2. Tag – Samstag 9. September 2017 – Kinder Krieg-en

Zweiter Tag – Kinder Krieg-en  – geplant am 9. September 2017

Hier geht es zur allgemeinen Einführung über „Friede herrscht – proref pilgern“ und zum Verzeichnis der einzelnen Pilgertage.

erste Teilstrecke der Route des zweiten Tages

17. Die katholische  Pfarrei St. Antonius Bümpliz, „dr Plämpu“, wie sie genannt wird. Als ehemaliges Mitglied des Kirchgemeindeverbandes Bern müsste ich doch  Walter Riedweg, den ehemaligen Synodalratspräsidenten anfragen, ob er uns „seine“ Kirche zeigen und vor allem etwas über die grösste Landeskirche sagen würde. Oder einige Bemerkungen zum Schattenleben in Rom. Habt ihr ihn im Alten Schloss erkannt (1. Tag – Punkt 14?

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18. Schleifen war noch nie meine Lebenseinstellung und deshalb habe ich im obersten Stock links vom Pfaffensteig bei der Ascom keine Lehrstelle angenommen. Die ersten drei Monate nur schleifen und das von Hand. Statt Elektronik dann halt Betriebswirtschaft.

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Na ja, aus dieser Sicht wüsste „Mein Gott Walter“ noch viel mehr zu erzählen. Er hat schliesslich das Handy in die Schweiz gebracht. Und Bümpliz schrieb Schweizer Telefongeschichte. Nicht nur die Hasler und deren Nachfolger Ascom, auch die Gfeller Bümpliz. Heute würde Luther vermutlich twittern. Andere machen das heute auch.

Die Einweg- und Zweiwegkommunikation ist heute ein gottloses Gebiet geworden. Junge kaufen das Neueste, möglichst auf Pump und die Ältern haben Mühe, der Technik zu folgen. Und alte Geräte wie Radio oder Festnetztelefon sollen nutzlos sein. Gebührenabriss, Roaminghölle. Einerseits himmlische technische Möglichkeiten, andererseits teuflische Tücken und Falschinformationen. Ein echt strahlendes Thema.

19. Den Pfaffensteig bei der Bodenweid im Könizbergwald hassten wir. In der 5. Klasse mussten wir den beim OL überwinden. Sport war nicht unser Lieblingsfach. Wir waren Denker. Zwei Katholiken und zwei Reformierte. Urban trat zwei Jahre später ins Kloster ein und ich wurde mal CEO Church einer Durchschnittsstadt. Sport ist heute anders. Eine Glaubenssache geworden. Zum Teil Extremismus pur. Eigentlich traurig, was hierzulande abgeht – die Durchschnittsstadt gegen das Kreuz der Schweiz. Als ehemaliger Radrenn- und Rollstuhl-Fahrer kann ich nur hoffen, dass die Kirche etwas machen kann, wird. Das Thema Leistungssport kommt in unseren sechs Tagen zu kurz. Da müssen andere für Remedur sorgen. Wie beseitigt man Extremisten? Sicher nicht mit dem Wunsch, dass sie in den Rollstuhl müssen. Vielleicht kommt Zumi (Seite 8) mit. Der kennt einige Eisplätze und das ist derjenige, der mit der Bernmobil dafür sorgen kann, dass auch Mensch, die nicht so gut zu Fuss sind, bei uns mitpilgern können.

Zumi und die andern werden mir verzeihen, dass ich als Exil-Berner mal YB-Fan und sogar Aktionär war, aber für die eisglatten Sachen zuwenig Halt hatte.

Hier könnten wir nun nach Köniz weiterziehen. Dort wurde uns ein ganz spezieller Führer vorgeschlagen. Einer der die Titanic überlebt hat und auch einen Brückenschlag auf dem Pilgerweg zwischen Bümpliz und Köniz machen könnte. Ist es gar ein Hasler, der uns Hintergründe über die Ascom und den örtlichen Vorgänger erzählen kann? Wir drehen aber gegen Osten (links) ab.

20. Nach Über- und Unterqueren von Autobahnen gelangen wir zum Haus der Religionen.  Hier muss ich einen Gruss von Andreas dem Dritten aus unserem Vorstand anbrigen. Er ist heute Pfarrer, wo die Dame, die für das Kulturprogramm zuständig ist,  stammt. Adreas II lässt auch grüssen. Brücken bauen zwischen Zürich und Bern ist fast schon Geschichte. Andreas I und ich haben auf umgekehrten Weg  uns bis zur nächtlichen Stunde an den Europaplatz durchgekämpft.

