Kategorie-Archiv: 09 Menschenrechte

Käse, Schokolade, Uhren und Waffen – Schande über die Schweiz

„Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel“

Und dies nicht nur pro Kopf der Bevölkerung an Entwicklungsländer, wie in mehreren Zeitungen heute zu lesen ist – Freitag, der 13. als Erinnerung. Sondern auch bei der gesamten Waffenausfuhr. Aus obigen erwähnten 700 Mio USD werden dann halt mal 800 Mio USD. Nur 1/8 ging an Nichtentwicklungsländer.

Zahlen sind ja bekanntlich geduldig, aber auch Definitionen. Was ist ein Entwicklungsland? China, Indien, Brasilien? Gehören die dazu? Nach heutiger UN-Definition, die selbst nicht mehr von allen UN-Organisationen angewendet wird, gehören diese Länder nicht dazu, weil sie über 75 Mio. Einwohner haben. Die Weltbank zählt sie zu den LIC – low income countries.

Oder anders gesagt, die Kommastellen können hier total vernachlässigt werden. Das Prinzip bleibt sich gleich, die Schweiz ist wieder einmal „Spitze“. Pflüge statt Kanonen, galt allenfalls, bevor Luther die 95 Thesen anschlug.

Ich bin garantiert nicht der einzige Schweizer, der auf diese Zahlen und Spitzenränge nicht stolz ist … gelinde ausgedrückt.

Die ersten Zahlen sah ich nicht am Freitag, den 13. – sondern bei Infosperber. Ich habe mit den zugänglichen Daten eigene Berechnungen erstellt. Ungefähr richtig ist richtiger, als genau falsch.

Arms Transfers and Deliveries

Je nach Berichtsperiode und nach Lieferungen oder Vertragsabschlüssen ergeben sich andere „Ranglisten“. Bei den Gesamt-Zahlen ist die Reihenfolge immer die gleiche:

  1. USA
  2. Russland
  3. Frankreich
  4. China

Pro Kopf der Bevölkerung musste ich eine Bewertung vornehmen:

  1. Frankreich
  2. Schweiz
  3. Russland und Schweden

Schweden habe ich nicht speziell nachgeschaut, aber der Spitzenplatz bei den abgeschlossenen Verträgen hängt vermutlich mit den zurzeit heftigen Grippen-Wellen zusammen. Kommentare zu den Schweizer Waffenlieferungen sind hier zu finden:

Und wer es noch lieber präziser hat, was in der Welt abläuft, der schaut mal was ich über den Schwarzen Donnerstag vor dreieinhalb Jahren schrieb – das Resultat kennen wir. Und wir wissen auch, wer Handgranaten produzierte, die zuvor im Bürgerkrieg eingesetzt wurden. Ja, aus gut unterrichteter Quelle weiss ich auch, dass meine Blogbeiträge resp. Mails mehrmals auf dem Pult des Militärvorstehers gelandet sind – Antwort kam nie eine und der Pfeifenblaser erwähnte auch nicht, was und ob darüber gesprochen oder gedacht wurde. Letzteres vermutlich schon, aber das ist nicht jedermans Berufsaufgabe.

„Heute ist erst der 12. und Donnerstag“ – ja, wenn die Welt immer so einfach wäre wie im ehrlichen Mey.

Wirtschaft irrt vermutlich – Dividendenabzug

Bei USR III ist die Wirtschaft gegen die Kirche. Da ich beide recht gut kenne, stelle ich den Beitrag aus dem Finanzblog bei der Kirche hinein und schreibe vorab einige Ergänzungen.

 

Es ist garantiert kein Zufall, dass gerade heute Hans Zoss in der BernerZeitung in einem Interview ganz deutlich sagt:

„… Er würde sich wünschen, dass sie (Anm.: die Kirche), wie einst Reformator Luther, die Leute auch mal vor den Kopf stosse. …“

Toll was der Theologe und ehemaliger Pfarrer der freien Heiliggeistkirche in Bern und Gefängisdirektor auf dem höchsten Berg im Kanton Bern äussert. Er brauchte wie die meisten andern auch lange um vom Thorberg herunter zu kommen. Nur der Aufstieg ist für Insassen meist kurz. Theologisch gesehen ein interessanter Berg von rund 600 Metern Höhe, der einmal den kontemplativen  –  (ungefähr: nur auf Gott ausgerichtet) – Karthäusern mit ihren Einzelzellen gehörte. Die Liberalen sind anders gerichtet, offen für neue, andere Ideen. Am Anfang,  gewährte uns Hans ein Interview über Fernwärme und seine Kunden, das in etlichen führenden Blogs der Schweiz im gemeinsamen Adventskalender aufgeschaltet wurde.

Auch andere Wirtschaftsgrössen kennen uns Liberalen, waren schon vor 10 Jahren dabei. Da war eine, die wollte Nationalrätin werden. Echt liberal und Christa, höher geht es in der Schweiz politisch nicht mehr – wir gratulieren. Bei einem anderen Blogger wie alt Bundesrat Leuenberger, denke ich, dass wir mal seinen Abschnitt „Leben“ geniessen dürfen. Die unbekannten Seiten von Führungsgrössen, die heute gefragt sind. Umdenken, revolutionieren oder schon vor 500 Jahren hat man gesagt „reformieren und nicht Fassaden renovieren“.

Bevor sie meine Meinung über USR III lesen, die ich auch dem HIV zukommen liess, können sie aus dem Adventskalender vom 27. Dezember 2007 die Zeilen von Yayha geniessen – vermutlich unser nicht reformiertes Mitglied, das am reformiertesten ist.

Kirche und Wirtschaft müssen zusammen spannen und  progressiv liberalisieren: Kirche und Wirtschaft.

Und hier finden sie Zeitungsartikel pro und contra.

Hier nun der Beitrag, über den vor allem die Wirtschaft, oft auch Industrie genannt, nachdenken sollte. Ich wette, wenn unsere nachplaudernde nicht selbst denkende Wirtschaft so weitergeht, werde ich Recht behalten.

Wieso kompliziert statt einfach und wieso sollen die „Grossen“ und nicht die Mehrheit aller Schweizer profitieren – USR III ist eine Alibiübung und undurchsichtig in den Auswirkungen – NEIN am 12.2.2017.

