„Friede herrscht – proref pilgern“ – restliche Tage (in Bearbeitung)

Die restlichen Tage des Pilgern werden laufend aufgeteilt.

Hier geht es zur allgemeinen Einführung über „Friede herrscht – proref pilgern“ und zum Verzeichnis der einzelnen Pilgertage.

 

Ferien, Sport, Beruf, vieles führt uns ins Ausland, nur eines ganz ganz selten: Flucht. In den beiden Nachbarhäusern wird oft über Flüchtlinge und arme Menschen gesprochen. Das SEM – Saatssekretariat für Migration und das Logistikzentrum des Roten Kreuzes mit „2 x Weihnachten„.

Das SEM, Nachbar der Swisstopo, liegt sinnigerweise an der Endhaltestelle. Hoffen und gedanklich über die drei Brücken gehen, die im Haus mit Frieden, Peace etc. angeschrieben sind. Von innen darf ich nicht fotografieren. „Da braucht es eine Bewilligung.“ Auf den Brücken steht auch „Krieg“.

Und hinter dem Haus ist das „Schweizerisches Rotes Kreuz“ zu finden.

Wenn es klappt, beenden wir bei einem dieser drei Institutionen den Tag und fangen bei einem andern die nächste Wanderung an. Wo es dann zur Kirche geht, scheint klar zu sein.

Dritter Tag – Übersinnliches und Geist  – geplant im Frühling/Sommer 2018

erste Teilstrecke der Route des dritten Tages

41. Die reformierte Kirche Wabern sollte man vermutlich einmal bei einem Konzert mit den beiden Orgeln erleben. Zu finden ist sie eigentlich einfach, verwirren kann man sich allenfalls im Labyrinth im Pfarrhausgarten. Warum gibt es eigentlich Kirchen, die nach dem Ort benannt sind und andere tragen zum Beispiel Namen von Aposteln? Dass diese Namen schon vergeben waren, ist garantiert kein Grund. Kennen sie eine Bartholomäuskirche in der Schweiz? In Bern am Bach gibt es eine – genau genommen in Bernbach, das in Hessen, in der Nähe von Mainhatten, wo sich die Reformation nicht durchsetzen konnte.

Sogar die Kirchentüre wird mir geöffnet. Nicht, weil diese ziemlich Kraft braucht, sondern weil jemand fragt, ob ich auch zur Gesellschaft gehöre, die einen Apéro in der Kirche nimmt. Abendmahl ja, aber ein Apéro, das gibt es noch nicht in allen Kirchen. Modern. Gefällt mir. Und ich darf sogar schnell einige Fotos schiessen. Danke. Modern ist auch die neue Orgel. Eine echte Kirchenbankorgel – ein Thema, das mich fasziniert – 13-jährig …

… wow. Ich besitze mehr Vinyl mit Orgelklängen, als Luther Thesen verfasst hat, aber die hier fehlt. Schallplatten, das sammlen nicht mehr ganz alle. Heute wird eher nach mp4 gesucht. Da werde ich auch fündig – zumindest für Schall – aber nichts von dieser Orgel. Übrigens, dieses Youtube-Glockengeläute von Wabern dauert fast eine Viertelstunde. Morgen wird auf SRF1 über das Geläute diskutiert. Gegen das kirchliche werden wenig etwas dagegen haben, aber gegen den bürgerlichen Glockenschlag, das staatlich verordnete schon – jede Viertelstunde, maximal 12 Schläge, an vielen Orten auch Mitternachts.

Tönt garantiert kräftiger, aber auf alt gemacht – nur 69 Jahre alt. Vor lauter Orgeln vergisst man fast das 9×9 Meter grosse Wandbild.

42. Das Zieglerspital soll heute als Bundes-Asylzentrum für Flüchtlinge (Seite 4) für fünf bis acht Jahre dienen.Die meisten haben einen langen bescherlichen Weg hinter sich. Manche auch noch bevor. Eines der grössten Probleme, das die Kirche heute beschäftigt. Im Renferhaus werden vor allem Familien im Auftrage des Bundes von der wohl bekanntesten Freikirche betreut – der Heilsarmee, der sinnvollsten und am weitesten verbreitete Armee auf der ganzen Welt. Ein oft gesehener Pfarrer hier ist Andreas Nufer von der Offenen Heiliggeistkirche. Den Kollegen von unserem Andreas II haben wir einmal zusammen in einer Menschrechts-Diskussion in der UN Genf besucht. So viele Andreas – der Name steht für tapfer, tüchtig, männlich. Mit Andrea wird der Name dann doppeldeutig. 4/5 des Zürcher Vorstandes unserer Sektion prolibref. sind nicht weiblich und haben alle den gleichen Namensursprung. Die ersten drei sind auch im Schweizerischen Vorstand und dort haben wir noch André – insgesamt nur 50 Prozent. Bis ins 18. Jahrhundert war der Namenstag zu Ehren des Apostels Andreas ein Termin für die Entrichtung von Zinsen und Zehnten. Eigentlich könnten wir hier den „Privilegien Test“ absolvieren. Und André könnte beim Zieglerspital seinen Bekannten Jean Ziegler einladen.

Hier gibt es viele Brücken und einen schönen Park – einen ganz speziellen Waldhein, bei dem zur Zeit abgeklärt wird, ob er geschützt werden soll.

Bis vor kurzem hatte ich vom ehemaligen Zieglerspital kein besseres Bild, als das untensthende. Es soll sinnbildlich den weiten und geheimen Weg der Flüchtlinge zeigen – der Hochhauskomplex in der Bildmitte unterhalb des Gurten, oder Güsche, wie einige Berner noch sagen. Dieses Bild lässt sich stark vergrössern.

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43. Im Sulgenbach wüssten wir zwei Anlaufstellen. Der Bührenpark mit der Gesamtkirchgemeinde Bern und …

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… da ist noch einer, der hat mal Pilger-er oder Wander-er-Nahrung um die Ecke produziert. Angefangen hat er in einer Apotheke mit einem Malzprodukt. Innerhalb einer Stunde pilgern wir ins Hohheitsgebiet von Weltkonzernen, wo einmal Malz-Getränke produziert wurden – Carlsberg mit Gurtenbier – mein Spruch: „Die Kirche liegt mir AUF dem Magen. Gurten IM+UM.„, Zudem Coca Cola mit Valser und jetzt freut mich etwas ganz besonders. Wir sind auf unserer Seite nicht immer aktuell, nicht auf dem neuesten Stand, andere auch nicht. Das ist nicht Schadenfreude, sondern für ehrenamtlich arbeitende richtig beruhigend. Weniger bekannt dürfte ABF sein – Ovomaltine (Ovaltine) oder ein importiertes Tsingtao. Die Aufzählung erfolgt in Wanderrichtung (nicht alfabetisch) und ist absolut keine Schleichreklame – eher ein Aufruf, dass diese ein modernes Mittagsmahl anbieten, für ein Abendmahl wird es noch zu früh sein. Wer zu dieser kirchlichen Handlung einen Wein will, bitte sehr, die Hess Collection – nur, Steinhölzli-Bier, das dritte Malz-Produkt innerhalb der Gurtendominanz wird wohl nicht aufzutreiben sein.

Und dann diskutieren wir über die Neufassung von USR III – das Resultat ist noch nicht bekannt, NEIN, wir vermuten nur … inzwischen wissen wir es, einige Kantonalkirchen haben sich mit Erfolg gewehrt. Und ob die Grossunternehmungen jetzt abgezogen sind – vermutlich nicht. Es könnte ja sein, dass ich plötzlich beim Bührenpark einige dieser Leute kennen würde. Sie bleiben da – Wissen, Sicherheit, nur einiges, das den Standort Schweiz begehrensert macht. Wir möchten ja eine für die überwiegende Mehrheit aller Landesbewohner in zwei Jahren eine Vorlage, die uns gerecht wird und nicht nur einigen Wenigen. Unternehmungen brauchen wir, aber keine Briefkasten-Unterlassungen. Und da ist noch ein anderer um die andere Ecke, im Brückenkopf der Monbijoubrücke, der preislich Geschichte um die wichtigsten täglichen Produkte schrieb. Und „ALlDIe“ jetzt noch nicht mitkommen, kennen sicher den Unterschied zwischen USR III und einem Liedel nicht: Lidl lohnt sich …

… und vielleicht auch noch ein Blick unter der Monbijoubrücke. Bijou soll ja bekanntlich Schmuckstück heissen und da ist einiges schiefgelaufen. Hässlicher Klotz und viel zu gross dimensioniert, denn sie wurde ohne die Berücksichtigung der Autobahnen um Bern geplant.

