Kategorie-Archiv: 03 Lesenswertes

SVP geht fremd, gelinde ausgedrückt! Nordkorea Paremalin?

123 Staaten möchten über ein Atomwaffenverbot verhandeln, darunter Nordkorea.

16 von 193 enthalten sich der Stimme. Wenn es nach der SVP mit dem Vertreter Guy Parmelin ginge, würde man den Amerikanern, der von der SVP immer verhöhnten USA folgen und nein Stimmen. Folgen sie diesem Gesinnungswandel noch?

Ist unser Bundesrat Parmelin paremalin? Sucht er nur einen trickreichen Schutz, Schutz vor Schlaumeiern? Bei Nordkorea könnte ja man ja dies bei einem Schachzug noch begreifen. Aber bei der Schweiz. Absoluter Tiefschlag der SVP. Noch nie habe ich so bitterböse über sie geschrieben.

Nicht, weil sie gegen den Atomausstieg in der Schweiz sind. Das ist ein ganz „anderes Paar Schuh“.  Zudem sind sie für die USR III in der Schweiz. Beide Abstimmungsergebnisse dürften wohl wie der Vorschlag der SVP herauskommen. Aber bitte auch dies ist ein anderes Paar Schuh, als was in Zürich referendumisiert wird. Hat sicher nichts mit der Reformation zu tun.

Zurück zur Verherrlichung von Atomwaffen durch den SVP Bundesrat. Der handelt garantiert nicht aus Eigeninitiative mit einnem Hüftschuss. Vielleicht müsste sich die SVP in der Geschichte zurückdenken, wo sie einmal stand. Unsere Position wäre ja wohl klar – aber was liberal ist, müsste ja gar die NZZ nachlesen. Wer in Geschichte nicht ganz sattelfest ist – wie ich zum Beispiel – der kann sich im Paradies gratis Geschichtsbücher besorgen. Internet und nicht mehr benötigte hochstehende Fachliteratur ermöglichen es, zu recherchieren. Über die SVP – das „V“ steht eigentlich für Volk und damit sind wir Schweizer gemeint – wird garantiert auch in die Geschichte eingehen, was sie in den letzten Tagen vollbracht hat. Trapezkünstler im Zirkus „si ne Seich dr gäge“.

Keine Diskussion über Ureinwohner, Einheimische und Zugewanderte im ISO 3166-2:CH voll Stimmberechtigte. Da wird einmal eine echt junge Unternehmerin (keine Jungunternehmerin) in den Grossrat gewählt und schon ist wegen dem Paradis die Hölle los. Dieser Artikel ist nicht mehr brandneu, aber stammt aus der grössten Schweizer Zeitschrift und der Chefredakteur ist, wie könnte es anders sein, auch Aargauer – der Schnebi. Für ins Aargau immigrierte Berner ist dieser Name etwas gewohnheitsbedürftig, aber Hans der Zweite will es so. Diese Geschichte fängt mit einem Borsalino in Solothurn an und endet mit Cash in Zofingen. Dieser Verbindung dürfen sie absolut vertrauen. Wollte auch schauen, was sein damaliger Arbeitgeber darüber schreibt.

Der 8. Bundesrat“ – was sowas fast wie eine schöne Zusammenfassung ist. Unterstützung dürfte sicher von BR Didier Burkhalter kommen – er war für ein JA und ist von der wirtschaftsfreundlichen FDP – wo doch einige an Waffen verdienen und nicht nur bei Kleinen.

Bei der NZZ habe ich noch nichts über die neuen Verhandlungen über das Atomwaffenverbot gelesen, aber ihre Stellungnahme müsste eigentlich klar sein. Bei der AZ finde ich nichts, bei der BAZ zu diesem Thema auch nichts – aber was vom letzten Wahlkampf, das 46 Minuten online ist – Müller oder was.

Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn auch die Schweizer Politik wieder mal daran denkt, echt liberal, progressiv zu werden. Dann wäre auch ihre Position wieder klar. Die ganze Schweiz liegt halt unter einer Nebelschicht – das seit einigen Tagen. Und sogar bei mir hatte es zwei Tage lang Bodennebel – zwei mehr als im letzten Herbst. Hier noch zwei Links aus einer frühmorgendlichen Diskussion, die über Menschenrechte ging. Der Flugzeugentführer und der Bundesrat Couchepin 

dsc_1493

dsc_1491

… in der BZ steht bei zwei Bildern „zvg“ – hier sind noch zwei andere vom gleichen Fotografen – ich selbst bin der zvg (inkl. Bild mit Ernst Sieber). Das erste mit dem zukünftigen und heutigen BR Schneider, ex BR Couchepin und Karan Singh dem Flugzeugentführer.

Und nur, damit sich am Nabel der Schweiz der Nebel leicht öffnet – die Crew erlitt damals Kopfweh, vielleicht musste sie auch von einem Careteam betreut werden. Das ist das sein  telefonisches Problem und wenn ich das mit klarer Sicht beurteile, so standen da „mehrere zehntausend Leichen getöteter Sikhs in Massengräbern“ gegenüber, auf die man in der Welt aufmerksam machen wollte.

Und wer etwas Gutes tut, hat auch nicht immer Zeit, alle Buchhaltungsergebnisse zu publizieren. Es ist auch usus, dass wir Vereinsmitglieder und andere nur Spender informieren. Sogar der motzende Katholik, der sich jetzt hoffentlich erholt hat und sich nicht zu fest angegriffen fühlt, kann an beiden Orten mitmachen – wir sind beide neutral. Übrigens, welcher Partei er am nächsten steht, muss wohl heute nicht geschrieben werden. Und Atomwaffen hat er auch nie produziert. Vielleicht wüsste er aus seiner ehemaligen Branche allenfalls Erstaunliches zu berichten.

Übrigens, habt ihr den psychologischen Wandel in letzter Zeit beobachtet. Es wird wieder von Atomwaffen und Atomenergie gesprochen und dabei waren jahrezehntelang immer die Ausdrücke Kernwaffen und Kernenergie verwendet worden. Das Pendel dreht eindeutig um.

Ich wünschte mir eine etwas andere SVP – eine Schweizerische Vrede Partei.

 

 

„PRESSE … (hochaktuell – nicht getürkt)

… (und dann in ganz kleiner Schrift) deine Nase nicht zu stark an meine Scheibe“, stand früher mal auf einem Schild unter der Windschutzscheibe. Zurzeit sieht man nicht einmal klar durch die Scheibe. Dreckig oder verstaubt?

Lesen sie in der Basler Zeitung, was Pietro Supina, Verleger und VRP der Tamedia über die Medienbranche sagt. Und der letzte Abschnitt scheint nutzlos zu sein. Ringier ist aus dem Verlegerrat ausgetreten und will gemäss SRF1 nicht zurück.

Das Problem hat seinen Ursprung bei der SRG – no Bill AG würde sicher mehr Freiheit und Unabhängigkeit bringen. Sollten sie diesen Ausführungen nicht folgen können, dann haben sie die obigen Links nicht gelesen, interessieren sich nicht für das Medienangebot oder geniessen nur Vorverdautes. Das hier ist eher Unverdautes und könnte die Medienlandschaft Schweiz ziemlich stark ändern. Es scheint im Hintergrund zu brodeln, einige wollen sich nicht mehr alles gefallen lassen.

Eines werden wir in der Schweiz garantiert nicht haben – Zustände wie in der Türkei. Lesen sie bei der Hexenjagd zuerst den Schluss – wie bei einem Krimi. Nur leider wissen wir nicht, wie dies ausgehen wird. Nachdem sie den Artikel ganz zu Gemüte geführt haben, wäre es noch sinnvoll, über die zwei bisherigen Kommentare nachzudenken.

