Kontakte knöpfen via Blog libref.


Vor allem Theologen können dank unseres Blogs interessante Kontakte knüpfen.


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Im unserem Beitrag über Taizé wurde ein Kommentar eingegeben, der lesenswert ist. Es wird darin auf das Requiem von Taizé verwiesen.

Und dies nehme ich zum Anlass, den Onkel und die Tante meiner Frau zur Kapeller Milchsuppe einzuladen. Und vermute, dass sich Heinz Holliger und Ursula Holliger freuen werden – auch über den Link zu Albert Schweitzer, dem wohl bekanntesten liberalen Theologen.

Vor allem Theologen und Pfarrleute dürfen, ja sollen Blogs nützen, um Verbindungen zu knüpfen. Zu diesem Zweck dienen die E-Mail-Adressen, die man aber sicherheitshalber mit xxx at yyy.zz angibt und nicht xxx@yyy.zz, damit Suchmaschinen nicht unnötigen Spam zusenden.

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblogmarti at martischweiz dot ch (dort ist die E-Mail-Adresse sicherheitshalber zusätzlich in ein JPG-File eingebunden, das praktisch nicht «maschinenlesbar» dargestellt wird (die Adresse muss abgetippt werden)

Die geistigen Energien des Glaubens


Die letzte Wochenend-Ausgabe der NZZ bringt auf Seite 66 einen Artikel zum Kontext von liberaler Demokratie und liberaler Religiosität, welcher an die frühesten Diskussionen untern den Reformatoren erinnert: Bibel als heilige Schrift und (obketivierter) Geist. Komplementarität?


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Die Obliegenheit, die Bibel als Ganzes zusammenzunehmen, verleihet dieser einen Gesetzescharakter, führt in die Ideologiefalle, in welche Religion immer wieder entweder aus einem Art Machtinstinkt oder weil sie ein Zusammengehn von Frömmigkeit und bürgerlicher Rechtschaffenheit voraussetzt und folglich unter fundamentalistischen Vorzeichnen, da beides auseinander strebt, keine andere Antwort als eine ideologische weiss, gefallen ist.

Energien des Glaubens von Mark Lilla

Mitgeteilt von Jean-Claude Cantieni

Zweite Kappeler Milchsuppe – 22. Oktober 2005


Konferenz von Konfessionen und Religionen der Schweiz

Die von den verfeindeten Katholiken und Protestanten 1529 gemeinsam eingenommene Kappeler Milchsuppe war ein erstes Gleichnis religiöser Toleranz als Alternative zum Krieg. Darum lädt der Schweizerische Verein für freies Christentum der reformierten Landeskirche der Schweiz (gegründet 1871 auf Grund einer Idee von 1869) auf den 22. Oktober 2005 nach Kappel ein. Ihre Liberalität versteht sie als Vermittlerin zwischen den Religionen und nicht als Partei. Die Referenten, Vertreter verschiedener Konfessionen und religiöser Organisationen tragen Wünsche zur Toleranzbereitschaft an die religiösen Partner vor und äussern sich zu ihrer Haltung zum Menschenrecht auf religiösen Frieden.

Alle sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung Teilzunehmen.

ganze Broschüre (pdf) – zum Ausdrucken

Anmeldung (pdf) – handschriftliche Eingabe (zum Einsenden)

Anmeldung (Word) – ausfüllen mit PC ==> Datei ==> senden als Mail an: jccantieni (at) bluewin.ch

Programm (pdf) – zum Ausdrucken – siehe auch weiter unten

Plakt oder Flyer (pdf) – zum Ausdrucken und Aufhängen

Fahrplan (pdf) – wichtige Verbindungen zum Ausdrucken

übrige Verbindungen nach «Kappel am Albis»: via SBB-Fahrplan – (Abfahrtsort ändern)

Mitgliederversammlung – zum Ausdrucken

Programm

Beginn 13.30 Uhr

Jean-Claude A. Cantieni, Zentralpräsident, Chur
Einleitung

Stephan Marti-Landolt, Langenthal
Religionslandschaft Schweiz – Volkszählung 1970 – 2000

Dr. Erwin Koller, Herbert Haag-Stiftung, Uster
Katholische Kirche und Freiheit

Dr. Oskar Flück, Christkatholisch, Basel
Sri Lanka

Pfr. Alexandru Nan, rumänisch Orthodox, Chur

Frau Saida Keller-Messahli, Zürich, Präsidentin FFI (Forum für einen fortschrittlichen Islam), Zürich