Dafür hat man auf ihr eine wunderschöne Aussicht – nur, da sieht man selten Fussgänger. Man kennt den Blick aus einem anderen Winkel.

Brückenbautechnisch könnte die Brücke auf Interesse stossen. Als kleine Kinder waren wir einige Male an Brückentests in Bern. Die ersten Fahrzeuge, die offiziell darauf durften – immer Panzer – Begeisterung pur. Faszination Brückenbau und wer kombinieren kann, ist vorgespannt, ob gar zwei heute über Brücken sprechen und Worte über die Strasse von Messina verlieren.

44. Die zweite Anlaufstelle im Sulgenbach ist der SEK, der Schweizerische Evengelische Kirchenbund mit einem grossen Programm 500 Jahre Reformation. Gottfried Locher hat meinen roten Bürolocher ab-gesegnet – ich nenne ihn Bischof. Dieser Berner hat Wissen und Humor. Schön, wenn wir ihn wieder für eine Diskussion gewinnen können. Vor kurzem sagte er:

„Die Ideale der Reformation sind immer noch topaktuell. Wer heute etwas sagt, das nicht in den Mainstream passt, wird in den sozialen Medien fertiggemacht. Deshalb haben die Ideale der Reformation wie Meinungsfreiheit und der Mut, für eigene Überzeugung einzustehen, nichts an Bedeutung verloren.“

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45. Vorbei beim Radio- und Fernsehstudio Bern, das heute Studio Bern, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) heisst.  Eines ist an den meisten Orten geblieben – die Taste 1 beim TV. Und bei den meisten gibt es heute ein besseres Bild.

Es wäre schön, wenn wir auf unserem liberalen Pilgerweg die Jüdische Gemeinde Bern an der Kapellenstrasse mit der eindrücklichen Synagoge besuchen dürften. Farblich von aussen eines der schönsten Gebäude in Bern.

Von innen kenne ich diese Synagoge noch nicht. Bei einer wurde ich immer für Informationen angefragt, weil sie wissen wollten, wie sie sich zu verhalten hätten. Ganz normal. Bart, hatte ich eh schon lange, dunkler Hut und Mantel, war ja dem Wetter angepasst und ich sah nur aus wie ein Rabbiner oder ein Rabbi. Mein Buch wird mit dieser Geschichte anfangen. Über diese Beerdigung werden sie Tränen lachen. Wir alle bissen auf die Zähne, so wir noch welche hatten. „Anything that can go wrong will go wrong.“ Wie recht er hatte. Durch seinen Tod lernte ich auch einen der imposantesten Israelis kennenlernen. „I’m Teddy.“ Und damit die Bärenstadt weiss, was es mit seinem Wappentier auf sich hat noch gleich Teil 1 über den Teddybärenmarkt.

Vorne die Synagoge und hinter uns? Was wohl? Ich habe falsch getippt, das ist keine Bundesverwaltung, der Taubenschlag ist erst fast angrenzent. Ein Kollege, ein ehemals ganz hohes Tier, von dem ich in Uniform früher fast schon Respekt gehabt hätte, klärt auf. Die US-Botschaft. Sorry, ich hab euch bei der KA-WE-DE vermutet, dort holte ich auch mal mein Visum ab. Dafür wusste ich, wo das SEK beheimat ist. 1:1. Eigentlich wollte ich nicht soviel in diesem Punkt schreiben. Gestern war es kürzer und als ich beschrieb, was das für ein Hund auf dem Bild sei und dann sichern wollte, ging gar nichts mehr. Es musste noch einmal geschrieben werden. Gar nichts ist eigentlich übertrieben, die amerikanisch gesteuerten Server liefen noch reibungslos. Zufall? Gibt es angeblich nicht und an diesem Aarehang verschwand einmal meine Fiche. Leichen? Die gab es auch mal quer über die Strasse im Monbijoufriedhof. Die Floraanlage ist der übriggebliebene Rest.

Der Hund? Sprengstoffhund würde ich tippen. Sicherheitsmassnahmen für das Staatskarussel, das am nächsten Tag stattfand und dann einige Tage später noch grad einmal. Da gab es anscheinend auch Themen, über die wir diskutieren könnten. Ich mit Fotoapparat bewaffnet und Fotos schiessend, derweil die Staatskarossen ganze Spuren beparken konnten. Mich zu erkenen ist kein Problem. Steige ja in meinen Wagen ein und die Nummer hat ja eh schon Google mal publiziert. Mein Konterfei vermutlich nicht, denn damals in London war zuviel Verkehr, in Berns Innenstadt war es dagegen fast ausgestorben.

Die Innenstadt haben wir auf unserem ersten Rundgang nicht besucht und deshalb fehlen halt einige Fotos und ich brauche in der Regel nur eigene. Beim zweiten hatte man eh nirgends Zugang.

zweite Teilstrecke der Route des zweiten Tages

46. Die katholische Dreifaltigkeitskirche liegt um die Ecke, der Sulgenecke. Von aussen kennt sie vermutlich jeder Stadt Berner. Sie ist nicht zu übersehen. Aber von innen? Sie hat etwas Einmaliges. Schauen sie doch einmal den Vorbau an. Zumindest eine farbliche Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. War es der gleiche Architekt wie bei der Synagoge? Nein.

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Falls sie zufälligerweise mal mit dem Auto durchfahren und Richtung Westen wollen, dann links einspuren und ja nicht den falschen Vorwegweiser beachten. Die Trinität Vater, Sohn und Heiliger Geist muss ihnen beistehen um nicht einen unerlaubten Spurwechsel zu machen, denn der Umweg, dürfte etwa vier Kilometer betragen. Verkehrssignale zu stellen, scheint keine göttliche Begabung zu sein.

47. Zufälle gibt es nicht. Die Route wird um einen Häuserblock geändert. Vielleicht machen sie trotzdem den kleinen Abstecher durch die kleine Schanze, wo ein Verein ein eigenes Denkmal hat. Nicht libref., sondern der etwas jüngere Weltpostverein.

Keiner machte mich bisher aufmerksam, dass eine Kapelle vergessen ging. Einige, die alles schon durchgelesen haben, wussten garantiert, dass die Spitalkapelle des Burgerspitals existiert. Vermutlich waren mindestens zwei schon einmal darin, obschon der Burgerchrutze im Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern der Burgerbibliothek nicht als Sakralbau aufgeführt ist. Die Kapelle ist erst seit kurzem öffentlich zugänglich.

Wir werden sie anschauen, nicht freiwillig. Wir nehmen Abschied von Max Ulrich Balsiger-Nil. Letztes Jahr durfte ich ihm noch diesen Beitrag vorlesen. „150 Jahre in den Medien“ sind wir heuer. Max hatte einen grossen Anteil daran geleistet und hat im Jubiläumsjahr bis am 7.2. gelebt. Er wurde fast 93 Jahre alt.

Mein Sitznachbar, der Vereins-Nachfolger von Max, ist begeistert vom Altar. Die Pyramide,  die Freimaurer, das grosse Siegel der Vereinigten Staaten, die Rückseite der Dollar-Note. Das Auge fehlt. Doch kein Gottes Auge? Könnte der $ auch von dolere kommen? Schmerzen, trauern? Ja, Währungen sind nicht einfach zu verstehen. Geschweige denn undurchschaubare Verbünde.

Und so sieht die Kapelle von hinten aus und selten jemand nimmt sie wahr.

Der Burgerspittel am Bahnhof ist neben der Heiliggeistkirche, dazwischen der Baldachin (letzte Foto), den die meisten gar nicht mehr wahrnehmen.

48. Die Offene Heiliggeistkirche braucht wohl nicht vorgestellt zu werden. Hier beginnt Bern. Der bekanntere Loebegge ist so was von fast unscheinbar vis-à-vis. Wir sind hier 4 800 km vom Nordpol entfernt. Das bekannteste Warenhaus ist hier.

Es gibt Leute, die von weit her kommen, um in dieser Kirche zu singen. 1977 am Jazz Festival begeisterte Beryl Bryden – unvergesslich. Memphis Slim war, so meine ich, im Kursaal aufgetreten. Eine Kirche die prägt und die die wohl meistbesessenen Treppenstufen in Bern hat. Wenn sie das Bild anschauen, wissen sie, wieso wir den „Hausherrn“ schon beim Asylzentrum erwähnt haben. Und ein Vorgänger – Hans Zoss – wünscht sich, dass die Kirche einige vor den Kopf stösst.

