Alle Beiträge von Stephan Marti

Bundesrat Brändli …

… viel zu schreiben über das eindeutige NEIN zur Unternehmenssteuerreform III gibt es nicht.

40,9% JA zu 59,1% NEIN – das sind 44,5% mehr NEIN- als JA-Sager. Ich mag mich nicht besinnen, wann die letzt Abstimmung zu Ungunsten des Vorschlags des Bundesrates abgelehnt wurde – und nach so eindeutig. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Herr BR Brändli hat absolut Recht. In zwei Jahren sollte eine ausgereifte Unternehmungssteuerrevision IV kommen. Ich freue mich, dass jetzt sogar BR Brändli begriffen hat, um was es hier geht.

Und noch eins, es soll ja niemand mehr sagen, dass die Linken das USR III abgelehnt haben. So viele Linke gibt es in der Schweiz gar nicht. Es ist nicht BR Brändli, der jetzt jammert, dass die Frist gar  nicht eingehalten werden kann. Es ist derjenige, der am Anfang am lautesten geschrien hat und dem Volk gedroht hat. Dieser Schuss ging nach hinten los und es wäre vielleicht angebrachter gewesen, dass man sich schon früher Gedanken darüber gemacht hätte, was unternommen werden muss, wenn einmal die JA-Sager verlieren.

Nebst Wahlen gibt auch das Skifahren an der WM Anlass zur Freude: Gold für  Beat Feuz und Wendy Holdener und Silber für Michelle Gisin.

Im Ausland gibt es noch nicht viele Berichte über dieses Thema – die leichtere Einbürgerung ist das grössere Thema (60,4% JA). Und im grossen Kanton wurde Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt. Seinen Vorgänger Joachim Gauck habe ich nur einmal erwähnt. Wie bei USR III ist es für Politiker manchmal nicht leicht, hinter die Kulissen zu sehen.

Nebst Gewinnern gibt es auch die andere Seite. Mein Namensvetter Kurt Marti hat einmal gesagt: „Es gibt kein ewiges Leben.“ Es hat sich bei ihm bestätigt.

Fukushima strahlt – we kill the world

Verrückt, was mit USR III am Wochende herauskommt ist fast nebensächlich …

… und sollten sie es nicht wissen, NEIN und sonst sind sie nicht dabei. Wer in Panik kommt, kann mal diesen Artikel lesen, bevor es zu spät ist. Aber bedenken sie, einer kauft und einer verkauft … oder anderes gesagt: einer hat Geld und der andere braucht oder will es. Ob es auf Deutsch einfacher ist, soll jeder für sich entscheiden.

Kein strahlendes Thema: We kill the world – mehr im Finanzblog – aber hört ganz besonders auf die Kinder. Fukushima gegoogelt und es werden booking.com und tripadvisor.de – sensationell günsig, grossartig – vorgeschlagen. Fehlt nur noch dass sie strahlende Ferien werben. Und Kernenergie.de, die auch Werbung betreibt, ist doch schon bis März 2015 vorgestossen. God bless you.

USR-III-Befürworter geben 19 Mal mehr aus

„Der Wahlkampf zur Unternehmenssteuerreform III spitzt sich zu. Derweil wird bekannt: Finanziell wird mit ungleich langen Spiessen gefochten.

Der Text ist nicht von einem von libref. Punkt. Der ist aus der Berner Zeitung und beachtet doch die Kommentare. Wunderbar. Falls sie sich nicht von den Bernern beeinflussen lassen wollen, dann eben nicht. Dann lest doch den Tages Anzeiger – genau gleich.

Was haben wir ausgegeben. Genau Null Franken. Und es wird auch keine Spesenrechnung kommen – ich verbuche diese nämlich. Gut, ich kenne einige Tricks, wie man verbuchen könnte. Aber das ist bei unserem Vereinsvermögen im unteren 5-stelligen Bereich nicht nötig. Trotzdem sind wir so was wie eine Statusgesellschaft – aber nicht im juristischen Sinn.

