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Der blaue, rosa, goldene und andere Zwingli

Einige Bilder von der Enthüllungsfeier des Humanisten Zwingli und welche andern Zwingli-Statuten heute in Zürich bestaunt werden können … wobei zu beachten ist, dass viele vorbeilaufen und einige gar keine Ahnung haben, wer hier auf einem Sockel steht.

Drei Themen kamen an der Disputation zur Sprache:

Im letzten Beitrag schrieb ich über Arme und Hände (siehe 1. Link in diesem Beitrag) und heute sehen wir uns eher Füsse an – hier vom „radikaler Philosoph“, wie sich ein Redner outete. Von der Disputation nur zu jedem Thema ein Gedanke, der mir hängenblieb:

– Egoisten sind nicht böse. Egoisten sind egoistisch!

– Eine Bibel sollte frau/mann nicht verbrennen. Es ist gebundenes CO2!

– Die letzten Worte, bevor wir zur Enthüllung und Preisverleihung schritten: „… unnötiger Verein.“

Hier der Artikel der Kath. Kirche Zürich uns leicht gekürzt in der Lokalinfo.

Den genauen Blauton hat Pfr. Res Peter nicht getroffen, aber die richtigen Worte.

Die beiden Klassensprecher begründeten, weshalb die beiden Organisationen ausgewählt wurden.

Operation Rescue – childcare projects

und

Aiducation International

 

Einer der beiden Preisträger sprach in Englisch und der Mitarbeiter übersetzte auf Berndeutsch. Das „poliflotte“ Publikum verstand beide und deshalb lachten sie auch, als ich in der gleichen Sprache erklärte, dass ich nicht nur Banknoten, sondern auch Blüten verteile:

Damit die „Notenblätter“ nicht vom Wind verweht wurden, sind sie in einem blauen Sack überreicht worden. Sollten sie es nicht wissen, Zwingli hörte leidenschaftlich gerne Musik, aber aus der Kirche hat er sie verbannt.

Schlussfoto mit den Diskussionsleitern, dem Vertreter des Quartiervereins  und Vorstandsmitgliedern von libref. Schweiz und libref. Zürich. Speziell haben wir uns gefreut, dass Pfr. Andreas Cabalzar wieder dabei war. Toi, toi, toi … es braucht auch heute noch Skeptiker – das gefällt mir. Andreas 2.0 … da braucht es nicht viel Hackerwissen … mit 5G könnte dieses technische Hindernis vorbei sein. Die „ganz oben“ kennen es und wir würden vermutlich sogar das Copy Right problemlos erhalten.

Zwei Tage später, am Herbstanfang wo die Blätter dann wirklich fallen dürfen, waren wir in Zürich noch auf der Pirsch nach Zwingli.

Auch dem geklonten Zwingli, der vor kurzem noch auf dem Sockel bei der Wasserkirche stand, wünschen wir alles Gute. Er wird zurzeit entrostet. Nach 500 Jahren hat hier der Zahn der Zeit zugeschlagen.

Zufälligerweise angetroffen, die Flughafen Kirche, die Airport Chaplaincy. Der erste Wegweiser befindet sich bei der Kirche selbst. Was die Beschilderung im Flughafen Zürich anbelangt, kann man ruhig schreiben, dass hier garantiert kein Pionier am Werk war. Die meisten sind sehr klein und es gibt viele Leute, die das nicht lesen können. Platz für grössere Tafeln hätten sie. Das sei ein Designerwunsch des Architekten, wie im Bahnhof Zürich. Die sollten mal unsere Arbeit des NDS für das Design Center Langenthal lesen.  Design beinhaltet sechs Aspekte. Die meisten schauen nur auf das Aussehen. Und aufgrund unserer Arbeit wird auch ein siebter empfohlen – die Nachhaltigkeit.

Der Pionier Zwingli. Einsam und verlassen, alle wollen nur der Airbus A380 sehen. Das grösste in Serie hergestellte Passagierflugzeug der Welt – bis 853 Passagiere. Fast so viele Leute standen beim Parking vor dem Lift. Steht der Pionier wirklich am richtigen Standort? Zumindest um dieses Flugzeug zu fotografieren. Knappe zwei Minuten nachdem ich hier war und keine Ahnung hatte, was für eine Maschine kommt. Vielleicht hatte Zwingli hier auch nicht mehr so viel Anhänger, weil einige vermuten, dass er bei den Gilets Jaunes sei. Diese wollen heute reformieren, erhalten aber weniger Geld als die Kirche.

Ein Passant meinte: „Sieht von der Seite wie eine Maschinenpistole aus.“ Eine Zöllnerin, in tollem blauem Hemd, das zu unserem Humanisten gepasst hätte, meinte: „Zwingli? Ist das ein Flugzeug?“ Traurig, das ist wahr und ich habe die Dame als Mundart sprechende Zürcherin wahrgenommen. Dafür wurde mein „Mitpassagier“ für die Betretung der Zuschauerterrasse nach Sprengstoff untersucht. Abtasten, die Handtasche und die Finger nach Sprenstoffrückständen untersuchen und doch nichts gefunden. Nach einer fest gegebenen Anzahl muss eine Stichprobe gemacht werden.  Auf der Terrasse stehen und mitzählen, dann wissen sie, ob sie drankommen. Na ja, mit Flugzeugentführern haben wir Erfahrung. Bei libref. gab es noch andere Bilder. Sie gingen irgendwo im Technopark verloren. Karan habe ich bei BR Couchepin vorgestellt – hier die Bilder (die zwei ersten von mir waren auch in unserem Blog).

Fünf Zwingli haben wir gesehen. Bei zweien spielten Kindern auf seinen Füssen und beim blauen geniesst der Hund vom stellvertretenden Flughafenpfarrer dieselben.

Sie wissen nicht wo der Technopark ist? Beim 4mation Zwingli. Dort wo wir mit BR Leuenberger diskutiert haben. Blogger sind unter sich per Du. Moritz war dann der zweite.

Das Head-Mounted-Display nützt Zwingli (rechts im Spiegelbild) auch nicht viel, um den modernen digitalen Stadtplan zu studieren. Er schaut in die flache Richtung und hat nur seine Bücher auf seinen Füssen im Kopf, die keiner mehr lesen will … doch noch etwas virtuelle Realität zurzeit.