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Im September 2001 hat in dieser Kirche die kleine Pilgerei der „Kirche wohin“ angefangen. Es sprach einer, der später wohl der berühmteste Blogger der Schweiz wurde. Am Nullpunkt der Schweiz stiegen dann rund 100 Friedenstauben in den Himmel und weiter ging es in eine Halle.

49. Nicht die Markthalle in der Umgebung der Holly Ghost Church, wie ich sie meist nenne. Beim Stichwort Migros, kommt mir ein Umweg zu einer der grösseren Hallen der Stadt Bern in den Sinn. Aber zuerst treffen wir auf die Reitschule, die das Ziel der kleinen Pilgerei war. Zu unserer Zeit nannten wir sie nicht Schule sondern Haue, schribe hüt aber Halle.

Konserven-Kirche aus der Blechdose? Hier treffen wir auf eines der grössten Probleme der heutigen Zeit. Die Erwähnung von Namen wie Reitschule oder Muslim lassen bei vielen Leuten den Blutdruck steigen. Total zu unrecht. 98% sind immer gute Menschen. Nur an den Enden hat es Extremisten. Dies Überlegung habe ich einmal an einer Sitzung im SEK gezeigt. Die Prozentsätze sind symbolisch und lassen sich schön zeigen – Arme weit auseinanderstrecken und zwischen Daumen und Zeigefinger einen kleinen Spalt offen lassen. Thomas Wipf gab mir Recht, diese sollte man links (oder meinetwegen rechts) liegen lassen. Und oft sind es andere. Die Effi-29-Song Anhänger meinen nicht die totkranke Effi Briest, sondern die Effingerstrasse neben dem Kocherpark. Früher war das mal einer der besten Kinderspielplätze in Bern. Kocher war der erste Chirurg, den den Nobelpreis für Medizin bekam. Zum Thema Schilddrüse, deren Unterfunktion zu Depressionen führen kann. Weltkrankheit Nr. 1. Hier handelt es sich um Aggressionen.

In der Heiliggeistkirche könnte ja eine Ehefrau Orgel spielen und hier ihr Ehemann etwas erzählen. Zwei, die unsere Langenthaler Sektionen gut kannten – Danielle und  „HJK„.

Der Umweg, an den ich denke, führt zuerst kurz mal auf die Lorraine-Brücke mit Blick auf das bernische Lothringen, etliche Brücken und den Kursaal mit dem Grand Casino Bern. Spiel, Genuss, Sucht? Die Ecke für eine Diskussion. Vielleicht über den Mabillard-Steg, ein Provisorium beim Bau. Die ganze Brücke inkl. Steg kostete 7-8 mal weniger, als der geplante Velosteg. Inflation? Ja, aber die Dimensionen laufen im heutigen Bauwesen ins Uferlose. Es werden garantiert die ersten sein, die wieder mal schwimmen müssen. 1960 Bauboom, 1974 Baukrise, 1990 weitere Krise. Zumindest an der Menge von Baustellen nach zu beurteilen, geht es der Baubranche noch gut. Und unsere Pilgerei zeigt vor allem am Stadtrand, was seit der letzten Baukrise alles Neue entstanden ist. So nebenbei, die Panoramabrücke würde nicht hier durch führen. Na ja, die Jungen fahren heute mehr Velo, als die Alten und sie müssen einmal die extremen Lasten aus der heutigen Investitionstätigkeit und der Verschuldung aufbringen. Das Fahrrad hilft Kosten sparen. Und sei gesund. Und hat mal ohne viel Ampeln, Kreiseln, 30iger-Zonen Spass gemacht. Pilger, passt heute auf Velos die über Trottoirs brausen auf. Wie überall, die Anständigen fallen nicht mehr auf, die stehen eben an.

Dieser Ausschnitt ist schöner, als die gesamte Brücke

50.  Weiter zum Kunstmuseum. Da gibt es eine internationale Diskussion über Raubkunst. Zu dem Thema weiss Thomas Bornhauser die Schneefrau – sicher einiges zu erzählen. Die ganze Wahrheit wird wohl nie jemand feststellen. Zu diesem Thema dürften wohl mehr Menschen kommen, als an dem Anlass, wo ich als Gast Thomas kennen lernte. Der Gastgeber, mein Kollege, hat mit mehr Leuten gerechnet. Aber es war ein absoluter interessanter Anlass – zu dritt. Wir könnten ja noch einen dritten aus dem „Konzern“ einladen, wo die beiden andern gearbeitet haben. Den von der Zeitung mit der zweitmeisten Auflage in der Schweiz. Ob es nun Chefredaktor (schweizerisch) oder Chefredakteur heisst, ist nicht so wichtig. Zum Thema passend aber keinesfalls Schriftleiter. Übrigens der mit dem gleichen Namen, der langjährige Chefredakteur der LNN,  ist auch herzlich eingeladen. Bei unserer Pilgerei sind alle jeglicher Couleur willkommen.

Kunst ist, was gefällt.

Vedo Dove Devo – Griechisch, Lateinisch oder ein Spruch für eine Süssigkeit vom Mars oder ein Körperpflegemittel von der vielleicht grössten Fusion der Geschichte, I can’t get no, taub … es ist Italienisch – ich sehe, wo ich muss. Der Leiter, der für diesen Tag vorgesehen ist, könnte noch etwas aus seiner Heimatstadt zum Besten geben. Bern hat da keine Berührungsängste.

Vorbei an der140-jährigen Zionskapelle der Evangelisch-methodistischen Kirche Gemeinde Altstadt.

Auf dem Friedensmarsch mit Ernst Sieber, der unseren heutigen Pilgerführer bestens kennt.

51. „Située au coeur de la ville de Berne, l’Église française réformée est un lieu d’accueil, de rencontre et de culte au service des francophones de Berne et environs.“ Wer hätte es nicht bemerkt, wir sind in der Französischen Kirche angelangt. Predigergasse. Ein geschichtsträger Gebäudekomplex. Wie schon bei der letzten Kirche, hier handelt es sich nicht um die Städtische Veloparkplatz-Verwaltung. Haben sie gewusst, dass Velofahren ohne Sattel erlaubt ist und vor allem Reformierte lauthals  gegen Neuerungen protestieren?

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Einen kurzen Abstecher rund ums Kornhaus, dazwischen noch das Stadttheater und einen Blick auf die Kornhausbrücke, neben dem Kindlifrässerbrunne – in unserer Kindheit wurde immer gedroht, man bringe uns zu diesem – vorbei zum Zytglogge und weiter zum Käfigturm.

52. In der Ferne sehen wir das Bundeshaus, das seit 2016 ständig beflaggt ist, damit Touristen es nicht für eine Kirche halten.Kirche und Staat – ein aktuelles Thema. Jean-Claude würde hier seine Idee zur Ergänzung der Bundesverfassung unterbreiten. Vielleicht kann er hier jemanden begeister. Der  Co-Präsident (Seite 2) des Patronatskomitees „500 Jahre Reformation“ – Bundesrat Johann Schneider-Ammann – haust hier.

Auf der östlichen Seite ist nicht nur das Bundeshaus Ost, Stao des VBS, auch die vom Grünen Frieden angeprangerten Grenzwächter, wo früher das Inselspital stand, sondern die SNB, die Schweizerische Nationalbank. Irgendwie kommt mir wieder „Jordan“ in den Sinn – ungefähr 904 000 000 Einträge bei Google. Welchen soll ich nun nehmen? Einen, der mit solchen Zahlen problemlos umgehen kann. Und noch eine Hilfe, ich könnte ihm www.tömu.ch anbieten. Den Namen hat er garantiert in Bern schon gehört und in der Schweiz hat er fast eine göttliche Macht, in der Welt einen guten Ruf.

53. Weiter Richtung Münster. Halt, gibt es einen Fehler? Vorbei an der Stadtbibliothek, der  Universitätsbilbliothek oder Bibliothek Münstergasse – ohne inne zu halten? Hier ist nur ein kleiner Vermerk zu finden, der Liberale stutzig machen müsste: “ 1997: Übernahme der Schweizerischen Osteuropabibliothek (SOB)“. Der Hinweis auf Peter Sager fehlt – eine liberale „Legende“. «War das nicht derjenige mit der Fliege, der immer ein Lächeln im Gesicht hatte auch wenn er über ein böses Thema sprach?» Genau der wars. Er hat auch die Neuenschwander Stiftung gegründet – ein grosser liberaler Theologe.

