Kategorie-Archiv: 18 Friede herrscht – proref pilgern

4. Tag – geplant 2020 – Kanton und Druck

Hier geht es zur allgemeinen Einführung über „Friede herrscht – proref pilgern“ und zum Verzeichnis der einzelnen Pilgertage.

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erste Teilstrecke der Route des vierten Tages

60. Beim Historischen Museum Totentänzer

… Söldner und Bilderstürmer …

… mit Niklaus Manuel durch die Zeit der Reformation. Seien sie unbesorgt, weder er noch sein Skelett wird persönlich dabei sein. Wer Lust hat, kann jetzt durch die kalte Aare schwimmen. Den andern wird es auch gleich kalt über den Rücken „ablaufen“. Sie ziehen die Kirchenfeldbrücke vor, die mit Netzen vor dem Tod, vor dem Abgrund schützt.

61. Das Berner Münster – hier wo sich Freud und Leid verbindet. Vielleicht war unser Bruno , dessen „Markenzeichen“ der Pilgerrucksack war, schon Pfarrer, als das Negerbegräbnis bei einem gespielt wurde, dessen Kreis sich im wahrsten Sinne des Wortes geschlossen hat. Nur so ein Tipp zu Musik und der Münsterbauhütte. Das Münster vorzustellen, wäre Wasser in die Aare getragen, aber ein Orgelkonzert, das wäre was. Vier Orgeln oder wie Zwingli sie nannte, des Teufels Dudelsack. Es hat sich in 500 Jahren doch etwas geändert. Werner könnte etwas Revolutionäres aus der Vorreformationszeit des Münsterportals oder über Kirchenfenster erzählen. Sie würden nur staunen, was er alles weiss, was fast keiner kennt.

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Zu wenig Bilder von der grössten oder zumindest höchsten Kirche der Schweiz? Über Grösse lässt sich streiten und manchmal, in der heutigen Zeit eher oft, fehlt diese.

62. Bei der Spysi durch und nach der Besichtigung des offenen Stadtbachs durch den Schluch, die Hauptgassen Berns …

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… kommen wir am Ende der Metzgergasse, die heute Rathausgasse heisst, zur christ-katholischen Kirche St. Peter und Paul. Die Krypta, die auch ökumenisch genutzt wird, kennen vermutlich weniger, als das dominante Läuten der Glocken.

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63. Im Nachbargebäude, dem Rathaus werden auch die reformierte und die katholische Synode abgehalten. Es wäre nicht das erste Mal, dass im Rathaus eine Pilgerstation wäre.

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64. Keine hundert Meter weiter folgt eine Kirche, die beim Aufzählen oft vergessen geht. Wegen des fehlenden Turms? Der Reformator Luther hätte sie vermutlich als erste in Greater Bern besucht – die Antonierkirche wo die Evangelisch-Lutherische Kirche zu finden ist. Kennen sie die ehemalige Post an der Postgasse? Noch für viel anderes musste diese Kirche in ihrer Geschichte dienen. Geschichte ist nicht immer einfach zu interpretieren. Da gibt es verschiedene Ansichten – vielleicht stellt sich einer zur Diskussion.

Protestanten in reformiertem Land und sogar die Kirchensteuer werde von den reformierten Kirchen an die lutherische Gemeinde weitergeleitet. Wie um Himmels Willen will die Berner Kirche wissen, wer wieviel verdient? Das ist ja ein grosses Problem, denn die Kirche kennnt ihre besten Kunden, zumindest die steuerkräftigsten nicht. Datenschutz pur und die genaue Glaubensbezeichnung ist meines Wissens aus der Steuererklärung nicht ersichtlich. 1/3 km Luftlinie und dort lässt sich mehr erfahren. Willy, mein Hochzeitsfotograf kennt sogar die Probleme von USR III. Hatte er den gleichen sensationellen Lehrmeister wie ich? Ja und Steuergesetze halten wie Ehen nicht immer ewig.