Unser Signet oben, das ich gleich mit einem „NEIN“ versehen habe, hat uns aber etwas gekostet. Freiwillig. Der Zeichner konnte durch meine Erfahrung im Umstellen des Blogs profitieren und dann hat er bei einem Mittagessen noch Res Peter kennen gelernt. Das ist mit Geld fast nicht aufwiegbar.  „Mit klarer Sicht“ – dein Mittagessen damals in der Kanti des Gymers wurde bezahlt und muss auch nicht als Einkommen versteuert werden.

Gestern habe ich noch eine wunderschöne Bemerkung beim liberalen Pilgern anbringen dürfen, müssen. Mit dem Stichwort „Neuhaus“ suchen – oder noch besser, den Artikel lesen und mitmachen. Dort ist noch ein viel schönerer Film verlinkt. Zwei Berner sprechen über das doch recht heikle Thema.

 

Statusgesellschaften – ein Wort, das fast keiner kennt

„Privilegierte Statusgesellschaften, die derart minimale Steuern bezahlten, seien einfach nicht fair – auch nicht gegenüber der Bevölkerung, betont Fetz.“

Die Arena – der Ort wo die Gladiatorenkämpfe stattfinden – stattfanden: „Gladiatoren (aus lateinisch gladiator, zu gladius für „[Kurz-]Schwert“)[1] waren im antiken Rom Berufskämpfer, die in öffentlichen Schaustellungen gegeneinander kämpften. Der Kampf der Gladiatoren gegeneinander wird als Gladiatur bezeichnet. Gladiatorenkämpfe waren Bestandteil des römischen Lebens von 264 v. Chr. bis Anfang des 5. Jahrhunderts nach Chr.“ Viel hat sich in den vergangenen 1500 Jahren nicht geänndert. Übrigens, Arena ist ein Schwimmhilfsartikel Hersteller aus diesem „abgesoffenen“ Reich.

Maurer stehen da vor einem unvollendeten Werk. Hier sind die Fetz-en so richtig geflogen, nicht lammartig eher lampartig, weil Dachdecker sind gefragt sind und vor allem Glaser, die vor rauhem Wetter schützen und Durchsichtigkeit hinein bringen. Noch fehlt es an überzeugender Grössi. Anspielungen auf allenfalls noch lebende Gladiatoren wären rein zufällig.

Einige Stimmen:

Der in der Mitte ist nicht Hermann Hess von der FDP, sondern Erich Hess SVP. Und so wie ich es beurteilen kann, ist Erich eher am andern Ende anzusiedeln, aber bei einem Geburtstagsessen spricht mann eigentlich weniger über Steuerangelegenheiten. Zumindest ist in Michaels Online-Seite das Bild nicht zu finden, aber in meinem Büchergestell.

Ach ja, was ich noch sagen sollte. Wenn so einige Paradebeispiele bekannt wären, wer so alles hinter Statusgesellschaften steckt, dann würde dies garantiert Wirklichkeit …

  • Watson – stimmen sie am Schluss ab – Resultat wäre herrlich, aber in der Realität etwas übertrieben

Wir haben die Nase voll … und derjenige, der mir die „Schnuderlümpe“ – diesen Ausdruck männiglich für Andersgläubige einzusetzen überlassen wir anderen – überreicht hat, meint, sie hätten schon was Neues auf Lager. Da muss ich nur auf den Stockzähnen schmunzeln … darüber habe ich schon lange geschrieben.

Und mal kurz in der Kiste gewühlt, kommt mir Contrabzock 72 in den Sinn … made in Basel ? Verstehen sie nur Zahnpasta? 18 ml gabs gestern nach der Sitzung im HB ZH – max white, whiter teeth in 5 days. Ob man damit auch Westen bürsten kann? So knappe 2 Prozent des Textes ist auf Deutsch – das Ausland befielt, sind wir wirklich im falschen Film?

Film? Das ist Realität und wie bringt man diese Viecher wieder in den Käfig?

Echt tolles Ding, Werbung, die wirklich mal Spass macht. Der Magic Mirror von RockarRockme. Und wer setzt sich seit jeher mit moderner Technik auseinander – die Kirche. Johannes Gutenberg’s  Hauptwerk – die Bibel. Hier wäre er aber zerfleischt worden, hiess er doch Gensfleisch. Übrigens, der Chef des Zauberspiegels war persönlich aus London anwesend. Unterhaltung auch in Englisch. Der hat garantiert noch keine Statusgesellschaft – aber ein Statussymbol von einer modernen Litfasssäule.