Die Unternehmenssteuerreform III ist alles andere als einfach zu begreifen. So schreibt das Eidg. Finanzdepartement (EFD): „Mit der USR III soll die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften abgeschafft werden.“ International gesehen ist das ja sinnvoll, der Zeit entsprechend. Und was schreibt die FDP.Die Liberalen im Parteiprogramm (5. Abschnitt): „Auch die aktuelle Unternehmenssteuerreform III. soll zur Erhaltung der attraktiven Schweizer Wirtschafts- und Steuerstandort beitragen.“

Sorry, falls ich zu wenig wissen sollte, aber meiner Anischt nach, die ganz viel andere auch teilen, gehen diese zwei Aussagen diametral auseinander. Aber da ist noch die Rede von in Aussicht gestellten Steuerrabatten für Unternehmen, die die Kantone selbst bestimmen können. Das ist eine Alibiübung die bei den ausländischen Holdinggesellschaften u.ä. bis zum Nullsummenspiel gehen kann … oder noch weiter!

Alle sprechen davon, dass Gewinne dort versteuert werden sollen, wo sie anfallen. Das wäre eigentlich gerecht, entspricht aber nicht der heutigen Wirklichkeit. Wieso gibt es dann Panama, die Schweiz und viele andere Offshore Finanzplätze? Die Freie Republik Liberland ist noch nicht einmal erwähnt.

74% der in der Schweiz ausbezahlten Dividenden fliessen ins Ausland. Warum finde ich diesen Beitrag nur beim Tagesanzeiger, nicht aber in der Berner Zeitung? Hier gibt der Bundesrat ganz prisante Zahlen bekann. 211 Mia. fliessen ins Ausland – 211 000 000 000 – 25 000 CHF pro Schweizer. Eine Zahl, die bis dato in dieser Art nicht bekannt war. Netto vielleicht ein Viertel weniger, wenn sie den Artikel genau durchlesen. Das ist eine Riesendifferenz, was bisher bekannt war. Ein grosser Teil dürfte von Gesellschaften stammen, die den Gewinn schon in anderen Ländern abgeschöpft haben, in die Schweiz transferien und eine stattliche Summe wieder ins Ausland fliessen lassen. Aber ganz sicher nicht in die Ursprungsländer zurück. Mehr dazu finden sie in den regelmässigen Publikationen und Mitteilungen von Public Eye (ehemals die Erklärung von Bern – unter Themen und Hintergründe), Greenpeace und anderen.

Wieso wird der Holdingabzug nicht einfach abgeschafft und der Unternehmesgewinn normal besteuert, allenfalls mit einem kleineren Rabatt. Damit die Doppelbesteuerung von Unternehmensgewinnen in der Schweiz mit der Einkommenssteuer auf Dividenden ausgeglichen wird, könnte einfach ein Rabatt auf die versteuerten Einkommensgewinne aus Schweizer Dividenden gewährt werden. Das wäre Steuergerechtigkeit … und dann gleich noch den fiktiven Eigenmietwert abschaffen.

So etwas schaffen nur Liberale. Linke und Rechte würden aus Eigennutz diskutieren. Steuerphilosphie ist eine echte Philosophie.

USR III wird den seit einiger Zeit in Gang gesetzten Umverteilungsprozess zwischen Reich und Arm nur verstärken. Ob die Holdinggesellschaften alle wegziehen würden, ist mehr als nur fraglich. Lusche vielleicht, wobei zu beachten ist, dass dieses Wort im Berndeutschen einen etwas stärkeren Charakter hat, aber es fällt mir kein entsprechendes Synonym ein. Der Standort Schweiz hat extrem viele weiche Vorteile, die manches Unternehmen zum Bleiben veranlassen – Ausbildung, Infrastruktur und Sicherheit, nur um einige zu nennen.

Für die Bevölkerung könnte USR III zum Bumerang werden. Steuerflüchtlinge müssten weniger bezahlen und für (Wirtschafts)-Flüchtlinge hätte es weniger Geld. Wieso? Der überwiegende Teil der Kantonal-Kirchen würde aus dem heutigen Steuersystem gekippt. Der Staat kann Sozialhilfe nicht so günstig anbieten, wie die Kirche … deren Einnahmen versiegen würden und die bis heute viel Sozialhilfe angeboten haben. Und wo gehen die hin, die einfach in der Kirche Ruhe, Frieden und Anschluss gesucht haben. Es würden noch mehr in Freikirchen oder Sekten abwandern. Verhältnisse wie in den USA müssen nicht wirklich auch bei uns sein.

Um das goldene bullische Kalb tanzen, das machen schon viele. Gewinne kapitalisieren, individualisieren und Verluste verstaatlichen, sozialisieren, das wurde schon zur Genüge vorgelebt. Die Auswirkungen sind nicht berechenbar und vielleicht stehen 100 Holdingmitarbeitern, die abgebaut werden, 1000 Kirchenmitarbeiter gegenüber, die nicht mehr oder freiwillig finanziert werden müssten. Mehr zum eher Allgmeinen:

Viele Kirchen, die nicht in den Abstimmungskampf eingreifen, wollen vermutlich nicht darauf aufmerksam machen, dass man ja auf diese Weise ganz einfach aus der Kirche austreten könnte. Ein verdammt schlechtes Argument, in der heutigen religionspolitischen Lage. Mehr dazu mit Ergänzung zum Thema Kirche unter:

Da das Ganze nicht so einfach ist, findet man vermutlich in der Wikipedia noch nichts über USR III. (Nachtrag: jetzt stehen sieben Zeilen drin). Die Steuerreform hilft nicht echt weiter, hat aber einige gute Ideen. Wer sich weiter mit Steuern befassen will, findet sonst in der Wikipedia jede Menge über Steuern und Abgaben, sowie das Steuerrecht.

Und auf einen Beitrag mit Leserbrief möchten wir aufmerksam machen, der aufzeigt, aus welcher Küche USR III stammt.

SVP geht fremd, gelinde ausgedrückt! Nordkorea Paremalin?