Die letzte Hexe in Europa wurde 1782 hingerichtet – wo, in der Schweiz – Anna Göldi. Zur Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges … und aus strategischen Gründen schweigt die USA und die NATO. Man kann dem auch Abhängigkeit sagen. In diesem Jahr wurde auch die Entführung aus dem Serail uraufgeführt. Wolfgang Amadeus Mozart hat diese Operette geklaut und umgeschrieben und im gleichen Jahr seine Frau Konstanze gegen den Willen des Vaters geheiratet. Wissen sie was ein Serail ist – der türkische Palast des Sultans, der dort Paschas empfangen  und über sie entscheiden konnte. Irgendwie herrscht in einigen Ländern noch heute ein spät-mittelalterliches Klima – na ja, in knapp vierzehn Tagen schreiben sie das Jahr 1438. So gesehen ist dieser Beitrag in einem acht jährigen, modernen Haus geschrieben worden.

Schweiz könnte Todesstrafe wieder einführen


Die SVP ist bereit, die Menschenrechte zu opfern“ …

… „Hauptgrund ist die Ausschaffungsinitiative„. „Lesensunwertes“ aus Bern, dass nicht nur auch in Zürich gedruckt sondern vermutlich gar ausgeheckt wird. Noch einige Gedanken dazu.

Wenn wir aus der EMRK – Europäische Menschenrechtskonvention – austreten, müssten wir eigentlich auch aus dem Europarat austreten – falls wir nicht mal rausgeworfen werden. Einen einzigen roten Punkt hat es noch. Weissrussland ist Beitrittskandidat seit 1993. Weissrussland ist rund fünfmal so gross wie die Schweiz und hat nur rund eine Million mehr Einwohner, den höchsten Leitzins und die höchste Inflation von Europa. Aber auch den weltgrössten Muldenkipper BlaAZ (verlinkt auf Finanzblog). Dann wäre die Schweiz nicht einmal mehr ein roter Fleck, nur noch ein weisses Kreuz.

Und am Kreuz hat Jesus gesagt: “ Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun!“ – Lukas 23:34

Die Verträge, die gekündet werden könnten oder müssten und in der BZ aufgelistet sind, können mit anderen Problemen erweitert werden. Das Völkergewohnheitsrecht könnte auch tangiert werden. Oder zum Beispiel der Internationale Luftraum, der grenzübergreifende Bahnverkehr, das Postwesen und im Internet sähe es auch dunkel aus … und wir würden weniger über Menschenrechte schreiben. Eine Ortschaft in Weissrussland kennen sie garantiert. Wissen sie auch, wie die Hauptstadt heisst? In alphabetischer Reihenfolge sind dies Minsk und Tschernobyl. In diesem verlinkten Beitrag habe ich im letzten Satz viel zu viel gehofft. Die Hoffnung ist leider nicht eingetreten.

Vielleicht auch ein Grund, weshalb wir heute nicht nur von Menschenrechten sondern auch von Menschenpflichten schreiben.

"Intelligenz schützt vor Dummheit nicht . . .“


«Schweiz ist Cervelat – Ein Werkstattbesuch beim Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel und ein Gespräch über Fussball, Patriotismus und Gott.“

Auf der anderen Seite des Gesprächs Roger Köppel von der Weltwoche. Der Artikel ist nur für Abonnenten … oder Kiosk-Gänger, die man in der Schweiz wesentlich mehr antrifft, als Kirch-Gänger. Und wenn sie mehr „Über Gott und die Welt“ lesen möchten, dann kaufen sie sich doch das gleichnamige Buch von Peter Bichsel, der einmal Missionar werden wollte.

Der Titel ist aus den Kommentaren der Weltwoche rezitiert. Wenn sie den Artikel auch nicht lesen können, werden, die Kommentare sind an sich schon schön. Manchmal auch unschön. Nicht aber der: „Ich mag Bichsel, je länger je mehr.“

Der Vorspann zur 1. Augustausgabe der Weltwoche ist auch lesenswert. Einige dürften schmunzeln.

Verkehrte Welt? Der ehemalige CS und UBS Mächtige im Kloster Kappel. „Oswald Grübel provoziert die Theologen-Denke.“ Provozieren scheint ihm besser zu liegen, als reformieren. Zumindest an unserer Zweiten Kappeler Milchsuppe war er nicht zugegen, denn „Glaube beginne dort, wo das Wissen aufhöre„.

