Kategorie-Archiv: 04 Reformierte Landeskirche

Der «Herr» hat für 4 Mio. ein neues Buch aus Zürich


Die neue Zürcher Bibel ist nach 23 Jahren Arbeit vollendet.

Vier Millionen Schweizer Franken hat die reformierte Kirche Zürich für die Neuüberarbeitung der Zürcherbibel ausgegeben. Sogar Radio Vatikan ist dies eine Meldung wert:

«Die Zürcher Kirchensynode beschloss jedoch, dass zum Beispiel der Gottesname mit „Herr“ wiedergegeben wird. Die Ursprünge der Zürcher Bibel gehen auf die Reformation unter Ulrich Zwingli (1484-1531) zurück, der kurz vor seinem Tod am 11. Oktober 1531 die erste Zürcher Bibel veröffentlichte. Die letzte Revision erfolgte von 1907 bis 1931 … lesen sie weiter …»

«Klare Sprache

Korrigiert wurden Wendungen, die heute missverständlich wären sowie unzeitgemässe Ausdrücke aus früheren Übersetzungen. So spricht die neue Bibel beispielsweise nicht mehr von einem «entehrten Weib», sondern unmissverständlich von einer «vergewaltigten Frau» … lesen sie weiter …»

Die BAZ schreibt über die Umfrage zur Bibelfestigkeit der Schweizer. Die NZZ – neue Zürcher Zeitung, nicht Bibel – schrieb auch darüber. Beim Medienspiegel lesen sie auch, wieso wir diese Zeitung eigentlich nie zitieren, trotzdem diese Zeitung vermutlich in Zürich öfters und vor allem intensiver gelesen wird, als die Bibel. Das Wissen um die Bibel wird in Zukunft garantiert abnehmen, denn vielerorts wird in den Schulen verzichtet, biblische Geschichten vor zu lesen. Auswendig kenne ich weder das neue noch das alte Testament, aber zumindest auf die untenstehende Frage hätte ich die richtige Antwort gewusst.

«Das Wissen über den Inhalt der Heiligen Schrift scheint indes nicht allzu gross zu sein. 37 Prozent der Befragten glauben, Maria Magdalena sei die Frau von Jesus gewesen.

Nur gerade 35 Prozent gaben auf die Frage «Welche Frau hatte Jesus?» die korrekte Antwort, nämlich «keine.» Weitere 35 Prozent konnten sich nicht entscheiden, und 1 Prozent brachten die Geschehnisse gar arg durcheinander und nannten «Eva».

Dabei zeigten sich die Katholiken bibelfester: 40 Prozent von ihnen wussten die richtige Antwort, gegenüber 32 Prozent der Reformierten. … mehr in der BAZ».

Maria Magadalena ist die Jüngerin von Jesus (Christus). Die neue Zürcher Bibel wird aber vermutlich nicht so weit gehen, dass die Jüngerin mit Kollegin oder Freundin übersetzt wird. Und wenn man mit verschiedenen Stichworten sucht, findet man sogar einen Artikel der NZZ über die NZB.

Und mein Ego wird gestärkt, denn ich habe letztes Jahr nicht nur die Bibel aufgeschlagen, ich habe sogar eine Widmung angebracht – aber in der Berndeutschen Bibel.

Bibel

… im 8. Gebot steht, wie ich zu diesem Bild gekommen bin. Vermutlich werden sie mir das nicht übel nehmen, denn hier können sie die neue Zürcher Bibel kaufen.

Zusammenstellung: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

Neuer Ratspräsident Zeller – Balsam für die Kirche


Herzliche Gratulation an Pfarrer Dr. Andreas Zeller – er wurde zum Synodalratspräsident der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn gewählt.

