Alles Leben ist Geheimnis. Alles Leben ist Wert.

Meine Gedanken zum Tod unseres langjährigen Präsidenten Max-Ulrich Balsiger-Nil. Lieber Max auf die letzte Reise kann man vermutlich kein Gepäck mitnehmen. Wir wissen es nicht. Du weisst jetzt vielleicht mehr, aber kannst es uns nicht aufzeichnen. Wenn du einiges hättest mitnehmen können, wäre sicher die Schreibmaschine dabei gewesen. Den Computer hättest du auf der Erde … Alles Leben ist Geheimnis. Alles Leben ist Wert. weiterlesen

Wer ist libref?

Geschichte libref. – vormals „Schweizerischer Verein für freies Christentum“ – gegründet 1871 – ein Portrait Geschichte von libref. von unserem Ehrenmitglied Max Balsiger – Schweizerisches Reformiertes Volksblatt Nr. 2 / 2004 2017 feiern wir 150 Jahre Medienpräsenz.  Damit sind wir wohl das zweit-älteste, aber vermutlich das progressivste landeskirchliche reformierte Medium der Schweiz. prix libref. Download: … Wer ist libref? weiterlesen

prix libref. an Peter Bichsel

Peter Bichsel – Herzliche Gratulation zum prix libref. 2014 Peter Bichsel hier als Zuhörer und Beobachter der Disputation „Liberaler Glaube heute“ und der Podiumsdiskussion „Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben“. Was davon digital erhältlich ist, folgt in einem weiteren Beitrag. Geniest vorerst einen Tagesrückblick auf die Preisverleihung an Peter – an … prix libref. an Peter Bichsel weiterlesen

Der Jahrzehntbericht

Der neuen Jahrzehntbericht der Berner Landeskirche „Reformiert“ schreibt als Titel in der vorletzten Ausgabe. „Per Mausklick durch das Kirchenjahrzehnt„. Beim gezeigten Cartoon wird es nicht nur den Pfarrerinnen und Pfarrer gleich ergehen. Der Bericht ist toll ins elektronische Jahrtausend gestellt worden. Grafisch in verschiedene Bücher unterteilt und deshalb dürfte es dem Bericht so ergehen, wie … Der Jahrzehntbericht weiterlesen

Kleiner Vorrat an Publikationen

An der heutigen Vorstandssitzung beim Neumünster in Zürich haben wir beschlossen, unseren Vorrat an Broschüren interessierten Kreisen gratis abzugeben. – „Missverstandene Bibelworte„ von Max Ulrich Balsiger, Meikirch – „Das Buch Daniel und seine Botschaft von den letzten Dingen„ von W. Baumgartner, Basel – Mai 1944 – „Neue Chancen und Möglichkeiten Liberaler Theologie“ von Friedrich Wilhelm … Kleiner Vorrat an Publikationen weiterlesen

Bekenntnisprozess – Bekenntnisfreiheit

„Die Reformierten bekennen Mühe mit dem Bekennen.“ Sie leben seit über 150 Jahren bekenntnisfrei, schreibt Reformiert in einem Bericht über den Bekenntnisprozess des SEK. Die erwähnte Seite 167 meines Namensvetter Kurt Marti über das Bekenntnis, zitiere ich in voller Länge: „ „ Die Seite des Werkbuchs ist leer, damit jeder sein eigenes Bekenntnis formulieren kann. … Bekenntnisprozess – Bekenntnisfreiheit weiterlesen

Fritz Buri – eine unbekannte bekannte Persönlichkeit

Kennen sie Fritz Buri? Nein! Aber sie kennen Albert Schweitzer oder Gottfried Keller? Dann ist es Zeit, dass sie sich den Namen und etwas mehr über den weltoffenen liberalen Theologen Fritz Buri merken …

Fritz Buri und Albert Schweitzer

… eine Foto der Foto vom Erinnerungstag in Täuffelen. Ja, die Täuffeler – ja nicht mit Täufferer zu verwechseln – sind stolz, dass dieser Pfarrer in ihrer Gemeinde im Seeland war. Liberal ist auch die heutige Pfarrerin Schaeren, mindestens zwei mal wusste sie die Teilnehmer an der Predigt zum Schmunzeln, gar Lachen zu bringen. „Passet de bim Kreuz (Restaurant) uf d’Fussgänger uf wo vom Zug chöme. U die soue de o uf e Zug uffpasse, süesch müesse mer de no e …“ und hier hält sie inne, lacht auch. Das Traurige in der Kirche ist manchmal unumgänglich, aber bei den Liberalen darf auch das Lustige, das Farbenfrohe sein …