Im Haus der Religionen sind acht Religionsgemeinschaften vertreten. Zwei haben wir zu später Stunde aufgesucht. Wir schauen sicher noch einmal bei den anderen vorbei. Vielleicht treffen wir auch wieder auf Mehmet „unser“ Elevit. Er ist Mitglied   bei libref. Wir bieten Hand zu sinnbildlichen Brücken. Es könnte ja auch sein, dass wir unseren Freund Karan, der Sikhs, wieder einmal treffen.

Einen äusserst herzlichen Empfang gab es durch den Iman der Muslime. Mustafa Memeti ist Schweizer des Jahres 2014. Liberaler und fröhlicher geht fast nicht. Unser Revisor und Blogger, der Muslim Yahya Hassan Bajwa könnte kein Streitgespräch mit ihm machen. Geht nicht, sie sind sich zu ähnlich. Liberal und friedlich. Sie haben sich beide voll in unser christliches Abendland integriert.

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Und bei den Hindus staunt man nur. Soviel Phantasie in Bern.

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Hier können wir Brücken bauen, die vielleicht 500 Jahre halten.

zweite Teilstrecke der Route des zweiten Tages

21. Europa, das ist Verwirrung, Baustelle und festgefahrener Beton. In etwa so sieht der Platz hier auch aus. Die Europaallee in Zürich lässt grüssen. Deprimierend, schwach beleuchtet und dies wird auch der Grund sein, wieso ich mit den Stichworten Endo Anacondo oder Stiller Has zusammen mit Europaplatz nur einen brauchbaren Link finde – ausser einigen vom Finanzblog oder von libref. Aber die kenne ich ja selbst. Das Beste was ich in dieser Betonwüste je gesehen und vor allem gehört habe.

Tequilla Hallejuia und der Nils Balts ist … lesen sie selbst. Es soll ja niemand sagen dürfen, dass die Liberalen der Landeskirche keine Ironie verstehen.

Kennen sie die längste Brücke in Bern? Das ist das Felsenauviadukt.  Und welches ist die zweitlängste und wie heisst sie? Die Weihermannshausbrücke – so könnten wir sie taufen, denn sie scheint namenlos zu sein und jeder macht sich seine eigene Bezeichnung. Vielleicht heisst er auch Weyermannshaus Viadukt, auf alle Fälle wissen diese, das man ihn reformieren, sorry reparieren müsste. Es misst 912 bis rund 1000 Meter. Bauen ist auch eine Art Religion. Innen-, Aussen- oder Mittelradius? Schön, wenn alle Religionsprobleme einfacher und dauerhafter zu lösen wären. Wer Betonbrücken liebt, kommt hier ähnlich wie im Wankdorf auf seine Kosten. Es darf aber keiner sagen, dass ich Beton und Champagner nicht mag.

Wir brauchen jetzt professionelle Hilfe. Wie weiter? Nicht einfach der Brücken nach in die Zukunft ins Quartier beim Weyerli,  wo der Campus Bern geplant wird. Dorthabe ich mal schwimmen gelernt. An selbiger Schule, weiter entfernt, habe ich auch ab und zu mal schwimmen müssen. Nie tauchen und dabei haben wir uns auf die Vorprüfung im Marzili vorbereitet. Schwimmen. Könnte es sein, dass im Glauben einige am schwimmen gelassen werden. Fels weniger Sand.  Das ist heute gefragt.  In Schulbüchern gibt es vermutlich noch heute keine Hilfe.

In welche Richtung nun? Köniz oder Länggasse? Wir sind in der Ideenphase und der Wegoptimierer wird erst später gesucht. Vermutlich gar nie, machen das im Kopf oder besser gesagt mit Bauchgefühl. Wir machen einen Abstecher. Bestaunen den Platz, wo früher die  Ausserholligenkapelle stand. Heute steht dahinter das Berner Bildungszentrum Pflege, die auch ein Begleitprogramm für MigrantInnen anbieten. Leute die Kommen. Kirchen die verschwinden – was geschieht alles in den nächsten 500 Jahren? Vielleicht wüsste das die auf der andern Strassenseite ansässige Deza. Hoppla, die sind ja nicht katholisch sondern eidgenösisch: DEZA Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit.

Eher links, der Erinnerung nach. aber weg ist weg.