Von der Krypta in der Antonierkirche habe ich keine Foto. Vielleicht darf ich das mal nachholen. Hier wirkt die Russisch-Orthodoxe Kirche. Es ist erstaunlich, dass Ikonen einfacherErfurcht vor der Abbildung geben und im Körper Kraft aufsteigen lassen, als manch riesiges Gemälde in einem grossen Kirchenschiff. Versuchen sie es einmal aus. Vermutlich liegt es an der Übersichtlichkeit und der Höhe. Museumsbilder sind auch nicht auf über zehn Meter und verschaffen daher nicht zuerst ein Knacken im Nacken. Gold hilft in verschiedenen Religonen mit, den Betrachter in Bann zu ziehen.

zweite Teilstrecke der Route des vierten Tages

65. Unterhalb der Nydeggbrücke ist …

… die Nydegg-Kirche zu finden. Der wohl bekannteste Pfarrer war mein Namensvetter, der „BarthianerKurt Marti, obwohl er sehr liberal schrieb. „Nach der Einführung der Berner Reformation (diesen Abschnitt lesen Zürcher nicht so gerne) im Jahre 1529 wurde die Nydeggkirche in eine Lagerhalle für Fässer, Holz und Korn umfunktioniert.“ In dieser Zeit war es sinnvoll, das Gebäude zu verschliessen. Es ist eigentlich schade, dass heute noch Kirchen abgeschlossen werden (müssen).

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Wer kurz unter der Nydeggbrücke durch geht, kommt zum „Buddhistisches Zentrum Bern„.

66. Auf der Untertorbrücke machen wir einen Halt. Sie war über Jahrhunderte die wichtigste, gar einzige Brücke über die Aare in Bern. Sie ist mit 530 Jahren eine der ältesten Steinbrücken in der Schweiz. Zu Fuss bin ich in etwa gleichviel über eine Steinbrücke gelaufen, über die ich mehr zu erzählen wüsste. Vier mal älter und dabei waren die Römer nicht die ersten auf unserem Stadtgebiet.

Rechts die rosarote Felsenburg.

67. Muss man als Heimwehberner die Altenbergstrasse 66 – das Haus der Kirche – suchen – vermutlich die ehemalige Krankenpflegeschule. Heute Sitz von refbejuso mit dem Syndalratspräsidenten Andreas Zeller. Nächstes Jahr feiert der liberale Andreas sein 10-jähriges Jubiläum. Foto vom Altenberg hatte ich noch keine. Vermutlich weil hier ein Graben, das Rappental ist. Aber aus der Vogelperspektive oberhalb des Altenbergsteges kann ich in etwa ihre Aussicht gegen Westen wiedergeben.

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Kornhausbrücke, Lorrainebrücke und das Lorraineviadukt oder Eisenbahn-Viadukt, lange zeit mit 1092 Metern das längste Eisenbahnviadukt in der Schweiz.

68. Ganz in der Nähe befinden sich zwei weitere Kapellen, die einem Grossteil der Bevölkerung unbekannt sein dürften. Die Kapelle des Alterszentrum Viktoria vom Kloster Ingenbohl, oft als Konzertlokal benutzt.

69. Die Diakonissenhaus-Kirche der Diaconis, fast ein Insider-Tip. Aber inside war ich noch nie. Muss doch immer noch was Neues zu entdecken geben.

Ein kleiner Abstecher und sie gelangen zu Longku, dem Zentrum für Tibetisch-Buddhistische Studien und Meditation.

70. Zu Fuss durchqueren wir einen ehemaligen Friedhof – den Rosengarten. Sogar im Februar findet man hier stark giftige blühende Rosen, die unter mindestens 13 verschiedenen Namen bekannt ist. So wie wir sie kennen, gefällt uns der Name am besten …

Christrose. In diesem Jahr blühen sie rund zwei Monate später, als im letzten Winter. Dafür monatelang – zur Feier der Reformation?

71. Nicht geübten Berggängern schlagen wir vom Haus der Kirche den Bus bis zum Zentrum Paul Klee vor.  Wieder einmal eine Autobahnbrücke die wir überquert haben. Bilder, ein Konzert? Das Programm für 2020 kennen wir nicht. Diskussionsstoff gäbe es. Klee ist vermutlich der bekannteste Emigrant von Bern. Ein faszinierendes Kunstmuseum.

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In Sichtweite ist die SWI swissinfo – früher Radio International – die den internationalen Informationsaauftrag für die SRG SSR erfüllt.

dritte Teilstrecke der Route des vierten Tages

72. Vom Haspelweg her pilgerten wir auf einem ganz besonderen Wegabschnitt – dem Jakobsweg – zumindest dem Abstecher in die Berner Altstadt. Unser gemeinsamer Marsch führt uns in den Schosshaldenfriedhof. Hier ruhen unter anderm Klee und Rudolf von Tavel. Sein „gehobenes Stadtberndeutsch“ ist für uns Proletarierer fast schöner als Hörbuch anzuhören, denn zu lesen. Wer könnte hier zu seiner Einstellung des tatkräftigen Christen etwas erzählen? Jetzt weiss ich es, denn dieser Beitrag wird laufend ergänzt. Pedro Lenz natürlich. Pedro ist übrigens neben einem Zwinglihaus aufgewachsen und hat uns dort schon beglückt. Entschuldigen sie, die Zürcher haben die Bilder rausgeschmissen. Ich habe sie sicher noch und von diesem Friedhof werde ich auch noch Bilder machen. Viele wissen nicht einmal wo er zu finden ist. Ganz einfach, vis-à-vis dem Hochhaus wo mal die GD PTT zu finden war.

