Vortrag von Dr. Hanspeter Jecker, Muttenz
Dienstag, 1. Oktober 2019, 19.00 Uhr Kirchgemeindehaus Petrus, Brunnadernstrasse 40, Bern
Für die offizielle Kirche waren sie gefährliche Ketzer, für die Obrigkeit aufrührerische Rebellen: Jahrhundertelang wurden die Täufer europaweit diskriminiert und verfolgt, inhaftiert und gefoltert, enterbt und enteignet, ausgeschafft und hingerichtet. Nicht zuletzt im Bernbiet. Eine Minderheit jedoch bewunderte sie als Menschen, die mit Ernst Christen sein wollten, und schätzte sie als Nachbarinnen und Nachbarn, auf die man sich verlassen konnte, weil sie das zu leben versuchten, was sie glaubten.
Wer waren diese „Wiedertäufer“, die sich weigerten, den offiziellen Gottesdienst zu besuchen, Eide zu schwören und Kriegsdienst zu leisten? Waren das noch „christliche Werte“, die sie vertraten – oder weltfremde Utopien? Und welche Bedeutung haben diese Werte allenfalls noch heute?
Der Vortrag gibt einen Überblick zur Geschichte des Täufertums in Bern bis hin zu den «Schritten der Versöhnung» zwischen täuferisch-mennonitischen Kirchen und einer breiteren Öffentlichkeit in der jüngsten Gegenwart.
Hanspeter Jecker leitet die Fachstelle für Theologie und Geschichte des Täufertums am Bildungszentrum Bienenberg bei Liestal. Er ist zudem Präsident des Schweizerischen Vereins für Täufergeschichte.
Organisiert von «Forum Kirche und Gesellschaft»