Nachtrag: Ein Leserbrief  „Nein zu einer einseitigen Notlösung – BaZ Forum“ von unserem Mitglied, der heute bei der BaZ eingereicht wurde – bei bazonline.ch finde ich den Artikel und den Leserbrief (noch) nicht.

 

Die NEIN-Anhängerschaft steigt dauernd

Nicht nur „die Linke jubelt“ – die NZZ sieht schon eine Möglichkeit, wenn das NEIN kommt. Das deute ich so, dass die „Alte Dame“ von USR III alles andere als überzeugt ist.

Lesen sie den letzten Abschnitt im verlinkten Beitrag – der ist noch fast sensationeller, als dass  Frau alt Bundesrätin Widmer Schlumpf gegen die Vorlage ist, denn diese ist nicht mehr so, wie sie von ihr ausgearbeitet wurde. Dieser Abschnitt bedeutet doch nichts anderes, als dass sie sich eingestehen, dass die bürgerliche Seite mit grosser Wahrscheinlichkeit verlieren wird. Übrigens, sollten sie es noch nicht gelesen haben, diese doch bei einigen Konservativen noch beliebte Zeitung hat Mühe mit der Ortung von politischen Positionen: „Wir denken nicht rechts oder links, sondern liberal„. Falls der Erfinder dieses Spruchs noch bei der NZZ in finanzieller Abhängigkeit steht, wäre eine Denkpause oder Umstellung ganz gut angezeigt. Hiermit schlage ich dieses Plakat offiziell für unseren Komicwettbewerb vor.

Frau Widmer Schlumpf hat Mut. Bravo, dass sie bei ihrer Meinung bleiben. Die NEIN-Anhängerschaft steigt dauernd. Und ich staune immer mehr, wer sich als Ja-Anhänger mit nichtssagenden Phrasen zu Wort meldet … zum Teil bekannte Personen, denen man heute nicht mehr alles glaubt. Und mit dem Glauben haben wir nicht unbedingt einen schlechten Riecher.

Guets Mörgeli, aber schon bald haben wir fünf vor Zwölf – übernächstes Wochenende ist AB-Stimmung – Stimmung, geht hin und schreibt NEIN!

Jesus spricht …

… die „Unternehmenssteuerreform fördert Abhängigkeiten zutage

Ich höre sie schon, einige Konservative die sich liberal nennen: „Was soll diese Überschrift?“ Sie kennen Jesus.ch nicht. Eigentlich ein Fehler, denn jeder sollte immer etwas über den Gartenhag schauen. Die Freikirchen sind nicht unsere Feinde, es sind auch Christen, meistens reformierte – wie wir. Nur glauben sie nicht genau das gleiche, dafür meist etwas intensiver. Und an der Swisseglise vor zehn Jahren, habe ich festgestellt, dass der Werbechef ein Kollege meines Kollegen ist. Heute brauchen einige dazu das Facebook, wobei meist lange nicht alle wirklich guten Freunde und Freundinnen verlinkt sind. Einige wollen eben Abhängigkeiten verhindern.

Lesen sie den Artikel über USR III – er ist sehr neutral geschrieben und das zu sagen und zu verlinken haben wir Liberalen eben den Mut. Wir haben fundierte Argumente zu unserer Meinung zum „NEIN“, was man von BR Ueli Maurer nicht behaupten kann. Seine Meinung wird von Jesus auch beurteilt … ver … wäre das richtige Wort – sie sagen „Drohkulisse“. Über seine Meinung habe ich in einem Kommentar schon berichtet. Siehe unten. Es gab eine bitterböse Reaktion: „das ist reine Erpressung“.

http://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/maurer-gleist-bei-nein-zur-steuerreform-ein-milliarden-sparprogramm-auf-130852280

Na ja, der liebe BR Maurer könnte ja weiterhin an den Investitionen für den persönlichen Schutz der Soldaten in Friedenszeiten sparen. Zwei haben ihm von der Einnahmeseite erzählt und er schreibt gleich in die Zeitung. Einer hat ihm mindestens dreimal etwas zum Lesen und Reagieren zukommen lassen. Ausgabenseite – da reagiert er nicht. Was er erzählt scheint nicht sehr fundiert und schon gar nicht sauber dokumentiert zu sein. Aber sich auf diese Art als Bundesrat in den kurz bevorstehenden Abstimmungskampf einzuschalten, ist doch „eher ungewöhnlich“.