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Der Grabstein von Rudolf von Tavel wäre bei den Familiengräbern 3, Grab 80 zu finden. Bei „Grad minus 8“ reicht eine Viertelstunde vergebliches Suchen. Na ja, ganz vergeblich war es nicht …

… und da muss ich einen Nachtrag einschieben. Es war leider eine andere Kälte, die ich spürte. Ein digitaler Nachlass auf Facebook. Das Thema der Weiterexistenz im Netz sollte aufgegriffen werden …

… bei der Ostereiersuche hilft man den Kindern mit dem Hinweis „heiss“ … fast gefunden, aber doch nicht so richtig. Ich staune nur …

… über die Dame, die eiskalt, schon starr der Witterung trotzt. Der Schosshaldenfriedhof wurde noch nicht als Touristenattraktion entdeckt. In Paris auf dem Cimetière du Père Lachaise nördlich des Place de la Nation ist das anders. Hier schauen täglich 10 000 Besucher vorbei und das Auffinden der Gräber von Bizet, Piaf oder Molière hat Kultstatus.

73. Ein Pilgerpunkt und vier Kirchen. Kein Problem, verdichtetes Kirchenbauen nennt man das. Drei auf dem gleichen Areal und die reformierte Kirche Ostermundigen einen guten Steinwurf entfernt. Diese Kirche hat Pilgererfahrung und war schon bei den Täufern auf dem Jura. Bei solchen fühlte ich mich auch längere Zeit nicht nur sauwohl, sondern auch stierwohl.

Die Nachbarn der katholischen Kirche Guthirt sind die beiden Freikirchen NAK, die neuapostohlische Kirche und die EGW, das evangelische Gemeinschaftswerk. Fotos folgen.

vierte Teilstrecke der Route des vierten Tages

74. Die Originalausgabe der Luther Bibel wurde nicht in Bern gedruckt. Eine Zeitungs-Druckerei gäbe aber sicher interessanten Diskussionsstoff. Alleine 65 Druckereien soll es in Bern noch geben. Eine an der wir vorbeikommen ist das Druckzentrum Bern der Tamedia (früher TA-Media). Na ja, Berner sind bei Namensänderungen manchmal langsam, schliesslich gehen wir noch heute ins Konsum.  Gedruckt werden hier – nicht bei Coop – unter anderem „Der Bund„, die „Berner Zeitung“ und ihre Kopfblätter, der „Bernerbär“ sowie „20 Minuten„. Diejenigen, die hier schreiben, schreiben noch mehr als ich. Dies ist mein längster Blogbeitrag seit März 2005. Damals hatten wir noch den gleichen Blogserver. Und zumindest das Finanzblog war damals bei Kaywa unter dem Bund aufgeführt … darauf war ich schon ein bischen stolz. Auch die digitale Medienwelt ist starken Schwankungen unterworfen. Vieles ändert auch hier und wenn eine dann noch in diesem Konzern arbeitet, hätte ich eine Wunschreferentin.

Via SCB- und YB-Stadion  – sorry, das heist heute PostFinance-Arena und Stade de Suisse machen wir einen Abstecher durch das Kasernenareal.

Mindestens vor bei der Militärbibliothek. Die heisst jetzt Bibliothek am Guisanplatz und „unser“ BiG Chef wurde in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Es wäre uns eine Ehre, wenn wir ihn einige Male beim Pilgern antreffen würden. Ich habe wirklich nie jemanden erlebt, der Geschichte so spannend erzählen kann. Und das sagt auch mein Kollege der reformierte Kirchenverwalter einer durchschnittlichen Stadt. Wir versuchen beide zu begeistern, dann wird es uns garantiert nie langweilig.

75) Die Markus Kirche mit dem Kirchenkino. „Wegen zu geschlossen“. Eine der wenigen und das immer zu christlichen Zeiten.