Goldener Zwingli, goldenes Fahrrad (nicht gestellt, aber angestellt) und goldener Brunnen beim Wirtschafts-Zwingli. Bei den Füssen hat er das Weinfass mit einem Rebstock. Hab ja selbst Wirtschaft studiert und begreife nun einiges viel besser. Hinter dem Wirtschafts-Zwingli ist eine Pizzeria und vis-à-vis das Restaurant zum Rebstock. Der Velofahrer aus dem Land von Luther lacht, als wir sagen, dass ein Gasthaus bei uns Wirtschaft heisst. Und die Sichel in der Hand? Sieht fast wie ein Halbmond aus – zur Zeit abnehmend – und erinnert etwas an das Wirtschaftssystem unserer östlichen, roten Konkurrenz. Und sollten sie an einem meiner Hobbies noch Zweifel haben, mit einem ging meine Begleitung zur Schule. Aber es gibt noch viele andere dieses Wirtschaftszweiges in Höngg. Eben kommt ein Goldgelber aus einem andern Gebiet zum Nachtessen …

… keine Pizza, Bratwurst und selbst gesammelte Pilze.

Zuvor ging es quer durch die Zwinglistadt, vorbei bei der Bullinger-Kirche … Bullinger war der Nachfolger von Zwingli … weiter zum …

… Schräger-Vogel-Zwingli. Hier lebt man um den Zwingli, spielt Boccia, schliesst Kinderbekanntschaften auf seinem Schuh, derweil die Eltern sinnieren, ob man oder wohl eher frau die Windeln wechseln sollte. Schräger Vogel. So ganz allein scheint er nicht zu sein. Zumindest gibt es hier kein Glatteis mehr …

… und das weisst eher auf die „geraden Nichtvögel“ hin, die für die Gletscherinitiative werben.

Hier wird gelebt. Zwingli ist mittendrin. Rundherum Wirtschaft-en und auch Wein …

… oder darf man sogar sagen, dass schräge Vögel Engel sind?  Auf alle Fälle kann Zwingli raven.  Auf was stosse ich als Allererstes bei reformiert.info. Auf Katharina, die Zirkuspfarrerin, oder eben, die zurückgetretene. Auf dem „Schlussfoto“ (siehe oben) links zwischen mir und ihrem Bruder Res Peter. Na ja, das Tagblatt der Stadt Zürich schreibt zwar Res Pete! Und der erwähnte Partner haben wir gar in Liverpool bei den Beatles gehört.

Hier die ganze Zwingli-Armada und der Klima-Zwingli. Ja es ist Herbst und beim Durchlesen regnet es so stark und lange, wie ich es seit drei Monaten nie mehr erlebt habe. Vielleicht schaffen die Pioniere in Zukunft sogar, dass wir warmen Schnee und trockenen Regen haben … oder dass diese nicht auf Strassen fallen.

Hier noch einen Nachtrag. „Hab den Wohnungs-Zwingli nicht selbst aufgenommen. Bin in Griechenland.“ Hoffe, dass die gemiete Wohnung am Schaffhauserplatz nicht gekündet wurde und er Ferien im Süden macht. So hat er zumindest ein stichfestes Alibi, dass der Zwingli von anderen umgeworfen wurde. Als Lausbubenstreik würde ich das nicht bezeichnen.

 

Sich blau freuen … blau ärgern ist fehl am Platz

Die Preisträger des vierten prix-libref. wurden von den Gymnasiasten des Freien Gymnasiums Zürich ausgewählt. Die Begünstigen werden Arme sein.

Arme, Arm, damit ist nicht das praktische Ding gemeint, das die meisten Leute links und rechts haben und in der Hand endet. Arm sind Leute, die von der Hand in den Mund leben und oft auch hier noch Mühe haben. Wir können uns arm gar nicht vorstellen.

„Die beste Chance der Armut zu entkommen, ist eine gute Schulbildung.“

Diesen Satz habe ich auf der Internetseite eines der beiden Preisträger gefunden.

Operation Rescue – childcare projects

 

Der andere Preisträger maximiert die Leistung mit der Meritokratie.

Aiducation International

 

Herzlichen Glückwunsch an die beiden Preisträger und Danke vor allem den Gymnasiasten, die diese beiden Organisationen ausgewählt haben.

Mehr über die Preisträger des prix-libref. Ihr seid eingeladen, an der diesjährigen Preisverleihung teilzunehmen. Am Freitag, 20. September 2019 – Start 10:20 Uhr im Freien Gymnasium Zürich.

Einladung_Programm Zwingli

„Der „Blaue-Humanismus-Zwingli“ im Seefeld, direkt vor meinem Büro: da kommt sogar mein Hund nüme druss! „Zwingli-Gsprööch“ im Freien Gymnasium am nächsten Freitag, 20. Septembe ab 10:20 Uhr und Einweihung rund um 12 Uhr. Mit der Verleihung des prix libref. Dass ausgerechnet der Humanisten-Zwingli grad direkt vor meiner Nase steht: Glaubts mir, es hat nichts mit mir zu tun! Grosses Ehrenwort;) Und dass er erst noch die Farbe Blau trägt: echt etz, hat absolut rein gar
nichts mit meiner Wahlkampagne zu tun. Sie unterstreicht – in blau – den humanistischen Wert der Freiheit und verknüpft ihn aufs Engste mit dem sozialen, nachhaltigen Gemeinwohl. Der Blaue Zwingli: Gefällt mir. Und die Veröffentlichung dieses Bildes hier ist wahrscheinlich sogar ein PRIMEUR;) Journis: Gas gäh;) Allez les bleus du monde!“

Gefunden auf Facebook unter res.peter.1. Im neunköpfigen Vorstand eigentlich Andreas der Dritte von vieren.

Arme sind zum Anpacken, Hände zum Zugreifen! Den Preis erhalten die Gymnasiasten in Banknoten, den neuen mit dem Motiv der Hände.

10-er-Note: Ein weibliches Händepaar mit einem Taktstock. Der Finanzblogger kann es sich nicht nehmen, einige nachdenkliche Bemerkungen anzuführen. Zwingli hatte auch eine schlechte Seite, wie wir das heute beurteilen können. Er verbannte die Musik aus der Kirche, vor allem die Orgelmusik. Wer mehr dazu wissen will, besorgt sich die Diss von Bernhard Hunziker – ein Aargauer-Berner-Zürcher-Wiener. Diese Arbeit habe ich vor drei Monaten von einer guten Bekannten erhalten – seiner Mutter. Spannend zu lesen. Vielleicht nicht ganz so leicht aufzutreiben. Mein Exemplar ist zurzeit im Kirchgemeindehaus Neumünster. Die Note ist gelb – die Komplementärfarbe von Blau. Immer beide Seiten anschauen – der Tunnelblick sozusagen.

