prix libref. an Peter Bichsel

Peter Bichsel – Herzliche Gratulation zum prix libref. 2014

Peter Bichsel - prix libref. Gewinner

Peter Bichsel hier als Zuhörer und Beobachter der Disputation «Liberaler Glaube heute» und der Podiumsdiskussion «Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben». Was davon digital erhältlich ist, folgt in einem weiteren Beitrag. Geniest vorerst einen Tagesrückblick auf die Preisverleihung an Peter – an Dr. h.c. Peter Bichsel. Ein herrliches Fest mit vielen Besuchern, Ansichten, Einsichten und Fragen. Zukunftsgerichtet. Wir sprechen über die Zukunft der Kirche und Menschenrechte.

Peter Bichsel - copy right by pixelgarten.ch

Im Element – Peter Bichsel mit besseren Pixel, nicht Bixel – © bei pixelgarten.ch

Progressiv und keiner beamt die Adresse – www.prolibref.ch – brandneu aufgeschaltet, die Zürcher Sektion, die uns in der reformierten Kirchgmeinde Erlenbach ZH Gastrecht verschafft. Schön, wie der Kormoran, Fischfresser, ruhig durch die Lüfte gleitet. Bei uns gab es vegetarische Pizza, Hirsch oder den weiblichen Partner unseres Symbols, dem Hahn – Huhn, geschnätzelt, geschnetzelt, geschnitzelt an Curry Sauce.

Schön, dass jetzt die EVP ohne Hahn auskommt – kirchenpolitisch anders gelagert. Wir tendieren gegen oben und nehmen es humorvoll. Der Preisträger und der Schreibende tendieren ab und zu gegen unten – dort sei Schall und Rauch erlaubt.

Über 2000 Jahre wird vom Publikum zurück gedacht – den Schwarzen Freitag vor 85 Jahren spricht keiner an.

Hier einige ältere Beiträge über den prix libref. (Gesammelte Werke):

Pflichtlektüre

Der «prix libref.» 2014 geht an Peter Bichsel

«Schwarzer Donnerstag» – bitte im Kalender eintragen

140-jährige Geschichte – Gratisdownload der Essays des prix libref. 2011

prix libref. 2008 an Dr.Dr. Gret Haller und Weiterbestand von libref.

Bichsel, Marti mit Locher

Peter Bichsel mit mir, Stephan Marti Schmiedrued (SMS) und einem meiner mitgenommenen Bürogeräte. Die Schere, um einander das Wort abzuschneiden, was nie der Fall war, dafür haben wir fünf Minuten überzogen. Es hätte auch mehr sein können. Die Fragen sind mir noch nicht ausgegangen. Was Peter mit meinem kleinen «Locher» machen kann – hier die Antwort – das korrekte Gründungsjahr ist 1871. Wie in den Kinderschichten von Peter Bichsel zu lesen ist, kann man einem Baum auch Tisch sagen. Meinen Locher nenne ich als Lust des Sprachunsinns in Zukunft «Bischof».

Gottfried Locher - Godi Locher

Der «grosse» Godi Locher, wie er liebevoll von seinem Kollegen vorgestellt wird. Gottfried Locher, Präsident des SEK, so quasi der «höchste» Reformierte der Schweiz, hat vernetztes Wissen, viele Ideen und Witz. Meinen Locher hat der Bischof vor dem Interview mit Bichsel «abgesegnet». «Der reformierte Bischof auf dem Prüfstand» – das Buch von Josef Hochstrasser wird einige Fragen mehr an Gottfried Locher und seinen Antworten aufweisen, als bei unserer Disputation angebracht wurden. Die Buchvernissage findet am 11.11. um 20.00 in Bern statt.

Eine Woche nachher, am 18.11.findet eine Veranstaltung der Berner Sektion statt – Mein Gott – Kein Gott mit Ella de Groot «Ich glaube nicht an Gott …» – siehe Zeitungsartikel im Kommentar.