76. Im Breitenrein sehen wir am Schützenweg eine ehemalige Kapelle – La Capella, Berns erste Adresse für Chanson und Kabarett. Umnutzung von Kirchen ist vielerorts ein Thema.

Kurz danach heisst man alle herzlich willkommen …

… die Johannes Kirche mit der imposanten Decke. Eine Oase der Ruhe. Meiner Wertung nach bei den reformierten Kirchen auf Rang zwei. Das Münster ausgenommen, das ist nicht einfach eine Kirche, das ist eine andere Dimension, wie die Kathedralen auch – meist wunderschöne, imposante Monster.

Könnte es sein, dass diese Kirche ein „gutes Pflaster“ für liberale ParrerInnen ist? Fritz hat doch immer von dieser Kirche erzählt, aber da hat mich die Kirche nicht interessiert, bis der „Chefliberale“ der Langenthaler mich auf die „kirchliche Laufbahn“ schickte – schönes Porzellan hat dieser scheinheilige Thomas aber nicht zerschlagen – eher gesammelt. Mein Namensgedächnis ist nicht so gut, aber vermutlich ist seine Tochter hier Pfarrerin. In der schönsten Kirche von Bern hat Fritz Tschanz mindestens eine Trauung in Uniform durchgeführt. Diese hielt ein Leben lang und mit dem Bräutigam, seinem Cousin, telefoniere ich täglich. Mehr unter dem Stichwort Oberarmeefeldprediger.

77. In der gleichen Seitenstrasse, 100 Meter entfernt, finden wir auch die römisch-katholische St. Marienkirche.

Absolut sehenswerte Kirche – anders, als die meisten.

Via Hiob, der Hilfsorganisation Brockenstuben, die allenfalls nach einer Hiobsbotschaft eine Wohnung räumen müssen gelangen wir zur Tamedia am Nordring.

5. Tag – geplant 2021 – Welt + Umwelt

Hier geht es zur allgemeinen Einführung über „Friede herrscht – proref pilgern“ und zum Verzeichnis der einzelnen Pilgertage.

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erste Teilstrecke der Route des fünften  Tages

78. Von Radio Bern1 wandern wir zum Teil parallel zum Lorraineviadukt weiter zu Rabe.

Die Bauwut ist auch im Nordquartier ausgebrochen und einen Parkplatz zu finden, ist schier unmöglich. Also eine Foto von weitem. Irgendwo im grauen Haus müsste die farbenfrohe Radiostation sein. Zwischen Leutschenbach und dem Aquarium ist in diesem Gebiet so alles anzutreffen. Der „Fischbehälter“ war die Sendestation der APF, die via Bantiger, den wir heute von weitem noch sehen werden, auf Sendung ging. Die meisten in der Umgebung von Bern strahlen von dort oben.

Und wenn sie mal wissen möchten, wie man innert 9 Stunden ein Fernsehstudio von Stettlen nach Lyss zügelt, werden wir jetzt eine der längsten Teilstrecken in „Angriff“ nehmen und für solche Gespräche Zeit haben. Eine echte Radiowanderung oder Radiopilgerei oder müsste es heissen Radiopilgerung? Eine solche habe ich mal auf dem Rennrad überholt. Die erholsamsten Kilometer auf einer Tagesstrecke Luftline Bern-Nîmes. Über 1000 Radiowanderer und viele mit einem Ghettoblaster bewaffnet. Und wo war das? Beim „le Fritz„. So ein Erfolg müsste uns auf dem Weg durch den Aarehang, der Aare entlang unter dem Felsenauviadukt hindurch, beschehrt sein. Das wäre fast zu viel Erfolg. Keine Ahnung, wie viele Leute wir begeistern können. Die erste Strecke heute wäre luftlinienmässig rund fünf mal kürzer.

Schauen wir uns doch das Felsenauviadukt aus einer ungewohnten Position an. Ein Ort voller Widderspruch.

Hier fand einmal das Musical „Ewigi Liebi“ statt, hier wo auch die meisten Songs ihren Ursprung haben. Nur die Ewigkeit ist ewig – alles andere vergänglich. Manchmal schneller als der Schnellzug, welche in der nächsten Zeit oft in Hörweite vorbeibrausen..

Bärndütsch?  Sicher nicht. Etwa gleich viel entfernt von Hochdeutsch, wie Tavel von dem was echte Berner sprechen. Aber heute ist etwas polyglott ganz nützlich. Und beim Strassenverkehrsamt, das wir heute Morgen auch noch sehen werden, kann man die CUT in vier Sprachen ablegen: Deutsch, Französisch, Italienisch und die vierte? Rätoromanisch? Englisch! Früher waren es angeblich 17 Sprachen, dafür hiess es theoretische Fahrprüfung. Alles ändert. Fast alles, die praktische Schiffprüfung beginntnoch immer nicht am Schärme.