In eigener Sache

Am 25. Oktober 2014 wird in Erlenbach/ZH unser prix libref. vergeben. Reservieren sie sich diesen Nachmittag. Für Mitglieder ist zusätzlich am Vormittag die Hauptversammlung und ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. Vielleicht gibt es Cervelat. Details folgen.

Ein Streitthema der anderen Art …


… die sogenannten Kleinwaffen – vom Revolver und der Pistole bis hin zum schweren Maschinengewehr und dem Granatwerfer …

„Wir sind der sechstgrösste Kleinwaffen-Exporteur“ – der heutige Bericht in der BernerZeitung

„Ausfuhr von Kriegsmaterial 2013“ des SECO – etwas unübersichtlich, alles zusammen – rein theoretisch vom Revolver bis zum Flugzeugträger – aber mit Links

„die Exportkontrolle der SALW“ (Small Arms and light Weapons) – Seiten 9 bis 11 enthält vier Länder – Türkei, Jordanien, Saudi-Arabien und Kuwait – die von der Schweiz beliefert werden. Nicht aber Syrien und Iran.

– All diese sechs Länder grenzen an Irak. Hier brodelt es und es ist fraglich, ob die seit 1983 gültigen Landesgrenzen noch lange gelten. „Die Spuren eines Sieges“ – heute vom TagesAnzeiger

– die Ölgiganten und die Pipelines von Kirkuk sind am besten auf Tabl. 2 und 7 zu sehen – und die Brisanz, die dahinter steckt

– und wenn wir schauen, wer im Nordwesten an das Neubabylonische Reich grenzt – die Ukraine, wo der Gashahn abgedreht wurde. Vermutlich hat dies nichts mehr mit einer liberalen Haltung zu tun, dass die Schweiz auch in diese Länder SALW exportiert, sondern eher mit Geld und Gewinnmaximierung

– der Small Arms Survey 2014 aus Genf hat eine etwas andere Betrachtungsweise. Wer mehr als den Summary lesen will – hier die „Kleinwaffen-Gutachten“ in voller Länge und seit Beginn des 3. Jahrtausends

Es brodelt mehr, als uns vermutlich lieb sein sollte. Hoffen wir, dass nicht zu viele auf der Strecke bleiben.

Einen etwas anderen Verlust werden wir heute zu verzeichnen haben. Die Sektion Langenthal wird zu Grabe getragen – 19.30 Uhr im Kirchgemeindehaus.

Vertrauen auf Rückblick … Hierblick …


… Ausblick. Das letzte versuche ich nicht, die Zeit wird aufzeigen ob die Errungenschaften Erfolg haben werden … weiter haben werden.

70 Jahre ist es her, als vermutlich einer der wichtigsten Tage in der Weltgeschichte ihren Lauf nahm. Der D-Day. Im Grunde genommen war es D-Day +1. Wegen schlechten Wetters wurde die Invasion um 24 Stunden verschoben. Diese Stunden spielen eigentlich keine Rolle … hier begann die Hoffnung und der Wille der Allierten, zu siegen.

Der erste Farbfilm der Wende – er wurde genau vor 20 Jahren gefunden. Ein sensationelles Zeitdokument … freuen sie sich an den Aufnahmen. Obwohl Krieg, vermittelt dieser Film und der D-Day Hoffnung auf Frieden. Machen sie einen Selbsttest, ob sie skruppelos sind. Wenn sie von diesem Film kein leichtes Schauern über den Rücken oder ansatzweise feuchte Augen kriegen, so sind sie skruppellos. Skrupel ist ein total verkanntes Wort. Es tönt negativ und dabei ist es ethisch positiv.