«Die Wahl des neuen Synodalratspräsidenten war das Haupttraktandum des ersten Sessionstages der Sommersynode. Zur Wahl standen drei Kandidaten: Pfarrer Lucien Boder, Synodalratsmitglied seit 2007 und Regionalpfarrer aus Biel, Pfarrer Dr. theol. Gottfried Locher, Leiter des Instituts für Ökumenische Studien der Universität Freiburg und Vizepräsident des Reformierten Weltbundes, Muri, sowie Pfarrer Dr. theol. Andreas Zeller, Synodalratsmitglied seit 1999 und Pfarrer in Münsingen … lesen sie weiter bei ref.ch …»

… oder die Meldung der sda bei 20minuten und auf espace.ch

Bei der BernerZeitung finden sie auch einen Leserbrief von mehreren Theologiestudentinnen- und studenten um den Wirbel über vor der Wahl. Im Grunde genommen haben sie Recht. Aber der zweite Leserbrief von Hermann Battaglia sagt im letzten Satz, warum es geht: «Und dass sie sich dabei weniger durch die Vergangenheit bestimmen lassen, sondern durch die Zukunft der Kirche.» Der ehemalige Informationsbeauftragte von refbejuso.ch weiss, dass die Medienpräsenz der Kirche nicht immer gleich gut war.

In Anbetracht der Zukunft scheint dies nicht nur für die Liberalen – resp. die liberale Fraktion – wichtig zu sein. Die Kirche ist im Umbruch und die Wahl ist wie Balsam. Der Wirkung und nicht der Gattung wegen. Balsam ist Harz und wir wünschen Andreas Zeller, dass es weder in der Kirche noch im Kollektivgremium des Synodalrates harzen möge.

… ob er etwas mit dem Zeller-Balsam zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis …

Text: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

Herzlichen Geburtstag Ernst Sieber


Pfarrer Ernst Sieber wurde 80 Jahre jung – wir gratulieren ganz herzlich.

Lieber Ernst, das erste mal als ich dich am Fernseher sah, bist du mit zwei Backsteinen aufgetreten, oder war des mit der Lampe. So kennen wir dich – immer etwas dabei, das man nicht so schnell vergisst. Am eindrücklichsten war das Wagenrad – bis zu deinem persönlichen Heiligenschein hast du dieses demontiert.

Gestern habt ihr in Zürich gefeiert – ich gratuliere dir herzlich zu deinen nächsten 80 Jahren. Du mit deiner Verbindung zu Gott und der guten Einstellung wirst das vermutlich schaffen – dein Wagen weniger, auch wenn du einen originellen Sponsorenhast.

Ernst sieber und Karan Singh

… Karan Singh und Pfarrer Ernst Sieber …

Foto und Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Höchstgeschwindigkeit


Mit 280 Stundenkilometern durch den Tunnel ist Schweizer Rekord und vielleicht fast so schnell ist eine neue schweizerische Kirchenzeitung mit einer Auflage von über 820 000 am entstehen.

Die Meldung „Verein «Saemann» steht hinter Projekt «Reformierte Zeitung»“ ist über ein halbes Jahr alt. Aber vermutlich haben dies nur Insider zur Kenntnis genommen.

In der reformierten Synode Bern-Jura-Solothurn wurde über die Unabhängigkeit des Saemann gemäss Kreisschreiben Nr. 1/2007 diskutiert. «Jüngsten Medienberichten sei zu entnehmen gewesen, dass die Basler Kirchenleitungen ihre Presse zum Sprachrohr der Kirche umfunktionieren wollten.» Wenn die Kirchen von dreizehn verschiedenen Kantonen eine gemeinsame Kirchenzeitung planen, wird man auch diskutieren müssen. Der Saemann hätte einen proportionalen Anteil von rund 30 Prozent. Weniger zu sagen hätten noch die andern Kirchenleitungen der übrigen Kantone.

