarrer verdiene heute 8000 CHF, dann erhalte er in Zukunft 2500 BGE und 5500 Pfarrlohn. „Wir müssen den Siegeszug des Kapitalismus bremsen!“

Tu um Gottes Willen etwas tapferes!

Das hatte Zwingli und heute Adolf Muschg gesagt.

Und ich warte immer noch auf das Bild mit dem Originalspruch. In Zürich habe ich es schon in riesengrosse Goldlager geschafft, aber im Grossmünster in die Sakristei, der Arbeitsraum der Pfarrer, vorzudringen da braucht es weiss Gott gegen oben bessere Beziehungen. Es ist wie mit dem BGE. Der Wille und die Notwendigkeit wären da, aber das Denken wird noch zwanzig Jahre hintendrein hinken. Zusammenfassend wurde gesagt oder kann geschrieben werden: „Das BGE wird kommen, aber noch nicht in diesem Jahr. Die AHV und das Frauenstimmrecht – heute nicht mehr wegzudenken – brauchten auch mehrere Anläufe.“