Eigentlich hätten wir seine Sammlung an der Hallerstrasse anschauen und dann gleich noch die einige Häuser entfernte Humanrights erwähnen können. Und nicht zu vergessen wäre in der Länggasse am Falkenplatz das Staatsarchiv, wo alle unsere gesamtschweizerischen Dokumente aufgehoben sind. Das „Schweizerische Reformierte Volksblatt“ ist auf der andern Seite der Brücke in der Schweizerischen Nationalbibliothek vorhanden. Erst ab Heft 8 von 1938, dabei haben wir über 150 Jahre in den Medien gewirkt. Die ersten 65 Jahre fehlen und ob sie unser digitales Zeitalter sammeln hat bis jetzt keiner kontrolliert.

Die Stadtbibliothek, wie wir sie nennen ist aber die schönere Augenweide. Im Mitteltrakt wurde einmal ein obrigkeitlicher Weinkeller gebaut. Das lässt mich aufhorchen, denn vom u-förmigen Haus in der Bildmitte ist es noch weit bis zum Weinberg oder es ermöglicht uns jemand, dass man auf dem in der Nähe ein Mittags- oder Abendmahl abhalten könnte.

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54. Münstergasse 2 – der Beauftragte für kirchliche Angelegenheiten – könnten wir ja auf dem Pilgerweg auch kennen lernen. Die Stellvertreterin anfragen oder seinen Vorgänger, mit dem wir beide nicht zeitgleich im Vorstand waren. An Themen würde es Hansruedi garantiert nie fehlen. Einige Anektoten über Graffiti oder Hintergründe zur Harmonisierung amtlicher Register (Reg G). Am Schluss ist dort der Dank ausgesprochen an alle jene, die im Hintergrund mit einem Handstand ein politisches Deaster bei GERES zu vermeiden halfen.

Auch wenn ich heute im Aargau lebe, so habe ich doch für die Kirche Bern zumindest etwas Gutes getan.  Meine Entdeckung in dem über 100 seitigen Vorlagenpapier und die Mithilfe einer ehemalige Tamilin hat ein Chaos für die Kirche abwenden können. Die Presse hatte von der ausgelösten kirchlichen Panik nach der ausserordentlichen Vernehmlassung im Audi  max nicht viel mitbekommen. Alles blieb beim Alten.

Die drei „Höchsten“ der Damligen im Vordergrund anlässlich der Präsentation des Kirchgemeindeverbandes Bern – Andreas Zeller, Christoph Neuhaus und Hansruedi Spichiger.

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Eben kommt ein Mail von Andreas II rein. Schlagabtausch zwischen Kirchen! Lieber Andreas, das sind nicht 24 000 privilegierte Unternehmen – hab sie nicht nachgezählt – sondern juristische Personen. Und darunter könnten sich, rein theoretisch, ja auch Statusgesellschaften befinden, die ihr Familienvermögen nicht im Kanton Bern, sondern in Basel-Stadt, Genf oder Waadt versteuern. Es könnte sogar sein, dass dein SVP-Gegner einige zumindest dem Namen nach kennen könnte. Reine Theorie, natürlich. Genau gleich, wie zum Beispiel mein KV-Lehrer einige Möglichkeiten, wie Forschung und Entwicklung verbucht werden können, aus der Praxis nicht kannte. Spezialwissen per Saldo. Sieg nach Punkten für die Schwarze. Die blaue Schrift müsste sich ihren letzten Satz noch einmal genau überlegen. Schön für die Linken, dass sich die Rechten gegenseitig zerfleischen. Aber nun auch noch die Kirche. Eher nein. Das war eine Stellungnahme zwischen Kirche und Politik. Im von Roll Areal, das wär doch was, wenn sie sich da persönlich kennen lernen würden. Friedlich mit Worten duellieren können – hoffen, dass es fabrikkühl bleibt. Ob die ganz Rechten Recht oder Unrecht bekam, wissen wir jetzt – sie sind unterlegen. Geld werden sie so oder so noch haben – 19 mal mehr für die Abstimmungs-Werbung ist ja nur ein Klacks für die. Seit langem eine Abstimmung wo die Bundesratsmeinung immer mehr an Boden verliert. Wir könnten ja hier noch den Stadtwanderer einladen. Claude ist besser informiert als wir. Und das Schöne an der Statistik ist, dass sie gelegentlich auch mal ganz daneben liegt. Da wäre noch der Berner aus dem Bundeshaus, den man in eine ehemalige Maschinenfabrik einlade darf. Es wird immer wichtiger, dass sich die Kirche für eine ehrliche, ethische und nicht geldgesteuerte Politik einsetzt.

Im gleichen Haus ist auch der Generalsekretär, der viel über die Kirchengesetzrevision zu erzählen weiss. Weltweit wird die Erfassung von Religionsdaten ganz unterschiedlich gehandhabt. Unser Präsident wird durch diesen politisch geprägten Tag führen und in der anschliessenden Junkergasse ist die erste Preisträgerin des prix libref. zu Hause.

Das lange Zeit höchste Gebäude der Schweiz sparen wir uns für den nächsten Pilgertag vor, gehen von der Münstergasse 2 am Ende des Münsters durch dessen Park …

55. … vorbei am Casino und wer ein Poké-Radar hat, kann noch ein Monster einfangen.

Wir stehen am anderen Ende der Kirchenfeld Brücke. Am Anfang oder am Ende? Bevor es eine Brücke gab, gab es nur Abgründe und für einige stellen auch Brücken ein unüberwindbarer Abgrund dar. Mit einem philosophischen Referat wird allenfalls unser Präsident das eine Thema aufgreifen, ob wir wirklich Abgründe überbrücken wollen, können, dürfen. Er schreibt dazu:

„Okay. Brücken verbinden, sie sind Produkt der Geschichte  in Graubünden, das aus nichts denn einem Sammelsurium von Furchen, Fugen, Tälern besteht, wenn wir aus der Vogelperspektive aufs Land schauen. Wir leben zwischen Herkunft und Weggang, in welches Zwischen Existenz gefügt ist. Sie ist Fuge.  Wir tun so nichts Anderes denn auf die je andere Talseite zu über-setzen. Wir transzendieren a priori, doch ob solchem Transzendieren will nicht vergessen sein, dass echte Transzendenz hierfür erforderlich ist. Was bringts, wenn wir auf der andern Seite (von mir selbst) nur wieder wir sind?  Wir erstreben zugleich Offenheit zur Transzendenz. Ein qualitatives Transzendieren aus der Sache der Religion als Transzendenz ist verlangt. Wir wechseln sonst strikt die Seite vor gleichem Horizont. Bauen wir die Vertikale in den Brückenweg  ein, um einen neuen reforming way of life  einer Zukunft, die wir wollen, abzuringen.“ jcc

Übrigens, der Welt Philisophie Tag am 17.11.16 statt, als der Standort für dieses Thema unter den Bäumen zwischen Bellevue und Casino platziert wurde. Brücken heissen nicht, dass wir nun zum Islam konvertieren wollen, aber das wir Gräben überwinden und uns auf unbeschwerlicherem Weg näher kommen wollen, sollen, müssten.

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dritte Teilstrecke der Route des zweiten Tages

56. Wir machen gleich einen Umweg zu den drei andern Kirchen im Kirchenfeld. Lassen uns Zeit, entspannen und geniessen die Silhouette auf die Altstadt von Bern und pilgern via Bärengraben, einer der verschiedenen Berner Finanzkriesen den Muristalden hoch, neben dem alten Tramdepot. Zeit zum überlegen, wieso es heute offiziell Bärenpark heisst, ein Name, den es in der Bevölkerung nicht gibt. Genau so wie kein Mensch dem Tierpark Dählhölzi sagt, wie es auf den Strassenschildern steht – Zoo. Stadtmarketing heisst diese Reformation.

Das Berner Wappentier wurde auch in den Kanton Aargau exportiert. In meinem Wohnort ziert nicht das Aargauer Wappen die Marchsteine, sondern der Berner Bär und noch schöner ist der Sandsteinbär in Windisch, der gegen die Katholiken die Zunge herausstreckt, gegen die Habsburger.

Weiter zur Bruder Klaus Kirche am wohl ältesten Kreisel der Schweiz. Zur Zeit ist das Video über Gebetsmeinungen für Kindersoldaten des Papstes aufgeschalten. Erschreckend.

Vermutlich werden sich auch viel mehr Leute für den Inhalt des Lastwagens, als für die Probleme unserer heutigen Zeit interessieren – die Alinghi, die es den Amerikanern gezeigt hat. Sport und die Kirche – wäre das ein Thema?

57. Hinter dem Burgernziel Tramdepot, falls das nicht schon abgerissen ist, etwas versteckt ist die Petrus-Kirche. Die Kirchenuhrzeiger haben einen symbolischen Charakter. Ist es für die Kirchen wirklich schon bald fünf vor zwölf?