123 Staaten möchten über ein Atomwaffenverbot verhandeln, darunter Nordkorea.

16 von 193 enthalten sich der Stimme. Wenn es nach der SVP mit dem Vertreter Guy Parmelin ginge, würde man den Amerikanern, der von der SVP immer verhöhnten USA folgen und nein Stimmen. Folgen sie diesem Gesinnungswandel noch?

Ist unser Bundesrat Parmelin paremalin? Sucht er nur einen trickreichen Schutz, Schutz vor Schlaumeiern? Bei Nordkorea könnte ja man ja dies bei einem Schachzug noch begreifen. Aber bei der Schweiz. Absoluter Tiefschlag der SVP. Noch nie habe ich so bitterböse über sie geschrieben.

Nicht, weil sie gegen den Atomausstieg in der Schweiz sind. Das ist ein ganz „anderes Paar Schuh“.  Zudem sind sie für die USR III in der Schweiz. Beide Abstimmungsergebnisse dürften wohl wie der Vorschlag der SVP herauskommen. Aber bitte auch dies ist ein anderes Paar Schuh, als was in Zürich referendumisiert wird. Hat sicher nichts mit der Reformation zu tun.

Zurück zur Verherrlichung von Atomwaffen durch den SVP Bundesrat. Der handelt garantiert nicht aus Eigeninitiative mit einnem Hüftschuss. Vielleicht müsste sich die SVP in der Geschichte zurückdenken, wo sie einmal stand. Unsere Position wäre ja wohl klar – aber was liberal ist, müsste ja gar die NZZ nachlesen. Wer in Geschichte nicht ganz sattelfest ist – wie ich zum Beispiel – der kann sich im Paradies gratis Geschichtsbücher besorgen. Internet und nicht mehr benötigte hochstehende Fachliteratur ermöglichen es, zu recherchieren. Über die SVP – das „V“ steht eigentlich für Volk und damit sind wir Schweizer gemeint – wird garantiert auch in die Geschichte eingehen, was sie in den letzten Tagen vollbracht hat. Trapezkünstler im Zirkus „si ne Seich dr gäge“.

Keine Diskussion über Ureinwohner, Einheimische und Zugewanderte im ISO 3166-2:CH voll Stimmberechtigte. Da wird einmal eine echt junge Unternehmerin (keine Jungunternehmerin) in den Grossrat gewählt und schon ist wegen dem Paradis die Hölle los. Dieser Artikel ist nicht mehr brandneu, aber stammt aus der grössten Schweizer Zeitschrift und der Chefredakteur ist, wie könnte es anders sein, auch Aargauer – der Schnebi. Für ins Aargau immigrierte Berner ist dieser Name etwas gewohnheitsbedürftig, aber Hans der Zweite will es so. Diese Geschichte fängt mit einem Borsalino in Solothurn an und endet mit Cash in Zofingen. Dieser Verbindung dürfen sie absolut vertrauen. Wollte auch schauen, was sein damaliger Arbeitgeber darüber schreibt.

Der 8. Bundesrat“ – was sowas fast wie eine schöne Zusammenfassung ist. Unterstützung dürfte sicher von BR Didier Burkhalter kommen – er war für ein JA und ist von der wirtschaftsfreundlichen FDP – wo doch einige an Waffen verdienen und nicht nur bei Kleinen.

Bei der NZZ habe ich noch nichts über die neuen Verhandlungen über das Atomwaffenverbot gelesen, aber ihre Stellungnahme müsste eigentlich klar sein. Bei der AZ finde ich nichts, bei der BAZ zu diesem Thema auch nichts – aber was vom letzten Wahlkampf, das 46 Minuten online ist – Müller oder was.

Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn auch die Schweizer Politik wieder mal daran denkt, echt liberal, progressiv zu werden. Dann wäre auch ihre Position wieder klar. Die ganze Schweiz liegt halt unter einer Nebelschicht – das seit einigen Tagen. Und sogar bei mir hatte es zwei Tage lang Bodennebel – zwei mehr als im letzten Herbst. Hier noch zwei Links aus einer frühmorgendlichen Diskussion, die über Menschenrechte ging. Der Flugzeugentführer und der Bundesrat Couchepin 

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… in der BZ steht bei zwei Bildern „zvg“ – hier sind noch zwei andere vom gleichen Fotografen – ich selbst bin der zvg (inkl. Bild mit Ernst Sieber). Das erste mit dem zukünftigen und heutigen BR Schneider, ex BR Couchepin und Karan Singh dem Flugzeugentführer.

Und nur, damit sich am Nabel der Schweiz der Nebel leicht öffnet – die Crew erlitt damals Kopfweh, vielleicht musste sie auch von einem Careteam betreut werden. Das ist das sein  telefonisches Problem und wenn ich das mit klarer Sicht beurteile, so standen da „mehrere zehntausend Leichen getöteter Sikhs in Massengräbern“ gegenüber, auf die man in der Welt aufmerksam machen wollte.

Und wer etwas Gutes tut, hat auch nicht immer Zeit, alle Buchhaltungsergebnisse zu publizieren. Es ist auch usus, dass wir Vereinsmitglieder und andere nur Spender informieren. Sogar der motzende Katholik, der sich jetzt hoffentlich erholt hat und sich nicht zu fest angegriffen fühlt, kann an beiden Orten mitmachen – wir sind beide neutral. Übrigens, welcher Partei er am nächsten steht, muss wohl heute nicht geschrieben werden. Und Atomwaffen hat er auch nie produziert. Vielleicht wüsste er aus seiner ehemaligen Branche allenfalls Erstaunliches zu berichten.

Übrigens, habt ihr den psychologischen Wandel in letzter Zeit beobachtet. Es wird wieder von Atomwaffen und Atomenergie gesprochen und dabei waren jahrezehntelang immer die Ausdrücke Kernwaffen und Kernenergie verwendet worden. Das Pendel dreht eindeutig um.

Ich wünschte mir eine etwas andere SVP – eine Schweizerische Vrede Partei.

 

 

Folgen oder verfolgen

Wir gratulieren Andreas Goerlich ganz herzlich.

