Kategorie-Archiv: 04 Reformierte Landeskirche

Marti an Marti – ein Dankeschön


Der Berner Pfarrer Kurt Marti wurde 85 – dies hat ein grosses Medienecho hinterlassen.

Wenn ich einen schreibenden und dichtenden Pfarrer gerne lese, dann ist es Kurt Marti. Nicht weil er auch Marti heisst und auch in Bern geboren wurde. Nein, weil er eben so schreibt. Manchmal martialisch, kriegerisch, wie die Herkunft seines Namens, dem Kriegsgott Mars. Aber vielen ist nicht bekannt, dass in der römischen Mythologie Mars auch der Gott der Vegetation und des Frühlings, des Erwachens, war.

Vermutlich hat jeder Marti etwas kriegerisches an sich und ist bemüht um eine friedliche Vegetation und um das Aufwachen der Gesellschaft. Der blogschreibende Marti nicht ausgenommen, aber es gibt bekanntere Beispiele. In der Schweiz Dick Marty, der Ermittler der EU protestiert und ist schockiert. Und in Guantanamo, auf Kuba wird einer noch mehr verehrt als Fidel Castro – der Nationalheld, Unabhängigkeitskämpfer und Gedichteschreiber José Marti.

Allen Recht getan ist nicht möglich und das will auch kein einziger Marti. Das revolutionäre Denken und Schreiben kann man keinem absprechen – zumindest nicht den bekannteren der alleine über 20 000 in der Schweiz. Allen alles Recht machen will auch Kurt Marti in seinem Interview «Es gibt kein ewiges Leben» nicht.

Hier einige Reaktionen auf diesen Artikel in der Berner Zeitung:

Er regt uns zum denken an

Die Freiheit des Glaubens gilt auch für ihn

Glauben und Physik

Mut zur Demut

Einspruch, Herr Marti

Bibel falsch zitiert?

«Weil ihn die Kirchensprache nicht befriedigte, suchte er eine, die «genauer, ehrlicher, sachlicher» war.» Und den obigen Leserbriefen nach zu urteilen, gibt es Personen, die seine liberale Schreibweise nicht zwischen den Zeilen lesen können und schon gar nicht Ironie und Sarkasmus verstehen.

Danke Kurt Marti, dass sie so schreiben – die schweigende, nicht schreibende Mehrheit versteht Sie sehr gut. Wer keine Bücher von Kurt Marti hat, kann sich im Internet stundenlang mit Texten auseinandersetzen.

Textausschnitte von Kurt Marti:

aus republikanische gedichte:

Auferstehung

die indianer sind da
vom genocid auferstanden
&
wir schämen uns weisse
zu sein denn die farbe
der unschuld ist braun
&
wir werden einander die körper
bemalen in allen oekumenischen farben
&
die letzte enzyklika
macht rassenvermischung
zur christlichen pflicht

aus rosa loui:

läbe

ungefähr
zwöiezwänzig läbe
müesst i läbe
wett i läbe
dass ig einisch
wirde gläbt ha

doch bevor i
numen einisch
wien i müessti
so cha läbe
dass i gläbt ha
läb i nümme

Zwei Gedichte die zeigen, dass der Artikel «Es gibt kein ewiges Leben» nicht oberflächlich gelesen werden darf. «ein armer teufel» der keine Ironie versteht, hält sich in diesem Gedicht aus den «leichenreden» von Kurt Marti an den letzten Satz:

in ewigkeit amen

Nydegg-Kirche in Bern

Von 1961 bis 1983 war Kurt Marti Pfarrer an der Berner Nydeggkirche.

Text (ohne Gedichte): Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Rock in Church – 6. und 7. Januar in Langenthal


Das vierte «Rock in Church» in Langenthal findet neu an zwei Abenden statt.

Hier finden sie die Details: www.rockinchurch.ch

Die Bands – in alfabetischer Reihenfolge:

Groombrigde
– zu Deutsch: die Pferdepflegerbrücke oder die Bräutigams-Brücke – gemeint ist aber vermutlich die Ortschaft in East Sussex – Church in Groombrigde

Lama
– wir waren im Zoo und dort hat uns ein Lama angespuckt, da haben wir gedacht, cooles Tier, so heissen wir….

O.M.S.
– gemeint ist diesmal nicht die OMS Organisation Mondial de la Santé – the WHO

QL – cool

Suiceside
– «… ein solcher Name in unserer Kirche …» – der Ausruf stammt nicht von einem Liberalen

Tomazobi
– TObi MAze und OBI

Nach einem Jugendgottesdienst der ref. Kirchgemeinde Langenthal wurde die Idee eines Rock in Church im Jahre 2002 geboren. 4 Jugendliche, welche mit ihrer Band am Jugend-Gottesdienst mitgespielt hatten, organisierten im November 2002 das 1.Rock in Church in der ref. Kirche Langenthal mit 2 lokalen Jugendbands unter dem Motto Jugendkultur in der Kirche von Jugendlichen für Jugendliche. Im Januar 2004 folgte das 2. Rock In Church, welches nun im Kirchgemeindehaus in grösserem Rahmen (3 Bands:Mundartisten, Foolz, Funkonnection) stattfand. Im Januar 2005 ging das 3.Rock In Church mit Mauro Grossud feat. Voices, Anemon und Nervous erfolgreich über die Bühne.

Nun wünsche ich viel Erfolg und Spass am vierten «Rock in Church» und danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und ein ganz spezielles Merci geht an die Sponsoren:

x-Light & Sound
Friedrich Witschi AG
– sound garden
Ammann Group
die Mobiliar
BEKB | BCBE
Ernst & Nyffeler ArchitektenAG

… in einem ihrer Häuser werde ich am Freitag- und Samstag-Abend nicht anzutreffen sein, sondern an der Veranstaltung der Reformierten Kirche Langenthal-Untersteckholz und werde bereits mein fünftes Rock in Church erleben dürfen – das erste vor rund 35 Jahren in der Kirche Bern-Bethlehem

… und in einer Woche, am Freitag den 13. «Blauäugig» in den gleichen Räumen zur Plattentaufe der Mundartisten.

Pressemitteilung und Projektbeschrieb von Christian Lehmann (jüngstes Ratsmitglied – Ressort Jugend) und Jugend-Pfarrerin Franziska Möri

Textzusammenstellung: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Die Machtfrage


Pfarrer unter Druck – Kirchgemeindepräsidenten fordern privatwirtschaftliche Anstellungsverhältnisse und mehr Zusammenarbeit.

Gestern fand «Die Machtfrage», das Podium der reformierten Presse statt. Gestern bei uns Ratssitzung – also kann der Mensch nicht überall dabei sein. Und was vielerorts der Kirchgemeindepräsident ist, nennen wir bei uns in der Exekutive den KirchgemeindeRATSpräsidenten, der CEO sozusagen – nur damit keine Verwechslungen entstehen. Der Kirchgemeindepräsident ist dementsprechend der «Volksvertreter», die Legislative. Und heute, wenn so die ersten Artikel im Netz erscheinen könnten, haben wir Vorstandssitzung von «libref». Deshalb einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das vermutlich interessante Podium.

Text: Stephan Marti-LandoltFinanzblog