Fritz Buri - Bild von Samuel Buri

… Fritz Buri – Bild von Samuel Buri, seinem Sohn … vermutlich sein „kleinstes“ Werk ist im Schubladenmuseum zu besichtigen … farblich schön abgestimmt …

Zürcher Bibel - gestaltet von Samuel Buri

… und das wohl bekannteste Werk ist die Zürcher-Bibel, hier die einzelnen Bilder, die von Samuel Buri gestaltet wurde …

Fritz Buri Gedenktag in Täuffelen

… vor dem Eingang zum Pfarrhaus in Täuffelen. Liebe Frau Schaeren, wird sind zwar nicht dazugekommen zusammen zu sprechen, aber ich weiss nun, wieso sie mich in der Predigt anschauten als sie erwähnten, dass auch Künstler dabei sind. Liberale dürfen weiss tragen, das ist bei uns schon lange nicht mehr nur der Braut vorbehalten. Wir bekennen uns zu keiner Farbe, sind bekenntnisfrei (Seite 10, rechts) und keiner weiss dies besser, als der schwarz gekleidete Max Balsiger neben dem anderen Ehrenmitglied von libref., Frau Dreyer.

Ganz speziell erwähnen möchte ich noch Prof. Jean-Claude Wolf – 2. von rechts (Jacke über der Achsel). Herzlichen Dank, dass wir ihr Referat ungekürzt wiedergeben dürfen:

Fritz Buri – Zur Theologie in Gottfried Kellers Werk

Jean-Claude Wolf (Universität Fribourg)

(Anm.: alsWord-Dokument – docx – in wissenschaftlicher Darstellung und korrektem Zeilenumbruch)

Der Beitrag entstand zum Gedenktag Fritz Buri in Täuffelen 1934-1948. Er fand am 22. August 2010 in Täuffelen im Kanton Bern/Schweiz statt. Der Anlass wurde mit einer Ausstellung von Bildern des Sohnes Samuel Buri bereichert. Weitere Referenten waren Peter Schulz und Imelda Abbt. Die Tagung wurde von Frau Pfarrerin Mariette Schaeren organisiert und durch einen Gottesdienst in der Kirche Täuffelen eröffnete.

Im Folgenden wird Buch Gottfried Kellers Glaube. Ein Bekenntnis zu seinem Protestantismus vorgestellt, das der reformierte Schweitzer Pfarrer und spätere Basler Ordinarius Fritz Buri in seiner Zeit als Pfarrer in Täuffelen (1934-1948) verfasst hat, zusammen mit einem weiteren Buch über Carl Spitteler und Vorträgen über den Maler Albert Anker (1946). Das Keller-Buch erschien 1944 im Verlag Paul Haupt Bern. Es ist L. J. van Holk und Kurt Leese in treuer Verbundenheit gewidmet. Leese war unter anderem bekannt durch seine sorgfältige Rekonstruktion der Geschichte der natürlichen Theologie und der protestantischen Mystik. Seine Werke waren präsent im Archiv für genetische Philosophie in der Villa Karneol an der Römerstraße 29, wo Walter Robert Corti wirkte, wo ich bereits als Gymnasiast und junger Student meine „erste Universität“ und geistige Wahlheimat fand wo mir von Frau und Herrn Corti für zwei Jahre großzügig Gast- und Wohnrecht gewährt wurde. Walter Robert Corti hat Kurt Leeses Buch Recht und Grenzen der natürlichen Religion herausgegeben. Corti war den radikal-liberalen Theologen, zu denen auch Hermann Raschke gehörte, sehr verbunden. Sein Beitrag zur „Mythopoese des werdenden Gottes“ wurde von Martin Werner in einem eigenen Abschnitt seines Werkes Der Weg des protestantischen Glaubens ausführlich gewürdigt. (Auf die Bedeutung dieses Gedankens werde ich anlässlich einer Feier zu Cortis 100. Todestag im Archiv der Zentralbibliothek am 9. September 2010 in Zürich eingehen.) Ich erwähne hier diesen Zusammenhang mit Corti, um den bildungsbürgerlichen Hintergrund liberaler Theologen und Philosophen anzudeuten. Vor diesem Hintergrund war es selbstverständlich, dass man Gottfried Kellers Werk in extenso kannte. Das Buch von Buri über Keller durfte im Archiv für genetische Philosophie nicht fehlen!