Steuerkunde für Stimmbürger“ schreibt die NZZ. Liebe NZZ, um eine Steuerkunde zu vermiteln, braucht es exakte Angaben und genau die bekommen wir von der Ja-Sager nicht … könnte, , wäre, möglich, einige Kantone würden … die würden nicht nur, die werden ohne Würden werden. Und es sind Ja-Sager-Kreise, die Dividendenzahlen veröffentlicht haben. Und für Stimmbürger biete ich auch Steuerkunde an. 211 000 000 000 Franken gehen heute ins Ausland, ohne je voll besteuert worden zu sein – mehr als 2000 Franken pro Monat und Einwohner. Ein Betrag in der Höhe des Grundeinkommens.

Und trotzdem, lieber Jesus. Einige Abhängigkeiten müssen sein, aber eher auf geistiger, denn auf finanzieller Basis. Und wegen den finanziellen Abhängigkeit der Grossen, sind die Kirchen gegenüber den ganz Kleinen, die Grossen und die Kleinen sind froh, wenn sie bei der Kirche oder Freikirche Unterstützung bekommen.

Also eindeutig am 12. Februar: NEIN

Mich nähme wunder, wer hinter den Statusgesellschaften in Basel-Stadt steckt. Vermutungen bringen nichts. Eine kenne ich und deshalb ist der BAK-Bericht auf Seite 16 interessant. Die in der Genferseeregion kennen wir zum Teil, da hat die Economiesuisse etwas veröffentlicht.

Käse, Schokolade, Uhren und Waffen – Schande über die Schweiz

„Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel“

Und dies nicht nur pro Kopf der Bevölkerung an Entwicklungsländer, wie in mehreren Zeitungen heute zu lesen ist – Freitag, der 13. als Erinnerung. Sondern auch bei der gesamten Waffenausfuhr. Aus obigen erwähnten 700 Mio USD werden dann halt mal 800 Mio USD. Nur 1/8 ging an Nichtentwicklungsländer.

Zahlen sind ja bekanntlich geduldig, aber auch Definitionen. Was ist ein Entwicklungsland? China, Indien, Brasilien? Gehören die dazu? Nach heutiger UN-Definition, die selbst nicht mehr von allen UN-Organisationen angewendet wird, gehören diese Länder nicht dazu, weil sie über 75 Mio. Einwohner haben. Die Weltbank zählt sie zu den LIC – low income countries.

Oder anders gesagt, die Kommastellen können hier total vernachlässigt werden. Das Prinzip bleibt sich gleich, die Schweiz ist wieder einmal „Spitze“. Pflüge statt Kanonen, galt allenfalls, bevor Luther die 95 Thesen anschlug.

Ich bin garantiert nicht der einzige Schweizer, der auf diese Zahlen und Spitzenränge nicht stolz ist … gelinde ausgedrückt.

Die ersten Zahlen sah ich nicht am Freitag, den 13. – sondern bei Infosperber. Ich habe mit den zugänglichen Daten eigene Berechnungen erstellt. Ungefähr richtig ist richtiger, als genau falsch.

Arms Transfers and Deliveries

Je nach Berichtsperiode und nach Lieferungen oder Vertragsabschlüssen ergeben sich andere „Ranglisten“. Bei den Gesamt-Zahlen ist die Reihenfolge immer die gleiche:

  1. USA
  2. Russland
  3. Frankreich
  4. China

Pro Kopf der Bevölkerung musste ich eine Bewertung vornehmen:

  1. Frankreich
  2. Schweiz
  3. Russland und Schweden

Schweden habe ich nicht speziell nachgeschaut, aber der Spitzenplatz bei den abgeschlossenen Verträgen hängt vermutlich mit den zurzeit heftigen Grippen-Wellen zusammen. Kommentare zu den Schweizer Waffenlieferungen sind hier zu finden:

Und wer es noch lieber präziser hat, was in der Welt abläuft, der schaut mal was ich über den Schwarzen Donnerstag vor dreieinhalb Jahren schrieb – das Resultat kennen wir. Und wir wissen auch, wer Handgranaten produzierte, die zuvor im Bürgerkrieg eingesetzt wurden. Ja, aus gut unterrichteter Quelle weiss ich auch, dass meine Blogbeiträge resp. Mails mehrmals auf dem Pult des Militärvorstehers gelandet sind – Antwort kam nie eine und der Pfeifenblaser erwähnte auch nicht, was und ob darüber gesprochen oder gedacht wurde. Letzteres vermutlich schon, aber das ist nicht jedermans Berufsaufgabe.