Döitze Sbrache, swirige Sbrache. Ja, so ist es, aber das spielt keine Rolle, beim Pilgern kann man auch Hände und Füsse gebrauchen, aber bitte, friedlich. Aus unserem Vorstand ist sicher einer zu finden, der nebst etlichen unschweizerischen Sprachen auch alle Mundarten verstehen und Auskunft geben kann … Surselvisch, sutselvisch, vallader oder puter inbegriffen. Unter uns hat es ganz sicher keinen Tubel – oder eben Tubu, wie man das hier nennt. Aber bitte dieses Wort nicht im Idiotikon suchen, sonst beginnen die Sprachprobleme.

Wir machten diesen Umweg um die ehemalige Waffenfabrik zu besuchen – die Ruag. Krieg, Schlacht – sie liegt praktisch neben dem Schlacht-Hof.  Themen die aus Sicht der Religion zu diskutieren geben. Militär kann auch für Frieden sein (Febr. 2017, Seite 25) und Glauben für Krieg. Mein Namensvetter, der ehemalige Präsident des KGV würde da sicher mithelfen. Er spricht vermutlich lieber über Barrel-Organ als über Gun-Barrel, wobei ihm beides nicht ganz fremd sein dürfte. Von oben scheint auch einer eine göttliche (?) Sicht auf die teuflische (?) Armasuisse zu haben. Bodluv, das muss ein russischer Name sein – oder Boden-Luvt-Abwehr?

Da war vermutlich einer am Werk, wie derjenige der den „Grabstein“ erfunden hat. „Prot“ – protestieren stand bei vielen drauf. Ich protestiere, wir sind „ref“, reformiert und wer es nicht wissen sollte, seit rund 500 Jahren. Wir Schweizer sind zwar auch Protestanten, aber es käme wohl keinem in den Sinn zu sagen, dass er Europäer sei und die Schweiz verleugnet. Ein Übersetzungsfehler aus dem Französischen soll das gewesen sein! Eher eine Fehlüberlegung, wie sich die Romands nennen, denn diese hatten mit Calvin (kahlköpfig) auch einen Reformator. Nur, wie hiess dieser mit Vorname? Jehan Cauvin aus dem Norden Frankreichs. Heute haben unser Soldaten keinen Glauben mehr zu haben, gemäss Verordnung des VBS. Das ist nicht nur unsportlich, sondern es werden genau diese Leute sein, die solches abgeschafft haben, die als Kriegsopfer in den letzten Zügen nach ihren Sakramenten schreien werden. Es gibt ja keinen Krieg mehr in der Schweiz, werden sie antworten. Dann sei die Frage erlaubt, warum wir dann Kriegswaffen in Milliardenhöhe brauchen und weltweit den zweiten Spitzenplatz einnehmen, um solche an Entwicklungsländer zu liefern.

Heute zusammen mit dem Institut für geistiges Eigentum, dem ehemaligen Patenamt … war früher an der Einsteinstrasse 2. Dieser Link handelt von Speisefett und gleich eine Warnung. Nie Motorenöl nehmen, um zu kochen. Das geschah zweimal 1940 in der Schweizer Militärarmee – die Ölsoldaten. Die erste Glückskette sammelte für die knapp 100 Geschädigten mit Lähmungserscheinungen – ein Liberaler könnte hier Glücklicheres erzählen.

Hier scheiden sich die Geister. Der Puls wird hochgehen. Bei Kriegsgurgeln, Pazifisten und wenn wir es genau beobachten eigentlich bei allen. Hier hilft die Kirche schon viel. Sie muss noch mehr erreichen, im Gespräch. Geld allein hilft gar nichts, denn damit werden wieder Waffen gekauft. Und dann gibt es noch die Extremisten, die aus dem Glauben, nein aus ihrem persönlichen extremen Irrglauben kämpfen müssen. Kämpfen wollen.

Inteligente Leute wollen keinen Krieg. Und sie glauben gar nicht, wie viele uninteligente Menschen es gibt. Ein amerikanisches Beispiel soll auf den halben IQ von Einstein gekommen sein. Das ist echt nachvollziehbar. Und ich gestatte mir einen alten Beitrag wiederzugeben, den mein katholischer Kollege mitunterzeichnet hat und der liberale mit dem gleichen Namen aus der gleichen Durchschnittsstadt auch schon gelesen hat.

