Glaubenssache


Jeder soll oder besser gesagt darf seinen eigenen Glauben haben. Deshalb ist vielleicht auch die Ausstellung in Lenzburg für die verschiedensten Personen einen Besuch wert.

Dieser Beitrag unter der Kategorie «Wer ist libref.» verwirrt sie vermutlich. Sie dürfen trotzdem weiter lesen, denn hier stellen wir einige Links in das Blog, damit unsere Vorstandsmitglieder die Ausstellung Glaubenssache des Stapferhaus in Lenzburg einfacher finden. Die Ausstellung findet im Zeughaus Lenzburg statt, nicht im oder besser auf dem Schloss Lenzburg.

So als Berner hat man mit Lenzburg seine eigene «Glaubenssache». Das Bild des Schlosses im Internet ist zwar schön, aber in Natura denke ich, dass da immer noch was gross angebracht ist – das Berner Wappen. Ans die Gegebenheiten vom 15. bis 18. Jahrhundert mag ich mich nicht mehr besinnen.

Spass beiseite, an Lenzburg habe ich nur gute Erinnerungen, zum Beispiel an mein erstes Fahrzeug. Es wurde in Lenzburg gebaut – ein Wisa-Gloria GT. Und in Lenzburg ist die erste «Schattenrechnung» für die zweite Säule in der Schweiz installiert worden – nach meinen Ideen. Und zuvor hat mein Kollege dort herausgefunden, dass die IBM weltweit zwei verschiedene Betriebssysteme hatte. Der grosse Riese wusste es damals noch nicht. Beide waren identisch – am Bildschirm, bei den Ausdrucken, nur intern wurde einmal das Apostroph und bei der andern Version das Anführungszeichen verwendet. Eine etwas verrückte Welt. Mein Kollege der einmal vor den Russen geflohen ist, bringt als Angestellter einer Bernerfirma den Amerikanern etwas bei. Da war ein ganz gutes Nachtessen in der der Krone mehr als nur Recht gewesen. Die Kantine der Hero hatte um diese Zeit schon geschlossen und da hatten wir normalerweise auch immer herrlich getafelt.

Ich glaube, dass ich mich auf Lenzburg, auf die Kaserne freuen kann, auch wenn ich die militärischen Einrichtungen im Nachbardorf wesentlich besser kenne. Aber hier sind wir schon bei einer anderen Glaubensfrage …

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog (schon fast IBM-Geschichte)

2 Gedanken zu „Glaubenssache“

  1. … Link via E-Mail zugespielt. Anscheind darf nicht jeder Laie das erzählen, was er glaut. Der Papst ist mit dem von Martin Luther propagierten Volkslaientum nicht einverstanden …

  2. Der Papst reklamiert das spirituelle Geschehn eines Gottesdienstes für die Kirche. Hat nicht Leonardo da Vinci die Einheit von Spiritualität und Natürlichkeit (wieder) entdeckt, als er seine Heiligen, etwa die Madonne vor der Felsengrotte, ins natürliche Umfeld setzte, eine Chance einer ’natürlichen Theologie‘ damit gab? – Vielleicht, weil die Natur, ein Beweis Gottes aus der Natur, wenn ein Beweis denn geboten ist, nie irrt, doch ein Amt, auch ein kirchliches, Fehler begeht?
    Daniel Frey portraitier in der November-Nummer des ‚Protestant‘ – des Monatsblattes der Genfer Sektion theologisch-liberaler Protestanten – ein ‚Retour de la théologie naturelle‘ – ou rationelle anhand kürzlicher Konferenzergebnisse aus Strassburg.Die ‚Théologie naturelle trachtet, den Zirkelschluss auszuräumen, dass mana gehalten ist zu glauben, weil die durch die Kirche kanonisierten heiligen Schriften das verlangen und man zugleich zu glauben gehalten ist, an diese Schriften zu glauben, weil sie von Gott stammen. Die Skepsis, einer ’natürlichenTheologie‘ gewinnt heut, da buchstabengetreues Handeln anch Heiligen Schriften‘ zumal im Islam zur Gewalt an sich selbst und an Dritten führt,einen neuen Inhalt. Steckt nicht schon im Buchstaben der Stab, welcher über dem Delinquenten gebrochen wird?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.