„Heute ist erst der 12. und Donnerstag“ – ja, wenn die Welt immer so einfach wäre wie im ehrlichen Mey.

Wirtschaft irrt vermutlich – Dividendenabzug

Bei USR III ist die Wirtschaft gegen die Kirche. Da ich beide recht gut kenne, stelle ich den Beitrag aus dem Finanzblog bei der Kirche hinein und schreibe vorab einige Ergänzungen.

 

Es ist garantiert kein Zufall, dass gerade heute Hans Zoss in der BernerZeitung in einem Interview ganz deutlich sagt:

„… Er würde sich wünschen, dass sie (Anm.: die Kirche), wie einst Reformator Luther, die Leute auch mal vor den Kopf stosse. …“

Toll was der Theologe und ehemaliger Pfarrer der freien Heiliggeistkirche in Bern und Gefängisdirektor auf dem höchsten Berg im Kanton Bern äussert. Er brauchte wie die meisten andern auch lange um vom Thorberg herunter zu kommen. Nur der Aufstieg ist für Insassen meist kurz. Theologisch gesehen ein interessanter Berg von rund 600 Metern Höhe, der einmal den kontemplativen  –  (ungefähr: nur auf Gott ausgerichtet) – Karthäusern mit ihren Einzelzellen gehörte. Die Liberalen sind anders gerichtet, offen für neue, andere Ideen. Am Anfang,  gewährte uns Hans ein Interview über Fernwärme und seine Kunden, das in etlichen führenden Blogs der Schweiz im gemeinsamen Adventskalender aufgeschaltet wurde.

Auch andere Wirtschaftsgrössen kennen uns Liberalen, waren schon vor 10 Jahren dabei. Da war eine, die wollte Nationalrätin werden. Echt liberal und Christa, höher geht es in der Schweiz politisch nicht mehr – wir gratulieren. Bei einem anderen Blogger wie alt Bundesrat Leuenberger, denke ich, dass wir mal seinen Abschnitt „Leben“ geniessen dürfen. Die unbekannten Seiten von Führungsgrössen, die heute gefragt sind. Umdenken, revolutionieren oder schon vor 500 Jahren hat man gesagt „reformieren und nicht Fassaden renovieren“.

Bevor sie meine Meinung über USR III lesen, die ich auch dem HIV zukommen liess, können sie aus dem Adventskalender vom 27. Dezember 2007 die Zeilen von Yayha geniessen – vermutlich unser nicht reformiertes Mitglied, das am reformiertesten ist.

Kirche und Wirtschaft müssen zusammen spannen und  progressiv liberalisieren: Kirche und Wirtschaft.

Und hier finden sie Zeitungsartikel pro und contra.

Hier nun der Beitrag, über den vor allem die Wirtschaft, oft auch Industrie genannt, nachdenken sollte. Ich wette, wenn unsere nachplaudernde nicht selbst denkende Wirtschaft so weitergeht, werde ich Recht behalten.

Wieso kompliziert statt einfach und wieso sollen die „Grossen“ und nicht die Mehrheit aller Schweizer profitieren – USR III ist eine Alibiübung und undurchsichtig in den Auswirkungen – NEIN am 12.2.2017.

Die Unternehmenssteuerreform III ist alles andere als einfach zu begreifen. So schreibt das Eidg. Finanzdepartement (EFD): „Mit der USR III soll die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften abgeschafft werden.“ International gesehen ist das ja sinnvoll, der Zeit entsprechend. Und was schreibt die FDP.Die Liberalen im Parteiprogramm (5. Abschnitt): „Auch die aktuelle Unternehmenssteuerreform III. soll zur Erhaltung der attraktiven Schweizer Wirtschafts- und Steuerstandort beitragen.“

Sorry, falls ich zu wenig wissen sollte, aber meiner Anischt nach, die ganz viel andere auch teilen, gehen diese zwei Aussagen diametral auseinander. Aber da ist noch die Rede von in Aussicht gestellten Steuerrabatten für Unternehmen, die die Kantone selbst bestimmen können. Das ist eine Alibiübung die bei den ausländischen Holdinggesellschaften u.ä. bis zum Nullsummenspiel gehen kann … oder noch weiter!