„Weder Busch noch Baum

Eigentlich möchten wir nicht schon wieder in dieses Buch schreiben müssen. Es gibt aber immer wieder Menschen und ganze Völker, die Büsche vor den Augen haben, welche die Sicht verdecken können und uns zum schreiben auffordern. Büsche verdecken aber weder ganz, noch sind sie uneingeschränkt durchsichtig. Wir versuchen nun, Zweige zurecht zu biegen, um Sicht zu bekommen und verfügen als ehemalige Soldaten über genügend Erfahrung und Vorstellungsvermögen, dass ein Bush im Kampf keinen ausreichenden Schutz bieten kann. Wir würden einen Baum vorziehen – wenns dort welche gäbe.

Bäume haben einen weiteren Vorteil. Sie liefern brauchbares Holz, aus dem Papier und Bretter erstellt werden können. Papier, auf dem man sich über den Unsinn eines im Raum stehenden Krieges in Irak äussern kann! Und Bretter, aus denen man Särge zimmern kann – oder Brücken…

… ritzeratze eins zwei drei und die Brücke bricht in Stücke. Viel früher schon hat ein alter, ulkiger Busch mit Missetaten auf sich aufmerksam gemacht. Aber dieser Busch hat im Gegensatz zu andern sinnvolle Brücken geschlagen und das möchten wir auch – keine Brücken aus Luft.

Stephan Marti – reformierter Ratspräsident
Peter Baumgartner – katholischer Ratspräsident

Anspielungen auf lebende Personen sind nicht rein zufällig – meck, meck, meck!“

Wir wollen Brücken bauen und an keinem Ort geht das besser als hier bei bei der Stauffacherbrücke an der Stauffacherstrasse, der zu meiner Kindheit noch Schlachthofweg hiess, wo es billiges Fleisch zu kaufen gab. Zu Ehren von Werners Schlacht am Morgarten wurde die dann umgetauft. So gesehen kann man sogar mit Bäumen Krieg führen. Die Strasse bleibt Kriegs- und Schlachtgebiet! Zum Glück wird die Brücke nicht zu diesem Zweck grösser?

Ich kann es nicht unterlassen den Link über Prostestanitsch, Liberal, wie die nachhaltige Stellwerkstörung  zu bringen. Wir haben ja eine dreiminuten Verspätung, sorry einem Umweg in Kauf genommen und dabei BLS-SBB Grenzgebiet überschritten, vielleicht gar einige Gedanken über die gottlosen Billet-Automaten laut lospoltern lassen. Ob die Leute in den SBB-Gebäuden das vernehmen, ist unwahrscheinlich. Die Kosten waren so hoch, dass sie vermutlich Schallschluckdämmglasfenster haben. Sie haben etwas Verkehrslärm um sich.

Fünf nach Zwölf ist fast symbolisch für diese Ecke mit den ehemaligen Bundesbetrieben, vor allem einem Teil der Rüstungsbetriebe.

79). Keine Ahnung wie viele Brücken wir über- oder unterschreiten bis wir kurz nach dem Zentareal bei der Stämpfli AG wären.  Wandern verstehen sie nicht nur, sie drucken das auch. Zu Luthers Zeiten war der Druck seiner Bibeln noch etwas langsamer, als wir das heute können.

Und da wäre noch der Nachbar, die Sihl AG, die auch Kirchenfenster bedrucken könnte.

80. Die nächste Kapelle werden die Wenigsten kennen. Die Waldaukapelle – die erweiterte Siechenhauskapelle. Hier habe ich Konzerte mit Saitenklavieren gehört, deren Namen ich zuvor gar nicht gekannt habe. Die heutige Pfarrerin hier möchte einmal persönlich kennen lernen, nicht nur vom Telefongespräch. Wie weiter? Unseren Weg kennen wir. Durch den Park der UPD mit den schönen Baumbeständen und danach durch den Schermenwald.

Wir könnten auch über die durchschnittliche Haltung unserer Bevölkerung zu Krankheiten dieser Art diskutieren. Ein Beinbruch kann jeder erleiden. Das ist klar. Eine Geisteskrankheit kann auch jeden treffen und froh sein, wenn er einen sicheren Hafen findet, auch wenn dort eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Vermutlich dürfte dieser Strukturwandel einige ehemalige Angestellte zu neuen Patienten umpoolen. Die staatliche AG-isierung ist für viele Mitarbeiter kein Freudesschrei wert.