Und seit 30 Jahren gibt es Tetris. Hab ich gehört … und nicht gewusst, was Tetris ist. Ein Kopfwehmittel, eine Geisteskrankheit … sorry, vermutlich das meistgespielte Spiel der Spiele. Das ist echt nicht mein Metier. Ich spiele maximal 15 Minuten „Jass“ pro Jahr und das letzte mal habe ich ungefähr vor 35 Jahren gespielt. Wer Facebookfan von mir sein sollte, fragt sich vielleicht, wieso ich eine Spielsucht mit 7 654 321 erreichten Punkten im Gardening von Senfbäumen, Ketchupknollen und Pfeifentabak-Pilzen bin. Leichtgläubig wie ich bin, habe ich mein Passwort „p1o2i3u4z55t6“ knacken lassen – äh, ich habe es weiterverleast. Totale Kontrolle? Nein Vertrauen.

Und genau das ist es, was die Welt heute braucht. Vertrauen. Die meisten „Null-acht-fünfzehn-Bünzlis“ vermitteln das nicht. Es ist traurig, vielleicht muss das mal einer schreiben. Diese Bünzlis verdienen im Angestelltenverhältnis meist mehr als zehn Riesen pro Monat. Gehören Sie zur Ausnahme? Warum sind sie nicht Einzelmitglied unseres Vereins nach OR 60ff? 250 Kröten und sie sind es auf Lebzeiten. Na ja, ganz alle nehmen wir nicht. Das ist fast wie beim Pabst – Bapst – Papst – Babst? Der möchte kein Schwarzgeld mehr. Franziskus, den aktuellen Namen des Pabst kann man sich als Reformierter fast nicht merken. Ich habe da so eine Eselsleiter.

Eine meiner Töchter ist auch unbesetzt, sorry „frei„. Ich sagte ihr Fränzi, wenn sie in der Kindheit „anstrengend“ war, so nannten wir sie eben Franziska. Und wenn sie ein übliches Mass an Goodwill überschritten hatte, hiess sie „Fränzu“. Das aber nur äusserst selten. Musik, das liebt sie sehr.

100 Punkte! An Pfingsten geht es am ringsten. Sie hat gewonnen. Die Stimme Italiens. Sorella Cristina. Die Ausdruckstarke – nicht die Ausguckscharfe. Und schon sind wir wieder beim Thema: „Fliegende Pressekonferenz nach Nahost-Reise: Papst nennt Kindesmissbrauch „satanische Messe„. Einmalige Äusserung der katholischen Kirche seit über zweitausend Jahren. Noch einmal 100 Punkte Gutschrift.

Und was tut sich bei uns? „Ja zu Embryonentests im Reagenzglas.“ Ja, es tut sich etwas. Die Materie ist an und für sich schon kompliziert. Nur die Medien machen es noch komplizierter. „Der Nationalrat will“ schreibt unser teures und treues SRF. „Der Ständerat ging weniger weit, als der Bundesrat und der Ständerat“. Und was wurde nun festgelegt? Noch Fragen?

Schauen sie noch einmal die Begeisterung vor 70 Jahren in Nordfrankreich. So etwas brauchen wir. Tagtäglich, für einige wie das „Vaterunser“ und das hat die Nonne Cristina im Fernseh gebeten. Ich wünsche ihnen einen erholsamen Pfingstmontag – der wurde in Italien, ausser dem Südtirol, vor einigen Jahren abgeschafft. Noch Fragen?

Der heisseste Pfinsttag seit 138 Jahren, als die regelmässige Messung begann. Geburt, Embryonen, zumindest metereologisch geniesse ich Pfingsten mehr als Weihnachten.

Rückblick und Hierblick – freuen wir uns auf die Zukunft und arbeiten an einer, die uns gefallen wird.

Krieg und Geld


Geld regiert die Welt. Eigentlich kein Thema für libref. Oder doch? Ethik und der Wandel der heutigen Zeit geht uns eigentlich schon ans Herz.

Im Zeitpunkt gefunden: „Krieg und Geld.“ Die Schweiz wird auch erwähnt. Positiv im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg. Wenn sie den interessanten Artikel lesen, wissen auch sie warum.