22. Vorbei am Kirchgemeindehaus Steigerhubel. Kirchenverwaltung und Kirchturm? Luftlinie 1 km. Kurz danach. Türme, Schlote sieht man auch nicht mehr. Die ehemalige KVA wurde zur Brache. Lasst euch überraschen, ob wir übers Warmbächli eine Brücke finden. Es geht nichts über die Vogelperspektive.

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Das Bild aus unserem ehemaligen Adventskalender und heute sieht es etwas anders aus …

… vom Warmbächli im Obergrund keine Spur. Dafür ist in der Nähe noch der Standort der ehemaligen Siebenschläfer-Kapelle.

23. Der Bremgartenfriedhof, früher Galgenfeld, das heute unbekanntere in Bern, wo die Hinrichtungsstätte erst vor 146 Jahren abgebaut wurde. libref. – Schweizerische Vereinung für freies Christentum – wie wir früher hiessen, ist vier Jahre älter. Das zeigt, welchen Gegebenheiten wir in der Schweiz damals entgegenwirken mussten. Die letzte Hinrichtung in der Schweiz erfolgte 1945  vor 71 Jahren. In weit über 20 Ländern, gibt es heute noch Hinrichtungen – 4 christliche Länder und die deutliche Mehrheit der übrigen Länder ist nicht muslimisch. Für libref., mit akkreditieren Personen bei den Menschenrechts-Verhandlungen in Genf, ein Thema, wo es garantiert noch Reforamtionsbedarf gibt. Unser André könnte ja hier seinen Bekannten Jean Ziegler mitnehmen. Auf ein Wiedersehen würde ich mich freuen. Im Gegensatz zum Menschenrechtssaal in der UN Genf dürfte ich hier ein Foto von ihm schiessen. Totenstille würde garantiert nicht herrschen.

Zwei Gräber könnten wir besuchen, das von Michail Alexandrowitsch Bakunin, ein kollektivistischer Anarchist. Der etwas liberalere und progressive Andreas II ist hier gefordert. Das BGE. das bedingungslose Grundeinkommen, hat philosophisch etwas Ähnliches an sich. Zudem unterstützen wir als landeskirchliche Organisation das Referendum gegen USR III an forderster Front- So viel Mut ist fast schon revolutionär. Wir waren von den ersten, die dagegen geschrieben haben. Revolutionärer Sieg. Gabs je eine Abstimmung, die so extrem entgegen der Bundesratsempfehlung Geschichte schrieb?

Da erinnert etwas an die heutige Politik. Wir sind vor der vermutlich längsten Mauer in Bern von der „Welt aus der andern Sicht geschützt„?

Sollte die Wanderung durch den Bremgartenfriedhof zustande kommen, werden wir das Krematorium und den nahegelegenen Teich besuchen. Berichten würde ich über Dällebach Kari und was mir mein Grossvater Ernst Stettler über ihn erzählt hat. Nicht der aus Langenthal, aber den könnte ich am Rande zusammen mit den Machenschaften der Verbandsmolkerei Bern auch noch erwähnen. Mit zwei Jahren muss ich hier ein Nahtoderlebnis gehabt haben. Bilder von diesem Tauchlehrgang gibt es keine, aber Erinnerungen. Über den Tod können nicht alle sprechen. Ich habe ihm mehrmals in die Augen schauen dürfen und er rutscht gerade eiskalt über meinen Rücken runter. Vor dem Tod hat keiner Angst, nur vor dem Sterben.

Statistisch gesehen kann man den Tod vernachlässigen. Er findet an einem Tag statt und ein durchschnittlicher Mensch lebt gute 30 000 Tage. 0,003%. Gibt das nicht Mut. Lebt. Geniesst das Leben. Irgendeinmal ist es für jeden tödlich.

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Nicht die Biohof-fnung hat mir geholfen, auch nicht die Bremslichter am Wagen, die ich auf dem Friedhofsgelände aufleuchten sah, sondern die weit über ein Jahrzehnt höchste Hebamme in der Schweiz, die mir zweimal in Bern das Leben geschenkt hat. Ich kann problemlos über den Tod schreiben und reden, aber feuchte Augen sind ein Zeichen von gelebter Ethik, von Anteilnahme. Und der durch Extremismus verursachte Anschlag – je suis Charlie – greift libref. deshalb mit dem Thema „Cartoon“ beim nächsten prix libref. auf. Die Welt braucht noch einige Reformen, Brücken.