Samir Shaba, Weltfriedensbotschafter und Botschafter des guten Willens für Amnesty International in den USA, verlieh mir den Preis im Namen von ICRIM“.

Gefunden auf Facebook von andreas.goerlich.3 – folgen sie ihm und verfolgen sie, was er über Menschen schreibt, die verfolgt werden. Oder auf Berndeutsch und Deutlich, „folgen“ (gehorchen) sie meinem Aufruf.

Menschenrechte – human rights – das wäre einmal eine Denksportaufgabe an unsere Vorstandsmitglieder. Hätten wir nicht was, was die nicht haben und können die nicht was, was wir nicht so recht können. Nur so eine Idee, wenn der Webmaster und CFO frühmorgens in der Welt rumkurvt und feststellt, dass es uns eigentlich wirklich gut geht. Wenn sie mir folgen, könnten sie feststellen, dass wir für Verfolgte allenfalls Synergien „knüpfen“ könnten.

Laut gedacht. Drei von uns gehen mal nach Bern. Wir wollen in dieser Zähringerstadt einen Marsch organisieren. Die Geschichte um Berchtold V, Herzog von Zähringen reisst in der schönsten Stadt der Welt ganz selten jemanden vom Hocker. Man weiss etwas von 1191 und einem Bär der gejagt wurde. Ich löffle mich, bin letzten Freitag vor und nach dem Stammbetrieb an seinem Denkmal vorbeigegangen und habe ihn überhaupt nicht beachtet.  Ich glaube, es war die letzte Stadt vor dem Untergang des Adelsgeschlechts. Das interessiert wirklich keinen. Und wieso Breisach keine Zähringerstadt ist, wissen vermutlich auch nur Spezialisten – sie wurde erst so richtig von den Staufer gebaut. Aber wo der unscheinbare Zähringerhof ist, dass weiss ich schon seit meiner Jugendzeit – für irgendwas studiert mann ja „Wirtschaft“. Vermutlich wurde die mini Gartenbeiz auch einfach in die Raucherecke umfunktioniert. Aber so genau weiss ich das nicht mehr … aber hier könnten wir was Menschenrechtliches anbahnen. Die Bahn ist nicht weit und die Zähringer hatten mindestens eines. Immer einen guten Riecher, wo man etwas anteigen konnte, das Bestand hatte. Treffen wir uns doch einmal bei ca. 600000/200250.

Übrigens, Ban Ki-moon fordert UN-Notstandssitzung – das ist leider nicht Geschichte oder eine Geschichte – das ist aktuell.

Zum Glück war Freitag

Ja, morgen ist wieder Montag und die Woche fängt mit dem gehassten Montagmorgen an. Dabei können wir eigentlich gar nicht klagen.

Matthew macht einigen mehr Sorgen. Hier ein Beispiel aus Haiti – vorstellen können wir uns das nicht. Wir schlagen uns stattdessen mit den Billetautomaten rum und dem P.P.-Versand der Naturschutzcouvert von Bird Life Schweiz – „DiePost AG“ ist nicht mitaufgedruckt. Sind sie wirklich erstaunt, dass die erste Anleitung bei der ehemaligen PTT auch auf dem alten Stand ist? Heute usus bei uns. Rund eine Viertelstunde, bis ich weiter kann. Und bei der Bahn kann ich in etwa 13 verschiedene Tageskarten lösen – auf einen Blick neu ersichtlich. Für den Z-Pass müssen sie anders hirnen. Reorganisationen am laufenden Band bei diesen ag-mässigen (Ursprung des Wortes stimmt hier voll) Staatsbetrieben, die nicht einmal die Stäbe geschweige denn das Frontpersonal dort verdauen. Aber der Kunde soll es.

Die digitale Strategie mit hochbeschulten und -bezahlten Strategen, verkaufsprovisionsabhängig aber ohne strassentaugliche Praxiskenntnisse. Das sind unsere heutigen Problemchen. Nicht das verdienen, das schaffen nicht ganz alle in diesen Dimensionen. Eher das Umärgern mit nicht mehr Perfektem. Und derweil mein Kollege in die Karibik zurückgekehrt ist und per Handy bestätigen kann, dass das „Geschenk Gottes“ abgewandt wurde und die Muskatplantagen verschont wurden. Hier müssten wir uns fragen, wer den Namen für einen Wirbelsturm, Blizzard, Tornado, Zyklon, Hurikan oder Taifun vergibt.

In der Schweiz schlagen wir uns derweil eher mit Staubteufeln rum. Es gibt ganz andere Probleme, als diejenigen, die wir im nicht mehr ganz perfekten Musterland Schweiz haben. Sitzung von libref in Zürich fängt mit Finanzen an. So sind wir halt. Adieu Genf – merci für die Überweisung eines schönen Teils an die „Mutter“. Trauer und Freude, das gibt es dank eines „Geschenk Gottes“. Genf wird auf eine andere Art weitermachen. Herzlich willkommen, wenn sie wollen. Wir haben es „abgesegnet“. Wir segnen auch den Vorschlag unseres Präsidenten ab. Irgendwo im Fernsehen hat er mitbekommen, dass ein Pfarrer Goerlich in der fast 2 Millionen-Stadt Aleppo – mit ganz anderen Problemen, als bei uns –   den Flüchtlingen hilft. Fernsehen? Ja, das Ding habe ich das letzte Mal bei der Fussball EM benützt. Res Peter, dank USR III zum aktiven Blogger befördert, erklärt, dass er Andreas Goerlich von der Notfallseelsorge her kennt. Für gute Taten können sie in diesem Link die Zahl CH20 0900 0000 8926 8661 5 verwenden. Die Spende und unsere besten Wünsche sind unterwegs.

Kriegsberichterstattung kenne ich nur von der Theorie, die Praxis wurde unserer Einheit erspart. In Aleppo würde unsere Spende im Null-Komma-Null … Bereich liegen. Dort wird mit extrem viel mehr Geld, noch viel mehr zerstört. Denken sie einmal am 1. August oder am Sylvester/Neujahr an diesen Irrsinn. Einschlag und Detonation. Dort gleichzeitig, bei uns als Augenweide und dann erst die Detonation. Und das Geld wird im Irak für Flüchtlinge aus Syrien eingesetzt.