Da gibt es eigentlich noch ein schöneres Bild und es soll nicht tippisch für diese beiden Kirchen sein …

… „meiner“ Kirche in Langenthal, wo ich einmal CEO Church war. Zur Beruhigung, es ist kein Geier, der auf die Glockenschläge wartet.

58. Im Kirchenfeld sollte die Kirchenfeld-Kirche unterhalb vom Thunplatz gebaut werden. In diesem Quartier steht nicht nur die Saint Ursula’s Church der Anglikaner

… vom gleichen Architekt, der die Synagoge erstellt hat.

59. Hinter der Landesbibliothek NB, einen Steinwurf vom Museum für Kommunikation mit einer der grössten philatelisitschen, öffentlich zugänglichen, Sammlung gibt es im Kirchenfeld noch einen weiteren Sakralbau, der meist beim Aufzählen vergessen wird – an der Helvetiastrasse. Die katholisch-apostolische Kapelle. Wir versuchen über diesen Verein weitere Informationen zu finden. Eine verschlossene Kirche, sogar das Gartengatter ist zu.

60. An der „Münz“ vorbei, die Swissmint, welche die Jubiläumsmünze zur Reformation prägte zur  letzten Kirche für heute. Sie steht neben dem Alpinen Museum und dem Historischen Museum und um die Ecke das Schützenmuseum …

… die Kirche Christi, Wissenschaft, Bern steht auf dem Schild. Die Christian Sience Schweiz.

„Das ist doch ein Konzertlokal“ und erst noch mit einer ganz guten Akkustik – das Yehudi Menuhin Forum Bern. Bei diesem bekannten Namen kommt mir zwei andere in den Sinn. Liberale Christen und die verstorbene Ursula hat mit mir einige Male über Albert Schweitzer geschwärmt. Ihr Ehemann bekam vor Hunger, Sophie genau genommen, den 2. Grand Prix Music – Schweizer Musiker des Jahres 2015. Der Berner Oboist Heinz Holliger aus Basel.

Vierter Tag – Sinnliches und Geist – geplant im Sommer/Herbst 2018

erste Teilstrecke der Route des vierten Tages

61. Beim Historischen Museum Totentänzer

… Söldner und Bilderstürmer …

… mit Niklaus Manuel durch die Zeit der Reformation. Seien sie unbesorgt, weder er noch sein Skelett wird persönlich dabei sein. Wer Lust hat, kann jetzt durch die kalte Aare schwimmen. Den andern wird es auch gleich kalt über den Rücken „ablaufen“. Sie ziehen die Kirchenfeldbrücke vor, die mit Netzen vor dem Tod, vor dem Abgrund schützt.

62. Das Berner Münster – hier wo sich Freud und Leid verbindet. Vielleicht war unser Bruno , dessen „Markenzeichen“ der Pilgerrucksack war, schon Pfarrer, als das Negerbegräbnis bei einem gespielt wurde, dessen Kreis sich im wahrsten Sinne des Wortes geschlossen hat. Nur so ein Tipp zu Musik und der Münsterbauhütte. Das Münster vorzustellen, wäre Wasser in die Aare getragen, aber ein Orgelkonzert, das wäre was. Werner könnte etwas Revolutionäres aus der Vorreformationszeit des Münsterportals oder über Kirchenfenster erzählen. Sie würden nur staunen, was er alles weiss, was fast keiner kennt.

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63. Bei der Spysi durch und nach der Besichtigung des offenen Stadtbachs durch den Schluch, die Hauptgassen Berns …

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… kommen wir am Ende der Metzgergasse, die heute Rathausgasse heisst, zur christ-katholischen Kirche St. Peter und Paul. Die Krypta, die auch ökumenisch genutzt wird, kennen vermutlich weniger, als das dominante Läuten der Glocken.

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64. Im Nachbargebäude, dem Rathaus werden auch die reformierte und die katholische Synode abgehalten. Es wäre nicht das erste Mal, dass im Rathaus eine Pilgerstation wäre.

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65. Keine hundert Meter weiter folgt eine Kirche, die beim Aufzählen oft vergessen geht. Wegen des fehlenden Turms? Der Reformator Luther hätte sie vermutlich als erste in Greater Bern besucht – die Antonierkirche wo die Evangelisch-Lutherische Kirche zu finden ist. Kennen sie die ehemalige Post an der Postgasse? Noch für viel anderes musste diese Kirche in ihrer Geschichte dienen. Geschichte ist nicht immer einfach zu interpretieren. Da gibt es verschiedene Ansichten – vielleicht stellt sich einer zur Diskussion.

Protestanten in reformiertem Land und sogar die Kirchensteuer werde von den reformierten Kirchen an die lutherische Gemeinde weitergeleitet. Wie um Himmels Willen will die Berner Kirche wissen, wer wieviel verdient? Das ist ja ein grosses Problem, denn die Kirche kennnt ihre besten Kunden, zumindest die steuerkräftigsten nicht. Datenschutz pur und die genaue Glaubensbezeichnung ist meines Wissens aus der Steuererklärung nicht ersichtlich. 1/3 km Luftlinie und dort lässt sich mehr erfahren. Willy, mein Hochzeitsfotograf kennt sogar die Probleme von USR III. Hatte er den gleichen sensationellen Lehrmeister wie ich? Ja und Steuergesetze und Ehen halten nicht immer ewig.

zweite Teilstrecke der Route des vierten Tages

66. Unterhalb der Nydeggbrücke ist …

… die Nydegg-Kirche zu finden. Der wohl bekannteste Pfarrer war mein Namensvetter, der „BarthianerKurt Marti, obwohl er sehr liberal schrieb. „Nach der Einführung der Berner Reformation (diesen Abschnitt lesen Zürcher nicht so gerne) im Jahre 1529 wurde die Nydeggkirche in eine Lagerhalle für Fässer, Holz und Korn umfunktioniert.“ In dieser Zeit war es sinnvoll, das Gebäude zu verschliessen. Es ist eigentlich schade, dass heute noch Kirchen abgeschlossen werden (müssen).

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67. Auf der Untertorbrücke machen wir einen Halt. Sie war über Jahrhunderte die wichtigste, gar einzige Brücke über die Aare in Bern. Sie ist mit 530 Jahren eine der ältesten Steinbrücken in der Schweiz. Zu Fuss bin ich in etwa gleichviel über eine Steinbrücke gelaufen, über die ich mehr zu erzählen wüsste. Vier mal älter und dabei waren die Römer nicht die ersten auf unserem Stadtgebiet.

Rechts die rosarote Felsenburg.

68. Muss man als Heimwehberner die Altenbergstrasse 66 – das Haus der Kirche – suchen – vermutlich die ehemalige Krankenpflegeschule. Heute Sitz von refbejuso mit dem Syndalratspräsidenten Andreas Zeller. Nächstes Jahr feiert der liberale Andreas sein 10-jähriges Jubiläum. Foto vom Altenberg hatte ich noch keine. Vermutlich weil hier ein Graben, das Rappental ist. Aber aus der Vogelperspektive oberhalb des Altenbergsteges kann ich in etwa ihre Aussicht gegen Westen wiedergeben.

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Kornhausbrücke, Lorrainebrücke und das Lorraineviadukt oder Eisenbahn-Viadukt, lange zeit mit 1092 Metern das längste Eisenbahnviadukt in der Schweiz.

69. Ganz in der Nähe befinden sich zwei weitere Kapellen, die einem Grossteil der Bevölkerung unbekannt sein dürften. Die Kapelle des Alterszentrum Viktoria vom Kloster Ingenbohl, oft als Konzertlokal benutzt.

70. Die Diakonissenhaus-Kirche der Diaconis, fast ein Insider-Tip.

71. Zu Fuss durchqueren wir einen ehemaligen Friedhof – den Rosengarten. Sogar im Februar findet man hier stark giftige blühende Rosen, die unter mindestens 13 verschiedenen Namen bekannt ist. So wie wir sie kennen, gefällt uns der Name am besten …

Christrose. In diesem Jahr blühen sie rund zwei Monate später, als im letzten Winter.

72. Nicht geübten Berggängern schlagen wir vom Haus der Kirche den Bus bis zum Zentrum Paul Klee vor.  Wieder einmal eine Autobahnbrücke die wir überquert haben. Bilder, ein Konzert? Das Programm für 2017 kennen wir nicht. Diskussionsstoff gäbe es. Klee ist vermutlich der bekannteste Emigrant von Bern. Ein faszinierendes Kunstmuseum.