Hier sind nebst Pflanzen und Bäumen auch grössere Rasenflächen zu finden und falls eine Diskussion über die verschiedenen Themen zustande kommt, wäre da noch einer, der sagt: „Sie sehen, ich bleibe Optimist, einfach mit Betonung auf Mist.“

24. Wir überqueren die Eisenbahnbrücke – alle Züge gegen Westen und ins östliche Gürbetal müssen hier unten durch. Daneben steht der über 70-jährige Güterbahnhof. Der älteste seiner Grösse in der Schweiz? Wer hätte vor 500 Jahren gedacht, wie wir uns einmal fortbewegen und gar fliegen können. Einige erinnern sich vielleicht noch an die Dampflokomotiven die via Drehscheibe hier ins Depot fuhren. Da wüsste vermutlich jemand aus alten Zeiten zu erzählen. Daneben steht eine andere Brücke. Wie heissen die eigentlich?  Die Fabrikstrassbrücke und Murtenstrassbrücke – mit der Hausnummer 85, falls man die mit Häusern überbaut. Wäre ja eigentlich sinnvoll. Wetten, dass kein Menschen alle Brücken in und um Bern kennt.

Zumindest traurig, dass es keine einzige Holzbrücke mehr in Bern gibt. Pilger könnten in mein geliebtes Schwarzenburgerland gehen – aber bitte nicht auf den Zug aufspringen, der taktmässig unten durchfährt – die hochgelobte Technik hat so ihre Tücken. Themen genug um in die Länggasse zu gelangen.

Güterbahnhof, KVA Kehrichtverbrennungsanlage (die neue) und Blick von der einen namenlosen zur andern namenlosen Brücke. Und dieses Dokument zum Güterbahnhof Weyermannshaus finden sie aktuell in keiner einzigen Tageszeitung – eben, hochaktuell gefunden. Zufälle gibt es nicht. Libref ist näher bei der Zukunft.

25. Der Friedhof auf der einen Seite und die ehemaligen Panzerhallen auf der anderen Seite. Panzer wurden meines Wissens hier keine gebaut. Geschütz und Turm wurden montiert.  Das Erstaunliche: Heute findet man nur sehr schwer Informationen dazu – hier einige über das Artilleriewerk San Carlo, der Gotthardfestung. Andreas der II und der III werden nun schmunzeln.

In einem Leben habe ich einige Male eine offerierte Stelle nicht angenommen. Eine war Finanzchef bei der von Roll und ich gab Hahnloser eine Absage. Damals montierten sie keine Panzer mehr, aber in den Siebziger-Jahren hatten wir noch einmal eine offiziellle Führung. Unbequeme Archive, die mal zur Geschichte zählen könnten, werden vielfach vernichtet.

Als kleine Knöpfe waren wir einige Male in den Giessereiwerken und fanden immer jemanden, der uns das alles erklärte. Schliesslich wohnten einige Arbeiter in unserer Umgebung – ich am Waldrand in der hinteren Längasse. Das Quartier erkundet habe ich immer mit Beat und das geheimnisvolle an ihm war zu dieser Zeit, dass er nicht den gleichen Geschlechtsnamen wie seine Mutter hatte. Ein halbes Jahrhundert und jetzt stellen dies vielleicht noch ältere Ureinwohner in ländlichen Gebieten fest. Die Patchworkfamilie ist heute Alltag.

Tritte gab es da früher andere, zum Hinaufsteigen zu Panzertürmen. Hell und dunkel war es immer schon. Keine Mündungsfeuer, nur schmelzendes und zischendes Eisen.

26.  Wir wollen noch einige Fotos schiessen. Also kommen wir durch den Nebeneingang rein und wollen zu den Panzerhallen, aber da strahlt uns was an …

christliches Zentrum Bern. Ein wirklich echt toller Platz, um junge Menschen abzuholen. Sind die neu hier? Nicht wirklich. Vermutlich kommt ein neuer Aushang zu einem Rockkonzert. Eine Freikirche, aber „A Church with a Vision“. Die haben nicht Angst vor USR III. Ehemaliges Waffenindustrie-Areal, da wäre doch mal Werkspionage angesagt, wie junge Christen angesprochen werden. Im gleichen Gebäude fand auch die Stopp-Armut-Ausstellung statt und einige etwas gegensätzlichere. Christliche Themen auf Schritt und Tritt.