20-er-Note: Eine knabenhafte Hand hält ein Prisma und auf der Rückseite Schmetterlinge, die nur in violett schimmern – um sich auf der roten Note abzuheben. Alle Noten stammen aus der neunten Serie.

50-er-Note: Die linke Hand hält einen verblühten Löwenzahn – die Pusteblume, wie andere sagen. Der Gleitschirmflieger auf der grünen Rückseite braucht etwas mehr Wind.

100-er-Note: Ein Händepaar, das in der hohlen Hand Wasser hat. Nebst Luft vermutlich das Wichtigste, das zum Leben gebraucht wird. Eine hölzerne Wasserleitung aus dem Wallis auf der andern Seite – eine Suone, eine Bisse. Die Note ist blau, die Kälte symbolisierend, wie unser Blue Planet.

200-er-Note: Die rechte Hand zeigt die Drei-Finger-Regel. Die braune Note, die dem Vorstand von libref. am nächsten steht. Andreas II – André war Professor am CERN in Genf – auf der Rückseite zu sehen.

500-er-Note: da verteilen wir keine, obschon knapp 500 nm die blaue Farbe hat. Die letzte Ausgabe ist nur noch ein halbes Jahr umtauschbar, dann ist sie wertlos oder hat vielleicht noch einen Liebhaberwert. Der Berner Viktor Albrecht Haller ist darauf zu sehen. Später wurde er geadelt – blaues Blut als Infusion – und hiess dann Albrecht von Haller. Übrigens, die Blutgefässe waren eines der wichtigsten Themen, dieses Universalgelehrten.

1000-er-Note: Violett, die erste, die ich in Händen halte. Ist ja auch erst ein halbes Jahr alt. Auf der Rückseite ist das Beziehungsnetz der Vereinigen Bundesversammlung zu sehen. Die Vorderseite ist einfacher zu interpretieren. Darauf sind zwei Hände zu sehen, die sich die Hand geben oder …

… ganz herzlich gratulieren.

 

 

 

 

Zwingli pilgert bis Liverpool

Keine Angst, nur einiges, was man so in den Ferien erfährt.

Schlange stehen sie in Zürich, um sich neben Zwingli zu stellen … na ja, die Stimme kenn ich doch: Andrea Bianca, unser Mitglied und im Vorstand der Zürcher. Toll gemacht. Vermtlich weiss Andrea auch, dass Zwingli unseren prix-libref. erhält. Dass die Statuen umstritten sind, macht Sinn. Das ist Religion life, die wundersame Vermehrung von Zwingli.

Und in Liverpool? Die Musikreformatoren nannten sich Beatles … heute eher ein Marketing-Instrument, als ein echter Renner, wo sich die Leute anstellen.

Da findet sich doch auch ein Beitrag über Hans Ruh, der wirklich Zwingli sein könnte. Auf alle Fälle, sein Engagement für die Ethik, könnte jenes vor 500 Jahren noch übertreffen. Nur, das waren damals ganz andere Zeiten. Zum 86. gratuliere ich natürlich Hans Ruh ganz herzlich. Er hat mich auch mal weitergebildet. Bei einer späteren Diskussion über das Martische 6-Eck meinte er zwar, dass man Ethik wohl nie ins Anlagegeschäft werde bringen können. Da sind nun auch schon zwanzig Jahre in der Finanzwelt verflossen. Ökologie ist heute ein bekannter Bestandteil, Ethik doch noch nicht so recht … oft eher das Gegenteil.

Und was üben die hier mitten in der Stadt über den Gewässern?  Die Luftwaffe fliegt mehrere Einsätze über den Mersey an der UNESCO geschützen Skyline vorbei. Könnten ja die Schweizer sein … aber bitte nur während der Bürostunden in die Schweiz eindringen. Flugzeuge taugen nur im Friedensfall etwas. Dann kann man den Eindringling zum Ausweichen auffordern. Im Kriegsfall hilft hier nur die Flab. Wir sehen auf unserer Reise, was man in wenigen Minuten alles zerstört würde, bis die Swiss Air auftauchen würde. Frankreich, England, Wales – alle erinnern, dass im 2020 75 Jahre Weltkrieg vorbei sind. So kann man die Sonderausstellung von Yoko Ohno im Gebäude von Liebeskind zusammen fassen: Double Fantasy – oder „nie mehr Krieg“.

Lassen sie mal ihre Fantasie spielen – hier 1968. Und nun raten sie, welche der folgenden Kirchen älter ist!

Die echt protestierende …

… oder die katholische Kathedrale, die fünf Jahre früher im 1967 fertig erstellt wurde. Bauliche Kriegsschäden kann man beseitigen … aber Erinnerungen bleiben, sollen zum Nachdenken anregen …

… Zeit dazu vielleicht im St. Peter in Chester. Die weit über 500 Jahre alte ausgestellte Bibel ist nicht ganz einfach zu lesen.

Nicht die Abbey Road der Beatles und auch nicht der Rasen der Fussballclubs von Liverpool – die Abaty Tyndryn  oder die Tintern Abbey, die jezt für Gymnastikübungen verwendet wird.

Eglise St. Joseph in Le Havre. Die eindrücklichste und faszinierendste Beton-Kirche, die ich je gesehen habe. Entschuldigen sie, aber vom Schiff her, habe ich sie zuerst als Leuchtturm wahrgenommen … und das soll sie ja sein.

… und es wird weitergehen, gestern sind wir noch auf den Pilgerweg gestossen …

 

 

Prix libref. geht an den Humanisten Huldrych Zwingli …

… na ja, so ganz genau stimmt das nicht. Lassen sie sich am 20. September auf dem Areal des „Freies Gymnasium Zürich“ und dem Kirchgemeindehaus Neumünster überraschen.