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In Sichtweite ist die SWI swissinfo – früher Radio International – die den internationalen Informationsaauftrag für die SRG SSR erfüllt.

dritte Teilstrecke der Route des vierten Tages

73. Vom Haspelweg her pilgerten wir auf einem ganz besonderen Wegabschnitt – dem Jakobsweg – zumindest dem Abstecher in die Berner Altstadt. Unser gemeinsamer Marsch führt uns in den Schosshaldenfriedhof. Hier ruhen unter anderm Klee und Rudolf von Tavel. Sein „gehobenes Stadtberndeutsch“ ist für uns Proletarierer fast schöner als Hörbuch anzuhören, denn zu lesen. Wer könnte hier zu seiner Einstellung des tatkräftigen Christen etwas erzählen? Jetzt weiss ich es, denn dieser Beitrag wird laufend ergänzt. Pedro Lenz natürlich. Pedro ist übrigens neben einem Zwinglihaus aufgewachsen und hat uns dort schon beglückt. Entschuldigen sie, die Zürcher haben die Bilder rausgeschmissen. Ich habe sie sicher noch und von diesem Friedhof werde ich auch noch Bilder macent. Viele wissen nicht einmal wo er zu finden ist. Ganz einfach, vis-à-vis dem Hochhaus wo mal die GD PTT zu finden war.

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Der Grabstein von Rudolf von Tavel wäre bei den Familiengräbern 3, Grab 80 zu finden. Bei „Grad minus 8“ reicht eine Viertelstunde vergebliches Suchen. Na ja, ganz vergeblich war es nicht …

… und da muss ich einen Nachtrag einschieben. Es war leider eine andere Kälte, die ich spürte. Ein Digitaler Nachlass. Das Thema der Weiterexistenz im Netz sollte aufgegriffen werden …

… bei der Ostereiersuche hilft man den Kindern mit dem Hinweis „heiss“ … fast gefunden, aber doch nicht so richtig. Ich staune nur …

… über die Dame, die eiskalt, schon starr der Witterung trotzt. Der Schosshaldenfriedhof wurde noch nicht als Touristenattraktion entdeckt. In Paris auf dem Cimetière du Père Lachaise nördlich des Place de la Nation ist das anders. Hier schauen täglich 10 000 Besucher vorbei und das Auffinden der Gräber von Bizet, Piaf oder Molière hat Kultstatus.

74. Die Originalausgabe der Luther Bibel wurde nicht in Bern gedruckt. Eine Zeitungs-Druckerei gäbe aber sicher interessanten Diskussionsstoff. Alleine 65 soll es in Bern noch geben. Eine an der wir vorbeikommen ist das Druckzentrum Bern der Tamedia (früher TA-Media). Na ja, Berner sind bei Namensänderungen manchmal langsam, schliesslich gehen wir noch heute ins Konsum.  Gedruckt werden hier – nicht bei Coop – unter anderem „Der Bund„, die „Berner Zeitung“ und ihre Kopfblätter, der „Bernerbär“ sowie „20 Minuten„. Diejenigen, die hier schreiben, schreiben noch mehr als ich. Dies ist mein längster Blogbeitrag seit März 2005. Damals hatten wir noch den gleichen Blogserver. Auch die digitale Medienwelt ist starken Schwankungen unterworfen.

Via SCB- und YB-Stadion  – sorry, das heist heute PostFinance-Arena und Stade de Suisse machen wir einen Abstecher durch das Kasernenareal.

Mindestens vor bei der Militärbibliothek. Die heisst jetzt Bibliothek am Guisanplatz und „unser“ BiG Chef wurde in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Es wäre uns eine Ehre, wenn wir ihn einige Male beim Pilgern antreffen würden. Ich habe wirklich nie jemanden erlebt, der Geschichte so spannend erzählen kann. Und das sagt auch mein Kollege der reformierte Kirchenverwalter einer durchschnittlichen Stadt. Wir versuchen beide zu begeistern, dann wird es uns garantiert nie langweilig.

75) Die Markus Kirche mit dem Kirchenkino. „Wegen zu geschlossen“. Eine der wenigen und das immer zu christlichen Zeiten.

76. Im Breitenrein sehen wir am Schützenweg eine ehemalige Kapelle – La Capella, Berns erste Adresse für Chanson und Kabarett. Umnutzung von Kirchen ist vielerorts ein Thema.

Kurz danach heisst man alle herzlich willkommen …

… die Johannes Kirche mit der imposanten Decke. Eine Oase der Ruhe. Meiner Wertung nach bei den reformierten Kirchen auf Rang zwei. Das Münster ausgenommen, das ist nicht einfach eine Kirche, das ist eine andere Dimension, wie die Kathedralen auch – meist wunderschöne, imposante Monster.

Könnte es sein, dass diese Kirche ein „gutes Pflaster“ für liberale ParrerInnen ist? Fritz hat doch immer von dieser Kirche erzählt, aber da hat mich die Kirche nicht interessiert, bis der „Chefliberale“ der Langenthaler mich auf die „kirchliche Laufbahn“ schickte – schönes Porzellan hat dieser scheinheilige Thomas aber nicht zerschlagen – eher gesammelt. Mein Namensgedächnis ist nicht so gut, aber vermutlich ist seine Tochter hier Pfarrerin. In der schönsten Kirche von Bern hat Fritz Tschanz mindestens eine Trauung in Uniform durchgeführt. Diese hielt ein Leben lang und mit dem Bräutigam, seinem Cousin, telefoniere ich täglich.

In der gleichen Seitenstrasse, 100 Meter entfernt, finden wir auch die römisch-katholische St. Marienkirche.

Absolut sehenswerte Kirche – anders, als die meisten.

77. Via Hiob, der Hilfsorganisation Brockenstuben, die allenfalls nach einer Hiobsbotschaft eine Wohnung räumen müssen gelangen wir zur Tamedia am Nordring.

Fünfter Tag – himmlisch und wehrhaft – geplant im Frühling/Sommer 2019

erste Teilstrecke der Route des fünften  Tages

78. Von Radio Bern1 wandern wir zum Teil parallel zum Lorraineviadukt weiter zu Rabe.

Die Bauwut ist auch im Nordquartier ausgebrochen und einen Parkplatz zu finden, ist schier unmöglich. Also eine Foto von weitem. Irgendwo im grauen Haus müsste die farbenfrohe Radiostation sein. Zwischen Leutschenbach und dem Aquarium ist in diesem Gebiet so alles anzutreffen. Der „Fischbehälter“ war die Sendestation der APF, die via Bantiger, den wir heute von weitem noch sehen werden, auf Sendung ging. Die meisten in der Umgebung von Bern strahlen von dort oben.

Und wenn sie mal wissen möchten, wie man innert 9 Stunden ein Fernsehstudio von Stettlen nach Lyss zügelt, werden wir jetzt eine der längsten Teilstrecken in „Angriff“ nehmen und für solche Gespräche Zeit haben. Eine echte Radiowanderung oder Radiopilgerei oder müsste es heissen Radiopilgerung? Eine solche habe ich mal auf dem Rennrad überholt. Die erholsamsten Kilometer auf einer Tagesstrecke Luftline Bern-Nîmes. Über 1000 Radiowanderer und viele mit einem Ghettoblaster bewaffnet. Und wo war das? Beim „le Fritz„. So ein Erfolg müsste uns auf dem Weg durch den Aarehang, der Aare entlang unter dem Felsenauviadukt hindurch, beschehrt sein. Das wäre fast zu viel Erfolg. Keine Ahnung, wie viele Leute wir begeistern können. Die erste Strecke heute wäre luftlinienmässig rund fünf mal kürzer.

Schauen wir uns doch das Felsenauviadukt aus einer ungewohnten Position an. Ein Ort voller Widderspruch.

Hier fand einmal das Musical „Ewigi Liebi“ statt, hier wo auch die meisten Songs ihren Ursprung haben. Nur die Ewigkeit ist ewig – alles andere vergänglich. Manchmal schneller als der Schnellzug, welche in der nächsten Zeit oft in Hörweite vorbeibrausen..

Bärndütsch?  Sicher nicht. Etwa gleich viel entfernt von Hochdeutsch, wie Tavel von dem was, was echte Berner sprechen. Aber heute ist etwas polyglott ganz nützlich. Und beim Strassenverkehrsamt, das wir heute Morgen auch noch sehen werden, kann man die CUT in vier Sprachen ablegen: Deutsch, Französisch, Italienisch und die vierte? Rätoromanisch? Englisch! Früher waren es angeblich 17 Sprachen, dafür hiess es theoretische Fahrprüfung. Alles ändert. Fast alles, die praktische Schiffprüfung beginnt nicht am Schärme.