Alle sprechen davon, dass Gewinne dort versteuert werden sollen, wo sie anfallen. Das wäre eigentlich gerecht, entspricht aber nicht der heutigen Wirklichkeit. Wieso gibt es dann Panama, die Schweiz und viele andere Offshore Finanzplätze? Die Freie Republik Liberland ist noch nicht einmal erwähnt.

74% der in der Schweiz ausbezahlten Dividenden fliessen ins Ausland. Warum finde ich diesen Beitrag nur beim Tagesanzeiger, nicht aber in der Berner Zeitung? Hier gibt der Bundesrat ganz prisante Zahlen bekann. 211 Mia. fliessen ins Ausland – 211 000 000 000 – 25 000 CHF pro Schweizer. Eine Zahl, die bis dato in dieser Art nicht bekannt war. Netto vielleicht ein Viertel weniger, wenn sie den Artikel genau durchlesen. Das ist eine Riesendifferenz, was bisher bekannt war. Ein grosser Teil dürfte von Gesellschaften stammen, die den Gewinn schon in anderen Ländern abgeschöpft haben, in die Schweiz transferien und eine stattliche Summe wieder ins Ausland fliessen lassen. Aber ganz sicher nicht in die Ursprungsländer zurück. Mehr dazu finden sie in den regelmässigen Publikationen und Mitteilungen von Public Eye (ehemals die Erklärung von Bern – unter Themen und Hintergründe), Greenpeace und anderen.

Wieso wird der Holdingabzug nicht einfach abgeschafft und der Unternehmesgewinn normal besteuert, allenfalls mit einem kleineren Rabatt. Damit die Doppelbesteuerung von Unternehmensgewinnen in der Schweiz mit der Einkommenssteuer auf Dividenden ausgeglichen wird, könnte einfach ein Rabatt auf die versteuerten Einkommensgewinne aus Schweizer Dividenden gewährt werden. Das wäre Steuergerechtigkeit … und dann gleich noch den fiktiven Eigenmietwert abschaffen.

So etwas schaffen nur Liberale. Linke und Rechte würden aus Eigennutz diskutieren. Steuerphilosphie ist eine echte Philosophie.

USR III wird den seit einiger Zeit in Gang gesetzten Umverteilungsprozess zwischen Reich und Arm nur verstärken. Ob die Holdinggesellschaften alle wegziehen würden, ist mehr als nur fraglich. Lusche vielleicht, wobei zu beachten ist, dass dieses Wort im Berndeutschen einen etwas stärkeren Charakter hat, aber es fällt mir kein entsprechendes Synonym ein. Der Standort Schweiz hat extrem viele weiche Vorteile, die manches Unternehmen zum Bleiben veranlassen – Ausbildung, Infrastruktur und Sicherheit, nur um einige zu nennen.

Für die Bevölkerung könnte USR III zum Bumerang werden. Steuerflüchtlinge müssten weniger bezahlen und für (Wirtschafts)-Flüchtlinge hätte es weniger Geld. Wieso? Der überwiegende Teil der Kantonal-Kirchen würde aus dem heutigen Steuersystem gekippt. Der Staat kann Sozialhilfe nicht so günstig anbieten, wie die Kirche … deren Einnahmen versiegen würden und die bis heute viel Sozialhilfe angeboten haben. Und wo gehen die hin, die einfach in der Kirche Ruhe, Frieden und Anschluss gesucht haben. Es würden noch mehr in Freikirchen oder Sekten abwandern. Verhältnisse wie in den USA müssen nicht wirklich auch bei uns sein.