500 Jahre Reformation in Zürich wird gefeiert. Zumindest der Festgottesdienst ist seit einiger Zeit vorbei, nicht ganz 500 Jahre, aber was noch kommen wird, da findet sich noch nicht viel im Internet. Auf der internetten Seite der Kirche der Stadt Zürich ist, genau genommen zweimal, die CD-Taufe „It’s Huldrych“ zu finden.  „Neumünster“ und „Hottingen“. Keine Angst, die Kreuzkirche gibt es nur einmal in Zürich.  Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, in Zürich ist Umbruchstimmung. Drücken wir mal Res Peter die Daumen, am 20. September können sie den Neumünster Pfarrer am Fest kennen lernen, falls es solche gibt, die ihn noch nicht kennen …

… oder am Sonntag beim Konzert. Ich bin überzeugt, dass Zwingli daran auch Freude hätte …

… King Curtis hätte ihn garantiert umstimmen können. Der Humanist Zwingli hat die Orgel aus der Kirche verbannt. Das können sich Jugendliche und Junggebliebene heute garantiert nicht vorstellen …

… und die Jugendlichen, genau genommen die Gymnasiasten des FGZ werden bestimmen, wer den prix libref. bekommt. Sie werden am Fest auch bekannt geben, wer die Preisgewinnerin, der Preisgewinner ist oder ob es verschiedene sein werden. Wir lassen uns überraschen – sie haben freie Hand. Der Ehrengast wird auch freie Hände haben. Huldrych Zwingli – rund 3 Meter gross, aus Plastik und das gleich 15 mal in Zürich. Das Schwert wie oben bei der Wasserkirche im Bild wird er nicht tragen.

Die bisherigen Preisträger des prix libref. waren Gret Haller, Bendict Vischer und Peter Bichsel. Wir sind gespannt, wer den Preis dieses Jahr erhält oder wie er verteilt wird. Liberales, freiheitliches, progressives Denken oder Handeln soll ausgezeichnet werden.

Die Organisation dieses Tages, Beginn rund um 10.00 Uhr, liegt beim Freigymer … irgendwann, vermutlich am Nachmittag wird auch die Generalversammlung von libref. stattfinden. Wir danken den Organisatoren, dass sie uns an diesem Anlass teilhaben lassen.

Notiert auch den 29. Oktober. Wir planen einen weiteren Anlass, diesmal durch uns organisiert. Eine Diskussion mit … das verraten wir noch nicht … Konfirmanden und wer weiss, vielleicht kommt sogar ein oder mehrere Preisträger am Abend ins Kirchgemeindehaus Neumünster.

Hier noch einige Eindrücke vom vergangenen Wochenende.

Es soll sogar Leute geben, denen der farbige Schriftzug an Häusern das erste mal aufgefallen sei. Eine war nicht dabei, die vor 50 Jahren schon für die Emanzipation gekämpft hat. Meine Mutter. Heuer 500 000 am Frauenstreik. Genau genommen waren es nicht nur Frauen, darunter sehr viele Jugendliche und Kinder. Ich habe auch viele Männer gesehen … und 1991 war auch schon eine halbe Million auf der Strasse.

Alle Menschen sind gleich – das ist ein Menschenrecht. Schade, dass das vor allem einige andere Kirchen noch nicht bemerkt haben und nicht danach leben. Es ginge garantiert einfacher.

Vielleicht erhalte ich von Res Peter noch einige Bilder aus Zürich. Er ist bei uns auch für die Menschenrechte verantwortlich. Er hat ein Mitspracherecht in Genf bei den Vereinigten Nationen für die von libref. mitgegründete IARF.  Hier geht es um weltweite Menschenrechte. Er war in Zürich an der Frauendemo und einen Tag später an der LGBTQParade. Das ist eben liberal. libref. ist es seit mehr als 150 Jahren.

 

prix libref. an Peter Bichsel


Peter Bichsel – Herzliche Gratulation zum prix libref. 2014

Peter Bichsel - prix libref. Gewinner

Peter Bichsel hier als Zuhörer und Beobachter der Disputation „Liberaler Glaube heute“ und der Podiumsdiskussion „Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben“. Was davon digital erhältlich ist, folgt in einem weiteren Beitrag. Geniest vorerst einen Tagesrückblick auf die Preisverleihung an Peter – an Dr. h.c. Peter Bichsel. Ein herrliches Fest mit vielen Besuchern, Ansichten, Einsichten und Fragen. Zukunftsgerichtet. Wir sprechen über die Zukunft der Kirche und Menschenrechte.

Peter Bichsel - copy right by pixelgarten.ch

Im Element – Peter Bichsel mit besseren Pixel, nicht Bixel – © bei pixelgarten.ch

Progressiv und keiner beamt die Adresse – www.prolibref.ch – brandneu aufgeschaltet, die Zürcher Sektion, die uns in der reformierten Kirchgmeinde Erlenbach ZH Gastrecht verschafft. Schön, wie der Kormoran, Fischfresser, ruhig durch die Lüfte gleitet. Bei uns gab es vegetarische Pizza, Hirsch oder den weiblichen Partner unseres Symbols, dem Hahn – Huhn, geschnätzelt, geschnetzelt, geschnitzelt an Curry Sauce.

Schön, dass jetzt die EVP ohne Hahn auskommt – kirchenpolitisch anders gelagert. Wir tendieren gegen oben und nehmen es humorvoll. Der Preisträger und der Schreibende tendieren ab und zu gegen unten – dort sei Schall und Rauch erlaubt.

Über 2000 Jahre wird vom Publikum zurück gedacht – den Schwarzen Freitag vor 85 Jahren spricht keiner an.

Hier einige ältere Beiträge über den prix libref. (Gesammelte Werke):

Pflichtlektüre

Der „prix libref.“ 2014 geht an Peter Bichsel

„Schwarzer Donnerstag“ – bitte im Kalender eintragen

140-jährige Geschichte – Gratisdownload der Essays des prix libref. 2011

prix libref. 2008 an Dr.Dr. Gret Haller und Weiterbestand von libref.

Bichsel, Marti mit Locher

Peter Bichsel mit mir, Stephan Marti Schmiedrued (SMS) und einem meiner mitgenommenen Bürogeräte. Die Schere, um einander das Wort abzuschneiden, was nie der Fall war, dafür haben wir fünf Minuten überzogen. Es hätte auch mehr sein können. Die Fragen sind mir noch nicht ausgegangen. Was Peter mit meinem kleinen „Locher“ machen kann – hier die Antwort – das korrekte Gründungsjahr ist 1871. Wie in den Kinderschichten von Peter Bichsel zu lesen ist, kann man einem Baum auch Tisch sagen. Meinen Locher nenne ich als Lust des Sprachunsinns in Zukunft „Bischof“.

Gottfried Locher - Godi Locher

Der „grosse“ Godi Locher, wie er liebevoll von seinem Kollegen vorgestellt wird. Gottfried Locher, Präsident des SEK, so quasi der „höchste“ Reformierte der Schweiz, hat vernetztes Wissen, viele Ideen und Witz. Meinen Locher hat der Bischof vor dem Interview mit Bichsel „abgesegnet“. „Der reformierte Bischof auf dem Prüfstand“ – das Buch von Josef Hochstrasser wird einige Fragen mehr an Gottfried Locher und seinen Antworten aufweisen, als bei unserer Disputation angebracht wurden. Die Buchvernissage findet am 11.11. um 20.00 in Bern statt.