Was haben Leitungen, Drähte und der Lötschberg mit der Kirche zu tun? Zwei Sachen. Die Geschwindigkeit. Im Lötschberg hat man den Schweizer Rekord für Schienenfahrzeuge gebrochen. 280 km/h schnell. 280 Kilometer pro Stunde heisst die richtige Bezeichnung. Haben sie im Lead die falsche Bemerkung «Stundenkilometer» beachtet? Aber wir werden vielleicht auch noch vom Saemann sprechen, wenn es diesen schon lange nicht mehr geben wird. Für die «Reformierte Zeitung» hat man auch einen schnellen Zug drauf. Höchst-geschwindigkeit an beiden Orten.

Und die zweite Gemeinsamkeit ist eher zufällig. Falls sie einige interessante Seiten über den Lötschberg ansehen wollen, empfehlen ich die Durchsicht von «des Magazins der Burkhalter Techniks AG». Toll gemacht – von der Archipress. Von dieser Agentur stammt auch der Entwurf der «Reformierte Kirchenzeitung», die «ref.info».

Eigentlich ist es ein Layout-Muster das zeigt, wie eine Ausgabe aussehen könnte. Seite 8 ist vom Text her dennoch lesenswert. Nicht Layout Füller wie «Markus Sahli Pluto annoyingly fights the trai Umpteen elephants fights two ats, yet the mostly speedy pawnbrokers bought one sheep, but very purple subways.» Der Rest sollte gelesen werden. Er ist auch zweimal wiedergegeben – eben als Textmuster – aber einige müssten dies auch drei mal lesen. Ein Satz fällt auf: «Es macht keinen Sinn, dass jeder Kanton seinen eigenen Kirchenboten herausgibt.» Es sei denn, man habe Profil.

Moritz Leuenberger

… «Kirche wohin» – darüber Sprach der damalige Bundespräsident Moritz Leuenberger in der Heiliggeistkirche in Bern (ist auf dem Titelbild von ref.info zu sehen). Ob ihm die neue Kirchenzeitung auch gefallen würde. Lesen sie doch, wie er Zeitung lesen möchte. 1999 ist dieser Vortrag geschrieben worden. Ob er heute auch in einem Blog lesen würde? Wir Blogger sind meistens keine Fotografen, deshalb ist auch das Bild etwas unscharf (Belichtungszeit gegen eine Sekunde – ohne Stativ) und wir sind (meistens) auch keine Journalisten. Es gibt Ausnahmen und einem von diesen gefällt die Aufmachung der neuen Kirchenzeitung auch – Martin Hitz mit seinem Medienspiegel – Mitglied von swissblogpress – wie libref und mein persönliches Blog.

Text und Foto: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Neue Präsenz der Reformierten an der Uni Bern


«Rechtzeitig zum Start des Wintersemesters haben die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn ihre neue Begegnungsstätte an der Universität Bern eingerichtet. Sie heisst „Reformiertes Forum Universität Bern“ und befindet sich in unmittelbarer Nähe der Hochschule. Am Freitag wurde sie den Medien vorgestellt.»

«„Die Studierenden sollen die Kirche in dieser wichtigen Lebensphase als präsent, an ihnen interessiert und sie unterstützend erleben, erklärte Synodalrat Stefan Ramseier den Sinn und die Ziele der kirchlichen Präsenz an der Universität. … weiter – eine Mittung der reformierten Presse … »

Zusammenstellung: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

PS: die gleiche Meldung finden Sie beim Kirchgemeindeverband – kennen Sie dieses Blog schon?

Dipl. Bibelerzählerin


Erstaunlich eigentlich, für was es alles ein Diplom geben kann. Aber schon nur eines Lehrers wegen, dürfte der Lehrgang vermutlich auf Interesse stossen.

«Pfarrer und Autor Ulrich Knellwolf unterrichtet die Bibelerzählerinnen. Er glaubt, die Heilige Schrift sei voller Krimis.»

Aber zuerst ist ein Test angesagt – sie können nicht gross mogeln, die Lösungen sind nicht angegeben. Schreiben Sie Ihre Variante bei uns in den Kommentar. Ich kenne die Lösung. Zwei Fehler gab es und Frage 11 und 12 habe ich mit meinem Rate-System richtig getroffen.