Gottfried Locher und Reiner Anselm

Dr. Gottfried W. Locher und Prof. Dr. Reiner Anselm – die Wikipedia müsste einmal mit libref. ergänzt werden, die kennen nur die library reference

Peter, Locher, Anselm und Cabalzar

Gottfried Locher mit unseren Vorstandsmitgliedern (v.l.) Andreas Peter, Reiner Anselm und Andreas Cabalzar bei der Disputation «Liberaler Glaube heute»

Wytske Dijkstra von IARF

Dr. Wytske Dijkstra, Präsidentin von IARF – International Assosition for Religious Freedom (libref. ist Gründungsmitglied. 1900 in Boston gegründet, ist sie die älteste international überkonfessionelle Gruppierung. Seit 1972 ist IARF Mitglied von ECOSOC, eines der sechs Hauptgremien der UNO, wo wir Beraterstatus haben.

Peter Bichsel und Yahya Hassan Bajwa

Im Gespräch beim Mittagessen mit unserem Mitglied und Revisoren Dr. Yahya Hassan Bajwa, dem zweifleissigsten Schreiber auf unserem Blog. Liberal wie wir sind, nehmen wir auch Andersgläubige als Mitglied auf – aber ohne Stimmrecht. Yahya’s Vater war der erste Imam in einer Schweizer Moschee.

Podium

Podium «Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben» mit Peter, Locher, Huber, Lötscher, Bianca und Anselm.

«Reformierte scheuen das heisse Eisen nicht» – erschienen im Küsnachter.

Heisse Eisen, das ist unsere heutige Zeit und unser Anliegen. «Peter, hast du an Tewje, den Milchmann in Anatevka gedacht, als Frau Blum den Milchmann kennen lernen wollte?» Es ist vielleicht besser, wenn ich Peter eine Viertelstunde ausfragen konnte und nicht noch Zeit hatte, seine genauen Antworten zu notieren. Kraftausdrückelos geschildert ist das Buch besser. Und trotzdem wage ich vor dem zahlreichen Publikum einige Takte «Wenn ich einmal reich wär, oh je widi widi .. bum …» – so quasi mein Einsingen, denn in gut drei Stunden stehe ich wieder auf der Bühne und singe im 2. Bass – «River of Babylon». Einen Song, den ich vorgeschlagen habe – bevor es in dieser Gegend brodelte. Gute Erinnerungen an meine Zeit als DJ (Disc Jokey) und heute bin ich froh, dass das Gebiet zwischen Euphrat und Tigris nur auf dem Beistelltisch aktuell ist. «Missverstande Bibelworte»  von unserem Alt-Präsidenten und Ehrenmitglied Max Balsiger liegen auf. Vater von Balts Nill, ehemals Stiller Has mit Endo Anaconda, predigte als Pfarrer unter anderem für Gottfried Locher als Kirchgänger in Köniz. Der Tag ist gespickt mit kleinen Anekdoten … oder schreibt man Anektoten, wenn man an die heutige Gegend des Paradies denkt? Wir sind progressiv, denken an den Frieden. Das Thema wird nicht angeschnitten.

Übrigens, wer hat Adam verführt, einen Apfel zu essen? Es hat noch Broschüren von Max Balsiger.

Zukunftsgerichtet, progressiv. Blenden wir doch einen Tag zurück. Beerdigung von Peter Niederstein. Ich habe nur Familienmitglieder kennen gelernt. Ihn nie persönlich. Es gibt gar Taminser, die ihn nicht kennen. Diejenige, die uns auf den Turm führte um die Umgebung anzuschauen. Herrlich Aussicht. Zumindest auf die Rheinthäler. Es ist kein Witz, am Tag nachdem Blocher zum BR gewählt wurde. Schande über uns, nicht die andern. Tamins Himmelherrgottnocheinmal, liebe sogenannt Liberale, schreibt doch mal unter Wikipedia, was Sache ist … und sonst zitiert halt Marti: «Früher einmal waren Liberale liberal, heute tendieren oder sind sie zu konservativ. Sogenannte Liberalte. Liberalte Mehrheit – oder Minderheit?» Bichsel mag nur Minderheiten. Peter Niederstein war ein Vorgänger von Balsiger. Präsident von libref. als dieser noch Verein für freies Christentum Schweiz hiess … oder so ähnlich. Zum Verwechseln mit Freikirchen, denen wir bei Gott sicher nicht nahe stehen. Peter Niederstein hätte eine entsprechende Würdigung verdient. Und Wikepedia mal einen kirchen-liberalen Autor.

