2 Absagebriefe – Kappel liegt richtig


Frau Bundesrätin Micheline Calmy-Ray und Thomas Wipf, Präsident des Rates des SEK wünschen ein gutes Gelingen der zweiten Kappeler Milchsuppe.

morgen Samstag findet die 2. Kappeler Milchsuppe statt

Es ist eigentlich erstaunlich, dass sogar Absagen für den Besuch der 2. Kappeler Milchsuppe aufstellen können. Beide, Frau Bündesrätin Micheline Calmy-Rey vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten und Pfarrer Thomas Wipf, Präsident des Rates des «Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund» sind verhindert. Und beide wünschen uns gutes Gelingen und möchten «in Kontakt bleiben». Besten Dank, das machen wir gerne.

Was unsere Aussenministerin geschrieben hat, erfahren sie morgen direkt in Kappel am Albis (siehe untenstehenden Blogbeitrag). Aber das Telefonat zwischen Pfarrer Wipf und unserem Präsidenten Jean Claude Cantieni möchte ich nicht vorenthalten:

Sehr geschätztes Kollegium,

Herr Pfarrer Thomas Wick, der Präsident des Evangelischen Kirchenbundes, hat heute angerufen, um Erfolg für Kappel II zu wünschen, hinter dessen Intentionen er sich stelle. Auch er hält dafür, dass unser Weg, liberaltheologische Kreise zusammen zu führen, dazu dient, dass diese sich in diesem Kontext gestärkt fühlen, um Fundamentalisten in ihren eignen Reihen, welche den religiösen Frieden strapazieren, so energisch zu opponieren.

An der Teilnahme in Kappel sei er wegen einer Jubiläumsfeier ‚100 Jahre reformierte Vereinigung in Paris’, verhindert.

Er geht davon aus, dass der Rat der Religionen, wie er ihn anlässlich der Tagung mit Bundesrat Couchepin dieses Frühsommer vorstellte, noch dieses Jahr gegründet werde, und er beobachtet auch, dass sich zwischenreligiöse Kontakte, bspw. zwischen Juden und Muslimen, darob herauskristallisieren. Er wird uns zu den Vorarbeiten einer Expertengruppe zu einem Verfassungsartikel, welcher die religiöse Toleranz in den Verfassungsrang heben will, informieren. Wir verblieben so, dass unsere nachbarlichen Anstrengungen dem Religionsfrieden als Menschenrecht vorrangig gelten, doch offeriert der SEK einen Besuch an einer Vorstandssitzung, um die beidseitigen Initiativen einander anzuverwandeln.

Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Mit gutem Gruss,

Jean-Claude A. Cantieni

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

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