Karan Singh, Gurudwara Sahib Switzerland (toter Link) Gurdwarasahib (englisch), Vertreter der Sikhs-Religionen der Schweiz, Schlieren

Dr. John Taylor, Genf, UNO-Vertreter der IARF (International Association for
Religious Freedom
), Genève

Mehmet Turan, Grossrat, Vertreter von Aleviten, Basel (Links ergänzt März 07)

Duo Geistlich:
Pater Maurus Burkard, Alphorn, OSB Ordo Sancti Benedicti – BenediktinerordenKloster Einsiedeln
und
Pfr. Dr. Hans Ulrich Jäger-Werth, Alphorn, reformierte Kirche, Einsiedeln

15.00 Uhr

Diskussion geleitet von Prof. Dr. Werner Gallusser, Basel
Religiöser Frieden – ein welthöchstes Gut

15.30 Uhr

Kappeler Milchsuppe

Die Veranstaltung ist öffentlich – Eintritt frei – Kollekte

Übernachtungsmöglichkeiten im Kloster Kappel – 01 764 88 10 – Anfahrtswegl

Zusammenstellung, Links und Fotos: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

Kirche und Werbung


Darf die Kirche werben? Soll sie gleich werben wie ein Unternehmen?

Nicht vorenthalten möchte ich ihnen den Vortrag von Bischof Dr. Martin Hein aus Anlass der Verleihung des Medienpreises des Evangelischen Presseverbandes Kurhessen-Waldeck (von unten her suchen – Kirche und Werbung ist etwa der 14. letzte Beitrag).

Werbung kann auch unter caritativen Gesichtspunkten erfolgen. Lesen sie, wie dies zum Beispiel Philips und Caritas zusammen machen.

Und gleich noch Werbung in eigener Sache: Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder bei der landeskirchlichen Vereinigung für Freies Christentum kostet pro Jahr CHF 10.–. Günstig, ohne Zweifel und erst noch für eine Gute Sache. Unser Verein wurde übrigens 1867 gegründet und wird voraussichtlich im 2006 den Namen ändern und wieder einmal der Zeit anpassen.

Interessiert? Ein E-Mail an unseren Präsidenten genügt:« jccantiene at bluewin.ch»

Text: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

Die Machtfrage


Pfarrer unter Druck – Kirchgemeindepräsidenten fordern privatwirtschaftliche Anstellungsverhältnisse und mehr Zusammenarbeit.

Gestern fand «Die Machtfrage», das Podium der reformierten Presse statt. Gestern bei uns Ratssitzung – also kann der Mensch nicht überall dabei sein. Und was vielerorts der Kirchgemeindepräsident ist, nennen wir bei uns in der Exekutive den KirchgemeindeRATSpräsidenten, der CEO sozusagen – nur damit keine Verwechslungen entstehen. Der Kirchgemeindepräsident ist dementsprechend der «Volksvertreter», die Legislative. Und heute, wenn so die ersten Artikel im Netz erscheinen könnten, haben wir Vorstandssitzung von «libref». Deshalb einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das vermutlich interessante Podium.

Text: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

Moments with God – USA Today


Das Amerika von Heute hat zwei unterschiedliche Gesichter. Es ist kein Land der Kompromisse, sondern der zwei Seiten.

Rund 500 000 Besucher pro Monat hat Moments with God. Vier bevorzugte Ansichten stehen zur Verfügung – alle mit Bergen! So ist Amerika – die Einen sind begeistert, die Andern finden es schrecklich. Ein Liberaler hierzulande wird die Show sicher nicht vom Sockel werfen, aber er akzeptiert, dass es Leute gibt, die auf diese Weise den Weg zu Gott finden.

Die andere Seite der USA: Hier wünschen sich einige nicht Berge, nur einige Meter – nicht unter dem Meeresspiegel zu liegen. Entweder fühlen sie sich von Gott ganz verlassen oder dann klammern sie sich an ihn und suchen Schutz und Trost, da Personen, die sie am liebsten vom Sockel stürzen würden nur bescheidene Hilfe bieten.

Die Frage ist, wie viele, die Hilfe nötig hätten, haben in New Orleans oder andern Orten einen Internetanschluss? Das ist Amerika: Hightech oder nahezu Steinzeit. Im Grunde genommen sehr bedenklich.

Text: Stephan Marti-Landolt – auf dem Finanzblog finden sie heute noch einige ergänzende Informationen über USA-Today.