Falls wir 95 neuzeitliche Thesen aufstellen wollen, dieses Thema bekäme eine hohe „Startnummer“.

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zweite Teilstrecke der Route des fünften Tages

81. Der Israelitische Friedhof, wie er auf einem Stadtplan von Kümmerly + Frey heisst, finden wir unter Jüdischer Friedhof. Rolf Bloch, „der Schokoladenfabrikant, Jurist und Vermittler, das Musterbeispiel für gelebte Toleranz – im jüdisch-christlichen Dialog und im Alltag -“  findet hier seine letzte Ruhe.

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82. Rundum Autobahnbrücken und ansonsten weiter vorbei an der Gebäudeversicherung, wo wir Ueli fragen könnten, wie der Eigenmietwert einer Kirche ermittelt wird. Je nach Verwendungszweck? Je nachdem wer überflüssige Kirchen erwirbt?

83. Weiter über die Worble, wo es gar nicht so einfach ist, die Brücke zu entdecken. Bei den rostigen Mega-Konservendosen ist das Bundesamt für Umwelt zu Hause, wo wir über den Grünen Gockel oder Grünen Hahn informieren könnten. Den suchen wir beim BAFU noch vergeblich. Aber Informationen könnten sie garantiert vermitteln oder wir fragen Richi.

Der bekannteste grüne Hahn in der Schweiz. Das Schweizerische Reformierte Volksblatt erschien von 1866 bis 2004. An dessen Stelle trat im nächsten Jahr das Blog www.libref.ch.

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84. Bis zum Gemeindezentrum Ittigen ist es nicht weit. Dort treffen wir auf einen Kirchturm und zwei Kirchen. Die reformierte und die römisch-katholische Petrus und Paulus liegen Tür an Tür. Vielleicht schaut auch jemand vom benachbarten Haus des Sports vorbei. Unser Präsident hätte guten Kontakt zu einer Gruppe, die er unterstützt – den Behindertensport.

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Das Wappen von Ittigen scheint uns so interessant zu sein, dass sich Andreas I dem annehmen würde. Zudem suchen wir noch einen Geschichtsprofessor oder eine entsprechende Persönlichkeit, welche ein spannendes Thema aufgreifen möchte: „Vereinfachte Kindsadoption vor über 100 Jahren in der Gesamtgemeinde Bolligen, anlässlich der Spanischen Grippe 1918“, allenfalls kombinierbar mit Nachrichtenlosem Vermögen. Ein spannendes Thema, zu dem ich in der Literatur noch nichts Entsprechendes gefunden habe. Einen Teil habe ich einmal in der BernerZeitung publiziert, aber beim ersten Teil muss ich zuerst noch Verwandte meines Grossvaters informieren. Von Beruf war er Bremser und hatte eine äusserst aussergewöhnliche Patchworkfamilie. Und Bremser gibt es bei der Auskunfterteilung der Behörden. Sie ahnen etwas aber ich weiss mehr.

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6. Tag – geplant 2022 – Abendmahl am letzten Tag

Hier geht es zur allgemeinen Einführung über „Friede herrscht – proref pilgern“ und zum Verzeichnis der einzelnen Pilgertage.

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erste Teilstrecke der Route des sechsten  Tages

85. Weiter über Brücken oder unten durch – wie sie es wünschen – nach Altikofen. Vermutlich eine der verkehrsreichsten Passage haben wir überpilgert. Die Grauholzautobahn, das erste Teilstück der Autobahn – eröffnet 1962.  Altikofen? Haben sie diesen Namen noch nie gehört? Das ist ein Quartier in Worblaufen, wo wir neben der Gosteli-Treppe auf die Casapella treffen – Wohnhaus und Kirche. Etwas weiter oben ihr Archiv zur Schweizer Frauenbewegung Eigentlich müssten zumindest alle Frauen Marthe Gosteli kennen, fast 100 Jahre alt wurde. Keine Ahnung, ob meine Mutter ihr einmal die Geschichte mit der Adoption des ersten Kindes von Ernst (siehe Punkt 84) erzählte.

Google brauche ich um die Wegstrecke und die Zeit zu berechnen. Wie gewohnt klicke ich auf die Casapelle und dazu ein Name.  Mein persönlicher Klon? Vermutlich nicht, aber er wird schmunzeln und wir hätten ein ergänzendes Gebiet, das in ähnlicher Form schon thematisiert wurde.

