"Intelligenz schützt vor Dummheit nicht . . .“


«Schweiz ist Cervelat – Ein Werkstattbesuch beim Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel und ein Gespräch über Fussball, Patriotismus und Gott.“

Auf der anderen Seite des Gesprächs Roger Köppel von der Weltwoche. Der Artikel ist nur für Abonnenten … oder Kiosk-Gänger, die man in der Schweiz wesentlich mehr antrifft, als Kirch-Gänger. Und wenn sie mehr „Über Gott und die Welt“ lesen möchten, dann kaufen sie sich doch das gleichnamige Buch von Peter Bichsel, der einmal Missionar werden wollte.

Der Titel ist aus den Kommentaren der Weltwoche rezitiert. Wenn sie den Artikel auch nicht lesen können, werden, die Kommentare sind an sich schon schön. Manchmal auch unschön. Nicht aber der: „Ich mag Bichsel, je länger je mehr.“

Der Vorspann zur 1. Augustausgabe der Weltwoche ist auch lesenswert. Einige dürften schmunzeln.

Verkehrte Welt? Der ehemalige CS und UBS Mächtige im Kloster Kappel. „Oswald Grübel provoziert die Theologen-Denke.“ Provozieren scheint ihm besser zu liegen, als reformieren. Zumindest an unserer Zweiten Kappeler Milchsuppe war er nicht zugegen, denn „Glaube beginne dort, wo das Wissen aufhöre„.

In eigener Sache

Am 25. Oktober 2014 wird in Erlenbach/ZH unser prix libref. vergeben. Reservieren sie sich diesen Nachmittag. Für Mitglieder ist zusätzlich am Vormittag die Hauptversammlung und ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. Vielleicht gibt es Cervelat. Details folgen.

Zwei drei Sekunden zum Nachdenken


„Zuerst ändert man und dann plant man“

Keine Ergebnisse für „zuerst ändert man und dann plant man“ gefunden. Dieses Zitat ist brandneu und ich weiss, von wem es ist. Es ist nicht von mir. Aber man (resp. Frau) erwähnte es gestern im „Kanton Bern“.

Man oder frau kann es auch anders ausdrücken: Der Pessimist sieht bei Möglichkeiten Schwierigkeiten und der Optimist sieht bei Schwierigkeiten Möglichkeiten.

Jetzt läuft „Tu t’en va“ von Alain Barrière auf SRF1 – eigentlich die Musik, die zu unserem zweiten Thema passt, neben der Hähne, das uns beschäftigte – das nicht einfache Leben und das Nichtmehrleben.

Läbet guet und läng und geniesst den zuende gehenden Song – This World Today is a Mess von Donna Hightower und den anfangenden von Peret über den Esel Borriquito
ihr Beret

Kreuz oder Hahn


Dieser Beitrag entstand dank der Subvention des „Amt für Ironie der Stadt Zürich

Spass ja nicht beiseite – der muss sein. Haben die Reformierten den Hahn als Erkennungszeichen oder das Kreuz?

Schauen wir doch mal, was das Internet so alles mit den Stichworten *reformiertes Kreuz Signet“ an Fotos anbietet. Die Ausbeute ist sehr mager. Und auch bei der nächsten Suche etliche Bilder aus libref.ch – inkl. dem Kreuz mit Marti, ja mit dem ist es ein Kreuz. Die Ausbeute bei „katholisches Kreuz Signet“ ist grösser. Wenn sie „Signet“ weglassen, sehen sie sofort, wer das Kreuz als Symbol hat. Die Katholiken. Die Reformierten haben den Hahn.

In den beiden letzten Links ist auch unser Präsident mit Bild aus Church zu finden und der schrieb vor einem Jahr einen Beitrag wieso weshalb weswegen der Hahn und nicht das Kreuz. Haben wir ja alles schon als Beitrag.