Die Volkswirtschaftslehre, die Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung und das Geldsystem sind nicht exakte Wissenschaften. Manchmal wissen wir nicht einmal im Nachhinein, was wirklich falsch gelaufen ist. Und spätestens wenn man den Artikel der Wirtschaftswoche über „Der Kapitalismus droht unterzugehen“ lesen, vermutet man, dass auf der Welt nicht alles rund läuft.

Beide Artikel stellen Meinungen dar. Darüber nachdenken ist aber alles andere als verboten.

Vor 1 Jahr erschienen:
Morse Flores von der IARF in Zürich“
– merken sie sich den 25.10.2014

Vor 2 Jahren erschienen:
„Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn“

Vor 3 Jahren erschienen:
Religionsunterricht in Chur

Vor 4 Jahren erschienen:
Pakistan, ein Land ohne Hoffnung? SolarImpulse, ein Flugzeug mit Hoffnung?

Vor 5 erschienen:
Bericht aus Pakistan … was nicht in allen Medien steht

Vor 6 Jahren erschienen:
Pestalozzi und Couchepin

Vor 7 erschienen:
Menschenrecht auf religiösen Frieden?

Vor 8 Jahren erschienen:
Bilder vom Friedensmarsch

© libref – Text: Stephan MartiFinanzblog

Basel, Bern und Aargau


Das Basler Manifest hat seinen Ursprung eigentlich in Zürich und in Bern wechselt einiges … und das Wichtigste wird beim Alten bleiben … so meine Einschätzung.

„Das Berner Modell ist geradezu genial“
das sagt niemand anders als Gret Haller in reformiert.

Dr.iur., Dr.h.c.rer.publ. Gret Haller

Dr.iur., Dr.h.c.rer.publ. Gret Haller bei der Preisverleihung des prix libref. in Luzern. Zurzeit läuft gerade der Club als Video im Hintergrund. Yahya meldet sich eben über seinen unterschlagenen Doktortitel in den Medien. Ein Beitrag, der wie der obige wirklich zum 1. August passt. Dr. Yayha Hassan Bajwa, ihr könnt auch einfach über diesen Beitrag zum nächsten scrollen, Titel wollen wir sicher nicht unterschlagen, aber dir möchten wir gleich eins zum Guten halten. Du sprichst Mundart im Gegensatz zu derjenigen, die jetzt über diese Thematik spricht. Haller und Bajwa erstaunen mich immer wieder. Beide fliessend in Schweizerdeutsch und perfektes Hochdeutsch. Vielleicht bringst du in den nächsten 55 Minuten noch meinen Tipp von Gret Haller, den sie in Bivio geäussert hat. Sie sprach nicht nur von Menschenrechten, sondern jeder hat auch Menschenpflichten. Wer sich in der Schweiz integrieren will, hat diese Pflichten. Mundart gehört sicher nicht dazu. Aber wer sich wirklich voll integrieren will, versucht Mundart zu sprechen. Egal, ob ein Akzent übrigbleibt – das wird als echte Integration angesehen.

Gret Haller äussert sich in reformiert. zur Motion von SP-Grossrat Adrian Wüthrich. Ich habe dich als Präsident im Jugendparlament Oberaargau anders kennen gelernt. Im Förderverein des Jugendparlaments wurde die reformierte Kirche Langenthal als erste nicht politische Körperschaft aufgenommen. Bei der ersten Versammlung bei der ich als Vertreter und Initiant eingeladen war, habe ich unter anderem gesagt, dass der Staat und die Kirche im Kanton Bern zusammen gehören.

Diese Motion wird meiner Meinung nach abgelehnt. Ädu, zieh sie zurück. Das wäre politische Grösse. Gret Haller sagt ganz deutlich:

„Je mehr Staatlichkeit in der Kirche, desto wohler ist mir. Das bernische System ist – gesamtschweizerisch und europäisch! – beispielhaft und zukunftsweisend.“

Auch libref. ist dieser Meinung. Und der Synodalratspräsident Andreas Zeller – ein Liberaler – sagt, „es sei ein weiser Entscheid der Berner Regierung“, das alte System vorzuziehen.