Döitze Sbrache, swirige Sbrache. Ja, so ist es, aber das spielt keine Rolle, beim Pilgern kann man auch Hände und Füsse gebrauchen, aber bitte, friedlich. Aus unserem Vorstand ist sicher einer zu finden, der nebst etlichen unschweizerischen Sprachen auch alle Mundarten verstehen und Auskunft geben kann … Surselvisch, sutselvisch, vallader oder puter inbegriffen. Unter uns hat es ganz sicher keinen Tubel – oder eben Tubu, wie man das hier nennt. Aber bitte dieses Wort nicht im Idiotikon suchen, sonst beginnen die Sprachprobleme.

Wir machten diesen Umweg um die ehemalige Waffenfabrik zu besuchen – die Ruag. Krieg, Schlacht – sie liegt praktisch neben dem Schlacht-Hof.  Themen die aus Sicht der Religion zu diskutieren geben. Militär kann auch für Frieden sein (Febr. 2017, Seite 25) und Glauben für Krieg. Mein Namensvetter, der ehemalige Präsident des KGV würde da sicher mithelfen. Er spricht vermutlich lieber über Barrel-Organ als über Gun-Barrel, wobei ihm beides nicht ganz fremd sein dürfte. Von oben scheint auch einer eine göttliche (?) Sicht auf die teuflische (?) Armasuisse zu haben. Bodluv, das muss ein russischer Name sein – oder Boden-Luvt-Abwehr?

Da war vermutlich einer am Werk, wie derjenige der den „Grabstein“ erfunden hat. „Prot“ – protestieren stand bei vielen drauf. Ich protestiere, wir sind „ref“, reformiert und wer es nicht wissen sollte, seit rund 500 Jahren. Wir Schweizer sind zwar auch Protestanten, aber es käme wohl keinem in den Sinn zu sagen, dass er Europäer sei und die Schweiz verleugnet. Ein Übersetzungsfehler aus dem Französischen soll das gewesen sein! Eher eine Fehlüberlegung, wie sich die Romands nennen, denn diese hatten mit Calvin (kahlköpfig) auch einen Reformator. Nur, wie hiess dieser mit Vorname? Jehan Cauvin aus dem Norden Frankreichs. Heute haben unser Soldaten keinen Glauben mehr zu haben, gemäss Verordnung des VBS. Das ist nicht nur unsportlich, sondern es werden genau diese Leute sein, die solches abgeschafft haben, die als Kriegsopfer in den letzten Zügen nach ihren Sakramenten schreien werden. Es gibt ja keinen Krieg mehr in der Schweiz, werden sie antworten. Dann sei die Frage erlaubt, warum wir dann Kriegswaffen in Milliardenhöhe brauchen und weltweit den zweiten Spitzenplatz einnehmen, um solche an Entwicklungsländer zu liefern.

Heute zusammen mit dem Institut für geistiges Eigentum, dem ehemaligen Patenamt … war früher an der Einsteinstrasse 2. Dieser Link handelt von Speisefett und gleich eine Warnung. Nie Motorenöl nehmen, um zu kochen. Das geschah zweimal 1940 in der Schweizer Militärarmee – die Ölsoldaten. Die erste Glückskette sammelte für die knapp 100 Geschädigten mit Lähmungserscheinungen – ein Liberaler könnte hier Glückliches erzählen.

Hier scheiden sich die Geister. Der Puls wird hochgehen. Bei Kriegsgurgeln, Pazifisten und wenn wir es genau beobachten eigentlich bei allen. Hier hilft die Kirche schon viel. Sie muss noch mehr erreichen, im Gespräch. Geld allein hilft gar nichts, denn damit werden wieder Waffen gekauft. Und dann gibt es noch die Extremisten, die aus dem Glauben, nein aus ihrem persönlichen extremen Irrglauben kämpfen müssen. Kämpfen wollen.

Inteligente Leute wollen keinen Krieg. Und sie glauben gar nicht, wie viele uninteligente Menschen es gibt. Ein amerikanisches Beispiel soll auf den halben IQ von Einstein gekommen sein. Das ist echt nachvollziehbar. Und ich gestatte mir einen alten Beitrag wiederzugeben, den mein katholischer Kollege mitunterzeichnet hat und der liberale mit dem gleichen Namen aus der gleichen Durchschnittsstadt auch schon gelesen hat.

„Weder Busch noch Baum

Eigentlich möchten wir nicht schon wieder in dieses Buch schreiben müssen. Es gibt aber immer wieder Menschen und ganze Völker, die Büsche vor den Augen haben, welche die Sicht verdecken können und uns zum schreiben auffordern. Büsche verdecken aber weder ganz, noch sind sie uneingeschränkt durchsichtig. Wir versuchen nun, Zweige zurecht zu biegen, um Sicht zu bekommen und verfügen als ehemalige Soldaten über genügend Erfahrung und Vorstellungsvermögen, dass ein Bush im Kampf keinen ausreichenden Schutz bieten kann. Wir würden einen Baum vorziehen – wenns dort welche gäbe.

Bäume haben einen weiteren Vorteil. Sie liefern brauchbares Holz, aus dem Papier und Bretter erstellt werden können. Papier, auf dem man sich über den Unsinn eines im Raum stehenden Krieges in Irak äussern kann! Und Bretter, aus denen man Särge zimmern kann – oder Brücken…

… ritzeratze eins zwei drei und die Brücke bricht in Stücke. Viel früher schon hat ein alter, ulkiger Busch mit Missetaten auf sich aufmerksam gemacht. Aber dieser Busch hat im Gegensatz zu andern sinnvolle Brücken geschlagen und das möchten wir auch – keine Brücken aus Luft.

Stephan Marti – reformierter Ratspräsident
Peter Baumgartner – katholischer Ratspräsident

Anspielungen auf lebende Personen sind nicht rein zufällig – meck, meck, meck!“

Wir wollen Brücken bauen und an keinem Ort geht das besser als hier bei bei der Stauffacherbrücke an der Stauffacherstrasse, der zu meiner Kindheit noch Schlachthofweg hiess, wo es billiges Fleisch zu kaufen gab. Zu Ehren von Werners Schlacht am Morgarten wurde die dann umgetauft. Kriegs- und Schlachtgebiet! Zum Glück wird die Brücke nicht zu diesem Zweck grösser?

Ich kann es nicht unterlassen den Link über Prostestanitsch, Liberal, wie die nachhaltige Stellwerkstörung  zu bringen. Wir haben ja eine dreiminuten Verspätung, sorry einem Umweg in Kauf genommen und dabei BLS-SBB Grenzgebiet überschritten, vielleicht gar einige Gedanken über die gottlosen Billet-Automaten laut lospoltern lassen. Ob die Leute in den SBB-Gebäuden das vernehmen, ist unwahrscheinlich. Die Kosten waren so hoch, dass sie vermutlich Schallschluckdämmglasfenster haben. Sie haben etwas Verkehrslärm um sich.

Fünf nach Zwölf ist fast symbolisch für diese Ecke mit den ehemaligen Bundesbetrieben, vor allem einem Teil der Rüstungsbetriebe.

79). Keine Ahnung wie viele Brücken wir über- oder unterschreiten bis wir kurz nach dem Zentareal bei der Stämpfli AG wären.  Wandern verstehen sie nicht nur, sie drucken das auch. Zu Luthers Zeiten war der Druck seiner Bibeln noch etwas langsamer, als wir das heute können.

Und da wäre noch der Nachbar, die Sihl AG, die auch Kirchenfenster bedrucken könnte.

80. Die nächste Kapelle werden die Wenigsten kennen. Die Waldaukapelle – die erweiterte Siechenhauskapelle. Hier habe ich Konzerte mit Saitenklavieren gehört, deren Namen ich zuvor gar nicht gekannt habe. Die heutige Pfarrerin hier möchte einmal persönlich kennen lernen, nicht nur vom Telefongespräch. Wie weiter? Unseren Weg kennen wir. Durch den Park der UPD mit den schönen Baumbeständen und danach durch den Schermenwald.

Wir könnten auch über die durchschnittliche Haltung unserer Bevölkerung zu Krankheiten dieser Art diskutieren. Ein Beinbruch kann jeder erleiden. Das ist klar. Eine Geisteskrankheit kann auch jeden treffen und froh sein, wenn er einen sicheren Hafen findet, auch wenn dort eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Vermutlich dürfte dieser Strukturwandel einige ehemalige Angestellte zu neuen Patienten umpoolen. Die staatliche AG-isierung ist für viele Mitarbeiter kein Freudesschrei wert.