Hähne, gute Hähne zu finden ist nicht einfach. Stimmt, aber dann kreieren wir halt selbst welche, wenn unser Hahn …

libref.-Hahn

… in die Jahre gekommen ist. So mal drei Schnellschüsse:

Hahn orange

Hahn rot

Hahn gelb

Den orang-roten Hahn aus dem Stall zu Bethlehem kenne ich persönlich, nur ist mir sein Name entfallen.

Na ja, auf dem Regenbummel durch Zürich hab ich keinen Hahn mehr gesehen, aber im Blick am Abend über einen weiteren Glauben gelesen, den Fussball. Chief’s Choise Stimme persönlich: „… Sie trösten die bitter enttäuschte Brasilianer-Truppe, den aufgescheuchten Hühnerhaufen, der Fussball als Auftrag Gottes und des brasilianischen Volkes versteht … Hätten sie doch weniger nach oben delegiert …“. Sollte es jemand nicht mitbekommen haben, der Blitzkrieg Brasilien – Deutschland endete mit 1 : 7.

Fussballtor am Neumünster

Ironie oder Schicksal? Bei Fussballtor im Kapphäuschen zum Neumünster Kirchgemeindehaus war der Schlussstand 0 : 48. Wer das Vexierbild nicht orten kann, eine kleine Hilfe. Der Hahn heisst auf Englisch Cock und zweideutig wie er in dieser Sprache ist, ähnelt er andererseits eher einer einäugigen Schlange. Dann gibt es noch den Kapaun, aber da gehen wir zu tief ins Detail. Bleiben wir beim Gott Fussball. Zwei Bälle liegen um das Kirchgemeindehaus. Einer aus Leder und einer aus Plastik mit der Aufschrift „Subway – eat me“ – das „Y“ im rechten Bild sieht doch wie ein Gockel aus? Zudem wurde mit Farbe auf den Ball „Lukas“ geschrieben. War wohl Lk 22,34 gemeint?
Bei Subway fällt uns noch ein Tier auf – diesem Busch sind wir auch schon begegnet.

Auf dem Weg zum Bahnhof kommt mir der Dalai Lama in den Sinn …

Lama Art

Jeder Glaube hat sein Signet und ist für viele damit Erkennbar.

Hafenkran fürs Fraumünster

Auf Stadtzürcher Kirchen fehlt oft der Hahn. Wollen sie hier mit dem Hafenkran am Fraumünster einen befestigen? Wichtiger ist der St. Peter – die Kirche rechts. Die Brutstätte unseres Hahns. Das ist kein Witz, das ist in Kürze 150-jährige Geschichte. 1866, Lavatter und das Schweizerische Reformierte Volksblatt lassen grüssen. Das heisst nichts anderes, als dass wir Liberalen im 149-igsten Jahr medial auftreten – mit Hahn …

Hai-Fisch

… wie die meisten Reformierten. Dann gibt es noch einge aus einem entlegeneren Flügel, die haben den Fisch als Zeichen. Wappentier der Zürcher scheint aber die Giraffe zu sein, die in mehreren Schaufenster anzutreffen ist und Zebras, Kamele, Elefanten …

SBB-Eisbären

… und in Bereich der neuen Subway „was Eisbären nicht essen“. Und in ganz Zürich kein einziges männliches Haushuhn. Dafür eine Karte und ein Traktat, das ich in die Hand gedrückt erhalte – rette dich.

Entschuldigen sie meinen Sarkasmus. Und hier noch einen obendrauf. Beim Bild im letzten Link – dem Fegefeuer – kommt mir der Wagen an meiner Endhaltestelle in den Sinn. Den hätte ich eigentlich auch fotografieren sollen …

Grill-Güggeli

… dann halt eines der Konkurrenz. Das sind vielleicht keine Reformierten, die essen womöglich unseren Hahn. Gegrillt in der fahrbaren Hölle, weil er allem Anschein nach in anderhalb Jahrhunderten bei uns so viel gesündigt hat. Existiert in unserer heutigen reformierten Theologie eigentlich die Hölle?

Nachtrag: Passt so schön zum Thema: „Das Kreuz der Katholiken mit dem Gloria-Katholiken“ von Kurt Marti dem Zweiten von Infosperber.