Eine Woche nachher, am 18.11.findet eine Veranstaltung der Berner Sektion statt – Mein Gott – Kein Gott mit Ella de Groot „Ich glaube nicht an Gott …“ – siehe Zeitungsartikel im Kommentar.

Gottfried Locher und Reiner Anselm

Dr. Gottfried W. Locher und Prof. Dr. Reiner Anselm – die Wikipedia müsste einmal mit libref. ergänzt werden, die kennen nur die library reference

Peter, Locher, Anselm und Cabalzar

Gottfried Locher mit unseren Vorstandsmitgliedern (v.l.) Andreas Peter, Reiner Anselm und Andreas Cabalzar bei der Disputation „Liberaler Glaube heute“

Wytske Dijkstra von IARF

Dr. Wytske Dijkstra, Präsidentin von IARF – International Assosition for Religious Freedom (libref. ist Gründungsmitglied. 1900 in Boston gegründet, ist sie die älteste international überkonfessionelle Gruppierung. Seit 1972 ist IARF Mitglied von ECOSOC, eines der sechs Hauptgremien der UNO, wo wir Beraterstatus haben.

Peter Bichsel und Yahya Hassan Bajwa

Im Gespräch beim Mittagessen mit unserem Mitglied und Revisoren Dr. Yahya Hassan Bajwa, dem zweifleissigsten Schreiber auf unserem Blog. Liberal wie wir sind, nehmen wir auch Andersgläubige als Mitglied auf – aber ohne Stimmrecht. Yahya’s Vater war der erste Imam in einer Schweizer Moschee.

Podium

Podium „Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben“ mit Peter, Locher, Huber, Lötscher, Bianca und Anselm.

Reformierte scheuen das heisse Eisen nicht“ – erschienen im Küsnachter.

Heisse Eisen, das ist unsere heutige Zeit und unser Anliegen. „Peter, hast du an Tewje, den Milchmann in Anatevka gedacht, als Frau Blum den Milchmann kennen lernen wollte?“ Es ist vielleicht besser, wenn ich Peter eine Viertelstunde ausfragen konnte und nicht noch Zeit hatte, seine genauen Antworten zu notieren. Kraftausdrückelos geschildert ist das Buch besser. Und trotzdem wage ich vor dem zahlreichen Publikum einige Takte „Wenn ich einmal reich wär, oh je widi widi .. bum …“ – so quasi mein Einsingen, denn in gut drei Stunden stehe ich wieder auf der Bühne und singe im 2. Bass – „River of Babylon“. Einen Song, den ich vorgeschlagen habe – bevor es in dieser Gegend brodelte. Gute Erinnerungen an meine Zeit als DJ (Disc Jokey) und heute bin ich froh, dass das Gebiet zwischen Euphrat und Tigris nur auf dem Beistelltisch aktuell ist. „Missverstande Bibelworte“  von unserem Alt-Präsidenten und Ehrenmitglied Max Balsiger liegen auf. Vater von Nils Balts , ehemals Stiller Has mit Endo Anaconda, predigte als Pfarrer unter anderem für Gottfried Locher als Kirchgänger in Köniz. Der Tag ist gespickt mit kleinen Anekdoten … oder schreibt man Anektoten, wenn man an die heutige Gegend des Paradies denkt? Wir sind progressiv, denken an den Frieden. Das Thema wird nicht angeschnitten.

Übrigens, wer hat Adam verführt, einen Apfel zu essen? Es hat noch Broschüren von Max Balsiger.

Zukunftsgerichtet, progressiv. Blenden wir doch einen Tag zurück. Beerdigung von Peter Niederstein. Ich habe nur Familienmitglieder kennen gelernt. Ihn nie persönlich. Es gibt gar Taminser, die ihn nicht kennen. Diejenige, die uns auf den Turm führte um die Umgebung anzuschauen. Herrlich Aussicht. Zumindest auf die Rheinthäler. Es ist kein Witz, am Tag nachdem Blocher zum BR gewählt wurde. Schande über uns, nicht die andern. Tamins Himmelherrgottnocheinmal, liebe sogenannt Liberale, schreibt doch mal unter Wikipedia, was Sache ist … und sonst zitiert halt Marti: „Früher einmal waren Liberale liberal, heute tendieren oder sind sie zu konservativ. Sogenannte Liberalte. Liberalte Mehrheit – oder Minderheit?“ Bichsel mag nur Minderheiten. Peter Niederstein war ein Vorgänger von Balsiger. Präsident von libref. als dieser noch Verein für freies Christentum Schweiz hiess … oder so ähnlich. Zum Verwechseln mit Freikirchen, denen wir bei Gott sicher nicht nahe stehen. Peter Niederstein hätte eine entsprechende Würdigung verdient. Und Wikepedia mal einen kirchen-liberalen Autor.

Liebe Liberale. Luther, der Reformierte Nr. 1, war ein Arbeitstier. Das war auch der Hauptgrund, wieso die Katholiken einen Gegner bekamen. Die waren arbeitsfaul. Fünfhundert Jahre später müssten die Reformierten, die Progessiven zumindest, dafür sorgen, dass weniger gearbeit wird. Es täte unserer Gesellschaft extrem gut … zumindest fast jedem geldgesteuerten Individuum. Sorry, so langsam sollten wir begreiffen, dass Peter Bichsel mehr als nur Schriftsteller ist. Schriftsteller -stellen die wirklich Arial, Times New Roman, Gothic hin – Peter ist Philosoph – übrigens mein Nickname in der Schulzeit. Peter ist mehr als Schreiber und fast keiner nimmt das zur Kenntnis.

Die Preissumme von lbref.ch ist mit CHf 3000.– äusserst gering. Aber für uns ein grosser Budgetposten. Vielleicht liest dies ein Liberaler, eher heute ein Progressiver. Wir könnten noch eine Millionen … Milliardenspende vertragen … dann wäre das Gedankengut der ehemals Liberalen, Fortschriftsgläubigen einfacher kommunizierbar.  Immer vorausgesetzt, sie schreiben in einer Art und Weise, die Otto Normalverbraucher nachfollziehen kann, aber wir konzentrieren uns lieber auf Shreipheller und Wortgebilde, die uns „leibsorglich materiell“ Bedenken machen.