Um das goldene bullische Kalb tanzen, das machen schon viele. Gewinne kapitalisieren, individualisieren und Verluste verstaatlichen, sozialisieren, das wurde schon zur Genüge vorgelebt. Die Auswirkungen sind nicht berechenbar und vielleicht stehen 100 Holdingmitarbeitern, die abgebaut werden, 1000 Kirchenmitarbeiter gegenüber, die nicht mehr oder freiwillig finanziert werden müssten. Mehr zum eher Allgmeinen:

Viele Kirchen, die nicht in den Abstimmungskampf eingreifen, wollen vermutlich nicht darauf aufmerksam machen, dass man ja auf diese Weise ganz einfach aus der Kirche austreten könnte. Ein verdammt schlechtes Argument, in der heutigen religionspolitischen Lage. Mehr dazu mit Ergänzung zum Thema Kirche unter:

Da das Ganze nicht so einfach ist, findet man vermutlich in der Wikipedia noch nichts über USR III. (Nachtrag: jetzt stehen sieben Zeilen drin). Die Steuerreform hilft nicht echt weiter, hat aber einige gute Ideen. Wer sich weiter mit Steuern befassen will, findet sonst in der Wikipedia jede Menge über Steuern und Abgaben, sowie das Steuerrecht.

Und auf einen Beitrag mit Leserbrief möchten wir aufmerksam machen, der aufzeigt, aus welcher Küche USR III stammt.

Alles Gute für die nächsten 500 Jahre

Gute Wünsche zum Jahresanfang können dieses Jahr sicher gebraucht werden – zumindest für die Landeskirche und die Mittleren und Kleinen mit einem NEIN zu USR III am 12. Februar.

Wir sind liberal und stehen in der Mitte, deshalb hier ein relativ neutraler Überblick über USR III. Die Begründungen für das kirchliche NEIN beim Referendum zum Unternehmenssteuerreformgesetz III (USR III) liefert vor allem Res Peter in den untenstehenden Beiträgen ab September.

USR III ist aber nicht nur für die Kirche gefährlich, sondern vor allem für den Mittelstand und die „Unterdurchschnittlichen“. Ende November habe ich über den Dividendenabzug geschrieben. Die Zahlen dazu habe ich aus kirchlichen Kreisen aus Zürich erfahren. In Bern ist der entsprechende Artikel nicht aufgeschaltet worden, was sonst üblich ist. Dafür habe ich am Sylvester den HIV Bern und den WVO informiert, dass er sich mal meine Zeilen durchliest. In diesem Jahr nehme ich schliesslich das 26. und letzte Jahr als Revisor im Wirtschaftsverband Oberaargau in Angriff und erachte es wichtig, dass auch Verbände nicht einfach immer „alles Gute von Oben“ übernehmen, sondern hinterdenken. Ein Jahr länger als angesagt – stufenweiser Wechsel nennt man das, der Ältere hat nun Vortritt.

Ihm habe ich versprochen, dass ich den Link zur „Parasitären Steuerpolitik“ von Daniel Binswanger aufschalte. Auch von ihm ist  „Die Rechte Linke“ und daraus zitiere ich einen Satz:

„Stammwähler der Linken sind nicht mehr die Arbeiter, sondern die hochqualifizierte, akademische Mittelschicht.“

Obigen Satz habe ich nach meinem Frankreich-Aufenthalt gelesen und dort geschrieben, dass kein Stein auf dem andern bleibt und von den wiederkommenden 68-igern, die nächstes Jahr das halbe Jahrhundert als Jubiläum feiern werden.

Sollten die guten Wünsche für 500 Jahre zu viel für sie sein, so versuchen sie es doch mit „2050 – Gebrauchsanleitung für die Zukunft“. In der letzten Ausgabe von GDI IMPULS, die mich mehr als das halbe Leben begleitet hat und die ich schon ganz am Anfang abonniert hatte.

Zumindest ein gutes 2017 und einen ablehnenden 12. Februar. Hier noch einige Argumente dagegen von der SP.

„Hinterlassen sie einen Kommentar“

„Hinterlassen sie einen Kommentar“. Das ist mutiger, als hintenrum zu kritisieren.

Ab und zu vernimmt mann, dass sich jemannd über unser Blog genervt hat. Herrlich, er hat es gefunden. Das ist der Zweck dieses Blogs.