Krieg und Frieden ist ein Religionsthema. Den einzigen Krieg, den ich kenne, der nicht durch eine Religon entfacht wurde, ist Nicaragua gegen San Salvador. Er wurde durch ein Fussballspiel ausgelöst und heute muss man Fussball als eine Art Religion anschauen. Ein anderer Aargauer könnte uns hier einige Informationen liefern. Der ehemaligen Direktor der Militärbibliothek – Dr. Jürg Stüssi-Lauterburg. Alles ist in der Wikipedia erwähnt, nur nicht das er bei den Liberalen in der Kirche ist. Keiner erzählt Geschichte so spannend wir er. Einmal kommt mit der Suche noch Matthias Lauterburg. Matthias wäre natürlich der erfahrene Moderator, den wir uns vorstellen können.

Vielleicht ergibt sich hier bei der von Roll eine tolle Diskussion – bei über 40 Hörräumen sollte doch einer bei der Uni Bern zu finden sein.

27. Na ja, dann bewegen wir uns durch die Längige. Ganz hinten im Tierspital gäbe es vielleicht noch Diskussionsstoff über Zellen. Tierische? Es werden auch andere erforscht. Ob wir religionsmässig mitdiskutieren möchten. Mein Beitrag über die Nobelpreiszellen wurde dort auch schon beachtet. 500 Jahre Reformation – wir müssten wieder was Mutiges machen.  Fotos gibt es noch keine, aber Mutiges schon. In der ersten Klasse schauten wir uns die Aussicht hoch oben auf dem Kran auf diese Baustelle an … nur gab es da noch keine Fotoapparate für Knirpse. Tägliche Verpflegung war damals für den Kranführer ein Kasten Gurtenbier – heute dänisch, Besser geht es denen, denen Dänen nahestehen hiess es vor 75 Jahren. „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ – eines der ersten Graffiti, das ich in der Länggasse gesehen habe. Ein Satz mit amerikanischem Ursprung. Und was schliessen wir  daraus? Bertold Brecht konnte Englisch – if you copy, copy right – ein Wiederkäuer?

Ein ganz aktuelles Thema könnten wir hier diskutieren – das neu gezüchtete Mischwesen Schwein und Mensch.

28. Und wer es nicht weiss, der Nachbar vom Tierspital ist der Menschenspital Lindenhof. Dreimal war ich dort. Als beteiligter Zuschauer. Auf jahrtausend alte Art gezeugte Kinder. Heute ist die Palette vielfältiger. Geschlechtserkennung, ein Thema, das nicht nur die Kirche beschäftigt. Die medizinischen Zusatzmöglichkeiten beim unerfüllten Wunsch nach Nachwuchs. Das Gegenteil beschäftigt diejenigen, die sich bei der Reformation nicht abgespalten haben, intensiver. Mit welchem Lebewesen werden solche Themen den Kindern erklärt – mit den Bienen. Und was hat es im Honey-Häuschen im Vordergrund?

29.  Früher weiss, heute ockergelb – die ehemalige Bernische Tomatenzuchtanstalt. Der schwatzhafte Beat und ich, es waren immer die gleichen. Hier wurden wir unter strenger Zucht von Fräulein Direktorin Glättli zum Pflanzen von Gemüse verurteilt – die anderen durften im Kindsgi Blumen sähen. Wir pilgern durch den Schlittelweg, dem Ralligweg, nach dem Hochfeldschulhaus , weil wir, nicht aber Google, eine Abkürzung kennen. Dessen Bedeutung war Primlehrer K..  vermutlich nicht mehr unter uns, sicherlich bekannt. Das einzige Lebewesen, dem ich noch heute ein Marron in die Fresse drücken würde. Sorry, wenn sie etwas suchen, lesen müssen. Wir möchten, dass sie sich mit „Friede herrscht“ echt beschöftigen. Und so ergeht es vielen in der Schweiz mit ähnlichen Erinnerungen. Themen nicht aus der Vor-Pestalozzi-Zeit, aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und immer noch Gesprächstoff in Kirche und Schule.

Der ehemalige Kindergarten rechts oben gehört heute zur Kirche  Bern. Sie ist heute zum Glück eine Regenbogenstadt und das wäre ein ergänzendes Thema. Im ehemaligen Kindschgi wird heute die Jugend betreut und diese wird sich heute eher ungeniert mit diesem für die Kirche heiklen Thema befassen.

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