Libref ist im Umbruch. Und wir werden unsere Ansichten ausdiskutieren. Die Zeit ist reif, wir müssen umdenken. Nach 500 Jahren ist die Einsicht von Luther passe – wir müssen uns entspannen, unsere Zeit entpannen. 125% – 150%-Arbeitseinsatz sind heute fehl am Platz.

Bichsel empfängt das Preisgeld von Marti© Pixelgarten

„Ich mache das wie beim Viehhandel. Das Geld wird nicht nachgezählt. Es zählt das Vertrauen.“ Zudem darf ich Peter ein Buch mit Widmung von Stefan Lackner überreichen. Einer, der nicht nur ihn als Schriftsteller sondern als Persönlichkeit ehrt. Eigentlich schade, dass die Wahrheitsdroge meines Freundes nur eine Romanerfindung in Notturno ist. Zugslektüre für Peter von einem der Berufsmusiker werden wollte, „was – wen wundert‘s – in der Schweiz in eine Karriere als Finanzberater mündete.“ Er half aus, denn DiePost hatte gerade mal sieben 200er-Noten mit dem Bildnis des Nationalschriftstellers von Charles Ferdinand Ramuz vorrätig – vielleicht einmal Pendant des französisch schreibenden Schriftstellers von Peter Bichsel. So musste ich zumindest nicht selbst drucken:

200-er Banknote mit Peter Bichsel

Die neue Banknotenserie mit Peter Bichsel.

Peter Bichsel und Christine Lörtscher

Die Laudatio für Peter Bichsel hielt Christine Lötscher vom Tages Anzeiger … hier würde ich gerne einen entsprechenden Beitrag verlinken.

Organistin und Pianistin zugleich

Tina Zweimüller, die Pianistin und Organistin spielte herrlich. Das zweitletzte Stück in der Kirche und das Schlussstück von Bach gefallen, zumindest mir, besonders – hört sie euch an (weiter unten). Titel und den Namen der Spielerin habe ich noch nicht rausgefunden, da sie „eingesprungen“ ist … (danke für hilfreiche Kommentare) – danke für die Mitteilung. Hier spielt Tina Zweimüller – zwei Bilder, Zufälle gibt es nicht. Via Bern-Web kommt vielleicht auch der Titel.

Peter Bichsel hält die Predigt

Peter Bichsel hält die Predigt: „Der Herr ist mein Trotz!“ – Seiten 12 bis 18 oder zum Nachhören – (gleiches Fenster – mp3-Spieler nicht anklicken, der ist nicht blogtauglich – zum Trotz wurde die Panne soweit behoben, dass der ganze Artikel nicht neu geschrieben werden musste – sorry, aber das ist Murphys Law, daher erfolgt die Publikation zwei Tage später als geplant).

Predigt von Peter Bichsel

 

aufgenommen in der Kirche Erlenbach ZH

Andreas Peter

Unser Tagungsleiter Andreas Peter, schon lange bei libref.ch dabei und heute offiziell in den Vorstand gewählt. Res, mit dir zu arbeiten macht echt Spass.

Um Punkt 10.00 Uhr wird er wieder auf Sendung sein. Am 1. Advent (30.11.) auf dem SRF1, liive übertragen aus der Kirche Neumünster. Eröffnet wird die Predigt mit Toccata und Fuge, die J.S. Bach zugeschrieben wird. Schon nur um die ersten Akkorde zu hören, resp. zu spüren, wäre dies eine Reise wert.

Andreas Cabalzar

Andreas Cabalzar – Pfarrer der gastgebenden Kirche, Vizepräsident von prolibref.ch und neugewähltes Vorstandsmitglied von libref.ch. Andreas, ein ganz ganz ganz herzliches Dankeschön. Ohne dich hätte die Preisübergabe nie in einem so tollen Rahmen stattgefunden.

Pfrn. Pascale Huber

Pfarrerin und „MissReformiert“ Pascale Huber. In ihrem Blog wird zur Zeit umgebaut. An der vorgängigen Hauptversammlung haben wir besprochen und beschlossen, wie wir umbauen werden. www.libref.ch wird www.libref.kaywa.ch verlassen müssen, weil diese den Blogbetrieb einstellen. Wir geben uns Mühe, das Blog nahtlos in eine Internetseite zu integrieren. Unseren Namen werden wir auch nicht protestieren, sondern reformiert bleiben. Über einen entsprechenden Antrag wurde nicht abgestimmt, sondern nur zur Kenntnis genommen.

Christine Lötscher, Tages Anzeiger

Christine Lötscher, TagesAnzeiger

 

Andreas Peter und Gottfried Locher

Andreas Peter und Gottfried Locher – hier als Zuhörer

Anselm, Locher, Bianca und Hoby

Reiner Anselm, Gottfried Locher, Andrea Marco Bianca und Hoby Katharina vom Schaustellerpfarramt

Bichsel und Marti - copy right by pixelgarten.ch
© Pixelgarten

„Peter Bichsel nahm den Preis trotz Bedenken entgegen“ –  ein Bericht von Rebecca Wyss. Sorry, dass die Fotos erst heute fertig sind. Dafür ein kleines Zückerchen …

 Rebecca Wyss - rwy

 … rwy beim Nachfragen. Merci für dein Interesse.

Bianca, Peter, Bichsel und Hoby 

Bianca, Peter, Bichsel und Hoby

Ein Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben: den Konfirmanden für das selbstgemachte und servierte Apéro, der Kirchgmeinde Erlenbach für Kirche, Kultur und eigenen Fotos, allen Rednerinnen und Redner, den Vorstandsmitgliedern von libref.ch und libref.zh und dem unzähligen Publikum, dem grössten seit knapp zwei Jahrzehnten. Diesen Erfolg haben wir sicherlich auch „Zürich liest“ zu verdanken. Unter den Mitwirkenden ist Peter Bichsel nicht aufgeführt! Zum Trotz? Aus weiser Voraussicht, dass die Kirche voll war oder weil Bichsel wohl jeder kennt. Ein ganz spezielles Dankeschön an dich, Peter. Und was wir am meisten mögen. Du sprichst und schreibst die deutsche Sprache so, dass alle dich verstehen.

Nachträglich gefundene Berichte (einige schon im Beitrag):

„Wir sind wenige, aber wir sind alle“ – Reformierte Presse 

Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben – prolibref.