Zugegeben, keine Meisterleistung aber für liberale Ansichten hat es einige Fragen, welche Märchencharakter haben. Hoffen wir mal, dass Mister President Bush nicht ganz so alt werden muss, wie Methusalem, um einige Dinge in der Bibel etwas klarer zu sehen. Übrigens der Link führt auf unseren 13. Beitrag und das dürfte einigen jetzt echt zu denken geben.

Ganz so abergläubisch sind wir nicht, aber es gibt doch Vieles, was uns an der Bibel interessiert. Was stimmt? Was kann nicht stimmen? Ein faszinierendes Buch. Aus meiner Kindheit kenne ich noch ein anderes Buch «Und die Bibel hat doch recht». Schauen sie sich hier die verschiedenen Rezensionen an. Egal von welcher Warte aus sie die Bibel anschauen, es gibt immer wieder Neues zu entdecken – fast wie ein Krimi.

Wenn sie sich heute noch die BernerZeitung besorgen, lesen sie was der Schriftsteller und Pfarrer Ulrich Knellwolf im Interview berichtet. Im Netz habe ich nur diesen Beitrag gefunden: «Begehrter Bibel-Kurs» … weiter

Lassen sie sich beim Test nicht in die Irre leiten, die älteste Schweizerin ist über 110 Jahre alt, aber Methusalem wurde älter. Wenn sie aber den biblischen Namen nachgehen, so ist er bei weitem nicht der Grösste. Nach ihm folgen Salamanzar, Balthazar, Nebukadnezar, Melchior bzw. Goliath, Primat und als meines Wissens der Grösste: Melchisedech – dazu vermutlich mehr am Samstag bei der Ausbildung von angehenden Bloggern.

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Abschied von Dr. Peter Sager


Abschied nehmen ist nicht einfach und beim Tod sind wir vor Tatsachen gestellt.

Es bleibt uns nichts anderes übrig als den Tod zu akzeptieren auch wenn ein Abschied dieser Art besonders hart ist. Die Liberalen haben Peter Sager einiges zu verdanken. Sein Wirken war in der Schweiz den Meisten nur von der politischen Seite bekannt. «War das nicht derjenige mit der Fliege, der immer ein Lächeln im Gesicht hatte auch wenn er über ein böses Thema sprach?» Das hat mich gestern ein Journalist beim Gespräch gefragt. Das ist er. So kannten wir ihn vom Fernsehen und von Veranstaltungen her.

Weniger bekannt ist, dass er der Gründer der Ulrich-Neuenschwander-Stiftung war, die den Zweck hat, liberal-theologische Arbeit zu fördern (Postkonto 30-406508-1).

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Blogs von ref.ch


«reformiert: ungeschminkt glauben»

Für sie gelesen:

Anagramme, Autorennen, Berlusconi, Dealer, Bob Dylan, Frauentoilette, Fussball, Gott ist wie der Scheibenwischer – er wischt alles weg, der Sohn des Mafiabosses betet, der rosarote Panzer, Schlepper, Un-Begegnung, Zaubermänner und Zuhälter …

Lust zum selber lesen? Viel Spass – natürlich auch den Bloggern und bleibt dran. Es ist manchmal hart. Da gäbe es so viele, die in libref, bei euch oder anderswo blogschreiben könnten – aber die «bloggen ab» (Mundart für „zurückweisen“). «Es liegt an der Technik – zu neu!» Die Technik ist manchmal mühsam, aber alle haben da Probleme. Die Uni Leipzig nimmt es mit den gelinkten Anagrammen humorvoll: «Murphy.»

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Strukturwandel und Cartoons


BEA-Fachseminar «Strukturwandel auf dem Land – eine Herausforderung für die Kirchgemeinden».

Diesen Beitrag finden sie direkt im finanzblog, denn die Erkenntnisse sind sowohl kirchlich wie wirtschaftlich interessant.