Dächlistein - Marchstein mit Berner Bärin Schmiedrued im Kanton Aargau

Yayha, dein Schlusswort im Club passt in die heutige Thematik. Hört es euch an. Du und ich wir sind heute Aargauer und wo ist dieser Marchstein zu finden? In meiner Wohnortsgemeinde Schmiedrued im Kanton Aarau – der Dächlistein. Der Berner Bär läuft nach rechts oben. Das war doch bei uns schon mal ein Thema beim Bernischen Kirchgemeindeverband – das Blog ist inaktiv. Beim Verkehrskreisel in Kirchberg/BE läuft er auch auf die „falsche“ Seite, wie bei der Fahnenrückseite. Beim 1. August-Schmuck auf dem Balkon des Nachbars, wo dieser Beitrag entsteh, gleich dreimal so zu sehen.

Annemarie Schürch-Loosli

Und wem aus Kirchberg, resp. Ersigen wollen wir ganz herzlich gratulieren. Annemarie Schürch-Loosli wurde von der Delegiertenversammlung des Vereins „reformiert“ zur neuen Präsidentin gewählt. Bei deinem Arbeitgeber gibt es auch einen Wechsel. Dein Chef Hansruedi Spichiger wurde pensioniert und neu Andreas Stalder ernennt.

Hansruedii Spichiger

Hansruedi Spichiger, Beauftragter für kirchliche Angelegenheiten bei der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion geht in Pension.

Nun zu Basel. Das Basler Manifest hat seinen Ursprung in Zürich – es ist im Zentrum für Politik, Wirtschaft und Religion gereift, für das „unser Reiner“ nach Zürich kam und dann Zweigstätten in Luzern und Basel eröffnete, d.h. Du kannst den Beitrag publizieren, gibst entsprechend die Quelle an. Das reicht… (so unser Präsident). Unser Prof. Dr. Reiner Anselm, Vorstandsmitglied bei libref. kennen wir doch bestens aus der Laudatio für Gret Haller … der Kreis schliesst sich, unser Netzwerk darf wieder einmal angezapft werden. Das Basler Manifest solltet ihr nicht nur unters Kopfkissen legen. Lesen und danach handeln und die Welt wird weiterhin rund drehen … und sich vielleicht gar zum Besseren wenden.

„Basler Manifest zur Ökonomischen Aufklärung

Zwei Jahre (2010/11) lang hat eine Gruppe von Theologen, Finanz-, Wirtschafts-, Religions-, Kultur- und Medienwissenschaftlern am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik an der Universität Basel zusammen gearbeitet. Im Zentrum der gemeinsamen Forschung stand die Frage, ob und wie religiöse bzw. religionsnahe Ideen, Theorien und Ideologien auch und gerade die heutige Wirtschaft und insbesondere die Finanzwirtschaft bestimmen. Die Resultate dieser interdisziplinären Forschung werden in dem Sammelband Risiko ­ Vertrauen ­Schuld vorgestellt, der 2012 erscheinen soll. Das hier vorgestellte Basler Manifest zur ökonomischen Aufklärung versucht eine knappe und pointierte Zusammenfassung der Überlegungen der Forschergruppe …“

… weiter im Basler Manifest vom ZRWP

Vor einem Jahr:
Das legislative Heilmittel gegen den Terrorismus gibt es nicht

Vor 2 Jahren erschienen:
Rappaz, der „kleine“ Mahatma Gandhi?

Vor 3 Jahren erschienen:
Portrait des Vereins freier Protestanten CH

Vor 4 Jahren erschienen:
Jalsa Salana der Ahmadiyya Bewegung in Frauenfeld

Vor 5 erschienen:
Wieso Bivio?

Vor 6 Jahren erschienen:
Sommer: Sakrileg – The Da Vinci Code – 1. Teil

Vor 7 Jahren erschienen:
Kongress der IARF in Siebenbürgen

© libref – Text und Foto: Stephan MartiFinanzblog

Religionsunterricht in Chur


In Chur folgen sich periodisch ‘Wissenschaftscafés’ mit einer Expertenrunde einerseits und Rede- und Antwortspiel mit dem Publikum anderseits. Der vergangene Abend galt der Neuregelung des Religionsunterrichts in Chur auf Initiative der ‘Jusos’ hin.