Liebe Liberale. Luther, der Reformierte Nr. 1, war ein Arbeitstier. Das war auch der Hauptgrund, wieso die Katholiken einen Gegner bekamen. Die waren arbeitsfaul. Fünfhundert Jahre später müssten die Reformierten, die Progessiven zumindest, dafür sorgen, dass weniger gearbeit wird. Es täte unserer Gesellschaft extrem gut … zumindest fast jedem geldgesteuerten Individuum. Sorry, so langsam sollten wir begreiffen, dass Peter Bichsel mehr als nur Schriftsteller ist. Schriftsteller -stellen die wirklich Arial, Times New Roman, Gothic hin – Peter ist Philosoph – übrigens mein Nickname in der Schulzeit. Peter ist mehr als Schreiber und fast keiner nimmt das zur Kenntnis.

Die Preissumme von lbref.ch ist mit CHf 3000.– äusserst gering. Aber für uns ein grosser Budgetposten. Vielleicht liest dies ein Liberaler, eher heute ein Progressiver. Wir könnten noch eine Millionen … Milliardenspende vertragen … dann wäre das Gedankengut der ehemals Liberalen, Fortschriftsgläubigen einfacher kommunizierbar.  Immer vorausgesetzt, sie schreiben in einer Art und Weise, die Otto Normalverbraucher nachfollziehen kann, aber wir konzentrieren uns lieber auf Shreipheller und Wortgebilde, die uns «leibsorglich materiell» Bedenken machen.

Libref ist im Umbruch. Und wir werden unsere Ansichten ausdiskutieren. Die Zeit ist reif, wir müssen umdenken. Nach 500 Jahren ist die Einsicht von Luther passe – wir müssen uns entspannen, unsere Zeit entpannen. 125% – 150%-Arbeitseinsatz sind heute fehl am Platz.

Bichsel empfängt das Preisgeld von Marti© Pixelgarten

«Ich mache das wie beim Viehhandel. Das Geld wird nicht nachgezählt. Es zählt das Vertrauen.» Zudem darf ich Peter ein Buch mit Widmung von Stefan Lackner überreichen. Einer, der nicht nur ihn als Schriftsteller sondern als Persönlichkeit ehrt. Eigentlich schade, dass die Wahrheitsdroge meines Freundes nur eine Romanerfindung in Notturno ist. Zugslektüre für Peter von einem der Berufsmusiker werden wollte, «was – wen wundert‘s – in der Schweiz in eine Karriere als Finanzberater mündete.» Er half aus, denn DiePost hatte gerade mal sieben 200er-Noten mit dem Bildnis des Nationalschriftstellers von Charles Ferdinand Ramuz vorrätig – vielleicht einmal Pendant des französisch schreibenden Schriftstellers von Peter Bichsel. So musste ich zumindest nicht selbst drucken:

200-er Banknote mit Peter Bichsel

Die neue Banknotenserie mit Peter Bichsel.

Peter Bichsel und Christine Lörtscher

Die Laudatio für Peter Bichsel hielt Christine Lötscher vom Tages Anzeiger … hier würde ich gerne einen entsprechenden Beitrag verlinken.

Organistin und Pianistin zugleich

Tina Zweimüller, die Pianistin und Organistin spielte herrlich. Das zweitletzte Stück in der Kirche und das Schlussstück von Bach gefallen, zumindest mir, besonders – hört sie euch an (weiter unten). Titel und den Namen der Spielerin habe ich noch nicht rausgefunden, da sie «eingesprungen» ist … (danke für hilfreiche Kommentare) – danke für die Mitteilung. Hier spielt Tina Zweimüller – zwei Bilder, Zufälle gibt es nicht. Via Bern-Web kommt vielleicht auch der Titel.

Peter Bichsel hält die Predigt

Peter Bichsel hält die Predigt: «Der Herr ist mein Trotz!» – Seiten 12 bis 18 oder zum Nachhören – (gleiches Fenster – mp3-Spieler nicht anklicken, der ist nicht blogtauglich – zum Trotz wurde die Panne soweit behoben, dass der ganze Artikel nicht neu geschrieben werden musste – sorry, aber das ist Murphys Law, daher erfolgt die Publikation zwei Tage später als geplant).

Predigt von Peter Bichsel

 

aufgenommen in der Kirche Erlenbach ZH

Andreas Peter

Unser Tagungsleiter Andreas Peter, schon lange bei libref.ch dabei und heute offiziell in den Vorstand gewählt. Res, mit dir zu arbeiten macht echt Spass.