Nehmen sie sich die halbe Stunde Zeit und überlegen sich einmal, ob ihr Herz mit unserem Stress schon leidet. Frieden zu erreichen oder zu helfen, ist anstrengender. Geschweige denn Krieg. Andreas der Dritte im Vorstand hat seine Terminüberschneidungen im Griff. Er weiss am meisten über den mit dem Menschenrechtspreis aus Kurdistan. Dabei haben vermutlich die meisten schon von diesem Zürcher gehört. Der Krebskranke, der operiert werden soll. Das Stichwort und Zusammenhänge bilden sich unheimlich schnell – Namen, die kann ich mir schlecht merken. Die heutige Behandlung dieser Krankheit ist schuld, die Chemie der Pharma. Zwei Millionen fehlen rund und wir könnten an der Abhilfe weiter forschen.

Irgendwie bahnen sich da Terminkollisionen im 2017 an, ja irgendwie stehen die im Raum. Cabalzar hätte dann ja Zeit. Wir melden uns dann wieder mit Karikaturen und dem Blick zur Gotthard-Röhre raus und geniessen den Freitag. Fast ein freier Tag. Und einer setzt Waffen gar für Musik ein.

Der Wirtschaftsnobelpreis kollidiert auch terminlich und ist auch für Frauen nicht ganz  chancenlos. „Die Geschlechterunterschiede vergilben – doch nicht ganz allen gefällt diese Entwicklung“. Stiglitz erwartet gar den Austritt Italiens aus der EU. Keynes wusste noch gar nicht, was die EU einmal sein würde. Ich bin von Friedman beeinflusst worden. „Subventionen sind des Teufels – liberales von Gott“ – so meine Kürzest-Zusammenfassung seiner Thesen.

Und was macht mann so, an einem Freitagnachmittag in Zürich. Krieg oder Frieden. Eine Zweierdelegation beschliesst, solange wie es geht zu geniessen – die Gour-messe ruft. Mit meinem Pfarrkollegen an die Freitags-Messe. Gour ist indisch oder marokkanisch. Beides vertreten. Kräuter, Pulver und und und. Gesund und ungesund sind vertreten, aber eines ist allen gemeinsam. Nicht ganz billig. Und einige endtäuschen mit Gewächsen für Etikettentrinker. Oder auf Deutsch: viel zu hohe Marge. Ganz allen ist nicht alles Wurst. Obschon teuer, haben einige vermutlich eine nicht ganz kostendeckende Geschichte hinter sich. Der Alpenhirt sieht fast aus wie Fidel Castro – sein Geschenk kam via Kollegen meines Begleiters zu mir. Alles liberale Reformierte.

Da kann ich mir nur loben, dass ich nicht Vegetarier bin. Einfach köstlich. Na ja, der Grossvater ist nicht am Stand, aber der Junior ging mit dem von von Tscharner (letzte Seite) in die Schule. Den Vater Gian-Battista kennen wir zwei doch und haben den heute an der Sitzung als „Idee für einen Marsch“ erwähnt. Kennen tun wir auch den Bekannten aus der Surselva wie die Dame beim Stand, Renzo Blumenthal. Einen kennen wir beide nur vom Degustieren der Produkte – sieht Fidel nicht unähnlich aus – die Stählemühle. „Vergessen Sie alles, was Sie über Schnaps wissen.“ Eine Wucht.

Der Web-Auftritt ist eher nebensächlich. Der Inhalt muss stimmen. Die Höflichkeit hat mich heute zurückgehalten, das auf einem Mail an Res den Zweiten zu beantworten. Die Dame hat festgestellt, dass der Auftritt moderner sein könnte. & diese Dame schreibt in ihrer Beschwerde & mit dem Ampersand, das in der Deutschen Korrespondenz vor über 50 Jahren abgeschafft wurde und und und &&& da gab es noch andere tolle Degustationen wie das neu auferstandene Vivi-Kola, Di Capuna mit Bergoliven & eigenem Theater in Embrach, Julius Meinl verwendet Wasser mit 3000 BE – börsenkotiert – Hahnenwasser hat rund das Doppelt, man lernt nie aus, weiss, wie man eine Kuh teilen muss, wo man Wasser brennen kann … ja so viel gut schmeckende Abwechslung GAB´s noch selten.

Derweil andere hungern und dursten und doch einige zumindest die Pestizide im Vinschgau verboten haben. Und zum Schluss wird noch hingewiesen, dass die Schweiz brennt – nur am 12.11.16 – einen Tag nach Fasnachts-Beginn. Obstverband hin oder her, ich habe keinen Zugriff. Damit wären wir kurz vor dem Datumswechsel wieder am Anfang, mit den Problemen mit den Automaten etc., &sf &sw. Und da gibt es Länder, wo es wirklich brennt. Das sind echte Probleme und wir hoffen, dass zumindest einige ab unserer Spende etwas Hoffnung, Erleichterung haben und vielleicht doch mal Ruhe und Frieden.

Menschenrechte im 2016

Berm – nicht meine Heimat- und die schönste aller Städte – Berm. Schon einmal gehört. Niemandsland und zehntausende Flüchtlinge sind dort und niemand darf ihnen helfen.

Kein geläufiges Wort und vor allem keine Ortschaft. Die Berme ist ein Wall, eine militärische Aufschüttung zur Abwehr des Feindes. Genau genommen, dort wo der Weg entlang des Dammes ist. Der marokkanische Barm ist vermutlich der bekannteste – gute 2500 km lang – mitten durch die Wüste. Oft vermint. Trocken, heiss, staubig, windig, in der Nacht kalt und gefährlich. Das haben in Gebrauch stehende militärische Einrichtungen meist so an sich.

Der ganz oben verlinkte Beitrag stammt vom Infosperber und behandelt den Wall zwischen Jordanien und Syrien. Syrien im Krieg und Jordanien mit den USA liiert und lassen keinen durch. Wo sind da die Menschenrechte geblieben.