Die «Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn» als Organisator haben es nicht gescheut, mit Pfuschi einen Cartoonisten einzuladen, der mit einem Cartoon gezeigt hat, was echte Integration unter Beibehaltung der eigenen Kultur ist. … weiter

Text: Stephan Marti-Landoltfinanzblog

Marti an Marti – ein Dankeschön


Der Berner Pfarrer Kurt Marti wurde 85 – dies hat ein grosses Medienecho hinterlassen.

Wenn ich einen schreibenden und dichtenden Pfarrer gerne lese, dann ist es Kurt Marti. Nicht weil er auch Marti heisst und auch in Bern geboren wurde. Nein, weil er eben so schreibt. Manchmal martialisch, kriegerisch, wie die Herkunft seines Namens, dem Kriegsgott Mars. Aber vielen ist nicht bekannt, dass in der römischen Mythologie Mars auch der Gott der Vegetation und des Frühlings, des Erwachens, war.

Vermutlich hat jeder Marti etwas kriegerisches an sich und ist bemüht um eine friedliche Vegetation und um das Aufwachen der Gesellschaft. Der blogschreibende Marti nicht ausgenommen, aber es gibt bekanntere Beispiele. In der Schweiz Dick Marty, der Ermittler der EU protestiert und ist schockiert. Und in Guantanamo, auf Kuba wird einer noch mehr verehrt als Fidel Castro – der Nationalheld, Unabhängigkeitskämpfer und Gedichteschreiber José Marti.

Allen Recht getan ist nicht möglich und das will auch kein einziger Marti. Das revolutionäre Denken und Schreiben kann man keinem absprechen – zumindest nicht den bekannteren der alleine über 20 000 in der Schweiz. Allen alles Recht machen will auch Kurt Marti in seinem Interview «Es gibt kein ewiges Leben» nicht.

Hier einige Reaktionen auf diesen Artikel in der Berner Zeitung:

Er regt uns zum denken an

Die Freiheit des Glaubens gilt auch für ihn

Glauben und Physik

Mut zur Demut

Einspruch, Herr Marti

Bibel falsch zitiert?

«Weil ihn die Kirchensprache nicht befriedigte, suchte er eine, die «genauer, ehrlicher, sachlicher» war.» Und den obigen Leserbriefen nach zu urteilen, gibt es Personen, die seine liberale Schreibweise nicht zwischen den Zeilen lesen können und schon gar nicht Ironie und Sarkasmus verstehen.

Danke Kurt Marti, dass sie so schreiben – die schweigende, nicht schreibende Mehrheit versteht Sie sehr gut. Wer keine Bücher von Kurt Marti hat, kann sich im Internet stundenlang mit Texten auseinandersetzen.

Textausschnitte von Kurt Marti:

aus republikanische gedichte:

Auferstehung

die indianer sind da
vom genocid auferstanden
&
wir schämen uns weisse
zu sein denn die farbe
der unschuld ist braun
&
wir werden einander die körper
bemalen in allen oekumenischen farben
&
die letzte enzyklika
macht rassenvermischung
zur christlichen pflicht

aus rosa loui:

läbe

ungefähr
zwöiezwänzig läbe
müesst i läbe
wett i läbe
dass ig einisch
wirde gläbt ha

doch bevor i
numen einisch
wien i müessti
so cha läbe
dass i gläbt ha
läb i nümme

Zwei Gedichte die zeigen, dass der Artikel «Es gibt kein ewiges Leben» nicht oberflächlich gelesen werden darf. «ein armer teufel» der keine Ironie versteht, hält sich in diesem Gedicht aus den «leichenreden» von Kurt Marti an den letzten Satz:

in ewigkeit amen

Nydegg-Kirche in Bern

Von 1961 bis 1983 war Kurt Marti Pfarrer an der Berner Nydeggkirche.

Text (ohne Gedichte): Stephan Marti-Landoltfinanzblog