Um Punkt 10.00 Uhr wird er wieder auf Sendung sein. Am 1. Advent (30.11.) auf dem SRF1, liive übertragen aus der Kirche Neumünster. Eröffnet wird die Predigt mit Toccata und Fuge, die J.S. Bach zugeschrieben wird. Schon nur um die ersten Akkorde zu hören, resp. zu spüren, wäre dies eine Reise wert.

Andreas Cabalzar

Andreas Cabalzar – Pfarrer der gastgebenden Kirche, Vizepräsident von prolibref.ch und neugewähltes Vorstandsmitglied von libref.ch. Andreas, ein ganz ganz ganz herzliches Dankeschön. Ohne dich hätte die Preisübergabe nie in einem so tollen Rahmen stattgefunden.

Pfrn. Pascale Huber

Pfarrerin und «MissReformiert» Pascale Huber. In ihrem Blog wird zur Zeit umgebaut. An der vorgängigen Hauptversammlung haben wir besprochen und beschlossen, wie wir umbauen werden. www.libref.ch wird www.libref.kaywa.ch verlassen müssen, weil diese den Blogbetrieb einstellen. Wir geben uns Mühe, das Blog nahtlos in eine Internetseite zu integrieren. Unseren Namen werden wir auch nicht protestieren, sondern reformiert bleiben. Über einen entsprechenden Antrag wurde nicht abgestimmt, sondern nur zur Kenntnis genommen.

Christine Lötscher, Tages Anzeiger

Christine Lötscher, TagesAnzeiger

 

Andreas Peter und Gottfried Locher

Andreas Peter und Gottfried Locher – hier als Zuhörer

Anselm, Locher, Bianca und Hoby

Reiner Anselm, Gottfried Locher, Andrea Marco Bianca und Hoby Katharina vom Schaustellerpfarramt

Bichsel und Marti - copy right by pixelgarten.ch
© Pixelgarten

«Peter Bichsel nahm den Preis trotz Bedenken entgegen» –  ein Bericht von Rebecca Wyss. Sorry, dass die Fotos erst heute fertig sind. Dafür ein kleines Zückerchen …

Rebecca Wyss - rwy

… rwy beim Nachfragen. Merci für dein Interesse.

Bianca, Peter, Bichsel und Hoby

Bianca, Peter, Bichsel und Hoby

Ein Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben: den Konfirmanden für das selbstgemachte und servierte Apéro, der Kirchgmeinde Erlenbach für Kirche, Kultur und eigenen Fotos, allen Rednerinnen und Redner, den Vorstandsmitgliedern von libref.ch und libref.zh und dem unzähligen Publikum, dem grössten seit knapp zwei Jahrzehnten. Diesen Erfolg haben wir sicherlich auch «Zürich liest» zu verdanken. Unter den Mitwirkenden ist Peter Bichsel nicht aufgeführt! Zum Trotz? Aus weiser Voraussicht, dass die Kirche voll war oder weil Bichsel wohl jeder kennt. Ein ganz spezielles Dankeschön an dich, Peter. Und was wir am meisten mögen. Du sprichst und schreibst die deutsche Sprache so, dass alle dich verstehen.

Nachträglich gefundene Berichte (einige schon im Beitrag):

«Wir sind wenige, aber wir sind alle» – Reformierte Presse

Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im Glauben – prolibref.

In reformiert. ist «Übersetzungsarbeit für Jesus in postmodernen Zeiten» erschienen. Schön, wenn alle liberalen Theologen in unserer Laien-Organisation mit vielen Thelogen organisiert wären – das ist progressiv gesehen denk- und dankbar.

© – Text und Foto(s): Stephan Marti – Finanzblog – und herzlichen Dank anstelle des Selbstauslösers an Andreas Bliggenstorfer – Für Presseberichte über den prix libref. dürfen die Fotos* ungefragt verwendet werden – eine grössere Auflösung ist auf Anfrage erhältlich.

* ohne die Fotos von Michael Trost «© Pixelgarten»

 

3 thoughts on “prix libref. an Peter Bichsel”

  1. lieber Freund
    «Freunde» ist bei uns ein grosses Wort. Da musst du Peter, unseren Preisträger fragen. Ich sehe ihn noch einmal, denn einen Teil seines Preises habe ich mitgenommen und werde diesen später aushändigen – zu schwer. Turmgut Erlenbach.

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