Falls wir 95 neuzeitliche Thesen aufstellen wollen, dieses Thema bekäme eine hohe „Startnummer“.

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zweite Teilstrecke der Route des fünften Tages

81. Der Israelitische Friedhof, wie er auf einem Stadtplan von Kümmerly + Frey heisst, finden wir unter Jüdischer Friedhof. Rolf Bloch, „der Schokoladenfabrikant, Jurist und Vermittler, das Musterbeispiel für gelebte Toleranz – im jüdisch-christlichen Dialog und im Alltag“ findet hier seine letzte Ruhe.

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82. Rundum Autobahnbrücken und ansonsten weiter vorbei an der Gebäudeversicherung, wo wir Ueli fragen könnten, wie der Eigenmietwert einer Kirche ermittelt wird. Je nach Verwendungszweck? Je nachdem wer überflüssige Kirchen erwirbt?

83. Weiter über die Worble, wo es gar nicht so einfach ist, die Brücke zu entdecken. Bei den rostigen Mega-Konservendosen ist das Bundesamt für Umwelt zu Hause, wo wir über den Grünen Gockel oder Grünen Hahn informieren könnten. Den suchen wir beim BAFU noch vergeblich. Aber Informationen könnten sie garantiert vermitteln oder wir fragen Richi.

Der bekannteste grüne Hahn in der Schweiz. Das Schweizerische Reformierte Volksblatt erschien von 1866 bis 2004. An dessen Stelle trat im nächsten Jahr das Blog www.libref.ch.

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84. Bis zum Gemeindezentrum Ittigen ist es nicht weit. Dort treffen wir auf einen Kirchturm und zwei Kirchen. Die reformierte und die römisch-katholische Petrus und Paulus liegen Tür an Tür. Vielleicht schaut auch jemand vom benachbarten Haus des Sports vorbei. Unser Präsident hätte guten Kontakt zu einer Gruppe, die er unterstützt – den Behindertensport.

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Das Wappen von Ittigen scheint uns so interessant zu sein, dass sich Andreas I dem annehmen würde. Zudem suchen wir noch einen Geschichtsprofessor oder eine entsprechende Persönlichkeit, welche nächstes Jahr ein spannendes Thema aufgreifen möchte: „Vereinfachte Kindsadoption vor 99 Jahren in der Gesamtgemeinde Bolligen, anlässlich der Spanischen Grippe 1918“, allenfalls kombinierbar mit Nachrichtenlosem Vermögen. Ein spannendes Thema, zu dem ich in der Literatur noch nichts Entsprechendes gefunden habe. Einen Teil habe ich einmal in der BernerZeitung publiziert, aber beim ersten Teil muss ich zuerst noch Verwandte meines Grossvaters informieren. Von Beruf war er Bremser und hatte eine äusserst aussergewöhnliche Patchworkfamilie. Und Bremser gibt es bei der Auskunfterteilung der Behörden. Sie ahnen etwas aber ich weiss mehr.

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85. Weiter über Brücken oder unten durch – wie sie es wünschen – nach Altikofen. Vermutlich eine der verkehrsreichsten Passage haben wir überpilgert Haben sie diesen Namen noch nie gehört? Das ist ein Quartier in Worblaufen, wo wir neben der Gosteli-Treppe auf die Casapella treffen – Wohnhaus und Kirche. Etwas weiter oben ihr Archiv zur Schweizer Frauenbewegung Eigentlich müssten zumindest alle Frauen Marthe Gosteli kennen, die vor 99 Jahren geboren wurde. Keine Ahnung, ob meine Mutter ihr einmal die Geschichte mit der Adoption des ersten Kindes von Ernst erzählte.

Google brauche ich um die Wegstrecke und die Zeit zu berechnen. Wie gewohnt klicke ich auf die Casapelle und dazu ein Name.  Mein persönlicher Klon? Vermutlich nicht, aber er wird schmunzeln und wir hätten ein ergänzendes Gebiet, das in ähnlicher Form schon thematisiert wurde.

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86. Bei schönem Wetter können wir einen Umweg über die ältere Tiefenaubrücke und durch den Ri(y)chenbachwald auf der Engehalbinsel unternehmen. Keltische und römische Bauwerke besichtigen, über Spiritualität diskutieren. Zwei Brücken? Ja, das vergisst man meist, wenn man auf den nebeneinander stehenden Brücken fährt.

Bei schlechterem Wetter unterqueren wir die neuere Tiefenaubrücke und die gut 50 jährige Eisenbahnbrücke nicht und sparen uns den rund einstündigen Waldrundgang. Die geplante neue Brücke werden wir sicher noch nicht begehen können.

87. Wir befinden uns in der Umgebung zweier Felsenaubrücken. Diejenige die Bern mit Bremgarten verbindet oft wird vergessen. Die Felsenaubrücke Bern, besser bekannt unter Felsenau- oder Autobahnviadukt kennt wohl jedermann. Nicht aber den Erbauer, der in der Nachbarschaft unseres Präsident wohnt. Den Architekten Christian Menn hätten wir ganz gerne dabei. Wahrlich, der bedeutenste Brückenbauer der Schweiz.

88. Die kath. Heiligkreuzkirche beim Spital Tiefenau und …

89. … die ref. Mathäuskirche liegen nicht weit auseinander. Dort stand früher ein Pulverturm.

90. Mit einer Fähre können wir nach Bremgarten übersetzen – Zehndermättelifähre allenfalls Reichenbachfähre.  Hinter dem Schloss versteckt befindet sich die geschichtsträchtige Michaelskirche. Zum Schloss gäbe es noch eine kleine-rt Geschichte.

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91. Zeit um ein Abendmahl zu nehmen. Wein oder Wasser, das ist immer die Frage. Wir haben im Siebner-Gremium mal beides ohne Traubensaft beschlossen. Ein ewiges Streitthema, aber auf dem Weg nach Zollikofen würde sich Wein gerade zu aufdrängen. Meines Wissens der grösste Weinberg in und um Bern steht kurz vor dem Schloss Reichenbach. Die Frage ist nur ob Mercurius Weisenstein noch Rebensaft an Lager hätte.

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92. Die letzte Brücke führt uns über den Chräbsbach, früher  Reichenbach und dann dessen Graben hoch zur Kirche Zollikofen wo der Ökumene Weg beginnt. Reformiert wie diese Kirche ist, sind darin keine harten Kirchenbänke zu finden.

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93. Weiter führt der Weg vorbei an der buddhistischen Pagode Tri Thu zur…

94. … kath. Pfarrkirche St. Franziskus

… die dem Heiligen Franz von Assisi geweiht, dem Patron des Umweltschutzes und der Ökologie.  Die Vögel und Findlinge sind symbolisch. Das Thema und der Name Franciscus sind aktuell.

95. Zum Schluss unserer Pilgerreise befindet sich der Mormonentempel – die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage. Der Bern-Tempel ist der erste der in Europa errichtet wurde.

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Z wie Zollikofen, da machen wir Schluss. 500 Jahre Reformation. Grob gesagt, die ersten 300 verliefen ähnlich und der grosse Umbruch fängt Anfangs 19. Jahrhundert an. Auslöser bei uns war die Schlacht am Grauholz – Luftline 3 km entfernt – dort wo das alte Bern unterging und die erste Finanzkrise begann. Die Bahai könnten im Haus der Religionen die zwei letzten Jahrhunderte aus eigener Sicht erwähnen. In ihren Grundsätzen steht ein Satz, den ich am Schluss als Start in die neue Reformation setzen möchte:

Die Menschheit steht am Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter.

oder anders gesagt:

Nach den Bedürfnissen der Menschen fragen.

 

Vielleicht schaffen wir es neue Thesen, Behauptungen für die heutige Zeit zu formulieren. Moses hatte einige Gebote, Luther brauchte schon 95. Wieso gerade 95? Wenn wir interpolieren dann sind es haargenau auf die fünfte Nachkommastelle

111 Punkte oder würden 3 genügen! Das wäre für die heutige Zeit revolutionär … viele möchten das.

Mein Versuch für drei Weisheiten:

  1. Sei recht und offen mit allen und allem.

  2. Sei friedlich und hilfreich, damit Recht Sinn gibt.

  3. Sei sinnlich, damit Erbe und Progessives sich sinnvoll ergänzen.

 

Ein Gedanke zu „„Friede herrscht – proref pilgern“ – restliche Tage (in Bearbeitung)“

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