In reformiert. ist „Übersetzungsarbeit für Jesus in postmodernen Zeiten“ erschienen. Schön, wenn alle liberalen Theologen in unserer Laien-Organisation mit vielen Thelogen organisiert wären – das ist progressiv gesehen denk- und dankbar.

© – Text und Foto(s): Stephan Marti – Finanzblog – und herzlichen Dank anstelle des Selbstauslösers an Andreas Bliggenstorfer – Für Presseberichte über den prix libref. dürfen die Fotos* ungefragt verwendet werden – eine grössere Auflösung ist auf Anfrage erhältlich.

* ohne die Fotos von Michael Trost „© Pixelgarten

Pflichtlektüre


Den vorgestrigen Tag werde ich nie mehr vergessen …

… Mittagessen mit Peter Bichsel, kurze Stippvisite bei meinem Bruder zu seinem Schnapszahl-Geburtstagsfest mit Fünfern und dazwischen eine Beerdigung. Alles hat seine Zeit. Leben hat seine Zeit und Sterben hat seine Zeit. Am Abend dann noch das Übungssingen für den Unterhaltungsabend Ende Oktober. Für diesen Samstag habe ich mich abgemeldet. Vielleicht werden wir am 25. Oktober an der Predigt, die von Peter Bichsel gehalten wird, auch singen. Dies wird der Abschluss zur Preisverleihung an Peter Bichsel in Erlenbach/ZH sein.

Er hat den Preis verdient. Ein toller Mensch, mit dem ich Weisswürste mit süssem Senf esse und zuhöre, wie er einmal ein Auto gekauft hat. Peter gehört nicht zur Masse. Der Unterschied zwischen Auto- und Senf-Einkauf gilt für ihn nicht. Genossenschaftsbeiz, jeder duzt jeden. Hier kann man Leute beobachten – ich fühle mich wohl in Peters Stammbeiz. Geniesse, was er erzähl, konzentriere mich auf ihn und nicht das Bild, das ich schiesse. Unbrauchbar. Es muss so sein. Ein wirklich interessanter Mensch … ich müsste stenografieren, was ich mal mit Unlust gelernt habe, um alles aufzuschreiben … aber das ist nicht die Idee.

Lieber Peter, ich hab dich als Büronachbar kennengelernt. Vor gut 15 Jahren. Du schreibst nicht gerne zuhause, lieber umgeben von Lärm. Leiste dir den Luxus eines separaten Büros weiterhin. Vermutlich hat deine nachbarschaftliche Nähe uns unbemerkt gut getan. Schnebi ist heute Chefredaktor, Hans und Andi hauen mit Lifestyle für Fortgeschrittene in die Tasten und Phil ist www.borsalino.ch – heute cash.ch resp. bank zweiplus – erhalten geblieben. Zwei von ihnen helfen auch mit, das Blog auf eine erweiterte Internetseite zu „zügeln“, denn Kaywa wird Ende Jahr den Blogbetrieb einstellen.

Im Kreuz haben wir unsere „Erstbekanntschaft“ aufgefrischt. Mit dem Stephan kennt Peter auch noch eine Geschichte. Derjenige der immer St. Stephan – Sankt xy schrieb. Heilig? Mindestens scheinheilig, heilig vielleicht später.

Absolut lesenwert – „Rauchzeichehn aus Solothurn„. Keine Ahnung, wie lange dieser Artikel online istl. Eigentlich Pflichtlektüre. Trotz Beerdigung ein superschöner Tag. Und zwei mal Hausmannskost genossen. Wie wär es mit Cervelat als Menu? Wurstsuppe, Wurstsalat, gegrillt, panierte Scheiben …

Einladung mit Traktandenliste für unsere Mitglieder

Vor einem Jahr:
Kirche bewegt – Stellungnahme zum Verfassungsentwurf des SEK

Vor 2 Jahren erschienen:
Menschenrechte

Vor 3 Jahren erschienen:
140-jährige Geschichte – Gratisdownload der Essays des prix libref.

Vor 4 Jahren erschienen:
Zum Gedenken an Anne-Marie Bianchi-Segond

Vor 5 erschienen:
Scientology – die Glaubensfreiheit hat nun Grenzen

Vor 6 Jahren erschienen:
Pressemitteilung: prix libref. an Gret Haller und Weiterbestand von libref.

Vor 7 erschienen:
Engel oder Geflügel?

Vor 8 Jahren erschienen:
Was gehört in eine Bibliothek …

Vor 9 Jahren erschienen:
2. Kappeler Milchsuppe

© libref – Text: Stephan Marti – Finanzblog – „Weltbuchhaltung, Abfall und der Turm von Basylon“ – mit einer gewagten Äusserung über Religion, Glaube, Kirche

Der prix libref. geht an Peter Bichsel


„Was, scho wieder e Pris“ – das war die erste Reaktion auf einen Telefonanruf vor Monaten. Er hat ihn verdient. Am 25. Oktober findet in Erlenbach ZH das Fest statt.

Vor über 20 Monaten wurde im Blog spekuliert. Das erste mal wurde konkret nach möglichen Preisträgern gesucht, die liberales, progressives christliches Gedankengut leben oder mitteilen. Mitte Jahr wurde libref. konkreter – der Hinweis mit der Cervelat.

Herzlich willkommen „Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben“:

Bichsel 1
Bichsel 2

Bichsel 3
Bichsel 4

Flyer Preisverleihung Peter Bichsel prix libref.ch (gleiches Fenster)

Unsere Veranstaltung wurde gleichzeitig in zwei Veranstaltungsreihen plaziert:

Zürich liest

KulturKircheErlenbachKUNST

Wir freuen uns auf Peter Bichsel.

Bilateral – wieso nicht lateral oder parallel denken?


Bilaterales Denken – zweiseitlich. Das ist gut und recht wird aber bis zur Abstimmung im 2016 jede Menge an bilateral entgegengesetzten Informationen bringen. Sehr wahrscheinlich wird die Desinformation bei Urnengängen den Zenith erreichen.

Ob die Vor- und Nachteile – von beiden Seiten anders dargestellt – der Schweizer Bürger einigermassen objektiv wahrnehmen kann, sei in Frage gestellt. Der Abstimmungskampf wird noch mehr an unwahren Informationen bringen, als was wir in den letzten Jahren erlebt haben.

Vor dem Vorliegen des Abstimmungstextes sollte zumindest der Bundesrat mal lateral oder gar parallel denken. Laterales Denken = Querdenken. In der Finanzbranche wären das die oft verspottete oder bewunderte Gilde der Contrariens. Paralles Denken, auch die von Eduard de Bono beschriebene Denkweise, alles aus unterschiedlichen Richtungen anzuschauen. Die telefonierende Gilde der Aktienandreher sollen sich mal merken, dass ein Käufer immer überlegen sollte, warum die andere Seite verkaufen will.