In vier Monaten haben wir den 10. Dezember 2016 hinter uns. Der Menschenrechtstag. Genau genommen 116 Tage. Ein Thema ist bei der UNO noch keines zu finden. Wie sieht es bei Wikipedia aus – Tag der Menschenrechte? Auch 2015 fehlt. Englisch – ein kleiner Satz: „Our Rights, Our Freedoms, Always.“ Always – immer, stetig und sie stehen nicht all the way (voll) dahinter. As always (wie immer)!

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Das ist nicht die Wüste, das ist die Decke des Saals wo die Menschenrechte an der UN in Genf behandelt werden …

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was sollen wir hier unternehmen, wenn nicht einmal die gesamte UN es schafft, Remedur auszuüben. Hier mein Sitz-Nachbar und Kollege, Prof. em.  André Arn bei den Menschenrechts-Verhandlungen.

Da ein Bild aus dem grossen Plenarsaal für Rock Fossils Werbung machend. Hoffentlich erleiden die Leute am Berm nicht ein gleiches Schicksal, wie diejenigen, die in Bern ausgestellt wurden. Geschichte wird eher im 200 Meter entfernten Historischen Museum nachgestellt. Dazwischen liegt das Schützenmuseum. Genau gegenüber hatte ich für drei Jahre mein Büro mit Ausblick auf den Museumseingang. Ich glaube, ich war schon in viel mehr als 100 Museen, aber das Schützenmuseum gehört eindeutig nicht dazu.

Dass ich auch zu den Schützen (und erst noch sehr guten) gehörte, ist im Beitrag „Blitzlehrgang für Zeitungsleser“ zu ahnen. Sinngemäss können sie hier das Wort Aktie durch Menschenrecht, Leben, Rettung oder ähnliche ersetzen und der Beitrag wird wieder hoch aktuell. Viel Spass wäre total falsch am Platz.

61 Prozent fürchten sich vor Ebola


Über Ebola wird heute tagtäglich in allen Medien informiert. Es ist eine äusserst gefährliche Infektionskrankheit, die bei Ansteckung mit 50 bis 90 Prozent zum Tod führen kann.

Ebola verfolgt dich ständig.“ Ein Beitrag einer Krankenschwester, die für Médecins sans Frontière tätig ist, der bewegt.

Das ist die eine Seite. Auf der andern habe ich die Frage gestellt, ob Grippe nicht schlimmer sei. Eine Frage, die sich heute nicht sicher beantworten lässt. Die Zukunft wird es zeiten. Einerseits liegen die Statistiker und die Mediziner im Streit und andererseits machen es uns die Medien auch nicht einfacher.

Dazu ein in der Aargauer-Zeitung gefundener Artikel „«Grippe und Masern sind global das weit grössere Übel als Ebola».

„Gemäß dem Bundesamt für Statistik in der Schweiz starben in der Zeit zwischen 1998 und 2006 zwischen 8 und 129 Menschen an der Grippe (J10-J11).[30]“ ist in der Wikipedia unter Grippe resp. Influenza ersichtlich. Wenn wir aber beim Bundesamt für Gesundheit nachforschen, lesen wir: „Für Risikopersonen ist die Grippe keine harmlose Krankheit. In der Schweiz hat sie jedes Jahr zwischen 1000 und 5000 Hospitalisierungen und bis zu 1500 Todesfälle, insbesondere bei älteren Personen zur Folge.“ Statistisch lässt sich diese weit auseinanderliegenden Zahlen nicht vergleichen, reisserisch gesagt ergibt sich die 10 bis 200 fache Todeszahl. Und in der Spanischen Grippe gab es weltweit bis 50 Millionen Tote, bei der Russischen Grippe vor 27 Jahren 700 000 Tote. Die Zahlen sind nicht zu überprüfen und liegen je nach Quelle extrem auseinander. Egal an welchem Ende des Bereichs, die Zahlen sind riesig.

An Verschwörungstheorien glaube ich eigentlich nicht. Es erstaunt aber, dass bei der Spanischen Grippe in Wikipedia nicht einmal ein Berichtigungs-Hinweis über Bayer oder Aspirin steht. Vor vier Jahren habe ich darüber im Finanzblog berichtet. Wenn nichts zu finden ist, soll nicht informiert werden. Ein einziger Hinweis ist zu finden, dass dieses Medikament bei Grippe nicht an Kleinkinder verordnet werden soll. Der Schluss dürfte stimmen, dass also das deutsche Medikament mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure schuld darin ist, dass “ Aspirin einen signifikanten Anteil an den hohen Opferzahlen gehabt haben“ könnte. Übrigens, sie können auch einfach Mädesüss und Widebüüseli Tee und Sirup machen oder diesen kauen. Beides wächst in meinen Garten, wäre sogar gratis und hat die gleiche Wirkung wie Aspirin: bei mir hoch allergisch wirkend – auf meinem persönlichen Notfallzettel vermerkt. Es gibt zusätzlich die Vermutung, dass viele Tote auf die damalige Grippeimpfung zurück zu führen sind.

Über die Grippe von 1918-1920 habe ich schon in einem meiner ersten Beiträge berichtet. Marie Messerli ist dort erwähnt – eine Grippetote. Vermutlich bin ich einer der ganz wenigen, der die Geschichte um ihren Sohn kennt. Die möchte ich nicht selbst veröffentlichen. Da steckt viel zu viel dahinter – Geschichte, Menschenrechte, Schicksale, Fehleinschätzungen und vor allem der Zufall. Und Zufälle gibt es bekanntlich nicht. Das Thema ergäbe eine sensationelle Möglichkeit für eine Dissertation oder Habilitation in den Bereichen Geschichte oder Ethik. Interesse? Kommentar oder Mail und wir sprechen zusammen.

Ebola ist schlimm, kein Zweifel. Es ist aber nicht möglich, neutral und sachlich korrekt zu berichten. Mediengeilheit und Wirtschaftsinteressen auf die übertreibende und untertreibende Art machen es nicht einfach. Weiter beobachten und hoffen, scheint die einzige Möglichkeit zu sein. Aktuell sind es 4033 erfasste Todesfälle und wenn man die erfassten über 8000 Fälle miteinberechnet, werden es im besten Fall statistisch gesehen über 5000 Ebolatote sein. Ich befürchte, dass diese Zahl viel zu tief ist und sich das Ebolafieber von der Epidemie zur Pandemie ausbreitet wird – siehe 2014 (zur Zeit letzter Eintrag).