Ein solcher jemand hat sich über meinen „Pfaff“ aufgeregt. Vermutlich hat er nicht einmal den nächsten erklärenden Satz gelesen, geschweige denn bis zum Pfaffensteig. „Pfaff“ – Google gibt 13’700’000  Ergebnisse. Echt super und nur CHF 2’199.– kostet die bewerbte Leistungsfähigkeit. Jetzt lachen Pfaff Andreas I und Pfaff Andreas II. Übrigens, wenn ich nicht Griechisch, Lateinisch und Hebräisch hätte büffeln müssen, wäre ich heute auch ein Pfaff.

Die einen werden jetzt sagen, zum Glück wurde die Welt verschont. Nur, ich hätte garantiert mehr Zuhörer, als manch einer. Als CEO Church einer durchschnittlichen Stadt habe ich meinen sechs Schwarzröcken immer gesagt, dass sie selbst verantwortlich sind, wie viele Predigtgänger sie haben. Langweilige liberale Hochwürden hatten deutlich weniger Zuhören und begeisternde, liberale und alle evangelikalen hatten wesentlich mehr „Kunden“ – die letzteren sogar die besser opferstockenden, aber vermutlich nicht unbedingt zahlungskräftigeren.

Pfaffe“ kennt sogar der Duden und noch viele andere Bezeichnungen. Der Pfaff ist ein mittelalterlicher Ausdruck und erstaunlich, dass sich garantiert Leute darüber aufregen, die vermutlich von allenfalls liberal zu eher oder ganz konservativ gealtert sind. Das ist ein riesiges Problem, das wir uns nicht der Zeit anpassen. Na ja, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit … steht auch in besagtem Beitrag – ganz am Schluss. 6’845 Worte sind in diesem Beitrag geschrieben worden – mein längster Beitrag – und ein Wort ärgert ihn. Es wurden doch immerhin 99,85% nicht beanstandet. Danke für dieses Vertrauen.

Und sie glauben nicht, was alles für Vorschläge kommen, wie wir unseren Auftritt ändern müssten. Blog alleine, Blog mit Homepage, aber nebenher und die Mitglieder haben beschlossen, so wie wir es haben. Die sollen doch selbst mal etwas schreiben. Ich habe erst einen einzigen Beitrag nicht gebracht und der war gelinde gesagt extrem und das kommt nicht ins Blog. Extremismus hat in der heutigen Zeit nichts zu suchen – verbannt – der Vorstand hat es sanktionniert.

Ein Blog ist ein relativ modernes Kommunikationsmittel und wer Erfolg haben will, muss einen süffigen Schreibstil anstossen und dazu gehört zum Teil auch Ironie. Es gibt wissenschaftliche Blogs, aber das wollen wir nicht. Wir müssen dringend junge und jüngere Menschen ansprechen. Die meisten, die noch Kirchensteuern zahlen, sind liberal. Nur, sie müssten aus dem Schattendasein raustreten – raus retten.

Übers Mittelmeer weht ein rauher Wind.

Was wir im christlichen Abendland brauchen ist ein ganz bestimmter Gegenwind.

Retten – auch diejenigen, die zu uns kommen wollen. Nach 500 Jahren sind die Zeiten vorbei, für – sorry wenn ich das so schreibe – theologisches Geschwafel, das nicht in unsere Zeit passt. Über Kommentare habe ich vor drei Jahren geschrieben – mit Kommentar vom Katzenblog. Ürigens, der Katzenblog ist drei Wochen älter als mein Finanzblog, auf das nach einem Trimester Erfahrung libref.ch folgte. Alle im 12. Jahr. Und deren gibt es nicht viele. Einige sind im Beitrag über die „Pfaffen“ erwähnt. Vielleicht ergibt sich ein freudiges Wiedersehen.

Also, wer etwas zu sagen hat, soll dies der ganzen Welt mitteilen und nicht hintenrum reden – das ist feige, passt nicht in unsere Zeit und ist sicher nicht progressiv sondern destruktiv. Dazu eignet sich der Kommentar oder noch viel lieber, schreibt selbst einen Beitrag und ich hoffe, die Leser die sich aufgeregt haben, nicht allzu sehrmit meiner Antwort gekränkt zu haben. Ansonsten „Mensch ärgere dich nicht“ – „eile mit Weile„, die Vorgängervariante … älter muss sicher nicht konservativer sein.