Menschenpflichten: wieso schweigt der SEK?


«Die Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten ist eine Initiative des InterAction Council, die als Gegengewicht und Ergänzung zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1997 den „Vereinten Nationen und der Weltöffentlichkeit zur Diskussion vorge­legt“ wurde. Angelehnt an den Text der Menschenrechtserklärung, beschreibt sie statt Rechten eine Reihe von Pflichten, die allen Menschen auferlegt sind, allen voran, andere Menschen menschlich zu behandeln.

Inhalt

In mehreren Artikeln wird menschenfreundliches Handeln genauer behandelt. So gehört es zu den grundlegenden Richtlinien, sich friedlich zu verhalten, andere Menschen freundlich und verständnisvoll zu behandeln und hilfsbereit zu sein (siehe auch die Goldene Regel). Kein Mensch, kein Staat, keine Organisation, keine soziale Gruppe und kein staatlicher Apparat steht über den Dingen oder jenseits von Gut und Böse. Jeder Einzelne ist seinem Gewissen unterworfen, trägt die Folgen seines Handelns und soll sich im Geist der Brüderlichkeit verhalten. Dies verbietet das Kriegführen, die Gewalt und den Terrorismus, schließt allerdings die Selbstverteidigung im Falle eines Angriffs nicht aus.

In einem anderen Artikel wird ein Leben in Wahrhaftigkeit und Toleranz gefordert. Dies bedeutet zum Beispiel, dass niemand (auch kein Politiker, Reporter oder Wissenschaftler) seinen Mitmenschen belügen, betrügen oder manipulieren soll. Hass, Gewalt und Krieg im Namen einer Religion, einer Weltanschauung oder einer politischen Meinung widersprechen dieser Erklärung. Religionsgemeinschaften und Autoritäten, die Feindschaft, Gewalt, Intoleranz oder gar Krieg predigen, verdienen den Verlust ihrer Gefolgschaft und ihres Ansehens.

Einen hohen Stellenwert hat die Gleichwertigkeit von Mann und Frau und die Partnerschaftlichkeit in der Ehe. Das Zusammenleben von Mann und Frau soll von Liebe, Treue, Dauerhaftigkeit und Respekt geprägt sein. Die Ehe soll den Ehepartnern und den Kindern Geborgenheit und Schutz geben. Es darf niemand gegen seinen Willen gezwungen werden, jemanden zu heiraten. Sexuelle Ausbeutung und Gewalt werden als verwerflich abgelehnt.

Ein weiterer Artikel fordert ein gerechtes und faires Verhalten und einen angemessenen Umgang mit Eigentum. Jede Form des Diebstahls, der Ausbeutung, des Betrugs, der Übervorteilung sowie eine ungerechte Wirtschaftsordnung werden als ungerecht und unmenschlich betrachtet. Jeder Mensch soll sein Eigentum so gebrauchen, dass es zugleich der Allgemeinheit dient, Luxus und Protzen werden abgelehnt.

Die Ehrfurcht vor dem Leben beschränkt sich in dieser Erklärung nicht auf das menschliche Leben, sondern schließt Tiere, Pflanzen, den Erdboden, das Wasser und die Luft mit ein. Die Menschen sollen Sorge dafür tragen, dass die Natur und die Mitgeschöpfe geschützt und erhalten werden.

Der letzte Artikel legt fest, dass keine Bestimmung dieser Erklärung so ausgelegt werden darf, dass ein Staat, eine Organisation, ein Staatsapparat, eine Religionsgemeinschaft, eine soziale Gruppe oder ein einzelner Mensch die Menschenrechte von 1948 verletzt.

Unterzeichner
Die Erstunterzeichner der Erklärung waren: Helmut Schmidt, Malcolm Fraser, Andries A.M van Agt, Anand Panyarachun, Oscar Arias Sanchez, Lord Callaghan of Cardiff, Jimmy Carter, Miguel de la Madrid Hurtado, Kurt Furgler, Valéry Giscard d’Estaing, Felipe González, Salim al-Hoss, Kenneth Kaunda, Lee Kuan Yew, Kiichi Miyazawa, Misael Pastrana Borrero, Schimon Peres, Maria de Lourdes Pintassilgo, José Sarney, Shin Hyon Hwak, Kalevi Sorsa, Pierre Elliott Trudeau, Ola Ullsten, Georgios Vassiliou und Franz Vranitzky.

Weblinks

* InterAction Council: Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten (Vorschlag vom 1. September 1997)»

Obiger Text ist aus Wikipedia kopiert: Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten (hier mit unterlegten Links).

