Katholiken von Solothurn und die USR III

Die Katholische Kirche in Solothurn thematisiert die USR III in ihrer aktuellen Ausgabe im Kirchenblatt für die römisch-katholische Pfarreien im Kanton Solothurn. Dr. theol. Urban Fink-Wagner zeigt auf, warum es für die Mitglieder aller Kirchen wichtig ist, sich über die USR III und ihre Folgen zu informieren. Gerade weil die Vorlage, über die wir am 12. Februar abstimmen, so kompliziert ist, muss man sich ein Bild machen.

Urban Fink-Wagner ist Historiker und promovierte Theologe und Absolvent des Executive MBA an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Als Geschäftsführer des katholischen Hilfswerks Inländische Mission ist er täglich mit Kirchgemeinden und Pfarreien konfrontiert, die Unterstützung benötigen, um ihre Aufgaben finanzieren zu können. Als Kenner der kirchlichen Verhältnisse in der ganzen Schweiz erachtet er die Weiterführung des Kirchensteuersystems als dringlich; jegliche andere Variante wäre letztlich für den Staat kostspieliger und für die Gesellschaft weit über das Finanzielle hinaus ein grosser Verlust.

 

USR III: „Die Schleifung der Solidarität mit dem Steuerrecht“

So heisst der Titel der Studie des Ethikers Professor Dr. Frank Mathwig, Mitarbeiter des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. Lesen Sie die sehr informative Studie hier.

Eine kürzer Version dieser Studie, und die offizielle Haltung des SEK,   ist hier abrufbar. Sie fragt danach, ob die USR III der Lebensdienlichkeit dient. Antworten müssen Sie, liebe liberale Leserin, lieber denkender Leser, selbst.

Die Neue Luzerner Nachrichten haben nun auch über den Verein „Kirchliches-nein.ch“ berichtet. Siehe hier.

Und: Beschwört Stadtrat Daniel Leupi ein Monstrum? Ist alles halb so wild, nur die Abwanderung von150’000 Arbeitsplätzen ist wild? Lesen Sie den  Beitrag von Herrn Fritzsche in der NZZ hier.

USR III: kirchliches-nein.ch hat schon über zweihundertachtzig Unterstützer*innen

Der von Manuel Amstutz, Andreas Nufer und Res Peter, Vorstandsmitglied von libref, gegründete Verein hat schon über hundert kirchliche Supportgivers. Siehe kirchliches-nein.ch

Und: Das demokratisches Kirchenorgan des Stadtverbandes der reformierten Kirchgemeinden der Stadt Zürich, die sogenannte Zentralkirchenpflege, hat an ihrer Sitzung vom Mittwoch, 7. Dezember, in einer Konsultativabstimmung folgenden Satz mit absolutem Mehr unterstützt hat: „Die Zentralkirchenpflege der reformierten Kirche der Stadt Zürich ist für Reformen, aber nicht für die USR III in ihrer jetzigen Form.“

Mit dieser Haltung kann erreicht werden, dass wir als Kirche in den Debatten auf nationaler und kantonaler Ebene endlich wahrgenommen werden in unseren eigenen Bedürfnissen und in dem, wofür wir sozialethische eintreten in unserem ganzen Land und in unserer Stadt.

Und: Der Kirchgemeinderat der deutschsprachigen, ref. Kirchgemeinde Biel, dessen Präsident Herr Gruppen ist, hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass sämtliche Ratsmitglieder sich öffentlich und im Namen der Kirchgemeinde gegen die URS III äussern dürfen und sollen.

Das freut das liberale Debattiererherz!

USR III und die Kirchen: „Goodwill verspielt“

Der Zürcher Kirchenratspräsident Michel Müller und Kirchenrätin Katharina Kull-Benz (FDP) sind enttäuscht – und überrascht, dass Regierungsrat Stocker (SVP) die Zürcher Landeskirchen nicht auf dem Radar bei den Ausgleichszahlungen hatte. Ein Achselzucken ist alles, was er für sie übrig hatte. Und dies, obwohl die Landeskirchen in Zürich, gleich hinter der Stadt Zürich und noch vor Winterthur, über 30 Millionen Franken Verlust tragen müssen. Lesen die den Artikel in der NZZ und die Kommentare von Michel Müller im Artikel von Matthias Böhni auf ref. ch

Es freut uns, dass Daniel Binswanger aus liberaler Sicht das Referendum gegen die USR III unterstützt. Er schreibt: „Das Wachstum der Gewinnsteuern konnte sich nur deshalb vom Wachstum der Wirtschaft entkoppeln, weil Steuersubstrat aus anderen Ländern abgesogen wurde. Die Schweizer Fiskalstrategie ist parasitär. Daran sollten nicht nur Sozialdemokraten, sondern auch Wirtschaftsliberale Anstoss nehmen.“

Genau dieses Argument, dass eine ethisch korrektes Steuersystem der Schweiz hilft und der internationale Druck für gerechte Steuersysteme steigt, vertritt libref schon länger. Siehe das liberale Argumentarium hier