Daseinsvorsorge – ein Fall für die Kirche?


Karl Jaspers hat dieses Wort „erfunden“ und in seinen religösen Thesen auch folgenden Satz geschrieben: Der Mensch ist unvollendet und nicht vollendbar.“

Daseinsvorsorge ist für Schweizer ein unbekanntes Wortgebilde. Wir sagen dem „Service Publique“ und beinhaltet Gebiete wie Wasser, Umwelt, Energie, Verkehr, Bildung, Gesundheit … etwas, wozu jeder Menschenrechte und Menschenpflichten hat.

Diese Gebiete könnten umgekrempelt werden. Genau weiss das niemand und nur ein erlesener Kreis ungefähr. Hier herrscht die grösste Geheimniskrämerei seit dem 2. Weltkrieg. Hinter dem Begriff TTIP – Transatlantic Trade and Investment Partnership, Transatlantisches Freihandelsabkommen – steckt politischer Zunder. Mitte Februar schrieb das Personalblog über TTIP – ein Schritt in eine neue Weltsirtschaftsordnung.

Seither sind doch aus der hochgeheimen Kommissionstätigkeit einige Informationen an die Öffentlichkeit gestossen:


„Der große Deal – Geheimakte Freihandelsabkommen“ – eine Sendung des ARD. Wenn sie die Thematik nicht kennen, „opfern“ sie eine halbe Stunde für ein hochbrisantes Thema. Etwas schneller geht es beim Infosperber. Ein Teil der geheimen Dokumente durchzuarbeiten, dauert vermutlich weit länger.

Erstaunlich, wenn sie die weiterführenden Links bei Wikipedia anschauen – positive Meinungen sind zwei aufgeführt, negative wesentlich mehr und nicht nur linke Links.

Zum Schluss eine Unterüberschrift aus der „Zeit“.

Die ruinösen Folgen für die europäische Kultur sind noch der geringste Schaden

aus dem Beitrag eine Wahnsinnstat.

Die Kirche rühmt sich, für die Kultur massgebend zu sein. Wäre es auch für die Kirche an der Zeit, dass man sich zumindest mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzt.

Wenn ich einmal reich wär …


… das Musical Anatevka kennt jeder – den zugrunde liegenden Roman „Tewje, der Milchmann“ von Scholem Alejchem, weniger.

„Ich bräuchte nicht zur Arbeit.“ Ribidibidibidibididibidum … ungefähr so ertönt der Refrain. Refrain blasen wollen wir auch ein wenig, das Jahr 2013 Revue passieren lassen und einiges zum 2014 schreiben. Nicht vergessen, der 25.10.14 – die Preisvergabe des prix libref. – vielleicht erzählt der Preisträger auch über seine … und der Milchmann, oder den Militärkollegen „Heuschrecke“

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Nicht zuviel erzählen. Geheimkrämen wie die Heuschrecken und dabei nicht rot werden, wenn sie extrem reich werden – alles Themen, die auch das 2013 geprägt haben. Und die Datenüberwachung nicht vergessen. Und wer „böse“ schreibt, wird neuerdings abgestraft. Google sei dank, resp. der US-Nachrichtendienste die dahinter stehen. Suchen sie einmal „libref“ bei Google oder einer anderen Suchmaschine. Die Unterschiede sind zum Teil extrem. Keine Ahnung, ob Google dies absichtlich macht oder ob sie riesengrosse Softwareprobleme haben. Die Suche auf Deutsch wird meist von englischen Suchresultaten angeführt – wir nun auf Stelle 9 (seit 8 Jahre immer auf Platz 1). Auf Platz 10 kommt stadtbranche – echter Quatsch aus Pinneberg. Und um bei der Literatur zu bleiben, kommen mir „Die Zwerge in Pinneberg“ in den Sinn. Von August Kopisch – ca. 7. Klasse, Strafaufgabe, dieses Gedicht über Nacht auswendig lernen. Kein Problem – nur, es war das letzte mal, das ich je ein Gedicht auswendig lernte.

Heuschrecke

Lesen sie die Zwerge – sie passen zur zeit. Es wird getrickst, wo man nur kann. „Böses Alter“? Nein, wechseln wir zur Musik. Endo Anaconda (der Link stimmt schon!) ist auf Platz 43 der „Berner des Jahres 2013“ und auf Platz 44 Jean Ziegler, der in den Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrates der UN gewählt wurde. Ein Thuner, heute eher Tun-er, besser gesagt ein echter „Sender.“ In der Zwischenzeit wird er garantiert einmal das Finanzblog gelesen haben. Ja freuen wir uns über das 2014, was es alles an Literatur, Musik und Menschenrechten bieten wird.

Und Menschenpflichten. Der Beitrag folgt doch noch im zu Ende gehenden Jahr … wer den Text nicht versteht, kann es mal mit einer Google-Übersetzung versuchen, versuchen, versuchen.

Die Worte von libref. im UNO-Menschenrechtsrat

Plaidoyer

concernant des constitutions comme sources des droits des minorités religieuses vulnérables au Conseil des Droits de l’Homme, Palais des Nations, 26 novembre 2013. Merci, Madame la présidente, pour nous accorder la parole.

Je parlerai au nom de IARF, l’International Association de la Paix religieuse. IARF est une association internationale, avec plus de 70 associations membres, qui s’engage pour la liberté de la religion ou de la foi, travaillante dans plus de trente pays mondialement. Je mettrai l’accent sur l’importance pratique de s’engager pour la construction d’une constitution qui protège la liberté de religion et des minorités.

Lobbying de la majorité pour les minorités en vue d’une unanimité La Suisse, et plus directement notre union des protestants libéraux, dont je suis le président, peuvent partager une expérience historique pour la lutte pour une constitution qui intègre les minorités. La Suisse moderne est l’effet d’une guerre civile entre des conservateurs, catholiques, et des réformateurs, protestants. La constitution était donc le dictat des vainqueurs en 1848, des protestants libéraux. Le général de troupes réformatrices, Guillaume Henri Dufour, citoyen de cette ville de Genève, avait néanmoins comme but principale déjà, de ménager et sauvegarder l’ennemi fraternel.