Warum zuerst Menschenpflichten? Hier steckt Brisanz dahinter. Die Menschenpflichten wurden erst 1997 unterzeichnet, von hochrangigen Experten vorbereitet und befürwortet. Aber nicht von allen. Einer, nennen wir den mal Balts, wollte über das «wieso nicht» mehr wissen und hat vor Monaten ganz offiziell den SEK um Stellungnahme gebeten. Und wie aus Weinfelden geschrieben, der Zufall wollte es, dass Thomas und Andreas sich per «Du» kennen und ich so ein ganz klein wenig die Hintergründe um Pflichten und eben Rechte. Das ergab dann die interessante Diskussion. Der Balts hat aber kürzlich noch einmal an den SEK geschrieben, weil er noch keine Antwort bekam. Wäre doch toll, wenn die Antwort von Thomas Wipf hier als Kommentar erfasst würde. Falls er den Briefwechsel nicht hat, etwas könnte ich liefern – es müsste halt gescannt werden. Oder gesandt, die Adresse habe ich auch auf der Visitenkarte.

So, nun muss ich langsam Schluss machen, ich will noch Richtung Chrämerhuus. Vielleicht treffe ich einen von «Die Aschenbrüder» und/oder «Die Totengräber», denn schliesslich haben wir mit diesen Filmen in Bivio was vor. So hat man halt so seine Pflichten und nicht nur Rechte. Auf dem Wuhrplatz hat auch schon ein anderer Balts gespielt. Ja man kennt sich in Musik, Film und Kirche und manchmal auch echt kreuzweise.

Und manchmal lernt man sich auch als Quartierbewohner kennen und diskutiert. Im Februar 1985, bei Kälte und Sturm mit schreiender Tochter, «Gang doch e chli der Aare naa, Dere schöne, schöne, schöne grüene Aare naa, Dere Aare naa», genau der Aare entlang hat mir einer der an der gleichen Strasse wohnte, gesagt: «Toll wie sie mit ihrem Bobbie (St. Galler mögen mir allfällige Schreibfehler verzeihen) spazieren gehen. Das ist nicht nur ihre Pflicht, geniessen sie dieses Recht.» Die eine ist mittlerweilen etwas grösser, denn damals mit vierzehn Tagen, studiert demnächst in Madrid weiter «International Relation» und der andere hat die Menschenpflichten unterschrieben – Bundesrat Dr. Kurt Furgler.

Ich nehme an, dass der SEK nicht stiller bleibt, kein Has ist und auf «Balts» (nicht der Ueli) Brief antwortet. Als Pseudonym hab ich eben Balts gewählt, weil dies schöner ist, als MBM. Und der bekannte Balts hat vor Jahren glaub ich sogar am Wuhrplatzfest mit dem Stillen Has das folgende Lied musikalisch begleitet. Und wieso das Stück Tequila halleluja? Weil ich heute schon einmal zufälligerweise über Tequila geschrieben habe …

Tequila halleluja

CD „Chole“, 1998, (Soundservice 70398-2)
Text: Endo Anaconda, Musik: Frank Gerber

Ha tröimt i heig der Jesus troffe ire miese Bar
Wie ne Abwart i de Trope mit syne länge Haar
Mir hei zäme zwöi Herrgöttli gnoh u die halbi Stadt yglade
E Vollruusch mit däm heilige Maa cha myner Seel nid schade

U d Lüt hei afa bätte u gränne wäg de Chole
Der Jesus het kes Bargäld gha, nume ds Hemmli u d Sandale
Wo drum sy Père, der Liebgott, de Mönsche d Chole heig verteilt
heig är us Wasser Wy gmacht, het är üs verzellt

Är het über alles wölle rede am Grund vomene Glas
Är het üs üsi Sünde glost u groukt mys letschte Gras
Tequila halleluja, der Himmel het Kredit
u niemer hätt sech dänkt, dass es e falsche Jesus syg

Hei Chrigu, bring Four Roses, aber bitte schryb se aa
Zahle muess der Moses, i bi morn scho nümme da
Der Moses chunnt cho zahle, hei Chrigu, tue nid doof
süsch chasch zu mir cho reklamiere, i bi vom Chef der Goof

Wär hütt nid chotzt dä isch ke Guete u d Lüt hei gsoffe wie ne Chue
Chrigu, heschs notiert, der Jesus isch drum zue
Wo d Party isch am schönschte gsy ke Spur vom liebe Gott
u i ha nes brochnigs Nasebei und Lokalverbot

Dä het über alles wölle rede am Grund vomene Glas
Är het üs üsi Sünde glost u groukt mys letschte Gras
Tequila halleluja, der Himmel het Kredit
u niemer hätt sech dänkt, dass es e falsche Jesus syg

Gefunden bei stiller has

… und weil der Text eigentlich passt …

Tequila - Agave

… und ich einige Pflanzen zum zubereiten von Tequila besitze. Aber hoffentlich dient diese riesige Agave in den nächsten Jahren nur zur Augenweide – es gibt auch vereinzelte in Frankreich.

Hier noch die «Allgemeine Erklärung zu den Menschenrechten» – die Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948.

Foto und Text: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

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