An der Urne wurde entschieden, dass ein Fach ‘Ethik und Religion’ in der Schule unterrichtet wird. Bisher bestanden zwei Unterrichtsstunden in Religion, nun also eine in Religion, durch die Kirche gehalten, und eine Stunde Ethik und Religion als über Religion (nicht in). Gefragt war durch den Moderator worden, was dieses 1 plus 1 nun ergebe, worauf ich antworte;

Sehr geschätzter Herr Kramm,

ob Ihre Frage, was 1 plus 1 betreffs Religion und Ethik neu in der Schule gebe, nicht auch war, was zwei minus eins gibt? Zwei Stunden in Religion waren’s, nun ist’s eine geworden, die ja auch noch fakultativ ist. Zwei Stunden waren verhältnismässig ‘gewichtig’, eine Stunde wirkt deutlich fragiler, wenn die beiden Stunden zwischen Kirche & Staat nicht kooperieren. Ergebnis ist dann, dass das Ganze eine halbe, statt eine relative Sache ist.

Wir bewegen uns auf Freifächer zu. An den Gymnasien wurde Latein und Griechisch fakultativ, d.h. heute in der Praxis abgeschafft.. Wir leben in einer erlebnishungrigen und zugleich Sicherheit erheischenden Zeit. Ein gutes Leben führen wir, wenn es uns passt, was zugleich heissen wird , dass wir positivistisch orientierte juristische Gerechtigkeit(en) in einem Fache wie Ethik zu unterrichten haben, moralische Maximen des ‘guten Lebens’ zu definieren haben, statt in Willigkeiten, selbstverantwortlich zu handeln, zu investieren. – In der Nestorerzählung der Ilias (V 670-762), worin die Gerechtigkeitsfrage von der Moral (Rache, Recht…) erstmals in der Geschichte vernünftigerweise getrennt wurde, wurde eine Differenz, eine Fuge, ein Freiraum, geschaffen, der fast chronisch heute erodiert. Ein Konflikt um Vieherden endete damals nicht nicht mehr im Rechten um gemachte Beute, sondern im Vergüten von vorher erlittnem Schaden, in Fairness statt statt Moral als einem perfektionistische Massstabe des Guten, dahinter Interessen sich verstecken, einst die einer Kirche als einer barocken ‘Ecclesia triumphans’, heute diejenigen des Staates (an so genannt stabilen Verhältnissen als polizeilichem Gute). Der damalige Verzicht aufs Rechten, Übergabe der Beute von Erbeutern an Schiedsleute war ein entscheidender Schritt auf Mdenschlichkeit zu. Homer zeigte in dieser in die Ilias intrapolierten Erzählung den Streithähnen Achill und Agamemnon, dass man eine Beute – in ihrem Falle Briseis nicht lieben kann und deshalb kein Anrecht auf sie als einen geraubten Menschen bzw. Menschen hat. Recht am Menschen wurde ins gute Recht am Recht im Menschen umgemünzt; Quelle der Glaubens- und Gewissensfreiheit. ’Ethik und Religion’ als Schulfach (indem über Religion gesprochen wird) verführt nun wieder zu Bekenntnissen von Wahrheiten statt ihrem Bewahren. Der Freude daran, Wahrheit des Geheimnisses (des Glaubens) zu bewahren, tritt ihr Geständnis im gängigen ‘Outen’ gegenüber (frei nach Wilhelm Schmid, Geburt der Philosophie).

Befriedigend, fast versöhnlich stimmte heute Abend, dass Skepsis als Ergebnis der Aussprache auftauchte. Möge sie das neue Schul-Fach Ethik & Religion begleiten. Religion bleibt das Salz (auch) in ethischem Argumentieren, zumal ‚sie selbst schon Aufklärung – als Religion’ – ist (Norbert Bolz)