Der schleichende Fundamentalismus in den Schweizer Landeskirchen


Liberale Theologie: Als frei von religiöser Rechthaberei, wie er sie auch in der Landeskirche zwischen Hochschule und Kircheninstitutionen am Wachsen sieht bzw. frei für ein ‚check and balance’ im Umgange mit Freiheit der Bibel zwischen Rechthaberei (Fundamentalismus) und Nonchalance (Pfarrer als ‚Obergrüezicheib’).

Ein Plädoyer für liberale Theologie von Prof. Walter J. Hollenweger, in der NZZtg. am Sonntag (28.8.05, S. 27).

Theologische Liberalität bedeutet für den Verfasser: Jesus ist unterschiedlich, und doch keineswegs beliebig zu interpretieren, was ihm Ergebnis von wissenschaftlicher Theologie ist. – Zur Rechthaberei nach dem Lesen des Artikels (nach-)gedacht (Über Nonchalance ist nicht weiters nachzudenken): Rechthaberei ist von Larmoyanz motiviert, die in Wehklagen zu münden hat, und doch: Wer wirklich leidet, klagt nicht. Die Holocaust-Opfer haben geschwiegen, anders denn Institutionen und deren Anwälte, wiewohl sie keine eigentlichen Zeugen sind. Ein solcher kann einzig derjenige sein, welcher ein Ereignis überlebt hat (lateinisch Zeuge: Super-stes, Über-Stehnder, Darüber-Stehender, auch über dem Gehalte juristischer (Rechts-) Wahrheit Stehender. Vielleicht wollte diesem Sachverhalte mit dem Begriffe vom ‚Menschenrecht’ etwa auf religiösen Frieden Ausdruck durch Präsident Roosevelt damals gegeben werden.

Der Text scheint mir wie ein Prolog an die Adresse unserer eignen Kirche für Kappel II ‚als Schule des Dialogs bzw. einer Dialogskultur als eines eignen Stils zu sein.

Text: Jean-Claude Cantieni, Chur

Kirche und bundesgerichtliche Rechtssprechung


Manchmal sind Kommentare so interessant, dass man diese am besten als Blog-Beitrag hineinstellt.

Das Bundesgericht in Lausanne ist die höchste Gerichtsbarkeit in der Schweiz. Wer mit einem Urteil aus einem Gerichtsverfahren des Bundesgerichts nicht einverstanden ist, hat die Möglichkeit, sich aufgrund der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten dank der Europäischen Menschenrechtskonvention, an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EuGMR) in Strassbourg zu wenden.

Hier der Beitrag von Jean-Claude Cantieni:

Lieber Stephan,

las Dich zum Tode von Frère Roger in Taizé. Dazu gedacht: Welch Merk-Würdigkeit: Das griechische Wort Märtyrer assoziiert Erinnern, das doch ‚schönt’. Einmal wird jedes Zeitalter zum ‚goldnen’. Der Herbst vergoldet, er braucht nicht nochmals geschönt zu werden. Erinnern versöhnt, vergibt, Paul Ricoeur, der reformierte französische Philosoph, der kürzlich starb, hat der Komplementarität von Geschichte/Gedächtnis/Vergebung ein Kapitel in ‚Gedächtnis, Geschichte, Vergessen, gewidmet. Wenn wir von Aktualisierbarkeit der 1. Kappeler Milchsuppe sprechen, hat das vielleicht damit zu tun, dass wir dafür halten, dass Erinnern als historische Gebärde eine Gabe ist, die Vergebung, Versöhnung enthält (don, par-don)?

Und: Aus aktuellem Anlasse angesichts der Überschwemmungen gedacht: Wie nahe stehn sich Macht und Ohnmacht: In Taizé & ( im Reusstale bzw. dem übrigen Lande, wenn ein halbes Land nach drei Regentagen fast in den Zustand der ersten Schöpfungstage zurückversetzt wird, als (bis zum dritten Tage) Land und Wasser noch nicht geschieden waren.

Ob Du eine Übersicht zur bundsgerichtlichen Rechtssprechung à but religieux in den Blog stellen magst?

Mit gutem Gruss,

Jean-Claude

Nachtrag von Stephan Marti-LandoltFinanzblog. In der Bundesgerichtssprechung wurden auch Glocken erwähnt – mehr dazu vom Kritiker aus dem Dorf, wo die Brücke sicherheitshalber gesperrt werden musste, weil die andere vom Unwetter weggerissen wurde.