Notre union est fondée au moment où la constitution est revisionnée radicalement. C’ était en 1871. Comme protestant, faisant parti de la majorité, nous nous sommes engagés pour que les minorités, elles aussi, aient la liberté de la foi et des consciences. La constitution de 1874 prévoit dans l’article 15 la liberté de croyance et de conscience. Notre union, libref, était donc un lobbyiste, qui a réussi la longue haleine. Elle poursuit son chemin. Les statuts de notre union la déclarent comme ouverte pour tous crédos non révisionnistes. Il y en a par exemples des musulmans entre nous. Ce faisant, nous suivons un autre genevois :

Jean-Jacques Rousseau, pour lequel la pluralité est une espèce, qualité d’unanimité. Nous n’entendons pas la voix de la majorité, mais cette voix, qui exprime la volonté effectivement générale.

Pour le travail ici du forum, nous avons trois encouragements :

1) L’engagement pour le plus haut « legal framework », la constitution, est longue. Pourtant, l’engagement sur ce niveau vaut la peine.

2). La majorité est à encourager d’ inclure la voix des minorités en vue d’une unanimité, afin de ‘sauvegarder l’ennemi fraternel ‘ à la constitution

3). Un état n’a pas et ne peut avoir une conscience. Nous encourageons donc des individus et des associations, d’exprimer les différentes consciences.

C’est à eux, donc à nous, d’exprimer cette conscience concrète. C’est à l’état et sa constitution, de les protéger et de leur accorder un espace

von Jean-Claude Cantieni, Chur

Gottesanbeterin

Wie Heuschrecken? Nein eine Gottesanbeterin. Wir halten uns aber an unser Wappentier – den Hahn und wünschen alles Gute zum reformierenden und protestierenden 2014 – .

Nachtrag: 6.1.14 – Die Feldgrille wurde zum Tier des Jahres gewählt. Heuschrecken, zu diesen zählt auch die Grille, nicht aber die Gottesanbeterin – das ist eine Fangschrecke. Fangen sie diese Insekten nicht, die in fremden Ländern zu Delikatessen gehören, denken sie an die Menschenrechte oder eben an die Tierrechte. Schon wären wir beim Thema „wir grillen““ – vegatisch ja oder nein?

… einige zusätzliche Überlegungen zum Jahreswechsel im Finanzblog.

Vor einem Jahr:
Kleiner Vorrat an Publikationen

Vor 2 Jahren erschienen:
Dutzende tote Christen bei Anschlagsserie in Nigeria

Vor 3 Jahren erschienen:
prix libref. 2011 – Gewinnsumme CHF 5000.-

Vor 4 Jahren erschienen:
Umdenken ist in Zukunft angesagt

Vor 5 erschienen:
Der Finanzblogger sagt „adieu“ …

Vor 6 Jahren erschienen:
Wer ist der Täter von Benazir Bhutto? Yahya Hassan Bajwa direkt aus Pakistan

Vor 7 erschienen:
Goggel, Googel …

Vor 8 Jahren erschienen:
Weihnachtsgeschenk in letzter Minute

© libref – Begleit-Text und Fotos: Stephan MartiFinanzblog

Morse Flores von der IARF in Zürich


Eindrücke aus dem Kirchgemeindehaus Neumünster …

… gesprochen haben wir „über Gott und die Welt“ und dabei auch ans gleichnamige Buch von Peter Bichsel gedacht. Und ich an Peters erstes Buch – Pflichtlektüre zu meiner Zeit in der Schweiz. Wenn alles klappt, werden wir nächstes Jahr nicht nur den Milchmann kennen lernen. Leute aus Indien, Japan … und auch aus Pakistan könnten wir kennen lernen. Ausplaudern möchten wir unsere Ideen noch nicht. Diese befindet sich erst in Phase eins.

Morse Flores von IARF spricht auf Französisch über die UN – die Vereinigten Nationen (Seite kann in Google-Deutsch angezeigt werden) und erwähnt auf Englisch den 33. Welt-Kongress von IARF in Kochi

Das sind so einige Bemerkungen, was national gesprochen wurde. Nicht vergessen möchten wir die Ideen, die Zürich betreffen. Hans Trachsler, danke ganz speziell für deine Voten und für die Auferstehung wünschen wir viel Erfolg und Freude … mehr dazu später … lasst euch überraschen.

Aus dem Traktandum „Diverses“ für sie herausgepickt:

„Was ich an Albert Schweitzer gut finde“ ist auf Seite 46 vom Alttestamentler Prof. Dr. Andreas Wagner von der Uni Bern nachzulesen. „Verantwortlich, Tatkräftig, Widerständig, Neugierig – Aber er hat eindrucksvolle Spuren hinterlassen.“

2013 jährt sich Albert Schweitzers Gründung des Spitals Lambarene zum einhundersten Mal. Aus diesem Anlass widmet sich die interdisziplinäre Vorlesungsreihe des Collegium generale dem Schaffen Albert Schweizers aus unterschiedlichen Perspektiven …“ Seite 49.

Die zwölf Veranstaltungen finden jeweils von 18.15 – 19.45 statt und das Konzert im Münster zu Bern. Hier noch Bilder aus dem Neumünster zu Zürich.

Morse Flores und Stephan Marti
… Morse Flores und Stephan Marti – SMS …

Pfarrer Andreas Peter
… Andreas Peter unser Gastgeber …

Vor einem Jahr:
Dutzende tote Christen bei Anschlagsserie in Nigeria

Vor 2 Jahren erschienen:
Helfen Abkürzungen weiter

Vor 3 Jahren erschienen:
„Woher kommt der Hass auf den Westen? – Gret Haller und Jean Ziegler im Gespräch mit Norbert Bischofberger“

Vor 4 Jahren erschienen:
Laudatio anlässlich Verleihung des prix libref. an Gret Haller

Vor 5 erschienen:
Anti-WEF Demo und Ferienstimmung

Vor 6 Jahren erschienen:
Informationen über die Sikhs

© libref – Text und Foto (bis auf das von Res): Stephan MartiFinanzblog