Zur Denkweise und Information kann ich via Infosperber die beiden Statements von Dr. Gret Haller empfehlen:

Dr. Gret Haller

Wirtschafts-Bürger und Europa-Politik – oder eine Vorschau auf 2016 und

Aussenpolitik im Ausnahmezustand?

Obige Texte der Präsidentin der „Schweizerische Gesellschaft für Aussenpolitik“ sollten sie sich zu Gemüte führen und den Konsens im Hinterkopf aufbewa(h)ren.

Das Bild von Dr. Gret Haller, der Preisträgerin des Prix-libref., habe ich anlässlich bei der Preisverleihung geschossen. „Bitte, bitte …“ sagt sie nicht. Aber aus einer grossen Serie von Fotos erscheint mir dieses, das aussagekräftigste. Entstanden im Bourbaki-Panorama in Luzern. Desinformation ist überall. Die Bourbaki-Armee ist eine inoffizielle Bezeichnung der Armée de l’Est oder 2. Loirarmee.

Und am 25. Oktober wird in Erlenbach/ZH der neue Preisträger, des „prix-libref.“ geehrt. „Peter“, auch er hat die Ehrendoktorwürde, Schriftsteller. Erraten? Er trägt eine ähnliche Brille wie ich und noch öfters als ich ein schwarzes Gilet und ich würde sagen, eine Englische Mütze. Demnächst mehr bei libref.ch

"Schwarzer Donnerstag" – bitte im Kalender eintragen


„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!“

Der heutige Tag ist zwiespältig. Gut und böse. Eigentlich denk-(mal)-würdig.

Schreiben wir mal vom „Bösen“, der eben im Radio erwähnt wird: Ruedi Hundsberger. Eigentlich traurig, dass über diesen Spitzensportler in Wikipedia nur die Erfolge tabellenartig erwähnt sind. Er hätte mehr verdient. Mein Vater wird mir am Wochenende mehr erzählen und vermutlich auch Eric Hänni erwähnen. Facebook-mässig würden sich die drei mehr als nur „teilen“. Aber anscheinend gab es damals das Facebook noch nicht. Diesen „Bösen“ habe ich in jüngsten Jahren auch kennen gelernt – wohnte ja in der Nachbarschaft. Und hatte ähnliche Erlebnisse wie ich – Zufall?. Heute spricht alles nur vom Schwingen in Burgdorf. Aufsteigend, fast schon wie Fussball und Tennis … sorry, Golf müsste ich auch noch erwähnen.

Den „Lieben“, Mister Präsidänt, den kenn ich nur aus den Medien. Strategisch und taktisch hat er sich – und seine Politstrategen – noch nicht ganz geeinigt, aber vermutlich schlagen „sie“ (wer immer dies auch sein wird) am Donnerstag zu, an oder vielleicht auf. Giftgas. Zwei drei Tage Bedenkfrist. Und so langsam kommt aus, dass die USA seit 30 (dreissig) Jahren wussten, das im Nahen oder näheren Osten Giftgas eingesetzt wurde.

Das bestätigt die WK-Diskussion in den Luftschutzräumen des Simplonspasses – der Spiezer „AC-Chef-Schnüffler“ erzählte aus seinen eben erlebten Erfahrungen. Herrgott, wieso hören wir nicht mehr auf das, was uns „Nachbarn“ erzählen. Die sind Jahrzehnte voraus. Verrücktes Zeitalter. Alle sammeln Informationen und einige, welche über die Sammelwut von Weltmächten berichten, kommen ins Gefängnis. „Weltmacht“ müsste mann eigentlich auch genau definieren, aber solche Äusserungen sind fast schon illegal. Blogger werden aber nicht heimlich filtriert – da listet der Webalizer die „.gov“ säuberlich auf … seit über 8 Jahren. „In God We Trust.“ Sorry, liebe Amerikaner, „In God we trust“hat unser Verein seit 90 Jahren länger auf die Fahne geschrieben. Ich nehme auch nicht an, dass diese unsere fast 150 Jahre Medienpräsenz lückenllos gesammelt haben. Fast wie der italienische Steuerbeamte, der erklärt, dass die Akten 50 Jahre aufbewahrt werden müssen. Von finden sei nirgends etwas erwähnt.

In meinen 58 Jahren hat es schon manchen Krieg gegeben. Aber 48 Stunden im Voraus angekündigt wurde noch nie ein so (leider) „alltägliches“ Ereignis. Zum Glück bin ich nicht der Einzige, der sich manchmal frägt, in was für einer Zeit wir eben jetzt leben, vegetieren.

Am Donnerstag soll die Schlacht gegen Syrien starten, am schwarzen Donnerstag. Die genaue Angriffszeit ist in den Medien noch nicht erwähnt. In unseren Breitengraten könnte es auch schon Freitag werden. Genau genommen fand der „Schwarze Freitag“ ja auch an einem Donnerstag statt.

Da wir einige Tausend Kilometer von Amerika entfernt sind, merken wir uns den 25. Oktober. Genau genommen den 25. Oktober 2014. Dann prix librefen., feiern wir. Den Preisträger verraten wir noch nicht, aber ich hatte heute ein wirklich schönes Gespräch mit ihm. Besten Dank. So viel sei verraten. Wer alle 380 Blogbeiträge durchliest, stösst mal auf seinen Namen. Und im Finanzblog war er auch schon erwähnt … „etwas jünger und er wäre auch Blogger“. In diesem Sinn wiedergegeben, nicht genau so, denn wir wollen ja nicht, dass klevere Googler gleich alles wissen …

… und das zweite Telefonat … wenn alles klappt, dann singt ein Bekannter und ein Freund hält die Laudatio. Zufall? Sicher nicht. Die Denkweise scheint hier zu vereinen. Haltet uns die Daumen und merkt euch den 25.10.14 – Raum Zürich – Goldküste. „Stell dir vor, es ist ein Fest und alle gehen hin!“

Vielleicht sollten wir wirklich mal über die heutige Zeit nachdenken – ein Anhaltspunkt könnte die genaue Uhrzeit, der Veröffentlichung dieses Beitrages sein … heute haben wir noch fünf Minuten Zeit. Die Frage ist nur: „Wie viel Zeit bleibt uns nach Mitternacht?“