Chancengleichheit?

Begabung und Intelligenz aus der Sicht der kognitiven Neuropsychologie und der Genetik

Vortrag von Prof. Dr. Willi Stadelmann, Môtier

Dienstag, 5. November 2019, 19.00 Uhr im Kirchgemeindehaus  Petrus, Brunnadernstrasse 40, Bern

Lernen ist ein individueller, hochkomplexer, lebenslanger Prozess, der nur unter Einbezug verschiedener Wissenschaften (Pädagogik, Psychologie, kognitive Neuropsychologie, Genetik …) einigermassen verstanden werden kann. Lernen ist stark vom lernenden Individuum und seiner Umgebung abhängig, was das allgemeine Verständnis von Lernprozessen noch zusätzlich erschwert. Lebenslanges Lernen geht einher mit lebenslangen individuellen physischen Veränderungen im Gehirn. Man spricht von der Plastizität des Gehirns.

Die kognitive Neuropsychologie allein vermag Lernen und Denken nicht umfassend zu beschreiben und zu begründen. Lern-, Begabungs- und Intelligenzforschung müssen möglichst viele Facetten des Menschen einbeziehen. Darum wird im Vortrag versucht, Lernen (und darauf abgestützt) Begabung und Intelligenz aus Sicht von verschiedenen Wissenschaften zu umschreiben und zu verstehen. Sind Begabung und Intelligenz vererbt? Auf der Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse kann dann die Frage nach der Chancengleichheit bzw. der Chancengerechtigkeit diskutiert werden.

Prof. Dr. Willi Stadelmann hat Chemie, Biochemie, Physik, sowie Entwicklungs- und pädagogische Psychologie und Pädagogik studiert. Er war als Gymnasiallehrer, Gymnasialrektor und später als Amtsvorsteher in der Erziehungsdirektion des Kt. Bern tätig, war Direktor der Päd. Hochschule Zentralschweiz und Präsident der Konferenz der Rektorinnen und Rektoren der Pädagogischen Hochschulen. Heute ist er noch Mitglied des International Panel of Experts of Gifted Education iPEGE, Salzburg und Mitglied mehrerer Wissenschaftlicher Beiräte von PHs in Österreich und im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung BMBWF in Wien.

Veranstalter: Forum Kirche und Gesellschaft, Bern

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