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86. Bei schönem Wetter können wir einen Umweg über die ältere Tiefenaubrücke und durch den Ri(y)chenbachwald auf der Engehalbinsel unternehmen. Keltische und römische Bauwerke besichtigen, über Spiritualität diskutieren. Zwei Brücken? Ja, das vergisst man meist, wenn man auf den nebeneinander stehenden Brücken fährt.

Bei schlechterem Wetter unterqueren wir die neuere Tiefenaubrücke und die gut 50 jährige Eisenbahnbrücke nicht und sparen uns den rund einstündigen Waldrundgang. Die geplante neue Brücke werden wir sicher noch nicht begehen können.

87. Wir befinden uns in der Umgebung zweier Felsenaubrücken. Diejenige die Bern mit Bremgarten verbindet wird oft vergessen. Die Felsenaubrücke Bern, besser bekannt unter Felsenau- oder Autobahnviadukt kennt wohl jedermann. Nicht aber den Erbauer, der in der Nachbarschaft unseres Präsident wohnt. Den Architekten Christian Menn hätten wir ganz gerne dabei. Wahrlich, der bedeutenste Brückenbauer der Schweiz.

88. Die kath. Heiligkreuzkirche beim Spital Tiefenau. Wenn wir dorthin pilgern, wird es eine rumänisch-orthodoxe Kirche sein und …

89. … die ref. Matthäuskirche liegen nicht weit auseinander. Dort stand früher ein Pulverturm.

90. Mit einer Fähre können wir nach Bremgarten übersetzen – Zehndermättelifähre allenfalls Reichenbachfähre.  Hinter dem Schloss versteckt befindet sich die geschichtsträchtige Michaelskirche. Zum Schloss gäbe es noch eine kleine-rt Geschichte.

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91. Zeit um ein Abendmahl zu nehmen. Wein oder Wasser, das ist immer die Frage. Wir haben im Siebner-Gremium mal beides ohne Traubensaft beschlossen. Ein ewiges Streitthema, aber auf dem Weg nach Zollikofen würde sich Wein geradezu aufdrängen. Meines Wissens der grösste Weinberg in und um Bern steht kurz vor dem Schloss Reichenbach. Die Frage ist nur ob Mercurius Weisenstein noch Rebensaft an Lager hätte.

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92. Die letzte Brücke führt uns über den Chräbsbach, früher  Reichenbach und dann dessen Graben hoch zur Kirche Zollikofen wo der Ökumene Weg beginnt. Reformiert wie diese Kirche ist, sind darin keine harten Kirchenbänke zu finden.

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93. Weiter führt der Weg vorbei an der buddhistischen Pagode Tri Thu (Ersatzlink: Tri Thu) zur…

94. … kath. Pfarrkirche St. Franziskus

… die dem Heiligen Franz von Assisi geweiht ist, dem Patron des Umweltschutzes und der Ökologie.  Die Vögel und Findlinge sind symbolisch. Das Thema und der Name Franciscus sind aktuell.

95. Zum Schluss unserer Pilgerreise befindet sich der Mormonentempel – die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage. Der Bern-Tempel ist der erste der in Europa errichtet wurde. Ein imposanter sakraler Bau.

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Z wie Zollikofen, da machen wir Schluss. 500 Jahre Reformation. Grob gesagt, die ersten 300 verliefen ähnlich und der grosse Umbruch fängt Anfangs 19. Jahrhundert an. Auslöser bei uns war die Schlacht am Grauholz – Luftline 3 km entfernt – dort wo das alte Bern unterging und die erste Finanzkrise begann. Die Bahai könnten im Haus der Religionen die zwei letzten Jahrhunderte aus eigener Sicht erwähnen. In ihren Grundsätzen steht ein Satz, den ich am Schluss als Start in die neue Reformation setzen möchte:

Die Menschheit steht am Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter.

oder anders gesagt:

Nach den Bedürfnissen der Menschen fragen.

Vielleicht schaffen wir es neue Thesen, Behauptungen für die heutige Zeit zu formulieren. Moses hatte einige Gebote, Luther brauchte schon 95. Wieso gerade 95? Wenn wir interpolieren dann sind es haargenau auf die fünfte Nachkommastelle

111 Punkte oder würden 3 genügen! Das wäre für die heutige Zeit revolutionär … viele möchten das.

Mein Versuch für drei Weisheiten:

  1. Sei recht und offen mit allen und allem.

  2. Sei friedlich und hilfreich, damit Recht Sinn gibt.

  3. Sei sinnlich, damit Erbe und Progessives sich sinnvoll ergänzen.